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Veranstaltung

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Suse Wiegand ­­­— selbstsprechend Nach der Malerei, der Fotografie und Installation widmet sich diese Ausstellung der Zeichnung. Alles ist Zeichnung, war die Maxime von Joseph Beuys. Dass alles, woraus unser Leben als Gefüge konstruktiver Leistungen besteht, auf Zeichnung beruht, ist die Voraussetzung der Zeichnungen Suse Wiegands, die Zeichnung als praktisches Denken begreift. Aus Lauten wurde Sprache, aus Sprachlauten wurden Zeichen, aus Zeichen wurde Schrift, dank der Hand, die zeichnete. Ein Zeichen ist eine fixierte Bewegung von Linien. Indem wir schreiben und sprechen, zeichnen wir. Um diese nicht nur kulturgeschichtlich, sondern für die Menschwerdung unserer biologischen Vorfahren elementare Beziehung geht es Suse Wiegand in ihren minimalistischen Zeichnungen. Wie dehnbar sind unsere Schriftzeichen, in denen Zeit aufgehoben ist? Wieviel Zeit steckt im Zeich(n)en? Wann verliert die Schrift mit der Beweglichkeit der Zeichen ihre Lesbarkeit, auf deren Genauigkeit sie als Mittel unserer Verständigungen beruht? Mit ihren Zeichnungen, die sie hier in den drei Gruppen sprachbilder , doppeldeckern und blattweise präsentiert, betreibt Suse Wiegand eine ästhetische Elementarkunde unserer unverändert elementaren Kulturtechnik. Die in der Schrift fixierte Sprache und das aus Zeichen gefügte Bild verweisen nicht nur aufeinander, sie ermöglichen sich gegenseitig. Damit steht sie mit ihrer ganz eigenen „Handschrift“ in der Tradition der minimal- und conceptional-art, die nur noch wenig fortgeführt wird. Suse Wiegand studierte von 1980 – 1985 an der HDK Berlin, sowie 1986/87 an der Slade School University London. Von 2000 bis 2022 war sie Professorin für Raum, Plastik und Objekt am Studiengang Gestaltung der Hochschule Bielefeld (HSBI). Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im zeichnerischen Denken und in installativen Arbeiten mit Bildern und Dingen im Raum. Ihre Werke werden in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Ausstellungsdauer : 13.09. bis 11.10.2026  

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INSHI – 11.09.2026 Ein klangvoller Abend voller Poesie und Improvisation Mit INSHI – ukrainisch für Andere – erlebte das begeisterte Publikum in der Bandfabrik ein eindrucksvolles Konzert, das ukrainische Folklore mit modernen Elementen und freier Improvisation eindrucksvoll miteinander verband. Das Duo, bestehend aus Kateryna Kravchenko und Bela Bluche , schaffte eine besondere Atmosphäre, in der traditionelle Volkslieder und Gedichte aus der Ukraine in eine völlig neue Tonsprache übersetzt wurden. Das Zusammenspiel der Beiden war von einer spürbaren Leichtigkeit und Tiefe geprägt: Die dynamischen Kontrabass-Linien verschmolzen mit Kravchenkos wandlungsfähigem Gesang zu einem vielschichtigen Geflecht aus Klang, Emotion und Poesie. Einen Hör-Eindruck vom Abend vermittelt dieser Audio-Beitrag . Kateryna Kravchenko (Gesang / Stimme): Die ukrainische Jazzsängerin, Komponistin und Arrangeurin nutzte ihre Stimme als vielseitiges Instrument. Mit ihrem emotionalen und experimentellen Gesang schlug sie gekonnt die Brücke zwischen Jazz, Improvisation und ukrainischer Folklore. Dabei entfalteten auch die Vertonungen aus ihrem aktuellen Debütalbum FACES – darunter kompromisslose Gedichte von Vasyl Stus sowie Werke von Hermann Hesse und Robert Creeley – ihre volle Wirkung in der schönen Atmosphäre der Bandfabrik. Bela Bluche (Kontrabass): Der vielseitige Kontrabassist bewies einmal mehr seine Mühelosigkeit im Wechselspiel zwischen klassischer Präzision, modernem Jazz und freier Improvisation. Seine fundierte Erfahrung aus Spitzenensembles wie dem Orchestre de Paris oder Les Dissonances war in jedem Ton spürbar und verlieh dem Duo-Sound ein ausdrucksstarkes Fundament.  

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Sufian & Plush Rebel – 05.09.2026 Weltmusik Ein Abend in der voll besetzten Bandfabrik, an dem reichhaltige, soulige Klänge der Oud auf die ausdrucksstarke Vielseitigkeit des Cellos trafen und den Raum mit purer musikalischer Poesie erfüllten. Sufian & Plush Rebel nahmen das Publikum mit auf eine faszinierende Reise, auf der sehnsuchtsvolle Melodien, mitreißende Rhythmen und innovative Spieltechniken zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk verschmolzen. Das Konzert zeigte eindrucksvoll, was entsteht, wenn zwei außergewöhnliche Musiker ihre kulturellen und stilistischen Hintergründe miteinander verweben. Seit dem Beginn ihrer Zusammenarbeit im Jahr 2023 erkunden der libysche Oud-Spieler Sufian Ararah und der Kölner Cellist Paul Rittel („Plush Rebel“) die Schnittmengen ihrer Welten. Das Ergebnis in der Bandfabrik war eine erfrischende Mischung aus mediterran-nordafrikanischen Einflüssen und westlicher Klassik, Jazz sowie überraschenden modern-progressiven Nuancen. Beeindruckend war der spürbare Respekt, mit dem beide Künstler einander auf der Bühne begegneten. Sufian Ararah verzauberte mit nordafrikanischen Grooves und den tiefgründigen Maqamat seiner Heimat Tripolis, während Paul Rittel mit seinem vielseitigen Cellospiel und viel Raum für künstlerische Innovation das Fundament erweiterte. Einen besonderen, fast nachdenklich stillen Moment setzte Paul Rittel mit seinem Gesangsstück „Children“. Musikalisch wie textlich wurde darin der Blick auf den Zustand unserer Welt gelenkt – und auf die Frage, was wir der nächsten Generation hinterlassen. Zwischen all den virtuosen Klängen und rhythmischen Verflechtungen bekam der Abend hier plötzlich eine sehr persönliche und gesellschaftliche Dimension.  

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Filmmusik, Pop und Orchesterklang (von Lilo Ingenlath-Gegic – WZ 01.09.2026) Ein neunköpfiges Akkordeon-Ensemble war am Sonntag in der Bandfabrik zu Gast „Unterm Kirschbaum“ war das Konzert mit dem „Instrument des Jahres“ geplant, wurde aber wegen des unsicheren Wetters nach drinnen verlegt. So konnten die Besucher in der Bandfabrik hautnah den farbenreichen Klang des Akkordeons genießen. Ein neunköpfiges Ensemble des Landes-Jugend-Akkordeon-Orchesters NRW (LJAO) war in Langerfeld zu Gast und begeisterte mit einem facettenreichen Programm und vielfältigen musikalischen Geschichten. Das LJAO besteht seit 1986 und wird vom Land NRW und dem Deutschen Harmonika Verband gefördert. Es besteht aus bis zu 25 Akkordeonisten im Alter von 16 bis 26 Jahren. Das kleinere Ensemble aus fünf jungen Spielerinnen und vier Spielern war zu einem intensiven Probenwochenende aus ganz Nordrhein-Westfalen angereist und präsentierte am Sonntagabend ein fulminantes Konzert. Die große Bandbreite des Akkordeons – von zarten Klängen bis hin zu flotter Marschmusik – zeigte das Ensemble gleich zu Beginn mit der „Festival-Ouvertüre“ des Komponisten Rudolf Würthner (1920-1974), der große Erfolge mit dem Hohner-Orchester feiern konnte. Wie spannende Filmmusik erklang die Legende von König Arthur: Zärtliche Liebeslieder, Herzklopfen, ein Pulsieren, das zu emotionalem Überschwang wird, die Ritter der Tafelrunde, die auf ihren Pferden in die Schlacht reiten – alles machten die Instrumente zu klangschönem „großen Kino“. Viele Spieler sind Preisträger von Wettbewerben wie „Jugend musiziert“, eine Akkordeonistin wird in Kürze ihre Ausbildung am Hohner Konservatorium in Trossingen beginnen. Auch Peter Lohmar, der das LJAO seit diesem Jahr leitet, ist Akkordeonist. Sein Akkordeonstudium absolvierte der heute 37-Jährige an der Hochschule für Musik in Wuppertal. Unter seinem bewegten, zugewandten Dirigat präsentierte das Ensemble auch die „Melodie in a-Moll“ von Astor Piazzolla. Tiefgehende Emotionen, dem Bandoneon nachempfundene Klänge und wiegende Tangotakte zeigten erneut, wie vielseitig das Akkordeon ist. Das Akkordeon wurde von den deutschen Landesmusikräten zum „Instrument des Jahres“ 2026 erklärt und soll damit etwas mehr in den Fokus gerückt werden. Seit seiner Erfindung – vor knapp 200 Jahren wurde es in Wien zum Patent angemeldet – hat es sich weltweit zu einem geschätzten Konzertinstrument entwickelt. Es ist vielseitig, ausdrucksstark und in vielen musikalischen Bereichen zu Hause. Beim „Tetraeder“ von Hans-Günther Kölz zeigte das LJAO wie quirlig und verspielt das Akkordeon klingen kann. Sprudelnde Klänge und mitreißende Rhythmen gepaart mit feinen Elementen von Minimal Music, schnelle Beats vom Schlagzeug und harmonische Melodien – Musik, die nicht leicht zu spielen ist, aber viel Spaß macht.Der folgende temporeiche „Sandstorm“ wurde zu atemberaubend großem Orchesterklang. Ein temperamentvoller „Teufelstanz“ von Josef Hellmesberger endete mit beschwingten Walzerklängen, gleich darauf begann die Filmmusik zum „Fluch der Karibik“ mit aufgeregtem Flimmern und entwickelte sich zum bekannten orchestralen Ohrwurm. Das nächste Werk erzählte eine romantische Geschichte vom schwedischen Sommer. Dann bewiesen die Akkordeonisten mit dem Robbie Williams Medley „Entertain You“, dass sie höchst virtuos auch Popmusik spielen können. Nach zwei Stunden mit einem facettenreichen und exzellent gespielten Programm spendete das begeisterte Publikum großen Applaus und bekam als Zugabe den „Schrei nach Liebe“ von der Band „Die Ärzte“ – von Peter Lohmar für Akkordeonorchester bearbeitet.  

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Landes Jugend Akkordeon Orchester NRW 30.08.2026 Das Instrument des Jahres 2026 ist das Akkordeon und wir sind glücklich, dass die erstaunliche Klangvielfalt und die vielen Facetten dieses besonderen Instruments mit einem außergewöhnlichen Konzert in unserer Reihe UNTERM KIRSCHBAUM gebührend gewürdigt werden konnte. Leider konnte das Konzert wetterbedingt nicht Open Air stattfinden, was der schönen Atmosphäre aber keinen Abbruch tat. Zu Gast war eine exzellente Zehner-Besetzung des Landes Jugend Akkordeon Orchesters Nordrhein-Westfalen (LJAO NRW) , deren Musikerinnen und Musiker für diesen späten Nachmittag aus ganz NRW angereist waren. Das 1986 gegründete Spitzenensemble, das vom Ministerpräsidenten des Landes NRW sowie dem Deutschen Harmonika-Verband NRW e.V. gefördert wird, vereint herausragende Nachwuchstalente und Preisträger verschiedener Wettbewerbe. Dass viele der Mitglieder bereits ein Musikstudium begonnen haben oder in führenden Ensembles spielen, war in jedem Moment hör- und spürbar. Unter der fachkundigen und inspirierenden Leitung von Peter Lohmar wurde den Gästen weit mehr als nur ein Konzert geboten: Peter Lohmar erläuterte dem Publikum anschaulich die faszinierende Geschichte und Hintergründe zum Akkordeon. Diese Einblicke machten das anschließende Hörerlebnis umso intensiver. Dass das Akkordeon voller Energie und Überraschungen steckt, bewies die hochkarätige Auswahl der Stücke. Die dargebotene zeitgenössische wie auch klassische Original-Literatur unterstrich auf eindrucksvolle Weise den erfrischenden und unerwarteten Charakter des Instruments. Mitreißende Dynamik, feinsinnige Klangfarben und spieltechnische Präzision zeigten, welche moderne Ausdruckskraft in diesem Instrument steckt. Die hervorragende Leistung des LJAO NRW, die das Ensemble sonst auf internationalen Konzertreisen und CD-Aufnahmen unter Beweis stellt, verzauberte das zahlreiche Publikum in der Bandfabrik vollends. Leitung: Peter Lohmar Impressionen vom Konzert sieht und hört man hier: L andes Jugend Akkordeon Orchester in der Bandfabrik Hinweis : Für das Video öffnet sich ein neues Fenster I nternet: ljao-nrw.de.  

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An Erminig – musique celtique de Bretagne 29.08.2026 Der Wettergott hatte andere Pläne. Statt unter freiem Himmel spielte AN ERMINIG an diesem Abend im atmospärischen Innenraum der Bandfabrik. Was zunächst nach einer Notlösung klang, erwies sich schnell als Glücksfall: Die ausverkaufte Bandfabrik bot den Gruppe einen unmittelbaren, atmosphärisch dichten Rahmen – und dem Publikum einen Abend voller bretonischer Lebensfreude. Seit mehr als fünf Jahrzehnten widmet sich die Gruppe AN ERMINIG der Musik der Bretagne. Dabei geht es der Band nicht um folkloristische Rückschau, sondern um eine lebendige musikalische Tradition, die immer wieder neu interpretiert wird. Traditionelle Lieder und Tänze treffen auf eigene Kompositionen, Einflüsse aus Folk und Weltmusik erweitern das Klangspektrum. Entsprechend abwechslungsreich präsentierten sie ein abwechslungsreiches Programm, das Balladen auf Bretonisch und Französisch mit temperamentvollen Tanzsuiten aus der Haute und Basse Bretagne mischte. Musikalische Abstecher nach Galicien und in andere keltische Regionen machten deutlich, wie weit das Netzwerk kultureller Verbindungen reicht. Besonders unmittelbar wurde die Tradition des Fest-Noz. Die rhythmischen Reihen- und Rundtänze sind ein Herzstück der bretonischen Musikkultur – und entwickelten auch in der Bandfabrik schnell ihren eigenen Sog. Dazu erzählte die Band von den Geschichten hinter den Liedern, von Land und Leuten und von den kulturellen Zusammenhängen, aus denen diese Musik entstanden ist. Dass AN ERMINIG dabei authentisch und zugleich gegenwärtig klingt, kommt nicht von ungefähr. Intensive Recherche, regelmäßige Aufenthalte in der Bretagne und langjährige Kontakte zur dortigen Musikszene bilden die Grundlage der musikalischen Arbeit. Hinzu kommt die Erfahrung aus unzähligen Konzerten auf europäischen Bühnen. So wurde aus dem wetterbedingt abgesagten Open Air kein Verlust, sondern ein Konzertabend mit ganz eigener Qualität: dicht, lebendig und nah am Publikum. Die Bretagne war an diesem Abend zwar nicht draußen – dafür aber mitten in der Bandfabrik. Die Besetzung: Andreas Derow – Dudelsäcke, Geigen, Drehleier, diaton. Akkordeon, Gesang Barbara Gerdes – Harfe, Querflöte, Bombarde, Gesang H. Martin Derow – Gitarre, ir. Bouzouky, Akkordeon, Gesang www.an-erminig.de/  

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Open-Air-Festival „Unterm Kirschbaum“ beginnt in der Bandfabrik mit der Bigband Hedtberg Brass (von Bernadette Brutscheid – WZ 29.08.2026) Eigentlich im Garten der Bandfabrik geplant, wurde das Konzert aufgrund des Wetters nach innen verlegt Eigentlich sollte die Big Band „Hedtberg Brass“ unterm Kirschbaum, im idyllischen Garten der Bandfabrik ein Open Air Konzert spielen. Doch die Wetterprognose mit angekündigtem Regen und Gewitter lies die Veranstalter auf Nummer sicher gehen und das Konzert in den Innenraum verlegen. „Bei einsetzendem Regen wäre die Veranstaltung vorbei. So schnell kann die Technik nicht wechseln“, erklärt Erhard Ufermann vom Verein „Kultur am Rand“. Mit einem Programmmix aus Latin, Jazz, Swing und Filmmusik trieb die Band die Temperaturen noch einmal in die Höhe. Auf der Bühne und im voll besetzten Saal wurde geschwitzt, die zahlreichen Besucher im Garten konnten der Musik über Lautsprecher draußen lauschen. Aus einer Dixieland Sidekick-Combo entstanden, bestehen die Hedtberg Brass seit 2009. Unter der Leitung von Manuel Galemann spielten die Musiker zum dritten Mal das Eröffnungskonzert nach der Sommerpause. Mit dem Jazzklassiker „Shiny Stockings“ aus dem Jahr 1955, auch von Ella Fitzgerald gesungen, wurde eröffnet. „Tuxedo Junction“ ist ebenfalls ein populäres Bigband-Stück, das in der Bearbeitung von Glenn Miller ein großer Erfolg wurde. Zurück geht der Name auf eine Straßenbahnkreuzung und einen gleichnamigen Nachtclub in Birmingham, im Bundesstaat Alabama. Der muntere Musikmix von Hedtberg Brass kam an, die unterschiedlichen Instrumente des Orchesters, von Posaune und Trompete, über Flöte, Saxophon, Gitarre, Klavier, Schlagzeug und Percussion, fanden alle ihren gebührenden Einsatz mit schönen Trompeten- und Saxophonsoli. Zwischendurch wurde locker moderiert, kombiniert mit Lied- und Hintergrundinfos. Sängerin Ulla Krah konnte auch für diesen Abend wieder als Gast gewonnen werden und sie brachte bei ihrem Auftritt ihren typischen lateinamerikanischen Touch mit in die Bandfabrik. Viele fetzige, bekannte und mitreißende Stücke unterhielten an dem lauen Sommerabend, denn zum Glück für die Gäste unter dem Kirschbaum ließ der Regen auf sich warten. Die Musiker agierten mit großer Spielfreude, das Publikum ging gerne mit. Die Titelmelodien aus „Indiana Jones“ und „Star Trek“ erklangen und aus dem Musical „Hairspray“ die finale Nummer „You can`t stop the beat“. Nach der Pause ging es mit vielen bekannten Liedern weiter und Musiker und Besucher genossen das Sommerkonzert gleichermaßen. Hedtberg Brass spielt wieder am 10. Oktober um 19 Uhr im CVJM-Haus, Am Hedtberg 12 zusammen mit der Concert Band Ruhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. In der Reihe „Unterm Kirschbaum“ gibt es noch zwei weitere Veranstaltungen. Das heutige Konzert von An Erminig ist bereits ausverkauft, doch morgen Abend kann man ab 17 Uhr noch dem Landesjugend-Akkordeon-Orchester NRW zuhören, wie es das Instrument des Jahres, das Akkordeon, in Szene setzt.  

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Antje Mallwitz Quintett 28.08.2026 Manchmal führt ein Umweg direkt zum richtigen Ort. Denn eigentlich sollte das Konzert des Antje Mallwitz Quintetts als Open-Air-Veranstaltung stattfinden. Doch die Wetterprognose ließ wenig Raum für Optimismus – und so wurde kurzerhand umdisponiert: Statt unterm Kirschbaum spielte das Quintett in der ausverkauften Bandfabrik. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Musik und ihre Protagonisten rückten noch ein Stück näher zusammen. Und musikalisch hatte der Abend ohnehin einiges zu bieten: Mit „Broadway meets Jazz“ hatte das Quintett ein Programm im Gepäck, das bekannte Musicalmelodien präsentierte und ihnen Raum für neue musikalische Perspektiven gab. Im Zentrum stand die ausdrucksstarke Stimme von Antje Mallwitz, getragen und inspiriert vom präzisen Zusammenspiel der Kombonisten. Aus bekannten Melodien entwickelten sich immer wieder kleine musikalische Abenteuer: Ein Thema wurde aufgenommen, variiert, weitergereicht – und plötzlich war aus dem vertrauten Broadway-Song ein ganz eigener Jazzmoment geworden. Dabei überzeugte gerade die Mischung aus ausgefeilten Arrangements und improvisatorischer Freiheit. Neben den neu interpretierten Klassikern fanden auch eigene Kompositionen der Bandmitglieder ihren Platz im Programm. So entstand kein musikalischer Rückblick auf große Musicalzeiten, sondern ein lebendiger Dialog zwischen unterschiedlichen Stilwelten. Von der leisen Ballade bis zum funkigen Groove blieb dabei genügend Raum für Überraschungen – und für die Spielfreude der Musikerinnen und Musiker, die sich spürbar auf das Publikum übertrug. Am Ende war der Wetterumschwung fast vergessen. Aus dem geplanten Konzert unter freiem Himmel wurde ein konzentrierter und atmosphärischer Abend im Tockenen. Vielleicht war es ja genau der richtige Ort für diese Musik: Ein bisschen Broadway, viel Jazz – und ganz viel Lust am gemeinsamen Musizieren. Die Besetzung: Antje Mallwitz – Gesang Eckhard Richelshagen – Piano und Keyboard Enno Kremser – Kontrabass und E-Bass Bradley E. Hamilton – Schlagzeug Matthias Kurzhals – Saxophon  

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Big Band Hedtberg Brass 27.08.2026 Drinnen und draußen – laut und leise Wie im letzten Jahr eröffnete die HEDTBERG BRASS wieder das als Openair im Garten der Bandfabrik geplante Festival „UNTERM KIRSCHBAUM“. Und wie im letzten Jahr mussten die Swing-Klassiker im traditionellen Big Band-Gewand aufgrund der unsicheren Wetterlage in den Veranstaltungsraum der Bandfabrik verlegt werden. Das zahlreich erschienene Publikum verteilte sich auf den Innenraum und den atmosphärisch beleuchteten Garten. Durch die Außen-Lautsprecher konnte auch dort der kraftvolle, dynamische Sound genossen werden, der ein Mix aus Latin, Beat sowie Filmmusik mit neuen Arrangements war. Jazzige Gesangeinlagen von Ulla Krah begleiteten die Band. Impressionen vom Konzert sieht und hört man hier: Big Band Hedtberg Brass in der Bandfabrik Hinweis : Für das Video öffnet sich ein neues Fenster Leitung: Manuel Galemann  

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4 Workshops – Feldenkrais® mit Anja Riemann – 04.08. - 25.08.2026 Awareness through movement Feldenkrais-Gruppenstunden bestehen aus verbal angeleiteten, klar strukturierten Bewegungsanweisungen. Sie laden dazu ein, neugierig die individuellen Bewegungsgewohnheiten zu entdecken. Dabei wird die Aufmerksamkeit auf das „Wie“ - die Qualität - der Bewegung gelenkt. Spielerisch werden im Verlauf der Feldenkraisstunde andere, neue, leichtere Bewegungsmöglichkeiten erkundet. Ziele sind Verbesserung von Bewegungsqualität, Koordination und Selbstwahrnehmung und eine bessere Selbst-Organisation. Die Bewegungen sind geeignet für Menschen jeden Alters. Anja Riemann ist als Feldenkraispädagogin tätig. Sie gibt Gruppenstunden in Awareness through Movement, Bewusstheit durch Bewegung und Einzelstunden in Funktionaler Integration.  

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Wuppertaler Industriegeschichte(n) mit dem Fokus auf das Wort (von Michael Walmsley – WZ 03.08.2026) Jutta Höfel und Kirsten Radermacher zu Gast in der Bandfabrik Nach ihrer gemeinsamen Ausstellung „Temporäre Räume”, die im Januar in den Räumen der Bergischen Kunstgenossenschaft (BKG) stattgefunden hat, beendeten Jutta Havel und Kirsten Radermacher am Sonntagvormittag ihr Projekt in der Bandfabrik an der Schwelmer Straße vor vollem Haus. Auch kurz nach 11.30 Uhr, dem offiziellen Beginn der Veranstaltung, betraten immer noch weitere Gäste die Bandfabrik. Weitere Stühle wurden organisiert und ein wenig zusammengerückt. Dass die beiden Wuppertaler Künstlerinnen sich explizit für diese Location entschieden haben, hängt mit dem Thema ihrer Arbeit zusammen, wie Kirsten Radermacher im Gespräch vor der Performance erklärt. „Die Bandfabrik ist ein ganz wichtiger Ort der Wuppertaler Industriegeschichte, genau wie das Kolkmannhaus, in dem wir im Januar unsere gemeinsame Ausstellung gezeigt haben. Bei dieser ging es in einer Kombination aus meinen Fotografien und Juttas Texten um Wuppertaler Orte im Wandel der Zeit. Das Projekt startete im Jahr 2024 im Rahmen einer Förderung und wird heute mit dieser Performance beendet. Und da bei klassischen Ausstellungen das Wort leider oft zu kurz kommt, legen wir heute den Fokus auf Juttas Arbeit, während ich nur eine kleinere Rolle bekleide und eine Videosequenz beisteuere, die heute erstmalig öffentlich gezeigt wird. Pan Bastardo begleitet uns mit seiner Hand-Pan.” Zarte Lyrik über harte Zeiten Jutta Höfel, die an der Universität Wuppertal Romanistik, Germanistik und Philosophie studierte, arbeitet als freie Moderatorin, Dozentin und Publizistin für Literatur und Kunst. Die Art, in der sie über die Wuppertaler Industriegeschichte schreibt, ist bemerkenswert. Sie nutzt dafür Worte, die heute wie aus der Zeit gefallen scheinen, die jedoch Bilder in den Köpfen der Zuhörenden entstehen lassen, die sie unvermittelt an den Ort des Geschehens transportieren. Jedes Detail wird genauestens beschrieben und ausgemalt, sodass jede noch so triste Industriehalle zu einem spannenden Ort wird. Das Publikum hängt an ihren Lippen und traut sich in den ersten Pausen noch nicht so recht, die andächtige Ruhe mit einem anerkennenden Applaus zu zerstören. Die rhythmischen Klänge von Pan Bastardo passen gut ins Bild. Der Musiker improvisiert – inspiriert von den Texten entsteht die Musik erst im Moment. In der gemeinsamen Arbeit unterscheidet sich der Entstehungsprozess je nach dem Ausgangspunkt. Mal ist Höfels Text zuerst da, mal bringt Radermacher ein Bild mit, an dem dann gemeinsam gearbeitet wird. Das Duo inspiriert sich dabei gegenseitig, was die Arbeit konstant spannend hält. Das musikalische Element haben die beiden schon öfter genutzt, die Arbeit als Trio funktioniert daher reibungslos. Höfel erklärt ihren Teil des Tages so: „Die Basis unserer Arbeit ist ja die Industriegeschichte und da sind ganz unterschiedliche Texte entstanden. Es gibt Prosa-Arbeiten, die vielleicht eher ein bisschen deskriptiv sind. Es gibt lyrische Arbeiten, die auch Raum schaffen sollen für eigene Assoziationen, und es gibt tagebuchähnliche Sequenzen, die die harten Erfahrungen des industriellen Arbeitens thematisieren. Das passt dann wiederum assoziativ zur Videoarbeit von Kirsten. Alles ist miteinander verbunden.” Die Performance als Abschluss der gemeinsamen Arbeit hat für die beiden eine besondere Bedeutung, wie Radermacher erklärt. „Die intensive Arbeit begann im Jahr 2024 im Rahmen der Förderung. Diese ist mittlerweile beendet, aber wir wollten dennoch weitermachen. Und deswegen wollten wir unbedingt diese Performance an diesem Ort durchführen, bei der der Text mehr im Vordergrund steht.” Durch die kreative „Zuarbeit” von Radermacher und Pan Bastardo ist das dem Trio vollumfänglich gelungen, was der tosende Applaus der rund 50 Zuschauenden bewiesen hat.  

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Jutta Höfel • Kirsten Radermacher • pan.bastardo Werk-Synästhesie – Wortbildklang Ein volles Haus, gespannte Aufmerksamkeit und eine außergewöhnliche Atmosphäre: Die sonntägliche Matinée zum Thema "Werk-Synästhesie – Wortbildklang" verwandelte die Bandfabrik in einen Ort, an dem Wort, Bild und Klang auf eindrucksvolle Weise miteinander wechselwirkten. Die Künstlerinnen Jutta Höfel (Texte) und Kirsten Radermacher (Bild- und Buchkunst) präsentierten eine vielschichtige Performance aus Lesung und Raum- bzw. Videoinstallation. Dabei entstand ein intensives Erlebnis, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verband und den Blick gleichermaßen auf Arbeitswelten wie auf persönliche Lebensgeschichten lenkte. Einfühlsam begleitet wurde die Performance von Improvisationsmusiker pan.bastardo , dessen fein nuancierte Handpan-Klänge die Verbindung von Wort und Bild auf besondere Weise bereicherten und der Matinée eine zusätzliche klangliche Tiefe verliehen. Die Matinée knüpfte an die gemeinsame künstlerische Arbeit der beiden an, die sie bereits im geförderten Projekt von Zeit zu Zeit (2024/25) mit der Wuppertaler Stadt- und Industriegeschichte begonnen hatten. Nach ihrer Ausstellung "temporäre räume" Anfang 2026 im Studio der Bergischen Kunstgenossenschaft (BKG) entwickelten sie für die Bandfabrik – ein Ort mit tiefen Wurzeln in der Textilgeschichte und zugleich einem Blick in die Zukunft – einen eigens auf diese Lokalität abgestimmten neuen Assoziationsraum. Einen Eindruck von der Veranstaltung gibt dieses Video . Siehe auch den Artikel von Michael Walmsley in der WZ vom 03.08.2026 Jutta Höfel arbeitet als Dozentin und Publizistin in der Kulturvermittlung und ist als freie Autorin der Poesie des Alltäglichen auf der Spur. Ihre Lyrik und Kurzprosa, oft im Spannungsfeld zwischen Natur und Zivilisation, entfaltet sich aus konkreter Beobachtung. Kirsten Radermacher ist Bild- und Buchkünstlerin. Sie schafft Bilder, Objekte und Installationen unter Einsatz fotografischer Mittel. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Fragen des täglichen Lebens, wie wir existieren, agieren, leben. In der assoziativen Zusammenstellung zu Bildrhythmen sieht sie die Möglichkeit, einen Kommentar zu formulieren und zu vertiefen. pan.bastardo ist Handpan-Musiker und Percussionist. Seine Improvisationsmusik zeichnet sich durch stark rhythmische und getragene melodische Elemente aus. Entstehende Klangfolgen bilden sich erst durch die zum Zeitpunkt des Spiels umgebende Atmosphäre im Detail aus.  

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Presse: Clara Schumann und Kollegen (von Anne Grages – WZ 13.07.2026) Kennen Sie Komponistinnen? Den meisten fällt nur eine ein: Clara Schumann (1819 - 1896). Als Wunderkind am Klavier wurde Clara Wieck weithin bekannt, vor und nach ihrer Hochzeit mit Robert Schumann füllte sie als Pianistin auch mit ihren eigenen Werken europaweit die Konzertsäle. Die Kunsthistorikerin Marlene Baum stellte am Freitag in der Bandfabrik nicht nur Clara Schumann selbst überaus anschaulich vor. Sie legte auch ein besonderes Augenmerk darauf, wie intensiv die Künstlerin mit bekannten Kollegen befreundet war und wie sie sie gefördert hat. Denn als Publikumsmagnet konnte sie es sich leisten, deren Werke komplett zu spielen – statt nur die schwungvollen Passagen. Ihrem Lebensweg folgte Baum in treffenden Beschreibungen und fein gefundenen Zitaten. Franz Liszt und Felix Mendelssohn Bartholdy lernte sie schon als Kind kennen. Robert Schumann ebenfalls, heimlich verlobt haben sich die beiden 1837, ihre Hochzeit 1840 mussten sie gegen ihren Vater gerichtlich durchsetzen. Mit Johannes Brahms blieb sie bis zu ihrem Tod befreundet. Der gute Kontakt zu den Kollegen schlug sich auch im Schaffen nieder, man zitierte sich gern gegenseitig und in aller Freundschaft. Dies machten der Pianist Igor Parfenov und die Sopranistin Annika Boos mit klug ausgewählten Stücken virtuos hörbar. Ein besonders hübsches Beispiel: Claras Jugendstück „Romance variée“ greift Robert Schumann in einem „Albumblatt“ auf. Das wiederum zitiert Clara in „Variationen über ein Thema von Robert Schuman“. Johannes Brahms mischte sich ebenfalls ein. Ein beglückender Abend. (ang)  

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Sichere Bedingungen und Freundlichkeit für Investoren (von Alina Komorek – WZ 11.07.2026) Am Küchentisch geht es mit OB Scherff und Stefan Kirschsieper um Verbesserungen für Wuppertal Weil die wirklich wichtigen Dinge nicht in Konferenzräumen oder auf dem Sofa, sondern am Küchentisch verhandelt werden, hat die Bandfabrik zum gleichnamigen Format Oberbürgermeisterin Miriam Scherff und Stefan Kirschsieper, Prokurist der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft WPK, eingeladen. Die beiden Gäste sprachen in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Raum bei einer bodenständigen Lauchsuppe und Musik von Saxophonist Jakob Jentgens über große Namen, die Rolle der Kommunalpolitik für die Wirtschaft, über Eindrücke von der Stadt und über Versäumnisse bei der Ausländerbehörde. Als Stefan Kirschsieper drei Namen nennt, kennt Miriam Scherff zwei – und ordnet sie humorvoll ein: Friedrich Engels als bekanntester Sohn der Stadt, Erfinder der empirischen Soziologie, Ludwig Erhard als Vertreter einer ganz anderen Generation und sehr verschiedenen Sozialpolitik mit markigen Sprüchen. Andreas Trautwein sagt der Oberbürgermeisterin nichts – noch nichts, denn der Geschäftsführer von E/D/E könnte nach dem Küchentisch-Talk bald eine Einladung ins Rathaus bekommen, um den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft hier in Wuppertal zu stärken. Was der Oberbürgermeisterin sehr wichtig ist: Sie könne nicht die Weltpolitik ändern, antwortet sie auf Kirschsiepers Frage nach der Rolle der Kommunalpolitik, „aber wir können die Rahmenbedingungen in der Stadt sichern und freundlich gegenüber Investoren sein, sodass sie gern hier sind.“ Dass das Wachstum von Kommunen aufgrund der Stadtgrenzen begrenzt ist, genau wie ihre Macht bei der Bearbeitungszeit von Baugenehmigungsanträgen, erklärt die Oberbürgermeisterin wenig später, als es um das Thema Flächenkonkurrenz geht. „Wir brauchen länger als andere Städte – das liegt aber auch daran, dass wir einen Bauantrag nicht ablehnen, sondern weitere Unterlagen nachfordern. Wir wollen dann verstehen, an welcher Stelle es hakt, um schneller zu werden“, sagt sie in Bezug auf langwierige Verwaltungswege. Zusammenarbeit mit Nachbarstädten vorantreiben Und zu den begrenzten Flächen fügt sie spaßend hinzu: „Ich würde jetzt nicht Schwelm und Haan annektieren.“ Vielmehr liege der Fokus auf der Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten: Etwa die Bewerbung für das Förderprogramm E-Regionale, über das die Verwaltung modernisiert werden soll, damit die Bergischen Städte beispielsweise gemeinsam Schulmöbel bestellen und durch die Masse sparen können. Auch die Ansiedelung von Unternehmen im Gesundheitsbereich oder Digitale Technologien verfolgt die Oberbürgermeisterin, denn da könne man zum Teil ohne großen Flächenbedarf etwas machen: „Die Frage nach Start-ups, aus denen irgendwann Vorwerk wächst.“ Die Stadt könne bei Flächen – stellvertretend geht es hier um das Kaufhof-Gebäude – aushelfen, indem sie das Risiko übergangsweise trägt und Zwischennutzungen ermöglicht. Stefan Kirschsieper erfragt, passend zum Kaufhof, die Sicht auf die Innenstadt – hier nimmt Miriam Scherff einen Moment den Blickwinkel einer Nicht-Wuppertalerin ein, die zum ersten Mal vom Hauptbahnhof aus runter über die Poststraße läuft: „Auch, wenn ich noch nie etwas dort gekauft habe, ist das Primark-Gebäude und die Einzelhandel-Führung bis zum Café 23 schon attraktiv – und als Nicht-Wuppertalerin weiß ich auch nicht, dass der Wupperpark Ost schwierig ist.“ Danach beginne eben die Baustellenphase – doch schon ihrer fünfjährigen Tochter bringe Scherff bei, dass Baustellen Investitionen in die Stadt sind. Auf die Frage ihres Gesprächspartners, wann Baustellen eigentlich so schwierig geworden sind, antwortet Scherff, dass die Vergabeprozesse lange brauchen – und auch der Fachkräftemangel spürbar ist. Auch aus diesem Grund wollen die WSW ein Bauunternehmen kaufen, um die städtischen Baustellen zügiger anzugehen. Beim Gespräch über den Fachkräftemangel betont die Oberbürgermeisterin die Zusammenarbeit mit der Bergischen Uni, mit der Junior Uni und dem Berufskolleg, denn wie Kirschsieper zusammenfasst: „Es geht nicht ohne Ausbildungsberufe.“ Zum Thema Fachkräfte gehört der Beitrag einer Dame aus dem Publikum zur Kampagne „Wuppertal – Wo die Welt zu Hause ist“. Diese findet sie zwar als gelungen, aber sie gehe nicht mit den vielen liegen gebliebenen Anträgen der Ausländerbehörde zusammen. „Als man durch die Reform schneller deutsch werden konnte, kam eine Welle, die uns überrannt hat“, erklärt Oberbürgermeisterin Scherff, die sich immer machtlos fühlt, wenn sie täglich mehrere Dutzend Briefe von Menschen bekommt, die um ihre Existenz fürchten, weil sie schon jahrelang auf eine Genehmigung warten. Das liege daran, dass ein Sachbearbeiter in Wuppertal doppelt so viele Menschen betreuen muss wie in anderen Kommunen, doch diese Stellen seien bald besetzt, sodass die Welle abgearbeitet werde. Und auch die Wartesituation bei der Ausländerbehörde soll sich durch ein Terminsystem verkürzen. Die Internationalität sieht Scherff – auch und besonders für die Wirtschaft – als deutlichen Vorteil. Nicht nur, weil sie bei Community-Festen immer sehr nette Menschen und köstliches Essen kennenlerne, sondern auch, weil sie sich ohnehin fragt, was „denn bitte deutsch“ sei, außerdem sei die Wirtschaft auf Fachkräfte mit Migrationshintergrund angewiesen. Stefan Kirschsieper wiederum fände es toll, wenn die vielfältige Unternehmerschaft der Stadt auch bei den Vollversammlungen beispielsweise der IHK sichtbar würde – vielleicht wird sie demnächst auch eingeladen, um mit der Oberbürgermeisterin über die wirtschaftliche Lage der Stadt zu sprechen. Am Küchentisch oder doch im Rathaus.  

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Sommerabendkonzert – 10.07.2026 Clara Schumann: Musikalische Korrespondenzen Die Kunst- und Musiklehrerin Dr. Marlene Baum , die Sopranistin Annika Boos und der Pianist Igor Parfenov erinnerten in der vollbesetzten Bandfabrik auf besondere Art an das Leben und Schaffen der begnadeten Musikerin Clara Schumann. Marlene Baum schaffte es, Claras besondere Lebensumstände zu illustrieren und mit interessanten Anekdoten ein lebendiges Porträt der Ausnahmekünstlerin zu zeichnen. Annika Boos und Igor Parfenov brachten Claras künstlerisches Schaffen grandios zu Gehör. Das Publikum wollte eigentlich zu jedem Stück applaudieren, wurde aber von Marlene Baum etwas eingebremst, sich das doch bitte bis zum Schluss aufzusparen. Das funktionierte auch weitgehend, bis dann nach dem letzten Beitrag die drei Vortragenden mit einem anhaltenden, lautstarken Applaus belohnt wurden. Dafür gab es noch zwei schöne Zugaben mit je einem Lied von Clara und Robert Schumann. Clara Schumann gilt als eine der beeindruckendsten Musikerinnen des 19. Jahrhunderts. Sie kam am 13. September 1819 als Clara Wieck in Leipzig zur Welt. Schon unter ihrem Geburtsnamen feierte sie als absolutes Wunderkind am Klavier europaweit Erfolge, lange bevor sie durch die Hochzeit mit dem Komponisten Robert Schumann dessen berühmten Nachnamen annahm. In ihren Konzerten setzte sich Clara ihr Leben lang für die Werke ihrer Zeitgenossen ein. Dazu gehörten Frédéric Chopin, Franz Liszt, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn-Bartholdy und natürlich ihr Mann, Robert Schumann. Von besonderer Bedeutung war ihre Freundschaft zu Pauline Garcia-Viardot, der zu Unrecht in Vergessenheit geratenen großen spanisch / französischen Sängerin, Pianistin und Komponistin. Beide Künstlerinnen waren international gefeiert und machten die europäische Musik bis nach Russland populär. Die vielseitige Sopranistin Annika Boos studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln bei Professorin Klesie Kelly-Moog und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Bereits während ihres Studiums gastierte sie an den Wuppertaler Bühnen und war dort von 2012 bis 2014 festes Ensemblemitglied. Als freischaffende Sängerin tritt sie an großen Opernhäusern wie z. B. an der Deutschen Oper am Rhein oder am Staatstheater Nürnberg auf. Der Pianist Igor Parfenov studierte am Konservatorium in St. Petersburg. 2011 ging er zuerst nach Wuppertal an die Hochschule für Musik und Tanz und absolvierte an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf den Master-Studiengang. 2012 gewann Igor Parfenov den Steinway-Wettbewerb für ausgewählte Studenten der Hochschulen Essen, Düsseldorf und Köln. Meisterkurse und Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland folgten. 2025 wurde er Preisträger des Kunst- und Kulturpreises der Enno und Christa Springmann-Stiftung. Dr. Marlene Baum war Kunst- und Musiklehrerin und Lehrbeauftragte an der Bergischen Universität sowie an der Kunstakademie Düsseldorf. In Büchern, Ausstellungskatalogen und Kunstzeitschriften sowie in Vorträgen beschäftigt sie sich mit Themen aus Kunst und Kultur. Siehe auch Presseartikel in der WZ vom 13.07.2026  

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Die wirtschaftliche Entwicklung Wuppertals und seine Innovationskraft 09.07.2026 An diesem Abend nahmen Miriam Scherff , Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal und Stefan Kirschsieper am Küchentisch Platz. Nullwachstum, Inflation und internationale Krisen beeinträchtigen den Wirtschaftsstandort Deutschland. Monatlich melden 1800 Unternehmen Insolvenz an. Der höchste Stand seit 20 Jahren. Deutsche Familienunternehmen, nicht selten Weltmarktführer bei Innovation und Qualität, haben aufgrund absurder Zollpolitiken große Probleme im Export. Die Automobilindustrie, sonst wesentlicher Motor der Konjunktur, fährt international hinterher. Einzelhandel und Unternehmen beklagen die hohen Energie- und Lohnnebenkosten sowie bürokratische Hürden. Bürgerinnen und Bürger leiden u.a. unter gestiegenen Lebensmittelpreisen und unbezahlbaren Mieten. Aktuell versucht die Bundesregierung durch grundlegende Reformen sowohl die Zukunftsfähigkeit des Sozialstaates, als auch die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft zu sichern. Wie steht es angesichts globaler Herausforderungen um die wirtschaftliche Entwicklung Wuppertals? Ihre Innovationskraft bewies sie in der Vergangenheit vor allem durch leistungsstarke Familienunternehmen, Erfindungen, Patente sowie künstlerische Marken. Am Küchentisch kamen Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal und Stefan Kirschsieper ins Gespräch. Stefan Kirschsieper, Wuppertaler und Prokurist der WPK Beratung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, spezialisiert auf die Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen. Durch seine langjährige Tätigkeit in der Begleitung mittelständischer Betriebe verfügt er über tiefes Verständnis für wirtschaftliche Transformationsprozesse und die strukturellen Herausforderungen des regionalen Unternehmertums Siehe auch Presseartikel in der WZ vom 11.07.2026 . Aufgespielt : Jakob Jentgens , Saxophon Aufgetischt : Fidan Turan kochte einen leckeren bodenständigen Eintopf (eine Kooperation mit Café PRIO, Werth 87, Stadtmission Wuppertal)  

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Poetisch-fantasievolle Impro-Performance (von Martin Hagemeyer – WZ 08.07.2026) Abschlussfest des interdisziplinären Kunstformats „Randlos“ in der Bandfabrik Menschen schlängeln sich grazil über den Boden, schwenken sacht Stühle und Schirme, ein Mann schaukelt Tuba blasend am Baum. „Randlos“, das zum zweiten Mal in und an der Bandfabrik veranstaltete interdisziplinäre Kunstformat, wurde mit einer Impro-Performance – poetisch und fantasievoll – abgeschlossen. Initiatoren waren wie schon 2024 die Zeichnerin Birgit Pardun, der Maler Andreas M. Wiese (bekannt etwa vom Engels-Porträt zu dessen Jubiläumsjahr) und Kirsten Rönfeldt, die schon allein ein breites künstlerisches Spektrum vertritt – neben Malerei etwa Fotografie und textile Installationen sowie Texte. Genres verbinden will das Format generell durch Begegnung von Künstlern verschiedener Sparten, die in dem Langerfelder Kunstort Zeit verbringen und sich ergänzen. Die drei Tage zuvor darf man sich kaum als bloßes Einstudieren der Aufführung vorstellen, vielmehr schloss diese eine Probier- und bei einigen auch Kennenlernphase ab – bei der übrigens schon Zuschauen erlaubt gewesen war. Wer zum Schluss kam, erlebte etwa, wie der Tänzer Baptiste Bersoux draußen eine Efeuwand bespielte, die Musikerin Carolin Pook und andere sogar das Schrägdach der Bandfabrik. Musiker Wolfgang Suchner gab besagten Blechbläser im Kirschbaum, die Tänzerinnen Sophia Otto und Annika Kompart glitten wie mühelos in fließendem Zusammenspiel über den Rasen (und erinnerten etwas an die Waldkobolde im Stil von Shakespeares „Sommernachtstraum“). Dabei waren etwa auch der Videokünstler Kai Fobbe sowie Maik Ollhoff, der heute statt als „Loch“-Chef Teil der hübschen Schirme-Nummer war und in Teil zwei auch wieder einmal am Schlagzeug agierte. Teil zwei folgte im Innenraum: Kurz mochte das Szenario wie ein Nachbau desjenigen vor dem Haus anmuten – etwa wenn man hier die Bühnenfläche analog zur Dach-Plattform las. Komplett bestätigte sich das nicht, immerhin aber fungierte gleichfalls ein „Baum“ als Mittelpunkt, um den das Geschehen kreiste – nun freilich ein künstlicher. Der Urkraft vermittelnde Stamm war mit Mini-Objekten verziert – irgendwo zwischen floral und technisch. Suchner stieß hier in eine schwankend installierte Trompete, die Tänzer und Tänzerinnen agierten ähnlich wie zuvor mit organischen Bewegungen voll Anmut. Noch etwas spontaner als der Rest war die Einlage eines weiteren „Akteurs“: Das vielleicht zweijährige Kind von Narumi Saso krabbelte munter zur performenden Mutter und schien ein paar Momente Teil des Spiels – fast wie die Profis. Wer bei alldem vieles als traumähnlich erlebt hatte und nachher noch über den Rasen schlenderte, mochte kurz vollends an seiner Wahrnehmung zweifeln: Ein rundes Dutzend leuchtend roter Pilze, ihm zuvor entgangen, schwebte über dem Gras, doch als Ursache erwiesen sich statt Halluzinationen feine Fäden, die die „Gewächse“ von oben hielten – was etwas beruhigte. Sie stammten, wie später zu hören, von Co-Initiatorin Birgit Pardun, und fanden Anklang: „Wolfgang (Suchner) fand sie toll.“ Allgemein betont sie, wesentlich für „Randlos“ sei das Zusammenbringen von Künsten in unüblichen Konstellationen; „Musik und Tanz dagegen ergeben ja schon eine natürliche Verbindung.“ Eher unberücksichtigt blieben ihre Zeichnungen, die links auf der Efeuwand aufgehängt waren: Sie habe keiner ins Spiel aufgenommen. So wird es über die Tage bei allen häufiger gewesen sein – und zwar als Teil des gewissermaßen „unplanbaren Plans“: Künstler brachten ein Objekt oder anderes ein, machten dem restlichen Ensemble ein Angebot, das manches aufgriff und anderes nicht. Wieder anderes wohl auf unerwartete Art: Sigrid Neuwinger kreiert generell neue Welten, die (Zitat) „die Banalität der materiellen Grundlage vergessen“ lassen, diesmal war etwa aus Obstpresse und mehr eine halbtransparente Miniatur entstanden. Dass das Podest der Neuschöpfung durch andere zum kinetischen Element gemacht und durch den Raum bewegt würde, wird kaum geplant gewesen sein – was wohl ganz zu „Randlos“ passt.  

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randlos – KunstMusikTanz-Woche – 29.06. bis 04.07.2026 Eine Woche lang (29.06.-04.07.2026) arbeiteten wieder 13 Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Disziplinen (Malerei, Installation, Druckgrafik, Objektdesign, Musik, Tanz, Literatur, Videokunst) in der Bandfabrik. Ab dem 01.07.2026 waren auch Besucherinnen und Besucher, Partizipantinnen und Partizipanten während der Arbeitsphasen willkommen! Am Samstag (4.7.2026) fand ein interaktives Abschlussfest statt, bei dem der Austausch zwischen den Künsten live und mit Publikum erlebt werden konnte. Alle Ergebniss und Neuigkeiten: randlos-kunstgruppe.de Siehe auch Pressebericht in der WZ vom 26.06.2026 Siehe auch Pressebericht in der WZ vom 08.07.2026 randlos sind: Birgit Pardun (Malerei, Zeichnung, Installation) birgit-pardun.de Kirsten Rönfeldt (Malerei, Textile Installationen, Text) kirstenroenfeldt.de Andreas M. Wiese (Malerei, Objekt) amwiese.de Mitwirkende Künstlerinnen und Künstler: Maik Ollhoff (Musik) instagram.com/maikollhoff Wolfgang Suchner (Musik) fortschrott.de/wolfgang-suchner Carolin Pook (Musik, Performance) carolinpook.com Sophia Otto (Tanz) vimeo.com/user79276741 Narumi Saso (Tanz) instagram.com/narumi.saso Florian Stadler (Musik) youtube.com/@accordjohn5934 Baptiste Bersoux (Tanz) les-enfants-du-pain-perdu.com/baptiste-bersoux Annika Kompart (Tanz) annikakompart.weebly.com Kai Fobbe (Video, Installation) kaifobbe.de Sigrid Neuwinger (Objektkunst) sigridneuwinger.de Eine Kooperation des Kunstkollektivs PardunRönfeldtWiese mit der Bandfabrik | Kultur am Rand e.V.  

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Irina‘s Quartet 26.06.2026 Ein Abend voller Brücken und Brüche Im Zentrum des Geschehens: Die Gitarre. Sie übernahm an diesem Abend genau die Rolle, die sie schon seit einem Jahrhundert in der Musikgeschichte innehat – als ultimatives Bindeglied zwischen den Welten. Irina und ihre Band schafften es mühelos, Genres, Epochen und Orte miteinander zu verquicken und gleichzeitig einen mutigen Blick nach vorne auf den nächsten modernen Sound zu werfen. Die Eigenkompositionen des Quartetts entpuppten sich als Meisterwerke der Fusion. Ob kraftvolle Powerballaden gepaart mit tiefem Blues, Modern Jazz im Dialog mit Latin-Rhythmen oder knackiger Funk im klassischen Jazz-Quartett-Setting: Stilistische Grenzen gab es nicht. Besonders der packende Swing, dargeboten in einer energiegeladenen Rock-Besetzung, riss das Publikum mit. Trotz der musikalischen Komplexität blieb die Musik in der gut aufgewärmten Bandfabrik (Außentemperatur 38°C) den ganzen Abend über nahbar und packend. Irina überzeugte mit eingängigen Riffs, einem absolut tighten Groove („Pocket“) und Melodien, die zwar komplex, aber dennoch vollkommen intuitiv greifbar blieben. Was diesen Auftritt jedoch so besonders machte, war die spürbare Chemie auf der Bühne. Die vier Musiker*innen begeisterten das Publikum mit einer lebhaften, leidenschaftlichen Improvisation und einer dynamischen Interaktion. Ein rundum gelungener Abend. Irina’s Quartet sind: Irina Alekseeva – Gitarre Nicholas von der Nahmer – Keys Jonas Heck – Schlagzeug Emil Buchholtz – E-Bass Wir sind dankbar für die Förderung des Konzertes durch die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung / Jazz@undesigned.  

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Presse: Interaktiv und offen Neues erzeugen (von Monika Werner – WZ 26.06.2026) Zweite „KunstMusikTanzWoche Randlos“ in der Bandfabrik Die Gefühle waren überwältigend, trotzten der Beschreibung. „Ich war so beeindruckt von dem, was die gemacht haben“, sagt Andreas M. Wiese. „Wir sind durch die Woche geflogen und auch danach“, erinnert Kirsten Rönfeldt. Eine Wiederholung, möglichst Erweiterung war keine Frage, sondern selbstredend. Dass diese erst jetzt kommt, hat logistische Gründe, erlaubt einen größeren Vorlauf. Am Montag startet das Kunstkollektiv PardunRönfeldtWiese zum zweiten Mal die „KunstMusikTanzWoche Randlos“ in der Bandfabrik, der erstmals eine zweite im Herbst im Loch folgen soll. Andreas M. Wiese ist Maler, was an sich gut ist, andererseits aber das Problem beginnt. Weil er nicht nur „bunte Rechtecke“ an Wände hängen, sondern etwas bewegen will. Das führte 2023 dazu, dass er mit Tänzerinnen der TanzStation Barmen die Performance „Das karierte Telefon“ gestaltete und 2024 das Ausstellungsangebot der Bandfabrik zu ihrem 25-jährigen Bestehen nicht einfach annahm, sondern gemeinsam mit weiteren bildenden Künstlern gestalten wollte. Aus einem Bauchgefühl heraus sprach er die Künstlerinnen Kirsten Rönfeldt (Malerei, Textile Installationen, Text), Birgit Pardun (Malerei, Zeichnung, Installation) und Petra Mohr (Malerei und Druckgraphik) an. Der Titel für das gemeinsame Unterfangen war schnell gefunden. Das Motto der Fabrik, „Kultur am Rand“ der Stadt zu machen, wurde mit dem „randlosen Tun über Sparten hinweg“ gefüllt. Heißt: Von Anfang an wurden Musiker, Tänzer oder Performer hinzugeholt. Um in der Vermischung von bildender mit anderen Künsten „miteinander und in der jeweils anderen Kunst Neues zu erzeugen“. Und: Die gegenseitige Intervention schloss das Publikum ein. All das temporär, interaktiv, improvisatorisch und offen. Die Idee ging auf, Wiese hatte „die richtigen Menschen angesprochen“. Die Chemie stimmte, obwohl diese einander zuvor nicht gekannt hatten. Das Publikum, das kam, war (naturgemäß) eher zurückhaltend, schaute, manchmal wurden Worte gewechselt, seltener etwas in die Hand genommen, einmal Musik gemacht, einmal getanzt. Erst bei der Abschlussveranstaltung tauten einige mehr auf. Weshalb diesmal konkrete Mitmachangebote gemacht werden sollen. Eine von mehreren Änderungen, das Format soll wachsen, sich möglichst verstetigen. Das Format soll wachsen, sich möglichst verstetigen Was auch eine Frage des Geldes und der Location ist. Die Bandfabrik kann nicht ohne Weiteres eine Woche für die Künstler blocken und die ehedem 9000 Euro reichen auf Dauer nicht, um das Event zu stemmen. Kam man 2024 mit einem Hauptsponsor und einigen kleineren aus, wird die nun errechnete, höhere Summe durch kleinere Förderer und vor allem durch das Regionale Kulturprogramm aufgebracht. Der Eigenanteil ist noch nicht gesichert, weshalb das Kunstkollektiv auf weitere Spenden hofft (Interessierte können unter randlos-kunstgruppe.de Kontakt aufnehmen). Mit dabei sind dieses Mal – neben Pardun, Rönfeldt und Wiese, die ohne Petra Mohr auskommen müssen – neun Künstler (Musiker, Tänzer, Schauspieler, Medienkünstler, Performer, Autoren), darunter drei Neue. Vor allem gibt es eine dreitägige Fortsetzung im November (12. bis 14.) im Loch. Es gibt „Sommer und Winter, hell und dunkel, Locations in Rand- und Zentrumslage“, so Wiese. Um die Intervention unter den Mitwirkenden zu verstärken, die naturgemäß bei Musik und Tanz leichter ist als bei der bildenden Kunst, will Birgit Pardun vor allem mit Dingen arbeiten, „die Transformationspotenzial haben“. Ein textiles Gummiband etwa, mit dem man Räume gestalten oder tanzen kann. Oder etwas, mit dem Tänzer farbige Spuren hinterlassen können, „sodass wir gemeinsam performen“. Kerstin Rönfeldt überlegt, das Kassenband mitzubringen, auf dem sie die Abschlussfeier 2024 dokumentiert hat, um dies nun aktiv zu nutzen. Andreas M. Wiese hat in der Werkstatt seines Vaters ein ziemlich großes „Unding“ gefertigt, das er in den Raum stellen will, damit es dort bespielt werden kann. Nachdem 2024 „sein sperriges Teil“, das er an eine Wand gehängt hatte, „zu fertig war, um wirklich zur Veränderung anzuregen“. Als Maler will er nach wie vor nicht auftreten („es geht um den Menschen hinter dem Maler“). Er will schauen, präsent sein. Pardun: „Wir wollen das Instrument spielen, alle Sparten ins Spiel bekommen.“ Auch die Besucher, die ab Mittwoch zu „Randlos“ eingeladen sind.  

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Marijke & Michiel Wiesenekker – Amsterdams Gitaar en Mandoline Duo – 20. und 21.06.2026 Wilde Schönheit - feierliche Präsentation der 12 neuen Tracks Im Juni 2026 brachten Marijke und Michiel „Wilde Schönheit“ mit ins Bergischen Land! Für die Taufe ihres neuesten Albums hatten sie die Bandfabrik ausgewählt. Rumba de Camargue, Tango aus Argentinien, bluesy und jazzy Klänge, eigene Arrangements und Songs: Wilde Schönheit ist eine persönliche Reflektion musikalischer Freundschaften und Erlebnisse der vergangenen Jahre. Mit dabei auf der Bühne waren einige ihrer liebsten Instrumente: Neben Gitarre und Mandoline spielten sie Mundharmonika, Mandola, Bouzouki, Lapsteel und E-Bass. Alles live und direkt aus dem Herzen! Seit 1999 musizieren die Geschwister Marijke & Michiel Wiesenekker zusammen als das „Amsterdams Gitaar en Mandoline Duo“. Geboren in Amsterdam, zogen sie Anfang der 2000er Jahre nach Wuppertal, um dort Gitarre und Mandoline zu studieren, zu wohnen und zu leben. Das Duo verlegt seine CDs und Noten beim eigenen Label „Wouldn’t Listen“ – lieber kreuz und quer als durchschnittlich. Internet: wiesenekker.com  

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14.06.2026 In der vollbesetzten morgendlichen Bandfabrik gab es musikalische Leckerbissen mit dem ensemble50: Ihr Programm Stell Dir vor … machte die oft übersehenen schöpferischen Beiträge von Komponistinnen in der Musikgeschichte und der Gegenwart sicht- und hörbar. Es präsentierte ein Plädoyer für mehr Vielfalt, weg von männlich dominierten Programmgestaltungen, hin zu einer diverseren Musiklandschaft. Das Publikum nahm die Einladung, Musikgeschichte aus weiblicher Perspektive neu zu entdecken, begeistert an. Zu jedem Stück und dessen Komponistin gab es im Sinne des Bildungsauftrags der Bandfabrik von Eva Högel spannende und interessante Hintergrundinformationen. Damit wurde es dem Publikum ermöglicht, das Gehörte in die verschiedenen Zeiten, Orte und Umstände der Entstehung einzuordnen. Die Erzählung zu den gespielten Stücken finden Sie weiter unten auf dieser Seite (hinter der Fotogalerie). ensemble50: Der Name ist Programm. Er steht für die weibliche Hälfte der Musikwelt und für die Vision einer gleichberechtigten Repräsentation von Komponistinnen im klassischen Konzertbetrieb. Die Menschen darin sind: Eva Högel (Violine): Sie studierte an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin und am CNSMD Lyon. Die Preisträgerin des Bundeswettbewerbs „Jugend Musiziert“ widmet sich neben dem klassischen Repertoire intensiv der historischen Aufführungspraxis sowie der zeitgenössischen Musik. Seit 2013 lebt sie in Wuppertal und ist aktuell Mitglied der 2. Violinen im Sinfonieorchester Wuppertal. Ein besonderes Anliegen ist ihr die leidenschaftliche Musikvermittlung und die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Rafael Catalá Salvá (Gambe, Violoncello): Er blickt trotz seines jungen Alters auf eine beeindruckende internationale Laufbahn zurück. Der mehrfache Wettbewerbssieger studierte in Graz und vervollkommnet sein Spiel aktuell im Masterstudium an der HfM Saar. Neben seiner Tätigkeit als Akademist der Deutschen Radio Philharmonie trat er als Solist und Kammermusiker weltweit auf, darunter bei den Salzburger Festspielen und in der Nationalphilharmonie Warschau. Aktuell wurde er zur Verstärkung des Wuppertaler Symphonieorchesters Wuppertal beim spektakulären Abschiedskonzert (Mahlers 6.) von GMD Patrick Hahn berufen. Jee-Young Phillips (Klavier): Sie erhielt ihre Ausbildung am Seoul-Art-Gymnasium in Korea und schloss ihr Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Standort Wuppertal) mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Die Preisträgerin internationaler Wettbewerbe konzertiert weltweit als Solistin, Liedbegleiterin und Kammermusikerin, was durch zahlreiche CD-Produktionen dokumentiert ist. Heute gibt sie ihr Wissen als Dozentin bei internationalen Meisterkursen sowie als hauptamtliche Dozentin an der Musikhochschule Köln/Wuppertal weiter. Élisabeth Jacquet de la Guerre (1665 - 1729): SONATA No. 2 pour la Violon et pour la Clavecin Paris zu Beginn des 18. Jahrhunderts: In einer eleganten Wohnung im Herzen der Stadt versammelt sich die Pariser Gesellschaft zu einem außergewöhnlichen musikalischen Abend. Im Zentrum des Geschehens steht eine Frau an ihrem Cembalo: Élisabeth Jacquet de la Guerre . Wenn man ihren Salon betritt, lauscht man den kunstvollen Klängen ihrer 2. Sonate aus ihrer berühmten Sammlung von sechs Sonaten – ein Werk, das sie nicht nur meisterhaft komponiert, sondern durch eigenständige Veröffentlichung und geschickte Vermarktung auch selbstbewusst in die Öffentlichkeit getragen hat. Der Weg dorthin war beispiellos. Bereits als Kind wurde Élisabeth Jacquet de la Guerre als musikalisches Wunderkind bestaunt. Ihre außergewöhnliche Begabung führte sie direkt an den Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Unter der persönlichen Förderung des Königs entwickelte sie sich zu einer der berühmtesten Virtuosin ihrer Zeit am Cembalo. Zeitgenossen zögerten nicht, sie bewundernd als die „größte Musikerin ihrer Epoche“ zu bezeichnen. Doch Jacquet de la Guerre war nicht nur eine Ausnahme-Interpretin, sondern auch eine Vorreiterin der Emanzipation. Sie löste sich aus den engen Strukturen des streng reglementierten höfischen Musikbetriebs und baute sich in Paris eine unabhängige Existenz auf. Ihr privater Salon wurde zu einem der wichtigsten kulturellen Treffpunkte der Stadt, in dem sie als freischaffende Künstlerin agieren konnte. Ihre Kompositionen, insbesondere ihre wegweisenden Sonaten, spiegeln diesen unkonventionellen Geist wider. In ihnen gelingt ihr eine geniale Synthese der beiden dominierenden Musikstile der Zeit: Sie kombiniert die traditionelle, hochelegante französische Hofmusik mit den damals hochmodernen, leidenschaftlichen italienischen Einflüssen. Diese stilistische Verschmelzung zeigt sich deutlich in der Struktur ihrer Werke: Sie nutzt die viersätzige italienische Sonatenform, verwebt diese jedoch geschickt mit den typisch französischen Tänzen. Es entsteht ein lebendiger, teils dramatischer Dialog zwischen Soloinstrument und Begleitung. Komponiert ursprünglich für Violine und Cembalo (heute mit Gambe), übernimmt die Gambe hierbei nicht nur die Rolle des Generalbasses, sondern tritt der Violine als gleichwertige Außenstimme gegenüber. Wer diese Stücke gespielt auf Nachbauten historischer Instrumente hört, wird unmittelbar in die faszinierende, intime Klangwelt des barocken Pariser Salons zurückversetzt. Mari Therese Paradis (1759 - 1824): FANTAISIE pour le piano-forte (G-Dur) – gespielt von See-Jeong Philips Wien zu Beginn des 19. Jahrhunderts: In einem eleganten Salon hat sich eine illustre, musikbegeisterte Gesellschaft zu einem privaten Hauskonzert eingefunden. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sitzt eine Frau am Klavier und zieht das Publikum völlig in ihren Bann. Das Erstaunliche: Sie spielt vollkommen ohne Noten. Schnell wird den Anwesenden klar, dass die Künstlerin augenscheinlich blind ist. Es ist Maria Theresia Paradis , die an diesem Abend ihr neuestes Werk präsentiert – die faszinierende Fantasie G-Dur . Zu diesem Zeitpunkt ist die Komponistin bereits Ende 40 und blickt auf eine beachtliche, internationale Karriere als Klaviervirtuosin und Tonschöpferin zurück. Schon im frühen Kindesalter im Alter von wenigen Jahren erblindete sie. Doch ihre Welt war alles andere als dunkel, sie war voller Klänge: Mit etwa sieben oder acht Jahren entdeckte sie das Klavierspiel für sich und machte so rasante Fortschritte, dass sogar die österreichische Kaiserin Maria Theresia auf sie aufmerksam wurde und die junge Künstlerin fortan finanziell förderte. Da Paradis keine Noten lesen konnte, lernte sie in einer unglaublichen Geschwindigkeit rein nach dem Gehör. Ihr Gedächtnis war phänomenal: Sie speicherte ein Repertoire von über 60 komplexen Klavierkonzerten fehlerfrei ab. Auf ihren ausgedehnten Konzertreisen durch ganz Europa feierte man sie nicht nur für ihre technische Brillanz, sondern vor allem für ihre zutiefst empfindsamen, zu Herzen gehenden Interpretationen. Obwohl historische Berichte und Aufführungsnotizen belegen, dass Maria Theresia Paradis im Laufe ihres Lebens rund 200 Werke komponiert hat, ist der Nachwelt durch die Wirren der Zeit kaum etwas davon erhalten geblieben. Umso kostbarer ist das musikalische Erbe, das uns vorliegt: Ihre Fantasie G-Dur ist uns glücklicherweise in einer gekürzten Version überliefert. Das Werk entstand genau an der Epochenschwelle von der Wiener Klassik zur aufkeimenden Romantik. Während es formal den konventionellen Regeln seiner Zeit folgt, bricht Paradis’ einzigartiges Genie in der musikalischen Ausgestaltung durch: Trotz des hohen virtuosen Anspruchs erreicht das Stück eine erstaunliche, emotionale Gefühlstiefe. Überzeugen Sie sich selbst von dieser wiederentdeckten Meisterleistung und tauchen Sie ein in die Klangwelt von Maria Theresia Paradis. Fanny Hensel (1805 - 1847) und Clara Schumann Clara Schumann (1819-1896): Zwei Welten, eine Leidenschaft Leipzig im Jahr 1843: Bei einem gemeinsamen Spaziergang tauschen sich zwei außergewöhnliche Frauen aus und klagen sich gegenseitig ihr Leid. Es ist eine Begegnung zweier Genies, die trotz ihrer überragenden Begabung in den engen Fesseln ihrer Zeit gefangen sind – jede auf ihre ganz eigene Art: Die eine ist Clara Schumann: Eine bereits europaweit etablierte Klaviervirtuosin. Sie hadert zutiefst mit dem fast unmöglichen Spagat zwischen ihrer kräftezehrenden Musikkarriere, der Haushaltsführung und der Erziehung ihrer Kinder. Vor lauter Pflichten kommt sie kaum noch zum Komponieren. Die andere ist Fanny Hensel: Eine phänomenal begabte Pianistin und Komponistin, die im Laufe ihres Lebens über 470 Werke erschafft. Doch ihr Radius bleibt strikt auf den privaten Raum und ausgewählte gesellschaftliche Kreise beschränkt. In ihrer Familie gilt Musik für eine Frau als bloße „Zierde“ – eine berufliche Ausübung gilt als unweiblich und wurde ihr vom Vater und Bruder strikt untersagt. Obwohl beide Frauen völlig unterschiedliche Lebenswege gehen, teilen sie das gleiche Schicksal. Fanny Hensel, die fast nur im Verborgenen wirkt, fasst erst kurz vor ihrem frühen Tod im Jahr 1847 den mutigen Entschluss, die Veröffentlichung ihrer eigenen Werke gegen den Willen der Familie voranzutreiben. Clara Schumann hingegen, die seit ihrer Kindheit als Wunderkind im Rampenlicht der öffentlichen Konzertbühnen steht, kämpft mit verinnerlichten Zweifeln. Beeinflusst vom Zeitgeist hinterfragt sie, ob ein „Frauenzimmer“ überhaupt zur Komposition gewichtiger Werke fähig sei. Nach dem tragischen Tod ihres Mannes Robert Schumann stellt sie ihre eigene Kompositionstätigkeit schließlich komplett ein und widmet sich nur noch der Interpretation. Was Fanny und Clara jedoch unlösbar miteinander verbindet, ist ihr unbändiger Ausdruckswille. Beide weigern sich, stumm zu bleiben, und entwickeln eine zutiefst eigenwillige Expressivität. Ihre Musik öffnet intime Räume und gewährt uns einen ungeschminkten Einblick in ihre hochkomplexe Gefühlswelt. In unserem heutigen Programm erleben Sie von beiden Komponistinnen jeweils ein meisterhaftes Kammermusikwerk, besetzt als intimes Duo für Cello oder Violine und Klavier: Fanny Hensel: FANTASIE für Violoncello und Klavier (1829) Dieses Werk entstand ursprünglich für ihren Bruder Paul während dessen Aufenthalt in London. Reine Musik für den privaten Gebrauch – und doch von ungeheurer Intensität. Im intimen, fast zärtlichen Zwiegespräch zwischen Cello und Klavier entfaltet Hensel die ganze, gewaltige Bandbreite ihrer tiefsten Empfindungen. Clara Schumann: ROMANZE Nr. 2 op. 22 für Violine und Klavier (1853) Komponiert für den legendären Geiger Joseph Joachim (und im Beisein des jungen Johannes Brahms uraufgeführt), zeigt sich Clara hier von ihrer verletzlichsten Seite. Das Stück ist von einer innigen, romantisch tiefgründigen Sehnsucht geprägt, die den Zuhörer vom ersten Ton an berührt. Lili Boulanger (1893 - 1918): NOCTURNE pour Piano et Violon Nachdem wir die romantischen Klanglandschaften Clara Schumanns hinter uns gelassen haben, führt uns unsere musikalische Reise weiter in das Paris des beginnenden 20. Jahrhunderts. Hier begegnen wir einer jungen Frau, deren kurzes Leben von einem beispiellosen Triumph und einer tragischen Zerbrechlichkeit geprägt war: Lili Boulanger . Wer sie damals besuchte, erblickte eine zarte, von schwerer Krankheit gezeichnete Gestalt. Ihr Gesundheitszustand war oft so instabil, dass sie nur noch im Liegen arbeiten konnte. Doch der Schein trog: In diesem geschwächten Körper wohnte ein kraftvoller, unbeugsamer Esprit. Bis zuletzt diktierte sie ihrer Schwester, der später weltberühmten Musikpädagogin Nadia Boulanger, mit brennender Leidenschaft ihre letzten großen Werke. Seit ihrer Kindheit war Lili Boulanger chronisch krank – sie litt unter einer Form der Darmtuberkulose (Morbus Crohn), die ihr Immunsystem schwächte. Die allgegenwärtige Vergänglichkeit war daher ihr gedanklicher, ständiger Begleiter und spiegelt sich tief in ihrer Musik wider. Davon einschüchtern ließ sie sich jedoch nie. Im Gegenteil: Im Alter von gerade einmal 16 Jahren traf sie den festen Entschluss, Komponistin zu werden und den renommiertesten Kompositionspreis Frankreichs zu gewinnen – den Prix de Rome . Was für Frauen der damaligen Zeit als nahezu unmöglich galt, machte sie wahr: Nur sechs Jahre später, im Jahr 1913, gewann sie mit ihrer Kantate Faust et Hélène als allererste Frau den begehrten Grand Prix de Rome. Damit trat sie in die Fußstapfen musikalischer Giganten wie Georges Bizet, Charles Gounod und Claude Debussy, die diesen Preis vor ihr erhalten hatten. Nach diesem historischen Meilenstein blieben Lili Boulanger nur noch fünf Jahre, die sie – soweit es ihre schwindenden Kräfte zuließen – voller unbändigem Schaffensdrang nutzte. Aufgrund ihres frühen Todes mit nur 24 Jahren hinterließ sie ein schmales, aber ungemein gewichtiges Gesamtwerk. Ihre Kompositionen sind eigenwillig, fantasievoll und meisterhaft gewebt aus impressionistischen Klangfarben. Ein perfektes Beispiel hierfür ist ihr berühmtes Nocturne . Diese „nächtliche Szene“ ist ein musikalisches Klangfarbengemälde ihrer eigenen, inneren Vorstellungswelt. Geprägt von einer schwebenden, beinahe schwerelosen Textur und einer tiefen, melancholischen Expressivität, zieht das Stück Hörerinnen und Hörer bis heute in seinen Bann und zeigt die visionäre Kraft dieser Ausnahmekünstlerin. Alice Verne-Bredt (1868 - 1958): PHANTASIE Trio in one movement Nach unserem nächtlichen Intermezzo verlassen wir das europäische Festland und richten unseren Blick über den Ärmelkanal nach London. Hier begegnen wir einer faszinierenden Allround-Musikerin, die die britische Musiklandschaft maßgeblich prägte: Alice Verne-Bredt . Sie war nicht nur eine herausragende Pianistin und Geigerin, sondern erwarb sich auch als visionäre Komponistin und leidenschaftliche Pädagogin einen glänzenden Namen. Ein besonderes Herzensanliegen war ihr die musikalische Ausbildung von Kindern, für die sie zahlreiche Werke explizit für den pädagogischen Gebrauch schuf. Ihren großen kompositorischen Durchbruch feierte sie im Jahr 1908 bei einem prestigeträchtigen Wettbewerb, der ins Leben gerufen wurde, um die zeitgenössische britische Kammermusik gezielt zu fördern. Der Fokus dieses Wettbewerbs lag auf der Wiederbelebung und Pflege der typisch englischen Gattung der „Fantasie“ (bzw. Phantasie ). Das Besondere an dieser Form: Das Werk ist einsätzig, bricht jedoch intern in mehrere, möglichst verschiedenartige Abschnitte auf und wird durch eine zyklische Form – bei der Themen später wiederkehren – meisterhaft zusammengehalten. Mit ihrem brillanten Phantasie Trio stellte sich Alice Verne-Bredt der Konkurrenz und errang – Seite an Seite mit späteren Musikgrößen wie Frank Bridge – den begehrten 4. Preis. Dass dieses Werk im Laufe des 20. Jahrhunderts fast völlig in Vergessenheit geriet, ist ein historisches Unrecht. Umso stolzer sind wir, Ihnen diese echte Neuentdeckung präsentieren zu dürfen, die viel zu selten im Konzertsaal zu hören ist. Schon der Untertitel des Trios verrät seine immense emotionale Sprengkraft: „Under the light there is darkness“ (Unter dem Licht liegt Dunkelheit). Mit diesem Kontrast erschafft Verne-Bredt eine zutiefst dramatische, packende Klangwelt, die das klassische Kammerkonzert um eine packende Facette bereichert. Sally Beamish (* 1956): STONE, SALT AND SKY for Violin and Violoncello Herzlich willkommen zum zweiten Teil unserer musikalischen Reise! Nachdem wir uns bisher intensiv mit inneren Welten beschäftigt haben, widmen wir uns nun der faszinierenden musikalischen Umsetzung äußerer Klangwelten. Unsere Route führt uns dabei quer durch die Geografien und Kulturen von Schottland über die Ukraine und Frankreich bis in die USA. Den Auftakt dieses Abends macht eine der profiliertesten Frauen der zeitgenössischen Musik: Sally Beamish . Die gebürtige Britin hat vor vielen Jahren Schottland zu ihrer Wahlheimat gemacht. Sie ist eine mehrfach international ausgezeichnete Komponistin, deren visionäres Schaffen wir in diesem Jahr besonders feiern dürfen: Sie begeht 2026 ihren 70. Geburtstag. Das Duo, das Sie heute hören, ist ein packendes Auftragswerk aus dem Jahr 2021 mit dem poetischen Titel Stone, Salt and Sky . In diesem Stück erzählt Beamish auf faszinierende, lautmalerische Weise von der rauen Landschaft, der unendlichen Weite und der tiefen Kulturgeschichte der schottischen Orkney-Inseln. Die drei Sätze nehmen uns mit auf eine akustische Entdeckungsreise: 1. Satz: Stone (Stein) Dieser Satz ist den monumentalen, neolithischen Steinkreisen der Inseln gewidmet. Mit archaisch stampfenden Rhythmen und beschwörenden Trompetenrufen lässt die Musik Bilder von uralten Zeremonien und feierlichen Prozessionen unter freiem Himmel lebendig werden. 2. Satz: Salt (Salz) Hier öffnet sich die Musik für den weiten, salzigen Horizont des Meeres. Beamish schlägt dabei eine faszinierende Brücke zur kulturellen Geschichte der Region und der historischen Verbindung zu Norwegen: In den Streicherklängen blitzt unverkennbar der typische, obertonreiche Klang der traditionellen norwegischen Hardangerfiedel auf. 3. Satz: Sky (Himmel) Der finale Satz fängt die lebendige, dynamische Energie des Himmels und des kulturellen Austauschs ein. Er ist stark von regionaler Folklore geprägt und verwebt traditionelle maritime Shanties mit den erdigen, mitreißenden Rhythmen von Blues und Bluegrass. Ein packendes Werk voller Atmosphäre, das die Natur in den Konzertsaal holt! Maria Baranowa (* 1981): ENCHANTED HILLS from „Atlas of Imaginary Places" Unsere Reise führt uns nun in die Ukraine der 1980er-Jahre. Hier begegnen wir einem kleinen Mädchen, das stundenlang mit seinen Märchenbüchern am Klavier sitzt und die bunten Bilder der Geschichten ganz intuitiv in eigene, faszinierende Klangwelten übersetzt. Es ist die junge Marina Baranova . Sie besitzt eine seltene, wunderbare Gabe: Die Synästhesie. Für sie sind Töne untrennbar mit Farben verknüpft; beim Spielen und Hören entstehen vor ihrem inneren Auge lebendige, farbenprächtige Landschaften. Im Alter von 18 Jahren zog Marina Baranova nach Deutschland, um ihre Musikstudien zu vertiefen. Nach einer erfolgreichen und intensiven Karriere als klassische Konzertpianistin spürte sie jedoch immer deutlicher den Wunsch nach einer künstlerischen Kehrtwende: Einer Rückbesinnung auf die Musik, die ganz aus ihr selbst heraus entsteht – jenseits starrer klassischer Vorgaben. Das glänzende Ergebnis dieser Befreiung ist ihr gefeiertes Album „Atlas of imaginary places“ , ein musikalischer Atlas einer ganz eigenen, zauberhaften Fantasiewelt. Das Album vereint Stücke mit fantasievollen, bildhaften Namen wie Diamond Desert , Clutch oder The Rainbow Bridge . Aus diesem Zyklus hören Sie heute das Stück Enchanted Hills (Verzauberte Hügel). Meisterhaft zeichnet Baranova hier eine musikalische Landschaft vor unserem inneren Auge: Man spürt förmlich die sanften, welligen Hügel und das warme, goldene Licht eines späten Nachmittags. Das Werk verströmt eine tiefe, unerschütterliche Gelassenheit – eine musikalische Einladung an das Publikum, für einen Moment die Zeit zu vergessen und die Seele einfach baumeln zu lassen. Mel Bonis (1858 - 1937): SUITE ORIENTALE pour Piano, Violon et Violoncello Frankreich in der Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem strengen, bürgerlichen Elternhaus wächst ein kleines Mädchen heran, das eine unbändige Liebe zur Musik in sich trägt. Da ihre Eltern keinerlei Interesse an ihrer Begabung zeigen, bringt sie sich das Klavierspiel zunächst vollkommen selbst bei. Erst im Alter von 12 Jahren erhält sie endlich ihren ersten systematischen Unterricht. Doch ihr Talent ist nicht aufzuhalten: Nur sechs Jahre später hinterlässt sie einen so tiefen Eindruck bei dem berühmten Komponisten César Franck, dass sie als eine der ersten Frauen überhaupt am renommierten Pariser Konservatorium aufgenommen wird. Um sich in der damaligen, rein männlich dominierten Musikwelt Gehör zu verschaffen, wählte sie das geschlechtsneutrale Pseudonym Mel Bonis – ihr eigentlicher Name war Mélanie Bonis. Unter diesem Namen schuf sie ein beeindruckendes und hochelegantes Gesamtwerk. Ein bedeutender Wendepunkt in ihrem Schaffen war die Pariser Weltausstellung im Jahr 1900. Hier kam Mel Bonis erstmals intensiv mit den Klängen und Skalen der orientalischen Musik in Kontakt. Diese Inspirationen verarbeitete sie in ihrer faszinierenden Suite Orientale – einem Werk, das sich wie ein impressionistischer Orientexpress aus Tönen ausnimmt und uns auf eine exotische Reise mitnimmt: 1. Satz: Präludium Der Eröffnungssatz fängt die morgendliche Atmosphäre des Orients ein. Meisterhaft webt Bonis das musikalische Echo von traditionellen Gebetsrufen in den Satz ein und erschafft so eine meditative, fast heilige Stimmung. 2. Satz: Danse d’Almées Hier tauchen wir ein in das lebendige Treiben privater Feste und Hochzeiten. Der Satz beschreibt den Tanz der Almées – ägyptischer Tänzerinnen und Sängerinnen –, getragen von betörenden, rhythmischen und schwelgerischen Klangfarben. 3. Satz: Ronde de Nuit (Nachtwache) Den Abschluss bildet eine dichte, nächtliche Szene. Vor unserem inneren Auge entsteht das Bild müder Wächter auf ihren Runden, während im Schatten der Nacht heimliche Treffen stattfinden und verstohlene Gestalten vorbeihuschen. Ein Satz, der gleichermaßen düster, geheimnisvoll und wunderschön schaurig ist. Julia Smith (1911 - 1989): TRIO CORNWALL for Violin, Violoncello and Piano Unsere musikalische Reise führt uns nun über den Atlantik in die USA der 1960er-Jahre. Hier begegnen wir der gebürtigen Texanerin Julia Smith , einer Komponistin, der eine faszinierende stilistische Gratwanderung gelang: In ihren Werken vereint sie einen traditionell tonalen Stil mit den schillernden Klangfarben des Impressionismus und den erdigen Rhythmen der amerikanischen Folk Music. Ein absolutes Highlight ihres Schaffens ist das packende Trio Cornwall , das im Jahr 1966 entstand. Der Name führt uns allerdings nicht an die raue englische Küste, sondern nach Cornwall-on-Hudson im Bundesstaat New York – ein damals wie heute überaus beliebtes, idyllisches Erholungsgebiet. Inspiriert von der dortigen Natur und Atmosphäre, komponierte Smith ein dreisätziges Werk voller Esprit: 1. Satz: Der Eröffnungssatz fängt die lebendige Naturidylle ein. Julia Smith verarbeitet hier die komplexen, dort am Hudson River gehörten Vogelstimmen und bettet sie in einen ungemein energiegeladenen Satz ein, der von eingängigen, mitreißenden Melodien getragen wird. 2. Satz: Ein echtes Musterbeispiel für Smiths Vorliebe, verschiedene Stile spielerisch miteinander zu verweben. Der Satz basiert auf einem schlichten, unschuldigen Kinderliedthema. Doch dieses wird überraschend durch eine tiefgründige, Blues-ähnliche Episode und ein rhythmisches, temperamentvolles Rumba-Zwischenspiel aufgebrochen. Finale: Der Schlusssatz zeigt sich von seiner spielerisch ausgelassenen Seite. Er greift die fröhliche Grundstimmung des ersten Satzes wieder auf, wird jedoch zwischendurch von einem launigen, fast humorvollen Zwischenspiel unterbrochen. Den fulminanten Schlusspunkt setzt schließlich eine mitreißende Hoe-Down-Coda – ein rasanter, uramerikanischer Volkstanz, der das Stück in einem wirbelnden Finale enden lässt.  

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Die subjektive Wahrheit der Fotografie (von Daniel Diekhans) „Hinter der Linse“: Fotograf Matthias Neumann stellt in der Bandfabrik aus Immer wieder stellt sich Matthias Neumann dem Wahrnehmungsabenteuer Stadt. Mit Kamera und Stativ taucht er ein in das Häusermeer der Metropolen, bleibt für eine gelungene Aufnahme stundenlang auf dem Beobachterposten. Seine Fotografien offenbaren die permanente Reizüberflutung. Sie halten Glasfassaden fest, die das Außen und Innen in vielfacher Brechung spiegeln. Auf Straßen und Plätzen bewegt sich ein unaufhaltsamer Menschenstrom. Nur selten sticht ein Passant aus der Menge hervor. „Urbanics“ nennt der Fotograf seine Aufnahmen, die in den letzten zehn Jahren auf Städtetrips im In- und Ausland entstanden sind. Unter der Überschrift „Hinter der Linse – Ansichten des Ungesehenen“ zeigt er jetzt eine Auswahl in den Räumen der Bandfabrik in Langerfeld. Zur Ausstellungseröffnung sprach Kurator Andreas Steffens über Neumanns notwendig subjektiven Zugriff. Hartnäckig halte sich die Vorstellung von der wirklichkeitsgetreuen Fotografie, so der Redner: „Tatsächlich ist Fotografie das fiktionalste Medium, indem es zeigt, was nur der Fotograf und niemand sonst mit eigenen Augen sehen kann, den Bruchteil eines Augenblicks.“ Neumanns Stadtlandschaften stellen die eigene Perspektive aus: „Reisen, um zu sehen, ist das Motiv einer Fotografie, die nicht abbilden, sondern entdecken will. Nicht zeigen, sondern sichtbar machen. Womit sie die Grenze hin zur Bildkunst überschreitet.“ Zurück von seinen Reisen bearbeitet der Künstler die Digitalaufnahmen. Er verändert die Kontraste, bis ihm die Farbwerte stimmig erscheinen, hebt durch Angleichung Korrespondenzen hervor. Das Komponieren von Bildern liegt Neumann, der seit 1991 Bratsche im Sinfonieorchester Wuppertal spielt. Die Freude am Fotografieren brachte ihn dazu, nach über 15 Jahren Dienst um die Reduzierung seiner Stelle auf eine halbe zu bitten. Der damalige Orchesterchef Kamioka gab seine Erlaubnis, und der Berufsmusiker konnte in Bielefeld Künstlerische Fotografie studieren. Mit einem „Master of Arts“ schloss er 2012 ab, Erfolge bei Wettbewerben stärkten ihm den Rücken. Wie musikalische Werke kennen auch die „Urbanics“ Leitmotive und Seitenthemen. Bei Neumann drängen sich knipsende Touristen nicht bloß auf dem Pariser Montmartre, sondern auch am grauen Strand von Saint-Malo. Ganz auf ihre Selfies konzentriert, scheinen sie der Welt abhandengekommen zu sein. Die Außensicht erlaubt es dem Fotografen, seine Protagonisten in einer Situation einzufangen, die ihnen selbst am wenigsten bewusst sein dürfte. Ausdrücklich wies Steffens auf ein Bild hin, in der zumindest eine Person auf Selfies verzichtet. Da sitzt eine Touristin lässig auf einem Felsen. Doch ihr Blick geht ins Leere, die Landschaft weckt kein Interesse. Für den Interpreten ist es ein Sinnbild des Anthropozän – unserem Zeitalter, in dem der Mensch alle natürlichen Prozesse beeinflusst. Matthias Neumann zeigt seine Bilder bis 28. Juni in der Bandfabrik, Schwelmer Straße 133. Zugang zur Ausstellung haben Besucher während Veranstaltungen und nach Vereinbarung mit dem Büro der Bandfabrik . Der Künstler bietet Führungen an. Kontakt: matneumann@t-online.de  

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Matthias Neumann — Hinter der Linse − Ansichten des Ungesehenen Seit zehn Jahren erkundet der Fotograf Matthias Neumann in seinen ›Urbanics‹ das städtische Leben. Auf Reisen im In- und Ausland entstanden dabei Arbeiten mit einer faszinierenden optischen Erforschung urbaner Wirklichkeiten. Neumann ist dabei weder Reporter noch Dokumentarist, er betreibt keine klassische Streetphotography. Was ihn antreibt, ist nicht das Pittoreske oder die ungewöhnliche Perspektive. Ihn interessiert nicht, was er sieht, sondern was dabei sichtbar wird. Er vertieft seinen Blick in eine Situation, bis in ihr eine eigene ästhetische Struktur hervortritt. Das so entstehende Bild bildet nicht ab, sondern zeigt die Entdeckung einer Ordnung im Sichtbaren. So erschließen seine Bilder den darin erscheinenden Menschen im Moment, in dem sie sich befanden – einen Moment, den sie selbst nicht wahrnehmen konnten. Das Bild entsteht genau dann, wenn im Blick des Fotografen eine Komposition aufscheint, die die gezeigte Situation kommentiert. So leisten Neumanns ›Urbanics‹ eine ästhetische Aufklärung: Sie öffnen den Blick für Wirklichkeiten, die jenen verborgen bleiben, die mittendrin sind. Zugang zur Ausstellung haben Besucher während der regulären Veranstaltungen und nach Vereinbarung mit dem Büro der Bandfabrik . Der Künstler bietet Führungen an. Kontakt: matneumann@t-online.de Siehe auch Pressebericht in der WZ vom 08.06.2026 Mathias Neumann : 1960 in Frankfurt a.M. geboren; Musikstudium; 1991-2026 Bratschist im Sinfonieorchester Wuppertal; seit 1991 parallel Studium Künstlerische Fotografie (Folkwangschule Essen, Master 2012 FH Bielefeld); seit 1991 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen. Ausstellungsdauer : 31.05. - 28.06.2026  

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29.05.2026 Das Frederik Hesse Quintett präsentierte in der voll besetzten Bandfabrik eine eindrucksvolle Sammlung aus Eigenkompositionen sowie Stücken aus dem Repertoire des Modern Jazz. Die Band begeisterte das Publikum durch kreative Ideen, kommunikatives Zusammenspiel und individuelles Können. Energetische Rhythmen verbanden sie mit sanften Melodien und färbten die Musik mit einem auffallend warmen und dunklen Klang. Paula Steimer (Altsax): Sie studiert seit 2021 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Mit ihrem 2023 gegründeten Paula Steimer Quintett veröffentlichte sie 2024 ihr Debütalbum „Thinkin’“ und tourt damit seitdem durch deutsche Jazzclubs. Frederik Hesse (Trompete/Flügelhorn): Er studiert derzeit im Masterstudiengang Jazz an der Folkwang Universität der Künste, nachdem er seinen Bachelor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln absolvierte. Als Bandleader veröffentlichte er 2024 mit seinem Frederik Hesse Quintett das Debütalbum Time Flies. Paul Küppers (Klavier): Er lebt und komponiert in Köln und bewegt sich stilistisch zwischen traditionellem Jazz, Black American Music, Pop und zeitgenössischer Improvisationsmusik. Er leitet zwei eigene Projekte und ist Co-Leader der Band M.E.I.N.E.R. Xaver Feest (Kontrabass): Er ist geborener Bremer und begann dort sein Jungstudium bei Prof. Schieferdecker. Seit 2023 studiert er in Köln an der Hochschule für Musik und Tanz (Landfermann/Burgwinkel). Sein künstlerischer Schwerpunkt liegt im Bereich Jazz und improvisierter Musik mit Konzerttätigkeit in verschiedenen Ensembles und Projekten. Jakob Görris (Drums): Er studiert seit 2019 Jazz-Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und wurde bereits mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. Neben seiner Konzerttätigkeit in unterschiedlichen Projekten engagiert er sich als Pädagoge, kuratiert Konzertreihen und arbeitet im Team des Festivals Cologne Jazzweek.  

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Lagebesprechung. Mitten in 2026 Höchst aktuelle Texte, die eine literarische und zugleich politische Qualität haben, werden von den Akteuren gefunden, rezitiert und musikalisch kommentiert. Angesichts heutiger Schnelllebigkeit ist bei Redaktionsschluss nicht ersichtlich, was das Jahr 2026 politisch, wirtschaftlich, kulturell noch vorhält. Die Intensität der Abende kontrastiert schnelllebige Nachrichtenmeldungen und oberflächliche Kommentare. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen Andre Enthöfers (Klarinette, Saxophon) greifen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen lassen. Wir danken sehr für die Förderung der Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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Balfolk mit der Weltmusik-Combo RattaTutti – 10.05.2026 RattaTutti – das klingt nach Wirbelwind, nach Rhythmus, nach einem Augenzwinkern. Der Name spielt mit dem italienischen „a tutti“ – für alle – und genau das war Programm: Hier waren wirklich alle eingeladen, sich vom ersten Ton an mitreißen zu lassen. Über Grenzen hinweg und zeitlos ging in den reichlich anwesenden Teilnehmenden die Kombination aus lebendig-fröhlich gespielter Balfolk-Musik und wehmütigen-innigen Balkanstücken direkt in Herz und Füße! Die Weltmusik-Combo RattaTutti spielte auf und ließ neben französischen, skandinavischen, griechischen und israelischen Liedern auch krumme Balkan-Rhythmen, Eigenkompositionen und ein bisschen südamerikanisches Lebensgefühl erklingen. Die Melodien griffen ineinander wie die Hände im Kreis, mal temperamentvoll und treibend, mal leicht und beschwingt, ob im Paar, im Kreis, in der Gasse oder als Kette: Es wurde getanzt! Balfolk : Gemeinsames Tanzen schafft ein besonderes Gefühl von Gemeinschaft. Jeder kann mitmachen bei diesem abwechslungsreichen Tanzvergnügen – die Freude zählt. Die Tänze, traditionell oder modern, sind vorwiegend einfach, schnell zu erlernen und werden so angeleitet, dass auch Anfänger gut mitmachen können. Partner sind nicht erforderlich.  

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Restaurant Day – Bergische Kaffeetafel in der Bandfabrik – 09.05.2026 Es war wieder Restaurant Day in den Stadtteilen von Wuppertal! Für ein paar Stunden konnte jeder ein eigenes kleines Restaurant eröffnen – zu Hause, im Garten oder wo auch immer. Auch die Bandfabrik war wieder dabei und hatte zu einer gemütlichen Bergischen Kaffeetafel eingeladen: Es gab frischgebackene Waffeln, heiße Kirschen, Sahne, Milchreis mit Zucker und Zimt, Schwarzbrot, Pumpernikel, ofenwarmer Hefezopf, Bergischer Zwieback, Mettwurst, Schinken, Käse, Quark, Marmeladen, Rübenkraut und natürlich leckeren Kaffee. Es kamen viele nette Menschen mit reichlich Appetit vorbei und genossen diesen Tag voller Begegnungen, Geschmack und guter Stimmung!  

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Stephan Stracke – Langerfeld in der NS-Zeit – 05.05.2026 Die Veranstaltung bot einen eindrucksvollen Einblick in jene historischen Entwicklungen, die bis heute nachwirken und unser Verständnis der Gegenwart schärfen. Im Mittelpunkt standen dabei weniger bekannte, zugleich aber äußerst prägende Ereignisse und Konflikte aus Langerfeld und Wuppertal während der Zeit des Nationalsozialismus. So wurde etwa der erbitterte Kampf zwischen den „Deutschen Christen“ und der Bekennenden Kirche vor Ort anschaulich nachgezeichnet. Dieser Konflikt steht exemplarisch für die ideologischen Spannungen innerhalb der evangelischen Kirche jener Zeit. Ebenso rückten die überraschend gewaltsamen Auseinandersetzungen beim Schützenfest im Sommer 1934 in den Fokus, bei denen es zu heftigen Konflikten zwischen Langerfelder Schützen und der SA kam. Darüber hinaus stellte der Vortrag zentrale lokale Akteure vor: Sowohl NS-Funktionsträger als auch Menschen, die Widerstand leisteten und sich dem Regime entgegenstellten. Ergänzt wurde dieses Bild durch Einblicke in bislang wenig beachtete Aspekte der Ortsgeschichte, etwa den heute verschwundenen Flugplatz sowie die Rolle von Zwangsarbeit, unter anderem bei der Firma Espenlaub und weiteren Langerfelder Betrieben. Die zahlreich erschienenen BesucherInnen rundeten durch interessante Familiengeschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus in Wuppertal den thematischen Rahmen ab. Mit großer Sachkenntnis und anschaulicher Darstellung führte der Referent Stephan Stracke durch den Abend. Der 1964 geborene Historiker promovierte an der Freie Universität Berlin, erwarb seinen Magister an der Bergische Universität Wuppertal und war Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung. Seine Dissertation zu den Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen sowie zahlreiche Publikationen und sein Engagement als Mitbegründer des Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V. unterstreichen seine ausgewiesene Expertise.  

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Presse: Renaissance und Zukunft – WZ 04.05.2026 Tales for Two trifft Entretemps Es begann auf einem Pariser Innenhof und war nun auf der Bühne der Bandfabrik zu sehen. Aus einer Begegnung zwischen den Ensembles von Jakob Jentgens und Anna Fusek entstand ein Quartett, das heute musikalische Brücken schlägt, die Jahrhunderte überspannen. Béla Bluche am Kontrabass, Gianluca Geremia an der Theorbe, Anna Fusek an Flöte und Geige sowie Jakob Jentgens am Saxophon.  

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Tales for Two trifft Entretemps – 01.05.2026 Improvisationen zwischen Renaissance und Zukunft Vom Pariser Innenhof auf die Bühne mitten in der voll besetzten Bandfabrik. Alles begann im März 2025 in der Cité internationale des Arts in Paris. Ein zufälliger Moment: Der Klang italienischer Renaissancemusik weht über den Hof, bricht auf in freie Improvisation und findet sanft zurück in seine barocke Struktur. Aus dieser Begegnung zwischen den Ensembles von Jakob Jentgens und Anna Fusek entstand ein Quartett, das heute musikalische Brücken schlägt, die Jahrhunderte überspannen. Das musikalische Konzept: Zwischen Struktur und Freiheit bot dieses Konzert eine Live-Erkundung der europäischen Musikgeschichte. Die Wurzeln: Wir reisen zurück zu den Anfängen unserer heutigen Tonalität. Filigrane Renaissance-Themen bilden das Fundament. Der Kontrast : Die historische Klangwelt von Laute, Theorbe und Blockflöte traf auf die moderne Ausdruckskraft von Saxophon und Kontrabass. Die Wandlung : In virtuosen Dialogen verwandelten sich festgeschriebene Kompositionen fließend in zeitgenössische Improvisationen. Dabei verschmolzen erweiterte Spieltechniken des Saxophons mit dem rhythmischen Puls des Barock. Die vier Virtuosen – eine gemeinsame Sprache: Anna Fusek – Flöte / Violine / Klavier Eine Ausnahmeerscheinung der Alten Musik. Die Multi-Instrumentalistin debütierte als Solistin in der Berliner Philharmonie und leitet heute europaweit Ensembles zwischen Barock-Oper und moderner Performance. Gianluca Geremia – Renaissance-Laute / Theorbe Der junge Meister aus Venedig verbindet historische Treue mit zeitgenössischem Geist. Er ist Preisträger bedeutender Wettbewerbe und gefragter Solist in Orchestern wie Il Pomo d’Oro. Béla Bluche – Kontrabass Ein musikalischer Grenzgänger. Er verwebt Einflüsse aus Klassik, Jazz und Rock zu einem tiefen, erdigen Groove, der das Quartett rhythmisch zusammenhält. Jakob Jentgens – Saxophon Ein Klangsucher in der Improvisation. Er nutzt sein Instrument als Brücke zu Tanz und Performance, um Hörgewohnheiten zu erweitern und emotionale Begegnungsmomente zu schaffen. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Wuppertal. Siehe auch Pressebericht in der WZ vom 04.05.2026  

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La Kejoca – 25.04.2026 Global-Folk, der unter die Haut geht Carmen Bangert , Keno Brandt und Jonas Rölleke bewiesen einmal mehr, warum sie seit ihrem Erfolgsalbum „Libertad“ (ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik) zu den absoluten Aushängeschildern der handgemachten Folkmusik zählen. Mit einer faszinierenden Mischung aus eindrucksvollem Satzgesang und einem ganzen Arsenal an Instrumenten, von Geige und Whistles über Banjolele und Kontrabass bis hin zur Drehleier und Gitarre, verwandelten sie die Bühne in einen Ort der Begegnung und Freiheit. Musikalisches Handwerk zum Anfassen Zwischen den Songs gab es neben Eindrücken aus der Entstehungsgeschichte der Lieder spannende Einblicke in die Welt der Instrumente: So nahm Carmen Bangert sich die Zeit, dem Publikum die faszinierende Funktionsweise ihrer Drehleier zu erklären (siehe auch Video unten), ein seltener und wunderbarer Moment für alle Musikbegeisterten. Ein besonderer Gast auf der Bühne Für einen charmanten und ganz ungeplanten Moment sorgte eine kleine Wespe, die sich mitten im Geschehen auf die Bühne verirrte. Ganz im Sinne der Botschaft von La Kejoca für Respekt und Toleranz wurde der Gast kurzerhand naturschutzgerecht in einem Glas eingefangen und sicher zurück an die frische Luft geleitet, ein kleiner Moment der Achtsamkeit, der das Publikum sichtlich berührte. Die Eckpunkte des Abends: Stimmung : Ein volles Haus und ein begeistertes Publikum, das die Band erst nach zwei Zugaben von der Bühne ließ. Die Band : Drei hochkarätig ausgebildete Musiker (alle Absolventen der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf), die Operngesang, Klassik und Folk zu einem ganz eigenen „Lebensgefühl“ verschmelzen. Botschaft : Lieder über Menschenrechte, Freiheit und Traditionen, die Wurzeln von Südamerika über Portugal bis nach Friesland schlagen. La Kejoca ist weit mehr als nur ein Konzert: Es ist eine Einladung, die Welt mit offenen Ohren und weitem Herzen zu entdecken. Einen kleinen Eindruck bekommt man in folgendem Video, das zwei Stücke enthält: Winterwind und Music Den Bildungsauftrag erfüllen wir mit folgendem Video-Beitrag von Carmen Bangert : Die Drehleier Hinweis: Die Video-Links führen zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Es wird jeweils ein neues Fenster geöffnet. Mehr Infos zur Band unter la-kejoca.de . La Kejoca sind: Carmen Bangert – Gesang / Gitarre / Drehleier / Banjolele / Whistles Keno Brandt – Gitarre / Gesang / Kontrabass Jonas Rölleke – Gitarre / Violine / Gesang  

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Benedikt Hesse Trio feat. Claudia Ramos Barreto 24.04.2026 Karibische Hitze trifft New Orleans Groove: Ein Abend der Extraklasse in der Bandfabrik Die Bandfabrik war voll besetzt, als das Benedikt Hesse Trio das Publikum auf eine musikalische Expedition rund um den Golf von Mexiko mitnahm. Es war ein Abend, der deutlich machte: Wenn Hammond-Orgel, Trompete und Drums aufeinandertreffen, entsteht ein Sound, der sich konsequent jedem Standard-Genre entzieht. Das Fundament des Abends bildete das blinde Verständnis zwischen den Musikern. Leon Richenhagen an der Hammond-Orgel und Joshua Castillo an der Trompete pendelten mühelos zwischen staubigem New Orleans Funk und Afro-Cuban Jazz. Immer wieder setzten die markanten, kraftvollen Schlagzeugsoli vom "Chef" Benedikt Hesse Akzente, die dem Set einen treibenden Puls verliehen. Das Trio bewies dabei eine enorme Spielfreude, ob bei dynamischen Tanznummern oder atmosphärischen Passagen, die an die verrauchten Szene-Lokale des „Big Easy“ erinnerten. Klangliche Erweiterung durch Claudia Ramos Barreto Besondere Tiefe gewann das Konzert durch den Auftritt von Claudia Ramos Barreto . Als Sängerin und Violinistin verwandelte sie das Trio zeitweise in ein Quartett und fügte dem hochenergetischen Spiel eine neue Ebene hinzu. Die gebürtige Kubanerin prägte den Sound mit ihrem sicheren Rhythmusgefühl und einer Melodieführung, die perfekt mit den Jazz-Elementen der Band harmonierte. Dem begeisterten Publikum spendierte das Trio+ noch zwei schöne Zugaben und mit "Oye Como Va" noch einen hartnäckigen Ohrwurm für den Nachhauseweg. Dankenswerterweise dürfen wir zwei Stücke des Abends als Video präsentieren: Softly As In A Morning Dos Gardenias Hinweis: Die Video-Links führen zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Es wird jeweils ein neues Fenster geöffnet. Internet: benedikthesse.com Die Besetzung: Joshua Castillo – Trompete Benedikt Hesse – Drums Leon Richenhagen – Hammond-Orgel Claudia Ramos Barreto – Gesang / Violine  

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Es ist kalt geworden 21.04.2026 Wenn in Langerfeld der große Topf auf dem Herd steht und politische Lieder den Raum füllen, geht es um mehr als nur Verpflegung. Es geht um das Eingemachte unserer Gesellschaft. In einer Zeit, in der die Solidargemeinschaft unter Dauerbeschuss steht und sich die Demokratie zunehmend rechtfertigen muss, lud der „Küchentisch“ zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme ein. Gewerkschaften: Zwischen Ritual und Relevanz Im Zentrum der Diskussion mit Guido Grüning (Vorsitzender des DGB Wuppertal) stand eine unbequeme Frage: Wo stehen die Gewerkschaften eigentlich, wenn gerade nicht gestreikt wird? Moderator Stefan Seitz hakte präzise nach, ob der spürbare Mitgliederschwund – ein Schicksal, das man sich unfreiwillig mit den Kirchen teilt – einen schleichenden Relevanzverlust bedeutet. Grüning machte deutlich, dass Gewerkschaften weit mehr sind als Akteure in ritualisierten Tarifrunden. Doch der Gegenwind ist rau: Gerechte Teilhabe wird oft als Luxus abgetan. Generationenverträge wackeln unter dem wirtschaftlichen Druck. Die Entsolidarisierung wird durch starke politische Kräfte aktiv vorangetrieben. Heiße Eisen und klare Kanten Am Küchentisch wurden auch schwierige Themen aufgegriffen. So wurde deutlich, dass sich die Arbeitnehmervertretungen heute in einem komplexen Spannungsfeld bewegen: 1. Migration und Flucht: Wie gelingt Integration in den Arbeitsmarkt ohne Ausbeutung? 2. Fachkräftemangel vs. Arbeitslosigkeit: Das Paradoxon unserer aktuellen Wirtschaftslage. 3. Verhältnis zur AfD: Hier gab es am Küchentisch kein Lavieren – die klare Abgrenzung gegenüber Kräften, die die Solidargemeinschaft spalten wollen, bleibt Kern der gewerkschaftlichen Identität. 4. Diversifizierung unternehmerischer Strukturen: Die moderne Wirtschaft nutzt „Outsourcing“ und „Fragmentierung“ oft unbewusst (oder bewusst) als Schutzschild gegen Kollektivverhandlungen. Gewerkschaften müssen hier neue Wege gehen, wie etwa die digitale Organisierung oder die Gründung von branchenweiten Netzwerken statt rein betrieblicher Strukturen. Kultur, Kulinarik und Austausch Was diesen Abend besonders machte, war die Atmosphäre der „Teilhabe“. Während Raimund Vach mit seinen politischen Liedern den passenden Soundtrack zum Nachdenken lieferte, sorgte der wärmende, mit viel Liebe zubereitete Eintopf von Köchin Fidan Turan (in Kooperation mit dem Café PRIO) für die nötige Bodenhaftung. Es wurde klar: Solidarität ist kein Luxusgut, sondern das Fundament, auf dem wir stehen. Und solange Menschen bei Eintopf und Musik zusammenkommen, um über die Zukunft der Arbeit und der Demokratie zu streiten, ist der Geist der Gemeinschaft in Wuppertal noch lange nicht erloschen. Einen Eindruck von den Liedern, die Raimund Vach vorgetragen hat, vermittelt dieses Video . Hinweis : Für das Video öffnet sich ein neues Browserfenster. Es wirkten mit: Guido Grüning – Vorsitzender DGB-Stadtverband Wuppertal Stefan Seitz – Journalist und Moderator Raimund Vach – Politische Lieder  

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Taste of Woodstock – 18.04.2026 Ein Hauch von Woodstock in der Bandfabrik – die Magie von Crosby, Stills, Nash & Young Es gibt Abende, an denen die Zeit nicht einfach nur verstreicht, sondern stillzustehen scheint. In der ausverkauften Bandfabrik war so ein Moment gekommen, als Taste of Woodstock die Bühne betraten und das Lebensgefühl einer ganzen Generation zurück ins Hier und Jetzt holte. Der Sound der Freiheit Schon bei den ersten Akkorden breitete sich jenes unverkennbare „West Coast“-Feeling im Saal aus – das Gefühl, in einem alten Cabrio über einen endlosen Highway zu steuern, die warme Sommerluft im Gesicht und die unendliche Weite des amerikanischen Westens vor Augen. Es war mehr als nur ein Konzert; es war eine Einladung, tief in die musikalische Revolution der späten 60er und frühen 70er Jahre einzutauchen. Präzision trifft Leidenschaft Mit einer beeindruckenden musikalischen Hingabe und einer Präzision, die dem legendären Quartett Crosby, Stills, Nash & Young mehr als gerecht wurde, webten die Musiker einen Teppich aus Sound. Der Satzgesang Stimmgewaltig und glasklar – die komplexen Harmonien von "Helplessly Hoping" ließen das Publikum den Atem anhalten. Die Hymnen Bei Klassikern wie "Suite: Judy Blue Eyes" oder dem aufrüttelnden "Ohio" wurde die Bandfabrik eins mit der Band. Das Publikum sang nicht nur mit; es zelebrierte die Botschaften von Frieden und ungezähmter Freiheit. Ein Echo der Geschichte Was diesen Abend so besonders machte, war die spürbare Liebe zum Detail. Taste of Woodstock kopierte nicht nur Noten, sie transportierten die Seele der Songs. In den Gesichtern der überwiegend älteren Zuschauer sah man die Sehnsucht nach einer Ära, die für Aufbruch und Idealismus stand. Für ein paar Stunden war der Geist von 1969 greifbar nah – ein ikonisches Tribute-Erlebnis, das bewies, dass die Magie dieser Musik niemals verblasst. Besetzung: Stephan Haar – Gesang Tommy Weger – Gesang, Gitarre, Keyboard, Banjo Gerhard Glock – Gesang, Gitarre, Conga Felix Franke – Gesang, Gitarre, Klavier, Keyboard Wendel Biskup – Bass Internet: www.tasteofwoodstock.de/deutsch-1/  

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Eingespieltes Jazz-Duo setzt Akzente in der Bandfabrik (von Martin Hagemeyer) Mathias Haus führte den Abend am Klavier an und Dietmar Fuhr fügte sich am Bass punktgenau ein Wem rund um Oberbarmen oder auch im nahen Schwelm nach einem jazzigen Wochenausklang ist, der wird oft in der Bandfabrik fündig – sowie glücklich und satt. Mit kulinarischem „Vorprogramm“ startete auch die jüngste Ausgabe des „Friday Night Jazz Club“, als Mathias Haus und Dietmar Fuhr ein Konzert mit Piano und Kontrabass spielten. Nicht schroff, sondern zugewandt kamen diese Facetten der Jazzmusik am Freitagabend daher. Wer sich zuvor schon am internationalen Essen (fleischig/vegan) gütlich getan hatte, lief kaum Gefahr, seine Verdauung zu gefährden: Entspannt war die Geste, die das Duo auf geübter Basis mühelos vermittelte. Haus‘ Instrument ist sonst vor allem das mit Xylophonen verwandte Vibraphon, doch genießt er es laut Eigenbekunden, „am Klavier andere Stimmungen zu erzeugen“. Statt wie also sonst mit Schlägeln, zeigte er sich nun mit den Fingern versiert. Ein Gutteil der Titel waren zeitlos erfreuliche Standards bis Evergreens, für die ein Zugriff wie heute stets eigenen Reiz birgt: Die geläufige Melodie taugt zur Linie, an der entlang sich die Variationen entspinnen; das Ohr hört förmlich die zu Grunde liegende Tonfolge mit, so einfallsreich die Abwandlungen, Modulationen, Synkopen auch sein mögen. Spätestens zum Ende hin biegen die wohlklingenden Um- und Abwege auf den vertrauten Weg ein und münden in Harmonie. In der Bandfabrik galt das etwa bei „Orfeo Negro“, wo Haus‘ Spielart nach zwei unbekannteren Eingangsstücken nun bei dem einst als Bossa Nova verfassten Lied zu erleben war. Auch „Moon River“ gehörte mit seiner Verbreitung durch den Film „Frühstück bei Tiffany“ natürlich und zu Recht in die Kategorie „immer wieder schön zu hören“. Hier legte erst Haus eine Weile allein vor, bis der Kompagnon um das von diesem extemporierte Thema herum sonor seine Zupftöne rankte. Generell war das Verhältnis der zwei Parts zueinander stets klar. Haus führte in jeder Hinsicht, als musikalischer Leader und auch als Moderator. Fuhr reicherte markant von rechts an, fürs punktgenaue Einstimmen genügten ihm wenige Blicke. Wenn sie überhaupt nötig waren: Laut Haus waren nämlich beide zwar schon länger nicht zusammen aufgetreten, hatten aber einst ein Trio mit einem wechselnden Drummer gebildet. Um eingespielt zu sein, war also früher viel Gelegenheit gewesen. Als dann Fuhr ins Ausland gegangen sei, habe das auch die Zeit des Trios gestoppt, denn: „Den Bassisten wollte ich nicht auswechseln.“ Fuhr, wie zu lesen ist, tourt ohnehin umtriebig durch die Welt, war zu Konzertreisen schon in Neuseeland oder Israel. Auch Eigenkompositionen von Mathias Haus überzeugten Zur Abwechslung mal selbst erst spät setzte der Pianist bei „African Flower“ ein, nachdem Fuhr den Titel von Duke Ellington zunächst allein angestimmt hatte. Mit „Things Ain‘t What They Used To Be“ stammte auch das Folgestück (oder zumindest dessen Band-Arrangement) von der 1974 gestorbenen US-Jazzgröße. Haus-Eigenkompositionen im Programm fügten sich harmonisch ein, setzten aber Akzente. Ein schönes Beispiel hatte schon „Erde“ gegeben, Stück zwei des Abends: Eine prägnante Sechs-Töne-Sequenz plus versetzter Wiederholung durchzog es bis zum Schluss, vielfach synchron von Klavier und Bass. Moderieren hieß bei Haus übrigens auch Plaudern übers Entstehen manches Stücks. Mehr als einmal kam dabei sein Lehrer vor, der Jazz-Vibraphonist Gary Burton: Einst habe dieser über Keith Jarrett, US-Pianist und zeitweiliger Musikpartner, bemerkt: „Keith is a strange guy“ – Haus machte kurzerhand ein Lied dieses Titels daraus. Ganz entspannt eben.  

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Paula Linke – 28.03.2026 Küsse! Mehr Küsse! Das war ein Abend zum Festhalten! Paula Linke hat das Publikum in der voll besetzten Bandfabrik mit auf eine ganz besondere Reise genommen. Wer dabei war, hat schnell gemerkt: Hier stand nicht einfach nur eine Liedermacherin auf der Bühne, sondern eine echte Geschichtenerzählerin. Paula hat die Gabe, ihre Erfahrung als Dramaturgin und Theaterpädagogin direkt in ihre Songs fließen zu lassen. Man spürte bei jedem Chanson, dass sie ihr Handwerk von der Pike auf gelernt hat – sogar ihre Ausbildung in Tanztheater und Ballett schwingt in ihrer Bühnenpräsenz subtil mit. Highlights des Abends Wortwitz und Tiefgang : Mit Titeln aus ihrem neuesten Album "Küsse! Mehr Küsse!" bewies sie, warum sie völlig zu Recht diverse Folkmusik-Preise abgeräumt hat. Leipziger Flair: Paula brachte eine ordentliche Portion der lebendigen Leipziger Liedermacherszene mit zu uns ins Bergische Land. Empathie : Sie verwandelte Kunst in eine Botschaft der Menschlichkeit. Ihr Auftritt war auch ein Plädoyer gegen Gewalt und für ein achtsames Hinsehen. Besonders berührend: Ihre Einladung, die täglichen Küsse des Lebens zu sammeln – jene flüchtigen Momente wie ein Lächeln oder eine Blume, die unseren Alltag hell machen. Wer den Abend Revue passieren lassen möchte oder Paula Linke gerade erst für sich entdeckt hat, findet alle Infos, weitere Termine und ihre Musik unter paula-linke.de . Vielen Dank an Paula für diesen wunderbaren Auftritt und an alle Gäste für die tolle Atmosphäre!  

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27.03.2026 Mathias Haus & Dietmar Fuhr Der Vibraphonist Pianist und Komponist Mathias Haus experimentiert gerne mit wechselnden Gästen in Duos und Trios. Diesmal stand der Kontrabassist Dietmar Fuhr mit ihm auf der Bühne der ausverkauften Bandfabrik – und Überraschung: Mathias Haus stand nicht – wie die meisten Gäste erwartet hatten – am Vibraphon, sondern saß am Klavier, was dem Duo eine ganz neue Farbe verlieh. Das Zusammenspiel der beiden war geprägt von Vertrautheit und dem Fokus auf Atmosphäre. Es ging weniger um technisches Imponiergehabe als vielmehr um „Klang, Tiefe und Gefühl“. Im intimen Rahmen der Bandfabrik Wuppertal kam das kammermusikalische Zusammenspiel von Piano und Kontrabass bestens zur Geltung. Mathias Haus und Dietmar Fuhr sind zwei feste Größen der deutschen Jazzszene, die eine langjährige musikalische Verbindung teilen. Ihre Zusammenarbeit im Duo ist besonders für ihre klangliche Tiefe bekannt. Bereits in den 1990er Jahren spielten sie zusammen in einem festen Trio (ergänzt durch den Schlagzeuger Daniel ‚Danny‘ Schröteler). Nach einer Phase, in der sie sich durch Ortswechsel etwas aus den Augen verloren hatten, treten sie in jüngerer Zeit wieder verstärkt gemeinsam auf. Lesen Sie auch die zugehörigen Presseartikel WZ vom 30.03.2026 O-Ton (von Hartmut Sassenhausen) Mathias Haus studierte bei der Jazz-Ikone Gary Burton in Boston, ist bekannt für sein lyrisches Spiel und wurde u. a. mit dem Gary Burton Award und dem Jazz Pott geehrt. Er leitet eigene Ensembles und ist Mitglied des Jazzensemble Düsseldorf. Dietmar Fuhr ist einer der gefragtesten Bassisten Deutschlands (Dozent an der HfMT Köln). Er arbeitete mit Größen wie Richie Beirach, David Liebman und Nils Wogram zusammen. Sein Spiel wird als besonders erdig, präzise und klangvoll beschrieben.  

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Jacaranda – 21.03.2026 Klangbilder zwischen Latin, Jazz und Klassik Wer an diesem Abend in der ausverkauften Bandfabrik dabei war, weiß: Das war kein gewöhnliches Konzert, das war eine echte musikalische Reise. Werner Kiefaber, Martin Gießmann und Ramon Keck haben uns gezeigt, wie gut „Grenzgang“ klingen kann. Die Highlights im Rückblick: Genre-Mix: Mal fühlte es sich nach einem verrauchten Jazz-Club an, im nächsten Moment saßen wir gedanklich an der Copacabana oder im Konzertsaal. Die Dynamik: Der Wechsel zwischen fast schon zerbrechlichen, zarten Melodien und dieser unglaublichen rhythmischen Power der brasilianischen Gitarrenmusik hat den ganzen Raum elektrisiert. Die Stimmung: Man konnte die Präzision der Klassik spüren, aber es blieb immer dieser lockere, freie Geist des World-Jazz spürbar. Es ist schwer, den Sound in eine Schublade zu stecken – und genau das hat es so besonders gemacht. Die drei haben präzise zusammengespielt, sich wunderbar ergänzt und dabei eine Atmosphäre geschaffen, die voller Überraschungen steckte und bis zum letzten Ton gefesselt hat. Jacaranda sind: Werner Kiefaber – Gitarre Martin Gießmann – Gitarre Ramon Keck – Percussion  

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Klaus Küster und die Sehnsucht nach Wirklichkeit in der Bandfabrik (von Michael Walmsley – WZ 14.03.2026) Ausstellung verlängert – der Künstler bietet eine persönliche Führung an Kultur am Rand – so lautet nicht nur der Name des federführenden Kulturvereins in der Langerfelder Bandfabrik, sondern beschreibt sehr gut das breit gefächerte Angebot der Spielstätte im östlichsten Zipfel Wuppertals. Seit Ende Februar stellt der Remscheider Künstler Klaus Küster seine eigenständige Objektkunst (Fotoscultura) aus. Die Ausstellung wurde kürzlich bis zum 24. April verlängert. Der 1941 in Remscheid-Lennep geborene Klaus Küster gilt als einer der originellsten und produktivsten bildenden Künstler, den das Bergische Land hervorgebracht hat. In den 1960er Jahren machte er sich an der École des Beaux-Arts in Paris sowie an der Werkkunstschule Wuppertal einen Namen und arbeite ab 1969 als Grafiker und Fotograf in und für Werbeagenturen und ab demselben Jahr aus seinem Atelier in der Remscheider Ewaldstraße. Gegen Ende 1969 übernahm er nur noch freiberufliche Aufträge als Maler, Fotograf oder Bühnenbildner für das WTT (Westdeutsches Tournee-Theater Remscheid). Eine seiner bekanntesten Arbeiten als Grafiker ist das alte „Ketten“-Logo von Amnesty International. In der Langerfelder Bandfabrik können nun einige Beispiele seiner eigenständigen Objekt-Kunst, der sogenannten Fotoscultura, bestaunt werden. Als Bildkünstler bevorzugt er das technische Medium der Fotografie, verbindet es jedoch mit plastischen Elementen und lässt so mehrdimensionale Objekte entstehen. Diese sind Hervorbringungen einer formbewussten, intensiven Wahrnehmung und legen den Fokus auf die viel zu schnell übersehenen Feinstrukturen unserer Wirklichkeiten. So wird die Bildkunst zur Erweiterung des eigenen Sehens. Obwohl Küster im Grunde nichts abbildet, lässt er Ungesehenes sichtbar werden. Beim Betrachten fällt auf, wie viel Humor in den natürlichen und den zivilisatorischen Ordnungen unseres Lebens wirklich steckt. Die Vernissage am 22. Februar war ein voller Erfolg, wie Frank Großmann von der Bandfabrik erzählt. „Zur Vernissage hatten wir ein volles Haus. Viele bekannte Gesichter, aber auch überregional hat die Ausstellung Leute angezogen. Wir waren richtig zufrieden.” Kurator Andreas Steffen hielt eine bewegende Rede auf Küster. „Eine fotografische Bildkunst, wie Küster sie betreibt, geht darüber hinaus, indem sie, statt sie abzubilden, Ausschnitte aus der wahrnehmbaren Wirklichkeit komponiert. Und damit zeigt, dass unser Zugang zur Wirklichkeit immer auf dem Umweg ihrer Gestaltung, und nur auf ihm, möglich ist. Das Bild ist weniger Repräsentanz der Wirklichkeit als Ausdruck der Sehnsucht nach ihr.” Bevor die Ausstellung am 26. April endet, haben Frank Großmann und die Bandfabrik noch einiges geplant. „Der Zuspruch für die Bilder ist toll. Folgerichtig haben wir die Ausstellung kürzlich bis Ende April verlängert. Wir werden auch eine Führung durch die Ausstellung anbieten, die von Klaus Küster persönlich durchgeführt wird. Der genaue Termin ist aktuell noch in Planung, wird aber zeitnah bekannt gegeben. Am 26. April beenden wir die Ausstellung dann mit einer klassischen Finissage, zu der wir herzlich einladen.” Informationen zum Programm der Bandfabrik finden sich auf der Homepage bandfabrik-wuppertal.de  

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Primrose Hill – Celtic Folk Songs – 13.03.2026 Ein Hauch von Irland mitten in Wuppertal: Ein Abend mit Primrose Hill Was für eine Reise! Wer an diesem Abend dabei war, brauchte keinen Reisepass, um die grüne Insel zu besuchen. Primrose Hill haben das Publikum in der ausverkauften Bandfabrik direkt in die gemütlichen Pubs Irlands entführt. Und wenn der Kanal schon mal überquert wurde, sind Abstecher in die schottischen Highlands und nach England ein Leichtes. Hier sind die Highlights des Abends: Mehr als nur Pub-Songs: Statt der üblichen "Gassenhauer" überraschte uns die Band mit einer handverlesenen Auswahl an zeitgenössischen und traditionellen Folksongs. Abseits der ausgetretenen Pfade gab es echte musikalische Schätze zu entdecken. Gänsehaut-Garantie: Die Kombination aus keltischen Melodien und dem glasklaren, mehrstimmigen Gesang sorgte für eine Atmosphäre, die mal melancholisch-tiefgründig, mal ausgelassen-fröhlich war. Geschichten, die bewegen: Ob vom harten Leben auf See, von Gaunern, der großen Liebe oder der legendären Stimmung im Pub nach der Sperrstunde – Primrose Hill sind meisterhafte Geschichtenerzähler. Interaktion pur: Dank der witzigen Moderationen und den zahlreichen Gelegenheiten zum Mitsingen verging der Abend wie im Flug. Wir waren nicht nur Zuschauer, sondern Teil einer großen, geselligen Runde. Primrose Hill sind: Gerti Altreuther – Fiddle und Gesang Glyn Edmonds – Gitarre, Drehleier, Shrutibox und Gesang Uwe Kreinberg – Gitarre, Bouzouki, E-Bass und Gesang  

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Natures Dream – Places – 06.03.2026 Vor gut besetztem Haus präsentierte das Trio Natures Dream in der Bandfabrik sein neues Werk „Places“. Die Eigenkompositionen boten eine faszinierende Mischung aus Blues und traditionellen Einflüssen aus Spanien, Nordafrika, Israel und Südamerika. Die Vielfalt war beeindruckend: Mal wirkte die Musik geheimnisvoll und mystisch, mal so mitreißend wie ein Volksfest auf dem Balkan. Das blinde Verständnis der drei Musiker, die seit über zwei Jahrzehnten gemeinsam auftreten, sorgte für eine Atmosphäre, die das Publikum sichtlich mitriss. Besonders originell geriet der Abgang: Die Band verließ spielend die Bühne, kam für einen letzten musikalischen Gruß zurück und hinterließ ein begeistertes Publikum. Natures Dream sind: Erich Leininger : Saxophon/Klarinette Marius Pietruszka : Klavier/Gitarre Andreas Brunk : Percussion Internet: www.naturesdream.de  

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Jasper van't Hof und Peter Materna – Dialektisches Duo – 04.03.2026 Duets – Ein fulminantes Hörerlebnis Was passiert, wenn zwei musikalische Primärfarben aufeinandertreffen? Beim Duo-Abend mit Jasper van’t Hof und Peter Materna wurde in der ausverkauften Bandfabrik aus Kontrast pure Energie. Wie in einer visuellen Explosion trafen hier zwei faszinierende Temperamente aufeinander: Van’t Hof als extrovertierter, stürmischer Magier am Piano und Materna als lyrisch-meditativer Klangforscher am Saxophon. Das Publikum erlebte eine Reise durch impulsive Ausbrüche und filigrane Momente. Es war beeindruckend zu hören, wie die beiden durch „Drunter und Drüber“ und komplexe Soundexperimente stets traumhaft sicher zueinander fanden. Zwischen Eigenkompositionen und neu gestalteten Standards entfaltete sich ein farbenfrohes Klangspektrum, das die enorme Erfahrung dieser beiden Ausnahmemusiker widerspiegelte. Jasper van’t Hof, die Jazz-Legende und Pionier des Jazzrock, zeigte einmal mehr seine unbändige Vielseitigkeit. Ihm gegenüber stand mit Peter Materna (Leiter des Bonner Jazzfestes) ein Saxophonist, der mit Präzision und Tiefe bewies, warum er zur absoluten Spitze der Szene gehört. Ein elektrisierender Abend, der gezeigt hat, dass maximale Kontraste die schönsten Harmonien erzeugen können. Jasper van’t Hof und Peter Materna, „Duets“ als CD, LP, Streaming (ab 2. Quartal 2026).  

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Uli Johannes Kieckbusch • Klaus Harms – 03.03.2026 KIECK IT! Otherwise it HARMS Wenn Intuition zur Hauptdarstellerin wird: Die Musiker des „Ensembles Intuitive Musik“ sind Meister des Augenblicks. In der gut besetzten Bandfabrik feierten Uli Johannes Kieckbusch und Klaus Harms nun ihr Duo-Debüt. Dass die beiden erfahrene Improvisatoren sind, die schon mit Jazz-Legenden wie Günter „Baby“ Sommer spielten, war in jeder Sekunde spürbar. Dennoch blieb alles offen: Es entstand eine Reise in abenteuerliche Klangwelten – mal reibungsvoll-dissonant, mal harmonisch-konsonant, aber immer absolut unvorhersehbar. Klaus Harms bedankte sich beim anwesenden Dietrich Rauschtenberger für die Übereignung seines umfangreichen Schlagwerks, das er vollständig (!) installiert hatte. Die Sammlung sei so umfangreich, dass er am heutigen Abend kaum in der Lage sei, alles zum Klingen zu bringen, merkte er an. Zum Ende gab es eine besondere Überraschung: Nach und nach wurden handliche Klangkörper an das Publikum verteilt. Mit dieser Erweiterung des Duos entstand im atmosphärischen Raum der Bandfabrik ein schöner Raumklang. So schön, dass die beiden Protagonisten zufrieden aus dem Raum gingen und die "Mitspieler" allein wirken ließen. So etwas passiert in der Bandfabrik nicht alle Tage! Einen Eindruck vom Abend gibt das dieses Video (Hinweis: Das Video wird in einem neuen Fenster abgespielt). Es improvisierten: Uli Johannes Kieckbusch: Piano, präp. Piano, Toy Piano, Stimme, Füße Klaus Harms: Kontrabass, Daxophon, präp. Gitarre, Gongs Das Publikum : Toulouhou, Regenmacher, Gong, Rassel, …  

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Musikalische Grenzgänger voller Spielfreude (von Michael Bosse – WZ 02.03.2026) Gert Kapo und sein Quartett präsentieren Songs ihres 2024 erschienenen Albums in der Bandfabrik Historisch betrachtet kennt sich Langerfeld als alter Verkehrsknotenpunkt an der Grenze der ehemaligen Grafschaft Mark und dem früheren Herzogtum Berg mit Grenzgängern aus. Insofern war es durchaus passend, dass in der Bandfabrik am Freitagabend Gert Kapo mit seinem Quartett auftrat. Die Formation verbindet Balkanklänge mit Jazz, Weltmusik, Klassik und Samba zu einer hybriden Mischung. Und offenbar stößt diese Art der klanglichen Grenzüberschreitung beim Publikum auf großes Interesse: Das gut zweistündige Konzert war ausverkauft. Für den aus Albanien stammenden und in Köln lebenden Pianisten und Komponisten Kapo sowie seine drei Mitstreiter Epaminondas Ladas (Gitarre, Oud), Armin Alic (Bass) sowie Mirek Pyschny (Drums) standen das vor etwa zwei Jahren erschienene Album „Amanet“ (Royal Street Records) und dessen neun Songs im Mittelpunkt. Kapo übernahm dabei die Rolle des Frontmanns, der zwar nicht sang („Singen kann ich nicht“), aber gleich einen Flügel und zwei Keyboards bediente. Dabei wechselte er auch immer wieder, selbst während der Songs, zwischen den Tasteninstrumenten oder ließ Geräuschcollagen einspielen – unter anderem von Meereswellen und seinen Kindern, die im Atlantik spielen. Zudem erklärte Kapo ein wenig die Songs, die teilweise albanische Namen tragen – so etwa auch der Albumtitel „Amanet“, der so viel wie Vermächtnis, Hinterlassenschaft oder Testament heißt. Gert Kapo versteht die Traditionen seines Herkunftslandes als Vermächtnis, das er in seiner Musik aufgreift und für sich und seine Kompositionen nutzbar macht. So widmete er etwa einen Song seinem Vater. Die Songs haben eine starke rhythmische Ausrichtung Dabei hatten die Songs eine starke rhythmische Ausrichtung, die vor allem vom Zusammenspiel aus Piano/Keyboard und Gitarre lebte. Durch die Wiederholung der Rhythmen in diversen Variationen entwickelten die Lieder zudem eine leicht hypnotische Wirkung – ehe die Band sie durch einen Break wieder auflöste. Alternativ erklangen auch sphärische Töne, die einen eher offenen Horizont anklingen ließen. Auf Basis einer albanischen Volksweise entwickelte das Quartett den Song „Serious Kidding“, dessen Motto Kapo mit dem Begriff „Ernsthaftes Spielen“ wiedergab und das in gewisser Weise auch für ihn und seine Mitmusiker gilt: die Lust am Spielen bewahren und zugleich die Professionalität am Instrument nicht zur leeren, immer wieder abrufbaren Routine werden lassen. Jeder der vier Musiker findet dabei seinen gleichberechtigten Platz im Gesamtgefüge. Die Vielfalt der musikalischen Quellen wurde überdies dadurch deutlich, dass Epaminondas Ladas neben der halbakustischen Gitarre auch auf der Oud spielte. Die Oud ist das zentrale Saiteninstrument im Nahen Osten. Sie bietet einen einprägsamen Klang, der von dem Quartett gut in dem Gesamtsound integriert werden konnte, ohne aufgesetzt zu wirken. Seit etwa zwei Jahren erst spielt die Formation um Gert Kapo zusammen. Wer sie auf der Bühne erlebt, möchte das angesichts des perfekten Zusammenspiels vielleicht gar nicht glauben. Aber die vier sind eben Profimusiker, die schon viele Erfahrungen in anderen Bands und Projekten gesammelt und gleichwohl die Freude am „ernsthaften Spielen“ nicht verloren haben. Und was man mit Freude macht, das gelingt ja meistens am besten. 

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27.02.2026 Gert Kapo Quartett – Amanet Hinter dem Titel des aktuellen Albums von Gert Kapo und seiner Band verbirgt sich weit mehr als nur ein musikalisches Crossover – es ist eine regelrechte Klangreise. Traditionelle Balkanrhythmen treffen auf Jazz, orientalische Klangfarben und eine Prise Samba, die sich gemeinsam zu einem Sound verweben, der genauso überraschend wie mitreißend ist. Das lebendige Zusammenspiel unterschiedlichster musikalischer Stile und kultureller Einflüsse ist dabei das Markenzeichen der Formation um den in Albanien geborenen Pianisten und Komponisten. Wer bei der Beschreibung „Orient trifft Okzident“ an eine bloße Stilfusion denkt, unterschätzt deutlich, was auf der Bühne tatsächlich passierte. Gemeinsam mit dem polnischen Drummer Mirek Pyschny , dem deutsch-bosnischen Bassisten Armin Alic und Epaminondas Ladas , dem Gitarristen und Oud-Spieler mit griechischen Wurzeln, entfaltete Gert Kapo ein musikalisches Geflecht, das vor Energie, Spielfreude und überraschenden Wendungen nur so sprühte. In der stimmungsvollen Atmosphäre der ausverkauften Bandfabrik präsentierte das Quartett Stücke aus dem aktuellen Album ebenso wie brandneue Kompositionen. Dazwischen sorgte Kapo mit charmanten, augenzwinkernden Anmoderationen immer wieder für lächelnde Gesichter im Publikum. Die Begeisterung der vier Musiker sprang spürbar auf die Fabrikbesucher über – und wurde am Ende mit einer starken Zugabe belohnt, die das Publikum noch einmal richtig mitnahm. Ein rundum mitreißender Abend, der noch lange nachklingen wird (siehe auch folgendes Video). Gert Kapo Quartett in der Bandfabrik Hinweis: Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Siehe auch Pressebericht "Musikalische Grenzgänger voller Spielfreude" von Michael Bosse (WZ vom 02.03.2026) Die Besetzung : Gert Kapo – Piano, Keys, Komposition Epaminondas Ladas – Gitarre, Oud Armin Alic – Bass Mirek Pyschny – Drums Internet: gertkapomusic.com 

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Hinter dem, was wir sehen und hören Die Themen und Texte reichten an diesem Abend von der Kommunalpolitik (das demokratische Versagen der Kooperations-Parteien bei der Nichtwahl von Herrn Nocke) bis hin zu den Gefährdungen der Demokratie durch die Macht der Tech-Konzerne, die in wissenschaftlichen und journalistischen Betrachtungen vorgetragen wurden. Die Zuhörerinnen und Zuhörer mussten oft die Luft anhalten … Die Reihe „Texte & Töne”, die für die Bandfabrik konzipiert wurde, nimmt gesellschaftliche Entwicklungen und politische Herausforderungen auf. Die Aktualität und Intensität der textlich-musikalischen „Fundstücke” ist manchmal bedrückend. Die Zusammenstellung lässt aber zugleich erahnen, was wir nicht zu sehen und zu hören bekommen und was doch auf unsere Zeit und unser Denken Einfluss nimmt. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen Andre Enthöfers (Klarinette, Saxophon) greifen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen lassen. Wir danken herzlich für die Förderung der Reihe durch die „Stiftung W."  

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Auf Friedensfahrt durch Afrika – Christoph Roller berichtete von seiner „Peacebike“-Tour Anlässlich des Weltgebetstages berichtete der ehemalige Regionalpfarrer Christoph Roller in der Bandfabrik von seiner ungewöhnlichen Friedensmission: Einer mehrjährigen Fahrradtour von Kamp-Lintfort bis nach Madagaskar. Mit dieser Reise möchte er Menschen für das Thema Frieden sensibilisieren und die Stimmen derer hörbar machen, die ihm unterwegs begegnen. Seit seinem Ruhestand beschäftigt sich Roller mit der zunehmenden Bereitschaft, internationale Konflikte militärisch auszutragen. „Ich habe in Mitteleuropa mein ganzes Leben in Frieden verbracht“, sagte er. „Daraus ergibt sich für mich die Verantwortung, für den Frieden einzutreten und andere dafür zu gewinnen.“ Sein Projekt „Peacebike“ führt ihn in fünf Etappen durch viele Länder Afrikas. Die zweite Etappe hat Roller inzwischen erfolgreich abgeschlossen – sein Fahrrad steht derzeit in Nigeria. Auf seiner Tour bittet er Menschen, ihm in 30 Sekunden ihre Gedanken oder Erlebnisse zum Thema Frieden zu erzählen. So entsteht ein eindrucksvolles Mosaik sehr persönlicher Perspektiven. In seinem Vortrag schilderte Roller eindrucksvoll seine Begegnungen in Nigeria und berichtete von Gesprächen, die deutlich machten, wie komplex, aber auch lebendig die Friedensarbeit vor Ort ist. Das Publikum erlebte einen Abend, der gleichermaßen zum Nachdenken wie zum Handeln anregte. Christoph Roller war 14 Jahre Regionalpfarrer am Niederrhein und begleitete acht Kirchenkreise in ihren Partnerschaften zu Afrika und Asien. Von 2008 bis 2014 leitete er die deutschsprachige evangelische Gemeinde in Nigeria – ein Land, zu dem er bis heute enge Verbindungen pflegt. Veranstalter : Bandfabrik/Kultur am Rand e.V. in Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Langerfeld, der Kath. Gemeinde St. Raphael/St. Paul und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd).  

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Vernissage – Klaus Küster – Fotoscultura • Fotogramm – 22.02.2026 Klaus Küster gehört zu den stillen, aber nachhaltigen Erneuerern der Fotokunst im Bergischen Land. Sein Werk - zwischen technischer Präzision und poetischer Wahrnehmung angesiedelt - zeigt, dass die Fotografie weit mehr sein kann als die bloße Reproduktion von Wirklichkeit. Küster erweitert sie zum plastischen Ereignis, zu einer Kunstform, in der das Bild Raum gewinnt – und zur Fotoscultura wird. In seinen Arbeiten begegnen sich zwei Pole: Die sensibel beobachtete Oberfläche der Dinge und das neugierige Hinterfragen der Mechanismen des Sehens selbst. Das Fotogramm – von ihm immer wieder aufgegriffen – ist dafür ein Schlüsselmotiv. Es steht für den Wunsch, das Technische zu entkleiden und zum Ursprung des Lichtbildes vorzudringen: Zu einer Spur des Sichtbaren, die ohne Kamera entsteht. Küster interessiert das Zwischenreich – der Moment, in dem Licht auf Materie trifft und eine Form hervorbringt, die sich weder ganz abbilden noch ganz erfinden lässt. Seine Werke sind Produkte einer wachen Aufmerksamkeit für das Marginale, das oft Übersehene. Sie eröffnen neue Ansichten des Gewohnten, verweisen auf Strukturen, in denen sich Natur und Zivilisation humorvoll durchdringen. Dieses feine Lächeln, das seine Arbeiten begleitet, ist niemals ironisch, sondern Ausdruck eines tiefen Vertrauens in die Kreativität von Ordnung selbst – ob biologisch, technisch oder kulturell. 1941 in Remscheid-Lennep geboren, führte Küsters Weg über eine technische Ausbildung zu Kunststudien in Paris und Wuppertal. Seit 1969 arbeitet er freiberuflich als Grafiker, als bildender Künstler vor allem im Medium der Fotografie. Von 1998 bis 2006 leitete er die Städtische Galerie Remscheid. Seit 1996 ist er Mitglied im Deutschen Werkbund und im Westdeutschen Künstlerbund. Seine Arbeiten befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen. Ausstellungszeitraum: 23. Februar – 26. April 2026 Siehe auch Pressebericht "Klaus Küster und die Sehnsucht nach Wirklichkeit in der Bandfabrik" von Michael Walmsley (WZ vom 14.03.2026)  

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08.02.2026 In der ausverkauften Bandfabrik entführte das Trio Gondolatjel sein Publikum mit einer Matinee unter dem Motto „Aufbruch“ auf eine klangreiche Reise. Auf dem Programm standen Werke der Jahrhundertwende von Komponisten wie Léopold Dancla, Jan van Gilse und Robert Fuchs, ergänzt durch mitreißende Ragtime-Klänge. Die ungewöhnliche Besetzung aus Geige, Bratsche und Querflöte eröffnete dabei eine überraschend facettenreiche Klangwelt, in der sich romantische Ausdruckskraft und experimentelle Tendenzen auf spannende Weise verbanden – sehr zur Begeisterung des bunt gemischten Publikums. Charmant und kenntnisreich führte Udo Mertens, Flötist des Sinfonieorchesters Wuppertal, durch die Matinee. Mit unterhaltsamen Anekdoten und aufschlussreichen Hintergrundinformationen ließ er die Musikstücke noch lebendiger werden. Mit zwei rhythmisch reizvollen Zugaben bedankte sich das Trio schließlich für den langanhaltenden Applaus und entließ ein beschwingtes Publikum in den restlichen Sonntag. Einen kleinen Eindruck von der Matinee vermittelt das folgende Video vom 08.02.2026: Trio Gondolatjel Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Das Trio Gondolatjel besteht aus: Judith Oppel: Violine Zsuzsana Penzes-Büdenbender : Viola Gregor Büdenbender : Querflöte trio-gondolatjel.de  

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Blue George Bluesband – 06.02.2026 Blue George & Band begeistern zwischen „King und Sco” Beste Stimmung herrschte am Abend bei Blue George & Band – sowohl auf der Bühne als auch beim Publikum in der vollbesetzten Bandfabrik. Von der ersten Nummer an sprang der Groove über, und die vier Musiker präsentierten ihr abwechslungsreiches Programm aus erdigem Blues, funkigem Drive und jazziger Raffinesse mit sichtlicher Spielfreude. Seine Mitmusiker – Stefan Volpert am Piano und an der Hammond-Orgel, Sascha Oeing am Bass und Friedemann Kühn am Schlagzeug – lieferten ein beeindruckend tightes Fundament, das den Raum zum Klingen brachte. Blue George, der in Italien aufgewachsene Gitarrist und Sänger aus Köln, führte charmant durch den Abend. Mit humorvollen Dönekes aus der Kölner Südstadt brachte er immer wieder das Publikum zum Schmunzeln und schuf eine ganz persönliche Atmosphäre. Ein besonderes Highlight war das kleine Quiz, das Blue George zwischendurch einstreute: Wer sich an ein paar historische Episoden rund um Musik und "News" aus den 60er-Jahren erinnerte, konnte eine seiner CDs gewinnen. Der glückliche Gewinner freute sich über ein handsigniertes Exemplar der Band. So verband sich an diesem Abend virtuoses Spiel mit augenzwinkernder Unterhaltung – ein Konzert voller Energie, Witz und musikalischer Tiefe, das sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird, ebenso wie die drei lustvoll gespielten Zugaben. Blue George Bluesband sind: Blue George: e-Gitarre(n), Gesang Stefan Volpert : Keyboard, Hammond-Orgel Sascha Oeing : e-Basis Friedemann Kühn : Schlagzeug Internet:. bluegeorge.de  

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Come together – featuring MALDIVA – 05.02.2026 An diesem Abend stellte die Wuppertaler Coverband MALDIVA vor gut besuchtem Haus ein abwechslungsreiches Programm mit Rock-und Poptiteln aus fünf Jahrzehnten vor, was mit begeistertem Applaus belohnt wurde und die Gäste zum Mittanzen brachte. Die Bandmitglieder um die ausdrucksstarke und mitreißende Sängerin Jasmin Strich , Michael Pollmann (g, voc), Peter Florian (dr, voc) und Wolfgang Willimek (b, voc, harp) sind seit Jahrzehnten begeisterte Bandfabrik Fans. Es war ein rundum gelungener Abend. Einen kleinen Eindruck von der Stimmung beim "Come together" vermittelt das folgende Video: MALDIVA am 05.02.2026 Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet  

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Ensemble Wortgewand – Empfänger unbekannt – 01.02.2026 Szenische Lesung mit Musik Die eindrucksvolle Geschichte einer transatlantischen Freundschaft zu Beginn des Nationalsozialismus und deren dramatischem Ende 1934 wurde in der voll besetzten Bandfabrik vorgetragen von den Schauspielern Thomas Gramen und Michael Guddeit , unterstützt mit bewegender Musik von Beate Schenkel (Klavier) und Martin Dörre (Gesang). Deutschland 1932 : Zwei enge Freunde, ein amerikanischer Jude und ein Deutscher, schreiben sich Briefe. Was als herzlicher Austausch beginnt, wandelt sich mit dem Erstarken des Nationalsozialismus zu einem erschütternden Dialog über Ideologie, Verrat und Menschlichkeit. Empfänger unbekannt (original Address Unknown von Kathrine Kressmann Taylor) ist ein beklemmend aktuelles Stück über die zerstörerische Kraft von Hass und blinder Gefolgschaft – und über die stille Stärke der Sprache. Das Publikum erlebte eine eindrucksvolle szenische Lesung dieses zeitlosen Werks, das nicht an Brisanz verloren hat. Im Anschluss an die Lesung bestand die Möglichkeit für Fragen und Gedankenaustausch.  

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30.01.2026 Andy Gillmann Impuls Trio Der Auftritt von Andy Gillmann , Benjamin Schaefer und Ralf Cetto in der voll besetzten Bandfabrik bot ein außergewöhnlich intensives Musikerlebnis. Die drei Virtuosen führten das Publikum auf eine eindrucksvolle Klangreise, die von zarten, verträumten Melodien bis hin zu energiegeladenen, rhythmisch pulsierenden Passagen reichte. Das Publikum erlebte eine musikalische Spannung zwischen feiner Sensibilität und unbändiger Spielfreude – ein Abend voller Dynamik und genreübergreifender Kreativität, gespeist im wesentlichen aus dem brandneuen Album "Andy Gillmann Acoustic Impulse – featuring Joscho Stephan" (Jazzsick Records, Düsseldorf). Andy Gillmann begeisterte mit seinem präzisen und zugleich spontanen Schlagzeugspiel, das seine Erfahrung als international gefragter Drummer und Dozent am Drummer’s Institute in Krefeld sowie an der Robert-Schumann Musikhochschule Düsseldorf deutlich machte. Pianist Benjamin Schaefer beeindruckte mit klanglicher Vielfalt und stilistischer Offenheit. Seine weitreichende internationale Konzerttätigkeit und sein Wirken als Dozent an der HfMT Köln spiegelten sich in einem souveränen, ideenreichen Spiel wider, das den Charakter des Ensembles entscheidend prägte. Ralf Cetto ergänzte das Trio mit seinem markanten Spiel an Kontra- und E-Bass. Seine enorme Erfahrung – unter anderem als langjähriges Mitglied im Trio von Aziza Mustafa Zadeh – verlieh der Musik Tiefe und Erdung. Gemeinsam schufen die drei Musiker einen Abend, der das Publikum nicht nur begeisterte, sondern nachhaltig berührte – ein Konzert, das in Erinnerung bleibt. Die Kombo bedankte sich mit zwei wunderschönen Zugaben. Einen kleinen Eindruck vom Abend vermittelt das folgende Video vom 30.01.2026: Andy Gillmann Impuls Trio Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet.  

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Balfolk mit dem Duo NoLa – 25.01.2026 Über Grenzen hinweg und zeitlos wirkte die besondere Balfolk-Musik dieses Nachmittags, die direkt in Herz und Füße ging. Bekannte Balfolk-Tunes überwiegend aus Frankreich und Skandinavien, zarte Eigenkompositionen, fetzige Mixer, Mazurken, Walzer, schottische Tänze, Polskas, energetische Branles, Bourrées und Laridées – all das erfüllte die vollbesetzte Bandfabrik mit Leben, Klang und Bewegung. Bereits beim Tanzworkshop am Nachmittag herrschte rege Teilnahme. Unter der Leitung von Annette Kerber-Assigno fanden tanzerfahrene Gäste ebenso ihren Rhythmus wie Balfolk-Neulinge, die dank klarer Anleitung schnell mitmachen konnten. Ganz gleich ob im Paar, im Kreis oder in der Kette – getanzt wurde mit Begeisterung, und die gemeinsame Freude war spürbar. Das Duo NoLa – Petra Weirauch (Drehleier, Piano, Gesang) und Christiane Meis-Schrörs (diatonisches Akkordeon, Ukulele, Bass) – begeisterte mit lebendig arrangiertem Folk vom Niederrhein. Ihre Musik nahm alle Anwesenden mit auf eine packende Reise durch europäische Tanzkulturen.  

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allAcoustic – 24.01.2026 Die vier Musiker aus der Nachbarschaft der Bandfabrik verbindet nicht nur eine besondere Freundschaft, sondern auch die gemeinsame Leidenschaft zur Musik. allAcoustic spielten bestens gelaunt in der ausverkauften Bandfabrik Lieblingssongs aus verschiedenen Genres der Rock- und Popgeschichte. Dabei meisterten sie immer wieder die Herausforderung, diese Songs für ihre spezielle Besetzung (Akustikgitarre, Akustikbass, Violine und 4 Stimmen) neu zu interpretieren. Heraus kamen Songs mit Ohrwurmpotenzial, die von allAcoustic in ihrem speziellen Stil performt wurden. Der besondere Reiz entstand zum einen durch die überzeugenden Stimmen der vier Bandmitglieder und zum zweiten durch die Spielweise – verschiedenste Gitarrensounds trafen auf außergewöhnliches Geigenspiel, untermalt von einem schönen Bassfundament. Das begeisterte Publikum war fast bei jedem Stück irgendwie beteiligt, entweder in Form witziger Küchen-Dialoge oder durch Mitsingen, Klatschen und Tanzen. Die Spielfreude und Energie der vier Musiker ging unmittelbar auf das engagierte Publikum über, dem dafür mit zwei tollen Zugaben gedankt wurde. Einen kleinen Eindruck vom Abend vermittelt das folgende Video vom 24.01.2026: allAcoustic (Just This; Viva La Vida) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. allAcoustic sind: Miriam Schäfer – Gesang Frank Walter – akustische Gitarre/Gesang Katja Schlipphak – Violine/Gesang Jürgen Janßen – akustischer Bass/Gesang  

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Patrick Stanke – Alle Jahre Stanke – 27.12.2025 Winter is coming … Und was könnte schöner sein, als die kalte Jahreszeit in der ausverkauften Bandfabrik mit Musik, Humor und einer großen Portion Herz zu feiern? Diese Aufgabe meisterte Patrick Stanke bravourös und verwandelte die muckelige Bandfabrik in einen Ort voller festlicher Stimmung. Schon fast traditionell verabschiedete er das Jahr gemeinsam mit seinem angerührten Publikum – mit viel Charme, Witz und dem bekannten Augenzwinkern, das seine Konzerte so besonders macht. Es war wieder ein Abend, der besinnlich, stimmungsvoll und zugleich herrlich unterhaltsam war – ein musikalischer Jahresabschluss, der noch lange nachklingt! Patrick Stanke – Winter ist coming (Video vom 27.12.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet.  

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Remember Johnny – 20.12.2025 A Tribute to Johnny Cash Die vier Musiker von Remember Johnny haben sich mit Herz und Hingabe dem Sound der amerikanischen Country-Legende Johnny Cash (*1932, †2003) verschrieben. In der vollbesetzten Bandfabrik nahmen sie das Publikum mit auf eine Reise von den unverwüstlichen Klassikern der Country-Ikone bis hin zu den „American Recordings“, Cashs eindrucksvollem Spätwerk. Mit reichlich Live- und Studioerfahrung bot die Band in rund zwei Stunden eine schnörkellose, ehrliche Tribute-Show, in der der Geist des „Man in Black“ spürbar im Raum stand. Klaus Sonntag am Schlagzeug und Oliver Janke am E‑Bass sorgten für den typischen Boom-Chicka-Boom-Groove , der unweigerlich ins Blut ging. Die pointierten Gitarrensoli von Jörg Kartschewski ließen das markante Spiel von Luther Perkins aufleben, während Sascha Jung mit seinem sonoren Bariton den charakteristischen Cash-Sound warm und kraftvoll abrundete. Das Publikum ließ sich von dieser intensiven musikalischen Zeitreise begeistert mitreißen – ein Abend, der Johnny Cash nicht nur ehrte, sondern seine Songs für einen Moment wieder ganz nah heranholte. Remember Johnny sind: Oliver Janke – Bass Sascha Jung – Gesang, Gitarre Jörg Kartschewski – Gitarre Klaus Sonntag – Schlagzeug  

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Come together – featuring Chor:Us – 18.12.2025 Bereits im vergangenen Juli bereicherte der Chor aus Hatzfeld den Donnerstagabend in der Reihe "Come together – Offenes Haus in der Bandfabrik". Dieses Mal brachten sie eine Mischung aus englischsprachigen Pop- und Rockstücken sowie stimmungsvolle Weihnachtssongs mit in die vollbesetzte Bandfabrik. Die Gäste waren begeistert und sangen aus vollem Herzen mit. Dieses Format ist für nette Leute, Nachbarn, Zugereiste sowie Menschen, die gern einen schönen Abend mit anderen verbringen, sich übers Quartier oder über die Welt austauschen wollen nach dem Motto: „Treffen, Töttern, Tanzen…“. Im Vordergrund steht Begegnung. Nix muss. Bei Bier, Wein, Schorle, Schmalzstullen. Für gute Musik wird gesorgt: Heiner Kistner legt in bewährter Manier auf!  

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Szenische Lesung: Uhren gibt es nicht mehr – 16.12.2025 In der gut besuchten Bandfabrik präsentierten Ingrid Janschek und Christian Oelemann eine szenische Lesung aus André Hellers Buch „Uhren gibt es nicht mehr“. Das Buch bietet tiefgründige, humorvolle und ungewöhnliche Gespräche mit Hellers 102-jähriger Mutter, die mit ihrer demenziellen Veränderung und ihren inneren Bildern konfrontiert ist, die ihr nahendes Lebensende prägen. Es ist ein Buch voller Weisheit, Poesie und Witz. Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage nach dem Wesen des Lebens. Die alte Dame, geboren zu Beginn des Ersten Weltkriegs und mit nur 19 Jahren mit dem Süßwarenfabrikanten Stephan Heller verheiratet, reflektiert über ihre innere Jugend und ihre Vorfreude auf jeden neuen Tag. An anderer Stelle äußert sie den Wunsch, dass das „Körperwerkl in Gottesnamen auslaufen soll“, und erzählt dann lebhaft von einem Selbstmordversuch aus Liebe und von Lehár am Klavier in Bad Ischl. Dieses kleine Buch ist ein großes Werk der Weisheit. Es ist auch ein Dokument einer späten Liebe und großen Offenheit zwischen Mutter und Sohn.  

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Mara y Alejo – 12.12.2025 Mara y Alejo – das Ensemble entstand aus der kreativen Verbindung von Sängerin Mara Casico und Gitarrist Alejandro Villegas . Mit ihrer gemeinsamen Leidenschaft für lateinamerikanische Musik interpretieren sie klassische und zeitgenössische Lieder dieses Genres in eindrucksvollen Arrangements für zwei Stimmen und eine Gitarre. Dabei verschmelzen Sehnsucht, Leidenschaft und dramatische Intensität – die Essenz lateinamerikanischer Musik. Im Laufe der Zeit erweiterte sich der Klangkörper: Jazzbassist Lukasz Dworak bereichert das Ensemble mit farbenreichen Improvisationen, während Percussionist Franz Josef Staudinger – seit 2025 Teil der Gruppe – mitreißende rhythmische Akzente setzt. Gemeinsam schafften sie in der vollbesetzten Bandfabrik ein facettenreiches musikalisches Erlebnis voller Emotion, Spielfreude und Tiefe. Mara y Alejo sind: Mara Casico – Gesang Alejandro Villegas – Gitarre Lukasz Dworak – Bass Franz Josef Staudinger – Percussion  

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Am Küchentisch – "Wir schaffen das!" – 10.12.2025 Im öffentlichen Raum und in den Medien wird die Integration von Geflüchteten meist als Problem dargestellt. Der Satz der Bundeskanzlerin a.D. Frau Dr. Merkel von vor zehn Jahren: „Wir schaffen das!“ muss man in der historischen Situation vor dem Hintergrund unserer Werte und dem schlimmen Leid der Flüchtlinge verstehen. Heute wird der Satz als die Ursache unserer gesellschaftlichen Probleme dargestellt. Manche Kommunen scheinen mit der Aufnahme von Geflüchteten überfordert zu sein. Dahinter stecken aber auch Fehler im System. Schaut man genauer hin, bekommt „das Problem“ nicht nur Namen und Gesichter, sondern gestaltet sich allmählich zu einer Erfolgsgeschichte. An diesem intensiven Abend saßen in der Bandfabrik zwei ehemals aus Syrien geflüchtete Menschen am Küchentisch und erzählten von ihren Erfahrungen. Herr Al Homsy ist durch eine Dokumentation in der ARD bekannt geworden. Er traf in diesem Jahr Frau Merkel und kam mit ihr über ihren historischen Satz ins Gespräch. Gäste : Nour Shek Al Soroja und Akram Al Homsy Moderation : Anja Knoche und Tania Meissner Musik : Tarek Rihawi , Oud Aufgetischt : Ein interkultureller Eintopf. Eine Kooperation mit Café PRIO, Werth 87, Stadtmission Wuppertal. Köchin: Fidan Touran .  

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Talfahrt 25/26 – Jürgen H. Scheugenpflug, Jens Neutag, Ulrich Rasch 07.12.2025 Es war mal wieder soweit. Endlich! Die Herren Scheugenpflug, Neutag und Rasch blickten in der ausverkauften Bandfabrik kabarettistisch auf das vergangene Jahr zurück. Sämtliche Themen, die das Tal bewegt hat, wurden final unter das Seziermesser gelegt. Mit sauberen Schnitten wurden die Schlagzeilen von 2025 filetiert, um zum Abschluss des Jahres ein finales Pointen-Feuerwerk zu zünden. Und Themen gab es so üppig wie bergischen Regen im Juli. Denn der WSV ist endlich wieder da, wo man ihn kennt: Am Ende der Regionalliga-Tabelle, Cronenberg feiert 975-jähriges Bestehen und viele Cronenberger können sich noch persönlich an diesen Tag erinnern. Der Kämmerer macht auch endlich wieder mal das, wofür er eingestellt wurde: Viel Schulden. Sehr viel Schulden. Die Talfahrt löst ein, was der Kommunalwahlkampf schmerzlich vermissen ließ. Sie ist pointiert, unterhaltsam, musikalisch und natürlich wie immer völlig ungerecht. Internet: talfahrt-wuppertal.de  

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LUAH – 06.12.2025 Geschmeidige Arrangements, afrobrasilianische Rhythmen und Songs über die Vielfalt an Stimmungen zwischen lebensfroher Celebração und sehnsüchtiger Saudade – das waren die Zutaten von LUAH , mit denen sie das Publikum in der gut gefüllten Bandfabrik auf eine spannende Reise mitnahmen. Das 2017 von Elsa Johanna Mohr gegründete Vocal-Trio präsentierte Stücke aus ihrem dritten Album „Equilibrio” (2025), aber auch feine Häppchen aus den Alben „Sunlit” und „Movimento”. Dabei zeigten sie eine reiche und überraschende musikalische Vielfalt, die nicht nur durch ein erweitertes Instrumentarium, sondern auch durch die kreative Beteiligung von Lena-Larissa Senge und Ula Martyn-Ellis am Songwriting gestützt wurde. Das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe und bekam sie natürlich auch: Ein fein ziselierter Blues, der durch die perfekt gesetzten Stimmen der drei Sängerinnen und vom gefühlvollen Spiel auf der Fender getragen wurde – damit wurde das Blues-Feeling auf ganz leisen Sohlen gekonnt in den auditorischen Cortex des Publikums transportiert. LUAH (under the orange tree; in vain) (Video vom 06.12.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. LUAH sind: Elsa Johanna Mohr – Gesang, Ukulele, Perkussion Lena-Larissa Senge – Gesang, Synthesizer, Perkussion Ula Martyn-Ellis – e-Gitarre, Mandoline, Gesang 

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Ausstellung – Ike Vogt – Matching Imagine – 30.11.2025 - 20.01.2026 Mixed Media In ihrer Ausstellung verbindet Ike Vogt die Medien, mit denen sie bevorzugt arbeitet, zu einer Rauminstallation. Dabei geht es um die Bezüge zwischen den verschiedenen Bildmedien der Zeichnung, der Fotografie und der Schrift, und deren möglicher Konstellation in einem Raum. Als Absolventin der Düsseldorfer Akademie und langjähriges Mitglied des Westdeutschen Künstlerbundes sind ihre Arbeiten seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Kunstszene an Rhein und Ruhr, und internationalen Austauschs. Von der konzeptuellen Kunst herkommend, beschränkt Ike Vogt sich nicht auf ein einziges Medium. Ihre Themen, die aus intensiver visueller Wahrnehmung von Literatur entstehen, die die Lektüre als Assoziationsmedium der Bildfindung behandelt, entwickelt sie im Verbund ihrer technischen Mittel. Das bildnerische Ziel bestimmt das Material. Als Zeichnerin verbindet sie die schnelle informelle Geste mit der Strenge asiatischer Kalligrafie. Und behandelt die Fotografie entgegen deren erwarteter realistischer Funktion als deren Erweiterung. In ihrem jüngsten, über einige Jahre hin entwickelten Projekt „Das Weg-Projekt“, animierte sie über 70 Kolleginnen und Kollegen zu bildnerischen Reaktionen auf Textausschnitte aus Anne Carsons Buch „Die Anthropologie des Wassers“, die sie 2023 im Neuen Kunstverein Wuppertal zu einer großen Rauminstallation zusammenfügte. Rede von Andreas Steffens zur Vernissage am 30.11.2025 (PDF-Dokument, wird in einem neuen Fenster angezeigt).  

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28.11.2025 Tobias Weindorf Trio Drei gut gelaunte Musiker spielten in der voll besetzten Bandfabrik ihre Musik: Frei und offen, dabei aber klar strukturiert und verankert im Swing und Groove. Sie spannten das rhythmische Fundament immer wieder an und loteten in ihren Improvisationen die Grenzen der Tonalität aus. An diesen Rändern entstand eine große harmonische Freiheit, in der die drei ihre Motive spontan zu dichten Klangbildern verknüpften. Das Publikum war begeistert von diesem besonderen Konzert. Tobias Weindorf wurde bereits in jungen Jahren ins Bundesjazzorchesterunter Peter Herbolzheimer aufgenommen und absolvierte ein Jazzstudium an der Musikhochschule in Köln (bei Hubert Nuss, John Taylor). Er unterhält eine Vielzahl an eigenen Formationen ( www.tobiasweindorf.de ). Als Sideman arbeitete er u.a. mit Ack van Rooyen, Lee Konitz, Fay Claassen und Herbert Grönemeyer. Darüber hinaus ist Weindorf Dozent an der Rheinischen Musikschule Köln. Tobias Weindorf Trio: November Song (Video vom 28.11.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Tobias Weindorf – Klavier Matthias Nowak – Bass Peter Weiss – Schlagzeug  

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Texte & Töne – Olaf Reitz und Andre Enthöfer – 27.11.2025 Das Jahr neigt sich … Sind wir am Ende froh, dass sich dieses Jahr dem Ende zuneigt? Haben wir die Hoffnung, dass das nächste Jahr besser wird? In der Reihe „Texte & Töne“ wurden höchst aktuelle Texte gelesen, die eine literarische und zugleich politische Bedeutung haben. Manchmal sind es Kommentare journalistischer Beobachter*innen zu gegenwärtigen Entwicklungen, manchmal sind es Karikaturen oder literarische Skizzen. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen von Andre Enthöfer (Klarinette, Saxophon) greifen auf faszinierende Weise ineinander und lassen die Grenzen zwischen Alltag, Wirklichkeit und Kunst verschwimmen. Wenn es etwas gibt, das Hoffnung weckt, dann ist es diese künstlerische Ausdrucksform – und die Menschen, die sich von ihr berühren und inspirieren lassen. Wir danken sehr für die Förderung der Reihe durch die „Stiftung W.“! Texte & Töne – Olaf Reitz und Andre Enthöfer – 27.11.2025  

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22.11.2025 Der Eintages-Projektchor im Osten – zum zweiten Mal! In der voll gefüllten Bandfabrik trafen sich Menschen, die sonst eigentlich nur unter der Dusche oder im Auto singen und dabei Spaß am Gesang haben. Innerhalb weniger Stunden wurden neue Lieder probiert, gesungen und am Ende des Workshops vor einem begeisterten Publikum auf die Bühne gebracht. Die Aufführung wurde tatkräftig vom Chor WEST SIDE VOICES der Bergischen Musikschule unterstützt. Leitung : Prof. Hayat Chaoui . Sie unterrichtet Gesang an der Bergischen Musikschule und lehrt als Professorin für Klassischen Gesang/Vokalpädagogik an der Internationalen Fachhochschule Osnabrück. Sie leitet den Frauenchor WoW-WOMEN OF WUPPERTAL sowie die WEST SIDE VOICES und erhielt für ihre interkulturelle Arbeit viele Auszeichnungen. Eastside Voices (plus Westside Voices) (Video vom 22.11.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet.  

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Tanzabend – Sixties Only – 21.11.2025 Auch in der Fortsetzung des Tanzabends stimmte die Musik von damals: Animals, Kinks, Spencer Davis Group, Small Faces, The Who, Rolling Stones, Beatles, Beach Boys, Byrds, Easybeats, Cream, Jimi Hendrix, Canned Heat, Steppenwolf, Humble Pie, Steamhammer. Und aus der Soulabteilung: Aretha Franklin, Sam & Dave, Wilson Pickett, Four Tops, Supremes mit noch vielen weiteren Perlen aus dieser fantastischen Dekade – alles zum Tanzen! Nach dem großen Anfangserfolg legte auch diesmal wieder Heiner Kistner auf.  

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Tukano – 14.11.2025 In der bis auf den letzten Platz gefüllten Bandfabrik präsentierten die Musiker von Tukano eine Weltmusik-Melange der Extraklasse – mit zwei Gitarren, Bass, Saxophon und einem farbenfrohen Percussion-Set. Ihre Eigenkompositionen und Arrangements verbanden Elemente aus Jazz, Flamenco, Bossanova, afrokubanischen Rhythmen sowie orientalischen Klängen zu einem faszinierenden Klangteppich. Mit stimmungsvollen Klangbildern, mitreißenden Improvisationen und pulsierenden Rhythmen entführten sie das begeisterte Publikum auf eine musikalische Reise durch nahezu alle Kontinente und Kulturen unseres Planeten. So oft wie die Kombo bereits die Bandfabrik bespielt hat, wurde Tukano jetzt kurzerhand zur "Haus-Band" der Bandfabrik ernannt. Tukano sind: Martin Gießmann – 7-saitige Konzertgitarre, Komposition Peter-A. Rudolph – Flamencogitarre, eBass Herbert Schneider – Saxophon, eWind, Didgeridoo Thomas Bräutigam – Bougarabous, Djembe, Cajon, Caxixi & Co  

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09.11.2025 Der Wuppertaler Pianist Igor Parfenov machte bereits früh durch erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen auf sich aufmerksam. Für seine musikalischen Leistungen wurde er 2025 unter anderem mit dem Springmann-Preis ausgezeichnet. Als Solist trat er sowohl in Klavierabenden als auch mit Orchestern auf. Ein besonderer Moment seiner bisherigen Laufbahn war die Einweihung des neuen Konzertflügels in der Historischen Stadthalle Wuppertal, die er mit einem Soloprogramm gestaltete. Sein Repertoire reicht von der Wiener Klassik bis zur Spätromantik, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Werken von Frédéric Chopin und Sergej Rachmaninow, deren emotionale Tiefe und klangliche Vielfalt ihn besonders faszinieren – und im Konzert lebendig werden. Igor Parfenov wurde im 12. Oktober 2025 mit dem Enno und Christa Springmann-Preis ausgezeichnet. 2 akustische Eindrücke vom Abend in der Bandfabrik: Nocturne Opus 48 Nr.1 C-Moll Part 2 Beitrag von Johannes Vesper im Online-Kulturmagazin "Musenblätter" Internet: igor-parfenov.com/  

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MIRO – Ich bin die Zeit – 08.11.2025 MIRO singt Erich Kästner In der gut besuchten Bandfabrik musste MIRO (Gitarre und Gesang) leider ohne den erkrankten Ralf Liske auftreten . Höhepunkte des Abends waren die Kästner-Lieder. Darüber hinaus gab es eigene Lieder, die textlich (Beschreibungen, Erlebnisse und Empfindungen) und musikalisch von seinen Reisen von der Ostsee bis Kuba inspiriert waren. Das Publikum war sehr angetan. Internet: ich-bin-miro.de/  

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Raimund Vach – 50 Jahre Liedermacher – 07.11.2025 In der ausverkauften Bandfabrik gab es einen wunderbaren Abend mit einer einfühlsamen Interpretation der Liedermacher-Songs durch Raimund Vach , eingerahmt von einer tollen Atmosphäre mit einem faszinierten Publikum. Die Höhepunkte – eigentlich waren alle Lieder ebensolche – waren die beiden letzten Lieder: Eines von Hannes Wader "Heute hier, morgen dort" und natürlich "Über den Wolken" von Reinhard Mey, bei denen das beteiligte Publikum textsicher und begeistert mitsang. Bedankt hat es sich mit stehenden Ovationen! Raimund Vach , Mitglied der Wuppertaler Oldieband "Second Spring", ist bei Soloauftritten immer wieder auch mit Songs aus der Liedermacher-Szene unterwegs. Sein neues Programm "50 Jahre Liedermacher" bedeutet gleichermaßen Rückblick und Zeitgeschichte. Als Sänger und Gitarrist ist Raimund Vach musikalisch aufgewachsen mit den Liedermachern der ersten Generation, mit Degenhardt, Wader, Mey. Im Laufe der Jahre erweiterten die Lieder von Hermann van Veen, Klaus Hoffmann, Zupfgeigenhansel und vielen anderen die Klangbreite seines Repertoires.  

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Enchor feat. Accoustic Band – 02.11.2025 Soul, Jazz und Pop in interessanten und nicht alltäglichen Arrangements gehören seit über 25 Jahren zum Markenzeichen des Enchor , dem beliebten Vokalensemble der Bergischen Musikschule in Wuppertal. Das Repertoire des Chors reicht von aktuellen Hits bis hin zu zeitlosen Klassikern, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Dieses Mal wurden in der vollbesetzten Bandfabrik unter anderem Titel der Pentatonix, von Sting, den Bee Gees oder ABBA, ebenso wie das fulminante „Don’t stop me now” von Queen oder das charmante „Heaven” aus der Feder von Uli Wewelsiep zu Gehör gebracht. Begleitet wurde Enchor von der „Accoustic Band”: Michael Pohlmann – Gitarre Aline Woizenburg – Flöte Axel Sardemann – Bass Uwe Faulenbach – Perc. Special Guest Robert Boden – Piano Musikalische Leitung: Uli Wewelsiep  

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01.11.2025 Märchen Stimmen Helga Bieber und Irene Stöber gaben im Rahmen der StimmBandfabrik den Märchen für Erwachsene vor ausverkauftem Haus eine Stimme. Die ausgebildeten Erzählerinnen räumten mit ihren Stimmen, mit Harfe und Märchenerzählungen kräftig mit den Vorurteilen gegenüber Märchen auf und verabschiedeten ihre Gäste fröhlich gestimmt in den Abend. Märchen sind ein akustisches Phänomen, sie wollen gesprochen und gehört werden. Sie gehen vom Mund zum Ohr und dann zum Herzen: Mund-Art, eine fast vergessene Kunst! Hintergrund : Heutzutage wird über Buchstaben die Sprache zumeist optisch und eher neutral wahrgenommen. Das gesprochene klingende Wort dagegen löst in Hörenden eine Vielfalt von Farben, Bildern, Empfindungen aus. Ähnlich ist es in der Musik, das Notenbild muss in tönenden Klang umgesetzt werden, um zu wirken. Märchen haben schon immer über alle Grenzen hinweg vom Leben und fürs Leben erzählt. Vor genau 100 Jahren – 1925 - erklärte das Bureau international d´education in Genf Märchen für die beste, der Völkerverständigung dienende, Literatur. 2016 wurde das Märchenerzählen in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der deutschen Unesco Kommission aufgenommen. Ein Grund mehr, auch heute noch oder gerade heutzutage Märchen zu erzählen!  

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31.10.2025 Protschka's Organic Universe Mit ungewöhnlicher Besetzung und enormer Spielfreude präsentierte sich Protschka’s Organic Universe in der ausverkauften Bandfabrik: Zwei Bläser in der Frontline, dafür weder Gitarre noch Bass – ein Konzept, das sofort neugierig macht. Mit Eigenkompositionen und frisch arrangierten Standards entfesselte das Ensemble einen kraftvollen, farbenreichen Sound, wie man ihn nur selten erlebt. Das Herzensprojekt des Trompeters und Bandleaders Peter Protschka nahm seinen Anfang im Umfeld des legendären Kölner *Salon de Jazz*, inspiriert von den dortigen Hammondorgel-Sessions. Inzwischen gilt die Formation auch überregional als feste Größe in der Orgelszene. Vorbild für das Bandkonzept war die Aufnahme *Unity* – mit Larry Young an der Orgel, Joe Henderson am Saxophon, Woody Shaw an der Trompete und Elvin Jones am Schlagzeug. *Organic Universe* führt diese Tradition fort und vereint einige der herausragendsten europäischen Jazzmusiker ihrer Generation. Protschka's Organic Universe (Video vom 31.10.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Besetzung : Peter Protschka – Trompete Johan Hörlen – Altsaxophon Clemens Orth – Orgel Dominik Raab – Schlagzeug Eine Kooperation der Bandfabrik - Kultur am Rand e.V. mit dem Wuppertaler Jazzmeeting 2025 (openSky e.V. & Multiphonics e.V.).  

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Alkohol: Problemlöser wird zum Problem (von Bernadette Brutscheid – WZ 27.10.2025) Kinder- und Jugendtheater mit Ein-Mann-Theaterstück „Brandbeschleuniger“ in der Bandfabrik Es konnte ja nur gut werden. Wer Dieter Marenz und seine intensiven Ein-Mann-Theaterstücke kennt, wusste, dass ihn wieder ein fesselnder Abend erwartet. Und die Besucher in der fast überfüllten Bandfabrik wurden nicht enttäuscht. Eine gute Stunde lang hingen sie an den Lippen von Marenz und folgten ihm auf dem Lebensweg seines Protagonisten. Dass dieser vom Alkohol bestimmt ist, ist den Zuschauern schnell bewusst, der Protagonist weist es zunächst weit von sich. Im Laufe des Stückes entstand intensiv eine berührende Biografie. Marenz ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und arbeitet seit 2010 im Bereich der Prävention zum Thema Alkohol, Drogen und Demenz mit dem Kinder- und Jugendtheater zusammen. „Der alte König in seinem Exil zum Thema Demenz und das Stück „Morgen hör ich auf“ zum Thema Alkohol waren sehr erfolgreich. Aufgrund vieler Anfragen wendet man sich mit „Brandbeschleuniger“, einem Stück von und mit Marenz, erneut dem Thema Alkohol zu. Unter der Regie von Volker Schmalöer gibt er einen, zunächst erfolgreichen Architekten mittleren Alters, der mehr und mehr dem Alkohol und später auch dem Kokain verfällt. „Wissen Sie, den habe ich mir nach einen harten Tag verdient“, stellt der Protagonist gleich zu Beginn fest und gießt sich einen guten Schluck Cognac ein. Natürlich nur zum Abspannen, Genießen und frei im Kopf werden, denn „wir reden doch nicht vom Saufen“. Die Darstellung, wie schmal der Grad vom vordergründigen Genießen über einen „Problemlöser“ zur Sucht ist, fesselte. Im Laufe des Abends wird ein bedrückendes Szenario eines Lebens, mit Rückblicken auf einen trinkenden und prügelnden Vater, entworfen. Getrieben von Kompensierung und Sucht nach beruflichem Erfolg, bleiben Frau und Kinder auf der Strecke und entgleiten ihm. Mehr und mehr schleicht sich der Alkohol ins Leben Beruflicher Druck als Entschuldigung der fehlenden Zeit für die Familie, der nie anwesende Vater in problematischen Situationen. Materielle Werte dienen ihm als Rechtfertigung. Mehr und mehr schleicht sich der Alkohol ins Leben, wird betäubender Tröster für den im Selbstmitleid Versinkenden. Die Spirituosen helfen vordergründig gegen die immer wiederkehrenden Alptraumbilder seiner Kindheit. Leicht und beschwingt habe er sich nach dem Trinken gefühlt, umso härter die Realität für den vom Leben sich ungerecht behandelt Fühlenden. Die Zuhörer erleben die bedrückenden und ganz unterschiedlichen Reaktionen der Söhne auf die Gegebenheiten, begleiten den Protagonisten zu einer gescheiterten Ehetherapie, erleben Scheidung und beruflichen Niedergang und immer wieder seine Rechtfertigung, wenn er trinkt. Eine subtile Steigerung der Problematik im Laufe des Stückes, der man gebannt folgte. Alkohol, genutzt zum Übergießen der Konflikte, wird selbst zum Problem, das nur schwer wieder loszuwerden ist, das man zunächst erkennen und sich selber eingestehen muss. Ergriffen verfolgten die Besucher dem Auf und Ab, der zunehmenden Abhängigkeit und deren Folgen. Vom „Tanz mit dem Teufel“ beim versuchten Entzug, Rückfall und tagelangem Trinken, Scham, Einsamkeit, Krankheit. Das Stück wendet sich an eine breite Zielgruppe, denn jede Form von Abhängigkeit hat sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen, sterben doch in Deutschland jährlich ca. 65 000 Menschen an Alkohol. So viel wie bei keiner anderen Droge. Die Produktion wurde unterstützt von der Boesken-Stiftung und der Marianne und Emil Lux Stiftung. Weitere Aufführungen: Für Schulen, Einrichtungen und alle, die hinschauen möchten. Mobil einsetzbar, auch als Vormittagsvorstellung buchbar. Infos: Internet: kinder-jugendtheater.de 

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26.10.2025 Mehr als 40 Jahre stand der Schwelmer Bassist Martin Blasius auf den Bühnen von Konzert- und Opernhäusern in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Hierbei kam es zu interessanten Begegnungen mit vielen Kolleginnen und Kollegen, Dirigenten, Regisseuren als auch Intendanten und Agenten. In der voll besetzten Bandfabrik berichtete er ausdrucksstark und redegewandt über seinen Werdegang, seine unterschiedlichsten Rollen und beruflichen Erfahrungen, sprach aber auch über Perspektiven für die Zukunft der Oper. Untermalt wurden seine Schilderungen durch Fotos, Gesangs- und Video-Einspielungen. Durch seine authentische Erzählweise brachte er den zahlreichen Gästen der Bandfabrik das Opernleben auf und hinter der Bühne nahe. Höhepunkte seines Künstlerlebens waren beispielsweise die Begegnung mit Maximilian Schell oder als er das "Requiem" unter der Leitung von Leonhard Bernstein sang. Mit skurrilen Geschichten wurden auch die Lachmuskeln des Publikums strapaziert und die Gäste wurden fröhlich in den Abend verabschiedet. "SINGEN MIT LEIDENSCHAFT" war das Motto.  

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Stefan Wiesbrock – Solo – 25.10.2025 Über Stefan Wiesbrock muss man in unserer Region kaum noch Worte verlieren. Der Gitarrist und Songwriter begeistert seit Jahren mit unterschiedlichen Formationen das Publikum der Bandfabrik. Diesmal präsentierte er – mit seinem gewohnt charmanten Humor – in der ausverkauften Bandfabrik ein frisch zusammengestelltes Solo-Programm: Eigene Songs, instrumentale Stücke sowie Klassiker von den Beatles, Sting, Peter Gabriel bis zu den Red Hot Chili Peppers, virtuos und absolut professionell. Stefans Begeisterung auf der Bühne sprang spürbar auf das mit-singende, -schnippende und -klatschende Publikum über. Es wurde ein Abend voller Energie, Gefühl und Spielfreude. Als Gag wurde der mit zwei vollbeschäftigten Händen ausgelastete Solist bei einem Supertramp-Stück von einem Gast unterstützt, der ihm – nach ausgiebiger verbaler und mimischer Vorbereitung – das Ersatz-"Saxophon" (hier: Kazoo) zeitlich und örtlich präzise während des Spiels in den Mund praktizierte. Bei der verdienten Zugabe (das Publikum hatte ja kräftig mitgearbeitet) gab es als Special ein Duo von Stefan mit seinem "zufällig" anwesenden Sohn Joschi mit einer wunderbaren Interpretation des Sting-Stücks "Fragile". Stefan Wiesbrock – Solo (Video vom 25.10.2025) Stefan und Joschi Wiesbrock (Video vom 25.10.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet.  

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Theater: Brandbeschleuniger In der ausverkauften Bandfabrik nahm Dieter Marenz das Publikum mit auf eine berührende Reise durch ein Leben voller Höhen und Tiefen. Eine Geschichte, in der sich – beinahe unmerklich – ein stiller Begleiter einschleicht, den man später nur schwer wieder loswird: Der Alkohol. Lebensnah spielte Dieter Marenz 70 Minuten lang die Rolle des Alkoholikers vor einem konzentriert zuhörenden, muksmäuschenstillen (!) Publikum. Ein Abend zum Nachdenken. Der Applaus des Publikums vor der Leistung des Schauspielers wollte nicht enden. Hintergrund: Rund 65.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Folgen des Alkoholkonsums – mehr als an jeder anderen Droge. Eine besonders gefährdete Gruppe bleibt dabei oft unbeachtet: Jene, die scheinbar genussvoll und kontrolliert täglich trinken. Meist handelt es sich um Menschen zwischen 50 und 60 Jahren, die stolz auf das Erreichte zurückblicken, zugleich aber spüren, dass ihre Rolle bald von anderen übernommen wird. Was zunächst als geselliges Glas im Freundeskreis beginnt, wird zunehmend zum Mittel, um Abstand vom Alltag zu gewinnen, Sorgen zu verdrängen oder Konflikte zu übertünchen. Doch mit der wachsenden Regelmäßigkeit des abendlichen Konsums verliert der Alkohol seinen Charakter als Genussmittel – und wird langsam zum Problem. Ein Stück von Dieter Marenz Es spielte: Dieter Marenz Siehe auch: Artikel in der WZ vom 27.10.2025 Eine Kooperation mit dem Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater e.V.  

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Benedikt Göb und Thimo Niesterok im Quartett – 11.10.2025 Straight Ahead Jazz Mit Benedikt Göb und Thimo Niesterok trafen sich zwei herausragende Vertreter der "Next Generation", die ihre musikalische Sprache im Spannungsfeld von Mainstream- und Straight Ahead Jazz gefunden haben. Gemeinsam mit Schlagzeuger Jakob Hein und Bassist Jan Blikslager präsentierte das Quartett in der Bandfabrik ein Programm voller Hingabe an das Repertoire des Great American Songbook. In der Tradition großer Meister wie Ray Brown, Clark Terry oder Oscar Peterson erklang eine Musik, die ihre Frische bis heute bewahrt – und sich durch neue Stimmen immer wieder erneuert und lebendig fortsetzt. Thimo Niesterok (Jahrg. 1996) ist einer der herausragenden Protagonisten der jungen deutschen Jazzszene. Als Trompeter begeistert er durch seine Leidenschaft für Swing und Mainstream Jazz. Sein warmer, nuancenreicher Ton und seine unverwechselbare Phrasierung verleihen seiner musikalischen Sprache eine besondere Tiefe. Benedikt Göb (Jahrg. 2002), Piano, konzentrierte sich nach klassischer Klavier-Ausbildung und mehreren Preisen bei “Jugend musiziert” auf Jazz. Seit 2020 studiert er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Lehrern wie Hubert Nuss und Florian Ross. Von 2019 bis 2022 spielte er im Jugendjazzorchester NRW, seit 2025 im Bundesjazzorchester. Er bekam den 1. Preis beim Landeswettbewerb „Jugend Jazzt NRW“ und Stipendien der Mergelsbergstiftung sowie der Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung. Das Quartett : Thimo Niesterok – Trompete Benedikt Göb – Klavier Jan Blikslager – Bass Jakob Hein – Schlagzeug 2 akustische Eindrücke vom Abend in der Bandfabrik: Stück#1 Stück#2 Internet: thimo-niesterok.de benediktgoeb.de Wir sind dankbar für die Förderung des Konzertes durch die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung / Jazz@undesigned  

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Olaf Reitz und Andre Enthöfer 09.10.2025 Wohin? Im Land wie in den Kommunen wurde in diesem Jahr gewählt. Es zeichnet sich ab, dass eine rechtsextreme Partei erfolgreich die gesellschaftliche Mitte besetzt und Themen definiert. 80 Jahre nach dem Holocaust kommen die für tot gehaltenen Geister wieder aus den Gräbern. Wohin entwickelt sich Deutschland? Europa? In der Reihe „Texte & Töne“ werden höchst aktuelle Texte gelesen, Kommentare journalistischer Beobachter*innen, manchmal Karikaturen oder literarische Skizzen. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die ineinander greifenden Improvisationen von Andre Enthöfer (Klarinette, Saxophon) lassen Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen. Wir danken sehr für die Förderung der Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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05.10.2025 Das Ensemble Elysion präsentierte "Venetian Red" „Venetian Red“ ist eine musikalische Hommage an die glanzvolle Barockzeit Venedigs. In der besonderen Besetzung mit Traversflöte und Arciliuto (große Barocklaute mit besonders langem Hals und zusätzlich verlängerten Basssaiten) spielte das Ensemble Elysion in der Bandfabrik Werke aus dem venezianischen Umfeld. Alle aufgeführten Stücke bzw. deren Komponisten haben einen direkten Bezug zur Lagunenstadt – sie wurden dort geboren, lebten, arbeiteten oder ließen sich von ihrer einzigartigen Atmosphäre inspirieren. Zu hören waren unter anderem Kompositionen von Antonio Vivaldi, Alessandro und Benedetto Marcello, Tomaso Albinoni, Domenico Scarlatti sowie Johann Adolph Hasse. Dessen Sonate in h‑Moll stellte eine Ersteinspielung dar; viele der weiteren Stücke wurden in dieser Besetzung bislang ebenfalls nicht aufgenommen. Im 18. Jahrhundert zählte Venedig zu den bedeutendsten Zentren für Kunst und Kultur in Europa. Die prachtvollen Opernhäuser, die lebendige Kirchenmusik und das reiche musikalische Treiben zogen zahlreiche Musiker an, die – auf der Suche nach Inspiration – verweilten oder dauerhaft Wirkungsstätte fanden. Ensemble Elysion Das junge Duo besteht aus der in Mönchengladbach geborenen Flötistin Sophia Aretz und dem in Starnberg geborenen Lautenisten und Gitarristen Jakob Wagner. Ihr Schwerpunkt liegt auf Musik aus der Zeit von 1600 bis 1750, gespielt auf detailgetreuen Nachbauten historischer Instrumente. Das Ensemble versteht es als seine Verantwortung, alte Musik lebendig zu halten und gleichzeitig mit künstlerischer Freiheit neu zu interpretieren. So zeigen sie, wie zugänglich diese Klangwelt auch heute noch ist. Dreihundert Jahre nach ihrer Entstehung trifft die Barockmusik mit Leidenschaft, Kraft und tiefer Emotionalität immer noch direkt ins Herz. Mit ihrem Debütalbum „Venetian Red“ feiern Sophia Aretz und Jakob Wagner ihre gemeinsame Liebe zur venezianischen Musik – und erweitern den barocken Horizont, indem sie feinfühlig Werke aus anderen musikalischen Genres einbinden.  

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LangLese 2025 – Cordula Gladrow · Helge Lindh · Clemens Rupp · Andreas Bialas – Das literarische Quartett – 27.09.2025 „Nein, nein, so schlecht ist das nicht. Es verweist auf die Notwendigkeit des Genusses in der Gegenwart. Quasi ein Carpe Diem-Momentum.“ „Jetzt muss schon der Wert der Flüchtigkeit der Zeit für so ein Machwerk herhalten. Ich stelle fest: Ich schätze den gegenwärtigen Moment, das Buch nicht.“ „Dafür hat mir das andere gut gefallen. Nur am Ende hätte ich gern ein Happy End gehabt.“ „Ich stelle auch etwas fest: Geht es hier eigentlich um Ästhetik oder um Befindlichkeiten mit dem Hang zur Trivialität?“ „Ich brauche halt auch mal was fürs Herz. Vorschlag: Wir lesen nur noch Liebesromane.“ „Bitte sagt vorab Bescheid, ich bin dann bei der Spargelernte.“ „Im September?“ „Das ist der berühmte Niederrheiner Spätspargel. Die Bauern brauchen zum Ernten jede verfügbare Hand. Wer kennt es nicht: An jenem Tag im blauen Mond September, Fleißig bei einem jungen Spargeldamm.“ „Pflaume!“ „Selber!“ Wieder stellen die Vier ausgewählte Bücher vor, besprechen diese und schenken sich dabei nichts. Einig beseelt von der Liebe zur Literatur, uneinig beseelt mit der Freude am Streit, setzen sich die Vier wieder wortgewaltig ein: für ihre eigene Meinung, einen guten Spruch und den Wert des Lesens.  

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26.09.2025 Chancy’s Five Chancy’s Five ist ein energiegeladenes Jazzquintett aus NRW, das mit frischem Sound und spürbarer Spielfreude das Publikum in der Bandfabrik begeisterte. Auf dem Programm standen Eigenkompositionen von Wienstroer und Boden ebenso wie Werke von Bob Berg und John Scofield, die das Ensemble mit swingender Präzision und modernem Drive interpretierte. Markus Wienstroer ist als virtuoser Gitarrist und Komponist bekannt, der in verschiedensten Genres zu Hause ist und mit seinem vielseitigen Stil den Sound der Band entscheidend prägt. Marcel Wasserfuhr sorgt mit seinem dynamischen und gleichzeitig nuancierten Schlagzeugspiel für ein pulsierendes Fundament, das sowohl treibt als auch Raum lässt. Walfried Böcker verbindet melodische Basslinien mit rhythmischer Tiefe und verleiht der Band damit ein warmes, erdiges Fundament. Robert Boden bringt mit seinem gefühlvollen Spiel an den Tasten harmonische Finesse und klangliche Vielfalt in das Bandgefüge. Chancy Gärtner führt das Ensemble mit seinem markanten Saxophonspiel und einer ausdrucksstarken Bühnenpräsenz, die den emotionalen Kern des Quintetts spürbar macht. Die Musik lebt vom sichtbaren Spaß am Improvisieren. Chancy's Five sind: Chancy Gärtner – Saxophon Markus Wienstroer – Gitarre Robert Boden – Keys Walfried Böcker – Bass Marcel Wasserfuhr – Drums  

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Ein fotografischer Lebensfilm (von Wiebke Sievers – WZ 23.06.2025) Harald Hilscher stellt in der Bandfabrik aus Das Selbstporträt spielte in der Kunstgeschichte schon immer eine bedeutende Rolle. Dabei lassen sich nicht immer eindeutige Aussagen über ihre Anfertigung treffen. Jedes Porträt war individuell gestaltet und spiegelte die Bedingungen wider, unter denen die Künstlerinnen und Künstler zu Lebzeiten arbeiteten. So musste Albrecht Dürer auf Malerei oder Bleistiftzeichnungen zurückgreifen, während Frida Kahlo sowohl Malerei als auch Fotografie nutzte. Der Künstler Harald Hilscher hingegen bedient sich in seiner Ausstellung „Selbstsichten – Ein fotografischer Lebensfilm“, die bis 26. Oktober in der Bandfabrik in Langerfeld zu sehen ist, ausschließlich der Fotografie und ihrer technischen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten. Chronologisch nach Lebensphasen geordnet, bilden seine Fotos einen Zeitstrahl entlang der Wand, der ihn in verschiedenen Alltagssituationen zeigt. Es beginnt mit Schwarz-Weiß-Bildern seiner Kindheit. Ab seinem achten Lebensjahr fing er an, selbst Fotos von sich zu machen, erzählt er. Das Konfirmationsbild und die Urlaubsfotos aus den 1960er-Jahren sind bereits in Farbe. Analog aufgenommen, damals gab es noch keine Digitalkameras. Die Momente, die man festhielt, waren noch etwas Besonderes. Kurator Andreas Steffens verdeutlichte in seiner Eröffnungsrede den Stellenwert der heutigen Handyfotografie. Es gebe nahezu keine Situation mehr, die nicht sofort festgehalten und verbreitet werde: „So verliert das allgegenwärtige Bildmedium seine ursprüngliche Funktion – nämlich einen Moment, eine Situation, eine Person als bedeutend auszuzeichnen. Wenn alles so besonders ist, im Bild festgehalten zu werden, ist es schließlich nichts mehr wert.“ Nostalgisch betrachtet zeigen die Bilder von der Analog- bis zur Digitalfotografie Moden, Einrichtungen und Lifestyle vergangener Zeiten. „Die Kunst liegt nicht in den einzelnen Fotos, sondern in ihrer Anordnung zur Gestaltung einer Rauminstallation. Die Fotos in ihrer chronologischen Abfolge zeigen, wie unsere Wahrnehmung funktioniert“, führte Steffens aus. Fotos bilden ab, wer wir sind oder wer wir einmal waren, doch hält Steffens die Darstellung des Selbst eher für trügerisch: „Was wir sind, wer wir sind, wissen wir ganz genau – aber eigentlich wissen wir es doch nicht“, erklärt er die Selbstwahrnehmung der Ausstellung. „Im Wesentlichen ist die Installation schon ein Spiegel. Es geht darum, sich selbst zu sehen“, erklärt Künstler Harald Hilscher. „Dann kommt noch der Blick der anderen hinzu, die auf unser Gesicht schauen und uns nicht nur sehen, sondern sogar meinen, uns zu kennen. Dieses Moment der Erkennbarkeit, das sonst nur für die anderen gegeben ist – das ist der Trick des Selbstporträts“, führt er weiter aus. Normalerweise gestaltet Hilscher (Klang-)Objekte und Grafiken. Der gebürtige Haaner studierte Visuelle Kommunikation an den Fachhochschulen in Trier und Düsseldorf, erwarb Diplome in Illustration und Fotografie. Seit 2011 lebt und arbeitet er in Wuppertal. Die Ausstellung „Selbstsichten. Ein fotografischer Lebensfilm“ kann noch bis zum 26. Oktober in der Bandfabrik, Schwelmer Straße 133, besucht werden – im Rahmen von Veranstaltungen oder nach telefonischer Vereinbarung unter 0202 69851933 .  

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LangLese 2025 – Sylvie Schenk · Herbert Leuchter – 22.09.2025 In Erwartung eines Glücks Der LangLese-Abend in der Bandfabrik schenkte dem Publikum beglückende Stunden: Sylvie Schenk las aus ihrem Roman „In Erwartung eines Glücks“, begleitet von der einfühlsamen Saxofonmusik Herbert Leuchters . Bereits zum vierten Mal fand LangLese auf Einladung des Bürgervereins Langerfeld e.V. statt – mit Unterstützung der Ehrenvorsitzenden Margret Hahn und in Anwesenheit von Bürgermeister Andreas Bialas MdL. Zum Inhalt : Irène wird mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Ironisch-sarkastisch beschreibt sie ihren neuen Alltag zwischen Krankenzimmer und Untersuchungen. Sie erinnert sich an ihren Mann, der erst vor kurzem gestorben ist, sie lernt ihre Zimmergenossin Ada kennen, eine junge Muslima und einen rätselhaften Patienten, den sie den »Froschmann« nennt und der sie an Houellebecq erinnert. In der Auseinandersetzung mit ihm denkt sie über ihr eigenes Schreiben, über Leben und Tod nach. Sylvie Schenk , 1944 in Chambéry (Frankreich) geboren, lebt seit 1966 in Deutschland. Nach ersten Veröffentlichungen von Lyrik auf Französisch schreibt sie seit 1992 auf Deutsch. Zu ihren Romanen zählen „Schnell, dein Leben“, „Eine gewöhnliche Familie“, „Roman d’amour“ sowie „Maman“ (2023, Shortlist Deutscher Buchpreis). Der freischaffende Saxofonist Heribert Leuchter ist international sowohl solistisch als auch mit verschiedenen Bands auf Bühnen präsent. Neben seiner Konzerttätigkeit komponiert er Musik für Theater und Film und betreibt das Plattenlabel LUXaries Records. www.langlese.de/programm-2025/  

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Ausstellung – Harald Hilscher – 22.09.-26.10.2025 Selbstsichten. Ein fotografischer Lebensfilm Das Selbstportrait gehört zu den klassischen Genres der Bildkünste. Als Selbstvergewisserung gedacht, durch alle Veränderungen hindurch dem Selbst auf der Spur, zeigt es zugleich den Blick der Anderen. Dies gilt besonders für die Fotografie. Der Blick des Künstlers durch die Kamera hindurch auf sich selbst ist zugleich der Blick, den Andere auf ihn richten. Man sieht sich selbst, aber als den, der man für andere ist. Der multimedial arbeitende Künstler Harald Hilscher sieht sich auf diese Weise, zeitlebens. Seine Foto-Installation besteht aus einer lebenschronologischen Abfolge von Selbstportraits, vom analogen Schwarz-Weiß-Foto, über das digitale Farbbild bis hin zum Handy-Selfie. Lebens-Epochen markierend, in verschiedensten Alltags- und Arbeitssituationen aufgenommen, bilden sie eine zyklische Lebens-Sichtung. Sie zeigt die labile Stellung der Person zwischen Selbstvergewisserung und Fremdwahrnehmung, zwischen Identität und Identifikation. Siehe auch Pressebericht "Ein fotografischer Lebensfilm" von Wiebke Sievers (WZ vom 23.06.2025) Harald Hilscher : 1958 geboren, Studium der Visuellen Kommunikation, Illustration und Fotografie in Trier und Düsseldorf; zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u.a. Flottmann Hallen Herne, Große NRW-Ausstellung Kunstpalast Düsseldorf, Parkas Galerie Kaunas (Litauen), Galerie KOBRO, Łódź (Polen), Stadtsparkasse Wuppertal, Museum Witten (Westdeutscher Künstlerbund). Lebt und arbeitet in Wuppertal. Die Ausstellung wurde gefördert durch die Stadt Wuppertal/Kulturbüro.  

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Jens Kommnick – Acoustic Fingerstyle Guitar – 20.09.2025 Jens Kommnick ist Musiker, Arrangeur, Komponist, Produzent und Autor. Er gilt als einer der führenden Vertreter des Celtic Fingerstyle, dem es mühelos gelingt, seine filigranen Gitarrenklänge mit Einflüssen aus Klassik, Jazz und Rock zu verweben. Der Abend in der gut gefüllten Bandfabrik war von Leichtigkeit und Charme geprägt. Jens Kommnick führte nicht nur souverän durch das Programm, sondern bereicherte die ausgewählten Stücke mit lebendig erzählten Geschichten, die er zudem mit feinem Humor würzte. So sehr, dass sich manche Zuhörer zu Loriot-Zitaten hinreißen ließen („… ein Klavier, ein Klavier …“), worauf Jens spontan und schlagfertig einging. Dabei zeigte er, dass er nicht nur als Gitarrist zu begeistern weiß, sondern – nach bescheidener Vorwarnung – auch gesanglich und am Klavier sein Publikum überzeugt. Seine musikalische Meisterschaft stellte er schließlich mit einer außergewöhnlichen Zugabe unter Beweis: Er bat das Publikum, drei bis vier Musiktitel zu nennen, die er in eine Improvisation einfließen lassen würde – mit der einzigen Bedingung, dass er die Melodie summen könne. Aus diesen Vorgaben entstand ein einzigartiges Klanggeflecht, in dem sich keltische Einflüsse mit den Leitmotiven der gewünschten Lieder – darunter „Scarborough Fair“ und „Imagine“ (John Lennon) – verbanden. Dieses musikalische Mosaik wurde mit stehenden Ovationen gefeiert. Jens Kommnick – Impressionen (Video vom 20.09.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Internet: jenskommnick.de  

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09.09.2025 Jeder 6. Mensch auf der Erde lebt z.Zt. in einem aktiven Kriegsgebiet. Die Zahl der Kriege ist weltweit auf einem Höchststand (BKHS u. Friedrich-Ebert-Stiftung). Ihre Ursachen und die Interessen hinter den Konflikten sind kaum zu überschauen oder werden verschwiegen. Spürbar und erkennbar ist allerdings die schleichende Auflösung von humanitären und rechtsstaatlichen Standards. Im Völkerrecht wie im nationalen politischen Kontext. Fake news und Deals bestimmen die Debatten. Die Folgen: Ein Verlust an Vertrauen in die Politik. Am Küchentisch versuchten wir kurz vor der Kommunalwahl, die Frage auszuloten, ob der Glaube an Rechtsstaatlichkeit und humanitäre Verpflichtung zu seinem Ende kommt. Eingeladen: Andrea Gross-Bölting – Rechtsanwältin Maria Shakura – Sozialarbeiterin Araz Ardehali Barani – Dipl.-Ing. Moderation: Rainer Möller – Theologe Musik: Thomas Lensing – Gesang und Percussion Aufgetischt: Ein interkultureller Eintopf. Eine Kooperation mit Café PRIO, Werth 87, Stadtmission Wuppertal. Köchin: Fidan Touran  

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Im musikalischen Zwischenraum (von Sophia Rieß – WZ 09.09.2025) Projekt „Dazwitschern“ in der Bandfabrik bietet Improvisation, Komposition und Performance Die Bandfabrik verwandelte sich am vergangenen Samstag in einen Resonanzraum für das musikalische Projekt „Dazwitschern“. Der Zusammenschluss von fünf Künstlern unter der Leitung von Jakob Jentgens brachte eine Komposition zur Aufführung, die den Zuschauer in einen musikalischen Zwischenraum einlud. Jentgens ist Saxophonist und bewegt sich selbst mit Vorliebe im Raum zwischen Improvisation und Komposition. Er studierte Jazzsaxophon an der Folkwang Universität der Künste und verbindet in seiner Arbeit Jazz, Improvisation und Perfomance Kunst. Für das Projekt „Dazwitschern“ kooperierte er mit Djamila Polo, einer zeitgenössischen Tänzerin und Choreografin. Von 2021 bis 2024 war sie Mitglied des Folkwang Tanzstudios und zeitgleich in verschiedenen freien Projekten aktiv. Seit Herbst 2024 ist sie als freischaffende Tänzerin tätig und Mitglied des Kollektivs „Entretemps“. Djamila Polo ist künstlerisch sehr vielseitig aufgestellt und hat bereits an zahlreichen performativen Projekten mitgewirkt. In „Dazwitschern“ verkörperte sie eine Art körperliches Sprachrohr und interagierte mit ihren künstlerischen Kollegen auf eine ausdrucksstarke Art und Weise. Für das Konzert formierte sich ein Ensemble mit Genevieve O’Discroll am Kontrabass, Béla Bluche am Bass, Raissa Mehner an der E-Gitarre und Salome Amend am Vibraphon, das Jakob Jentgens am Saxofon begleitete. Ausgebildet an führenden Musikhochschulen, brachten die vier Musikerinnen und Musiker ihre jeweils eigenen Erfahrungen in das Ensemble ein. Genevieve O’Discroll trat bereits auf mehreren Festivals auf und arbeitete unter anderem mit Künstlern wie Nubya Garcia und Robert Mitchell zusammen. Béla Bluche spielte abseits seiner eigenen kompositorischen Tätigkeit unter anderem mit dem Orchestre de Paris sowie in zahlreichen Projekten der freien Szene mit. Raissa Mehner präsentiert als Leading Artist ihre Werke im Quintett Raissa Mehner Deviation und tritt als Improvisationsduo mit Posaunist Max Wehner auf. Salome Amend ist als Dozentin tätig und unter anderem Mitglied des Ensembles „Toxodon“. Bereits mit den ersten Tönen, die wie Vogelrufe durch den Raum hallten, eröffnete sich in der Bandfabrik eine Klangwelt, in der Improvisation und Komposition ineinanderflossen. Das Publikum wurde eingeladen, sich auf eine besondere Form der Kommunikation zwischen den einzelnen Musikern einzulassen. Von den anfangs zurückhaltenden Tönen über eine stetige Steigerung entwickelte sich der Abend zu einer musikalischen Erzählung. Eine Erzählung, die dem Titel „Dazwitschern“ entsprach, indem sie sowohl den Raum der Kommunikation zwischen den einzelnen Musikern fasste, aber auch eine Art Zwischenwelt in der Bandfabrik kreierte. Ergänzt wurde das Spiel durch Djamila Polos Performance, die zunächst auf die Klänge reagierte, im weiteren Verlauf immer wieder selbst Impulse setzte und zeitweise die Rolle einer Dirigentin übernahm. Ihr Körper wurde zum Resonanzraum und machte die Klänge erfahrbar. Im ständigen Dialog warfen sich die Musiker gegenseitig den musikalischen Ball zu, während Djamila Polo sie mit wachen Augen begleitete. Jede Geste war präzise, jeder Blick bedeutungsvoll und die Freude der Musiker an ihrem Spiel unübersehbar. Der Abend endete mit einem tosenden Applaus und einer bezeichnenden Geste von Jakob Jentgens, der mit einem letzten leisen Atemstoß durch das Saxophon den Schlusspunkt setzte.  

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Iris Panknin Brothers – 06.09.2025 Iris Panknin , Wuppertals Frontfrau im Bereich Blues und Blue Notes verfasst ihre Songs zwar nicht selbst, interpretiert sie jedoch und deckt dabei bislang Unbeachtetes auf. Lieder populärer Größen wie Stevie Wonder, Amy Winehouse oder Jan Delay aber auch von weniger bekannten Künstlern wie der dänischen Sängerin Marlen Mortensen, werden durch Panknins eigenen Stil in ein neues Licht gerückt. So wurde z.B. aus dem 80er-Jahre-Disco-Hit „Smalltown Boy“ (Bronski Beat) eine ergreifende Ballade, die jeden Zuhörenden bewegt. Auch hier, beim Publikum in der Bandfabrik, bewies Panknin ein sicheres Gespür für Stimmungen. Sie griff passende Songs auf, suchte den Austausch mit den Gästen und gestaltete ihr Konzert zu einem musikalischen Dialog. Hoher musikalischer Anspruch traf auf beseelte Unterhaltung. Unterstützt wurde Iris Panknin von drei bekannten Wuppertaler Musikern, die sich mit der Bandleaderin zu den „ Iris Panknin Brothers “ verbrüdert haben: Burkhard Heßler – Stage-Piano Martin Führ – semi-akustische Gitarre Peter Funda – Schlagzeug  

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Dazwitschern – Improvisierte Musik und Tanz – 05.09.2025 "Dazwitschern" ist so etwas wie ein Arbeitstitel für ein Spiel zwischen Musik und Tanz, zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Individualismus und dem Verschmelzen zu einem großen Ganzen. Die Besetzung mit zwei Kontrabässen, Vibraphon, Gitarre, Saxophon und Tanz eröffnete immer wieder unerwartete Horizonte. Dabei wechselten sich schwelgende Melodien mit elektrisierenden Rhythmen und abstrakten Klangskulpturen ab, präzise mit perfektem Timing gespielt und getanzt. Selbst eine gerissene Gitarrensaite brachte das Konzept nicht durcheinander – sie wurde im Rahmen der improvisatorischen Möglichkeiten routiniert getauscht – so als wenn es zum Programm gehören würde. In der gut gefüllten Bandfabrik hat sich das Publikum neugierig eingelassen auf eine ungewöhnliche Klang- und Darstellungswelt voller Überraschungen, Spannung, Harmonie und intensiver Kommunikation. Augen und Ohren wurden positiv gefordert, so dass zur Verarbeitung der gesammelten Eindrücke nach der 1-stündigen Performance das Angebot für Gespräche mit den Künstler*innen intensiv genutzt wurde. Dazwitschern (Video vom 05.09.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Die Künstler*innen gehören zu der jungen Generation, die auf hohem Niveau musizieren und tanzen sowie interdisziplinär denken und interagieren: Djamila Polo – ist freischaffende Tänzerin und Choreografin. Sie studierte Tanzimprovisation und Performance in Freiburg, zeitgenössischen Tanz an der Folkwang Universität der Künste und war anschließend für drei Jahre Mitglied des Folkwang Tanzstudios. Als Choreografin führte sie ihre Stücke bei vielen internationalen Festivals auf, u.a. in Frankreich, Polen, Ungarn und Deutschland. Djamila Polo interessiert sich in ihrer Arbeit für das Absurde, Groteske und Bizarre in der menschlichen Natur. Genevieve O’Driscoll – studierte Kontrabass in London und an der Folkwang Universität der Künste. Sie hat mit Künstlern wie Nubya Garcia, Robert Mitchell und und Thomas Rueckert u.a. zusammengearbeitet und trat bei internationalen Festivals auf. Béla Bluche – studierte Bass am Conservatoire Régional de Paris sowie an der Folkwang Universität der Künste. Neben eigenen kompositorischen Arbeiten und Projekten spielt er u.a. mit dem Orchestre de Paris sowie in zahlreichen Projekten der freien Szene. Raissa Mehner – lernte klassische Gitarre an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und Jazzgitarre an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Als Bandleaderin und Komponistin ist sie mit verschiedenen Projekten europaweit angefragt. Salome Amend – ist in Wuppertal bekannt als Vibraphonistin und Percussionistin. Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Ihre Vielseitigkeit erstreckt sich von der klassischen Musik, über Jazz und Improvisation bis hin zur zeitgenössischen Musik. Sie wurde mit dem Förderpreis für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Jakob Jentgens – ist Saxophonist mit einem Schwerpunkt in interdisziplinärer Zusammenarbeit und Improvisation. Am Saxophon kombiniert er eine ausgeprägte melodische Sprache mit erweiterten Spieltechniken. An der Folkwang Universität der Künste studierte Jakob Saxophon und Improvisation. Er wirkt in verschiedenen Projekten der freien Szene, darunter in diverse interdisziplinären Kooperationen mit Tanz, Schauspiel, Figurentheater und Storytelling. Mit seiner künstlerischen Arbeit möchte er Hörgewohnheiten erweitern, Menschen berühren, Begegnungsmomente schaffen und im Spiel mit Ambiguität zu einem offenen Miteinander einladen.  

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31.08.2025 Chioma's Tribe Die renommierte Sängerin Chioma Igwe aus Enugu in Nigeria singt Gospel-und Popsongs und bringt damit unbändige Lebensfreude zum Ausdruck. Sie singt mit einer Energie, die Funken schlägt - strahlend, ergreifend und mitreißend. Als sie sechs Jahre alt war nahm sie sich im Traum ein Mikrophon und sang. Seit dieser Nacht wusste sie, dass Gott für sie geplant hat, Sängerin zu werden! In Wuppertal wurde sie als Mitglied des Internationalen Frauenchores „WoW-Women of Wuppertal“ entdeckt. Mittlerweile ist sie durch TV-Auftritte und Radioproduktionen überregional bekannt. Begleitet wird sie von ihrer Band, bestehend aus den Wuppertaler Musikern Burkhard Heßler (Keyboard), Peter Funda (Schlagzeug), Enno Kremser (Bass) und Martin Führ (Gitarre). Es war ein sehr lebendiger Sommerabend, der leider aufgrund der unsicheren Wetterlage nicht unterm Kirschbaum, sondern in den Räumlichkeiten der Bandfabrik stattfinden musste.  

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30.08.2025 Los Pipos brachten die Bandfabrik zum Beben Die Gruppe hat sich 2017 gegründet und besteht aus Musikerinnen und Musikern aus Peru, Kuba, Mexiko, Deutschland, Chile und den Niederlanden. Ihre Musik ist eine aufregende Mischung aus lateinamerikanischen Klängen, Rhythmen und jazzigen Einflüssen – einfach unwiderstehlich. Los Pipos verbinden ihre musikalischen Wurzeln zu einem perfekten Klanggefüge, das Tradition und Moderne auf einzigartige Weise vereint. Den Beweis haben Los Pipos in der ausverkauften Bandfabrik geliefert: In kürzester Zeit haben sie die Gäste mit ihrer Musik in eine Welt voller Farben, Klänge und Lebensfreude entführt – mit mitreißender Energie, treibenden Rhythmen und Musik, die Menschen zusammenbringt und bewegt. Tanzend und (mit-)singend reiste das Publikum in karibische Regionen und belohnte die Band nach einer fulminanten Zugabe mit stehenden Ovationen. Los Pipos (Video vom 30.08.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Leider musste die als Openair geplante Veranstaltung wegen des unsicheren Wetters in die trockenen Räume der Bandfabrik verlegt werden, was aber der Stimmung überhaupt keinen Abbruch getan hat. Internet: los-pipos.com Besetzung : Claudia Ramos Barreto – Gesang / Geige Ramón Mendeville – Gesang / Percussion Philip Kukulies – Percussion Set-Up Juniors Cesar Sarracent – Bass Enrique Delgado – Klavier / Keyboard Geo del Valle Miranda – Trompete / Flügelhorn / Ventilposaune  

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29.08.2025 Das Martin Henger Quartett wurde anlässlich des Pennabilli Jazzfestivals 2013 gegründet. Musik aus dem Paris der 30er Jahre wurden durch Themen von Charlie Parker und Chat Baker ergänzt. Sie bilden so eine abwechslungsreiche Melange der Swingära und des frühen Bebop. „Desweiteren gestattete die Band einen Ausblick ins neue Jahrhundert des ´Swing Manouche´ (Gypsy-Swing, der in den 30ern durch den legendären Django Reinhardt geprägt wurde). Durch Aufnahme von eigenen Kompositionen sowie Interpretationen von aktuellen Komponisten gelang es den vier Musikanten, Altes mit Neuem zu verbinden und das Publikum in der Bandfabrik mitzunehmen auf eine Reise durch die Cafès der Champs-Élysée der 20er und 30er Jahre bis hin zu den verrauchten Swing Kellern in Berlin des Hier und Jazzt.“ Schmissig und mit viel Esprit – Veröffentlichung von Hartmut Sassenhausen in "O-Ton – Kulturmagazin mit Charakter" Aufgrund der unsicheren Wetterlage musste die als Open-Air-Konzert geplante Veranstaltung leider in die Räumlichkeiten der Bandfabrik verlegt werden. Besetzung : Holger Werner – Klarinette Max Härtel – Gitarre Martin Henger – Gitarre Benjamin Garcia – Bass Internet: martinhenger.com  

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28.08.2025 Drinnen und draußen – laut und leise Die ausgewachsene Big Band entwickelte sich 2009 aus einer Dixieland Sidekick-Combo neben dem traditionellen Posaunenchor des CVJM Langerfeld. In diesem Jahr eröffnete die HEDTBERG BRASS wieder das als Openair im Garten der Bandfabrik geplante Festival „UNTERM KIRSCHBAUM“. Aber leider mussten die Swing-Klassiker im traditionellen Big Band-Gewand aufgrund der unsicheren Wetterlage in den Veranstaltungsraum der Bandfabrik verlegt werden. Das zahlreiche Publikum verteilte sich auf den Innen- und (trockenen) Außenraum. Durch die außen aufgebauten Lautsprecher konnte auch dort der kraftvolle, dynamische Sound genossen werden, der ein Mix aus Latin, Beat sowie Filmmusik mit neuen Arrangements war. Hedtberg Brass (Video vom 28.08.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Mehr zu dieser Veranstaltung lesen Sie hier: Hut ab! (Beitrag von Hartmut Sassenhausen in engels KULTUR.KINO.WUPPERTAL. – 02.09.2025) Mehr Bilder zu dieser Veranstaltung finden Sie hier: Foto-Galerie von Sarah Holt  

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5 Workshops – Feldenkrais® mit Anja Riemann – 22.07. - 26.08.2025 Awareness through movement Feldenkrais-Gruppenstunden bestehen aus verbal angeleiteten, klar strukturierten Bewegungsanweisungen. Sie laden dazu ein, neugierig die individuellen Bewegungsgewohnheiten zu entdecken. Dabei wird die Aufmerksamkeit auf das „Wie“ -die Qualität- der Bewegung gelenkt. Spielerisch werden im Verlauf der Feldenkraisstunde andere, neue, leichtere Bewegungsmöglichkeiten erkundet. Ziele sind Verbesserung von Bewegungsqualität, Koordination und Selbstwahrnehmung und eine bessere Selbst-Organisation. Die Bewegungen sind geeignet für Menschen jeden Alters. Anja Riemann ist als Feldenkraispädagogin tätig. Sie gibt Gruppenstunden in Awareness through Movement/Bewusstheit durch Bewegung und Einzelstunden in Funktionaler Integration.  

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Klangreise in den italienischen Sommer (von Daniel Diekhans – WZ 25.08.2025) Ballo Liscio entführte in die Welt der mediterranen Popmusik Wie in Bella Italia fühlten sich die gut hundert Gäste, die am Freitag die Bandfabrik in Langerfeld füllten. Dank der Band Ballo Liscio konnten sie eintauchen in die Welt der italienischen Popmusik, für die klingende Namen wie Adriano Celentano und Paolo Conte stehen. Gesicht und Stimme von Ballo Liscio ist Herwarth „Ervardo“ Böhmer, der seit mehr als 25 Jahren die Melodien der Cantautori, der mediterranen Singer-Songwriter, auf hiesigen Bühnen interpretiert. Als Student lebte der Dortmunder länger in Italien und war nach der Rückkehr fest entschlossen, selbst Musik „all’italiana“ zu machen. Zu Böhmers aktueller Band gehören der deutsch-japanische Keyboarder Jin Urayama und Bassist Wolfgang Engelbertz. Am Schlagzeug sitzt Jörg Dausend, den man auch als Mitglied der Formation Ufermann kennt. Dausends Kollege Erhard Ufermann und der an der Bandfabrik ansässige Verein „Kultur am Rand“ luden Ballo Liscio ein, an der Schwelmer Straße das erste Konzert nach der Sommerpause zu spielen. Mit warmer Baritonstimme und flüssigem Italienisch nahm „Ervardo“ die Zuhörer rasch für sich ein. In Celentanos „Azzurro“, das sich längst zur alternativen Nationalhymne gemausert hat, traf er den richtigen Ton zwischen Lebenslust und Sehnsucht. Direkt ins Ohr ging auch Domenico Modugnos „Volare“. Bevor er den Fünfzigerjahre-Hit sang, bat der Frontmann um Verstärkung: „Wenn ihr ein bisschen Italienisch könnt, könnt ihr ja mitsingen.“ Beim überschwänglichen Refrain tat ihm der Saal gern den Gefallen. Eine besondere Liebe hegt das Quartett für die Lieder von Paolo Conte. Mühelos wechselte der Sänger in „Via con me“ zwischen englischen und italienischen Textzeilen, Anklängen an Jazz und Chanson. Dann wieder schwelgte er in den Balladen des Altmeisters. Wehmütige Töne steuerte Böhmers Saxophon bei, das er launig „Grappaphon“ nannte. Nicht nur Wortspiele, ganze Geschichten ließ der Sänger in seine Bühnenansagen mit einfließen. Urvater von Ballo Liscio sei Adriano Monito gewesen, der einst mit seinen Musikern in Sizilien Furore machte. Nach Monitos Tod hätten sich seine Freunde in alle Welt zerstreut, um auf eigene Verantwortung das musikalische Vermächtnis wach zu halten. Nun habe er, Ervardo, die Aufgabe übernommen, die legendäre Band wieder zusammenzubringen. Seine Kollegen stellte er dem schmunzelnden Publikum als „Giorgio, Angelo und Jin Monito“ vor. Während die Genannten ihren Instrumenten mitreißende Grooves entlockten, machte Böhmer dem Bandnamen Ballo Liscio („Leichter Tanz“) alle Ehre, tänzelte um sein Mikrofon herum, dirigierte den Publikumschor und animierte zum Mitklatschen: „Wuppertal! Forza!“ Den passenden Soundtrack lieferten Stücke wie „Viva la mamma“, in dem Cantautore Edoardo Bennato das Selbstbewusstsein der Müttergeneration feiert und Rock’n’Roll mit den Rhythmen seiner Heimatstadt Neapel fusioniert. Begeisterter Applaus schloss den italienischen Sommerabend ab, den Böhmer und Consorten auf der Bühne evoziert hatten. Am kommenden Wochenende lädt die Bandfabrik, Schwelmer Straße 133, zu einer Reihe von Open Air-Konzerten „Unterm Kirschbaum“ ein. Den Auftakt im Garten der Bandfabrik macht am Donnerstag, 28. August, die Big Band Hedtberg Brass. Das Martin Henger Quartett spielt am Freitag, 29. August, Gypsy-Swing. Kubanische Klänge kommen am Samstag, 30. August, von Los Pipos. Den Abschluss bildet am Sonntag, 31. August, das Konzert von „Chioma’s Tribe“. Unter diesem Namen begleiten renommierte Jazzmusiker wie Peter Funda die Gospel- und Popsängerin Cioma Igwe.  

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Ballo Liscio – Eine Philosophie, eine Lebensweise, eine Band – 22.08.2025 Ein Konzert wie ein italienischer Sommerabend – Ballo Liscio („leichter Tanz“). Mit Ballo Liscio ging die ausverkaufte Bandfabrik auf eine emotionale musikalische Reise nach Bella Italia! Die Band begeisterte das Publikum mit einem italienischen Cantautore-Programm, durch das "Ervardo" Böhmer mit kreativem italienischen Kauderwelsch führte. Songs von Paolo Conte, Adriano Celentano, Domenico Modugno und anderen italienischen Stimmen animierten zum Mitsingen – es war eine perfekte Melange aus guter Laune, Poesie und Sehnsucht. Ballo Liscio (Video vom 22.08.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Siehe auch Pressebericht "Klangreise in den italienischen Sommer" von Daniel Diekhans (WZ vom 25.08.2025) Besetzung : Herwarth „Ervardo“ Böhmer – Gesang, Grappaphon, Kazoo Jin Urayama – Keyboards Wolfgang Engelbertz – Bass Jörg Dausend – Schlagzeug Internet: www.balloliscio.de  

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Come Together – Feat. Raimund Vach & Roland vom Sondern – 17.07.2025 Offenes Haus in der Bandfabrik (normalerweise jeden 1. und 3. Donnerstag - außer in den Sommerferien und an Feiertagen) Am 17.07.2025 gab es Livemusik von und mit Raimund Vach und Roland vom Sondern , die auch bei Second Spring mitwirken. „Treffen, Töttern, Tanzen….“ für nette Leute, Nachbarn, Zugereiste sowie Menschen, die gern einen schönen Abend mit anderen verbringen, Musik hören, vielleicht spielen oder tanzen, sich übers Quartier oder über die Welt austauschen wollen… Im Vordergrund steht Begegnung, kein Programm. Nix muss. Bei Bier, Wein, Schorle, Schmalzstullen. Vor und nach der Livemusik legt Heiner Kistner auf. Der Eintritt ist bei "Offenes Haus" immer frei!  

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Björn Nonnweiler – Lieder und Geschichten, die das Leben schreibt – 12.07.2025 Björn Nonnweiler ist Liedermacher und Geschichtenerzähler. Seine Texte sind oft tiefsinnig und regen zum Nachdenken an. Die fröhlichen Seiten des Lebens lässt er aber nicht aus, und so finden heitere wie auch hoffnungsvolle Lieder einen Platz in seinem Repertoire. Mit seinem Programm „Lieder und Geschichten, die das Leben schreibt“ hat er das Publikum in der Bandfabrik auf charmante Art und Weise begeistert. Aus seinem im September 2024 veröffentlichten Album brachte er Lieder über Erinnerungen an die Kindheit, Heimat, Fernweh, Liebe, Abschied und die Vergänglichkeit – allen voran sein Friedenslied, das den Titel des Albums trägt: „Vergissmeinnicht”. Ein Lied, das von der Angst vor Krieg, aber auch von dem Traum einer friedvollen Welt geformt wurde. Internet: bjoern-nonnweiler.de  

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Tief im Osten I. – Über Wahlen, Demokratie und Erschrecken – 08.07.2025 Dass eine rechtsextreme Partei bei der Bundestagswahl nicht nur in allen östlichen Bundesländern stärkste Partei wurde, sondern auch im Wuppertaler Osten, muss alle gesellschaftlichen Akteure und Institutionen in der Region beschäftigen. In Langerfeld erreichte sie 30 % (!) der abgegebenen Stimmen. Sukzessiv verändern sich z.Zt. alle Standards unserer kulturellen Verabredungen: Abschottung statt Weltoffenheit, Aufrüstung statt Diplomatie, Nationalismen statt Europa, Ausgrenzung statt Dialog und kultureller Teilhabe. Was bedeutet dieser aktuelle „gesellschaftliche Grundklang” für Bürgerinnen und Bürger in einem Quartier in Randlage? Nichts anderes als für Menschen, die in der Innenstadt wohnen? Wieso gibt es überhaupt Unterschiede im Wahlverhalten in den jeweiligen Quartieren (Ölberg, Cronenberg, Langerfeld…)? Liegt in diesen Fragestellungen vielleicht ein Schlüssel, um ein reaktionäres Wählerverhalten besser verstehen und darauf reagieren zu können? Ein Gedankenaustausch über das Erstarken reaktionärer, rechter Einstellungen im Wuppertaler Osten kurz vor den Kommunalwahlen. Eine Kooperation von Kultur am Rand e.V./Bandfabrik mit dem Team „Ehrenamt und Zusammenhalt” des Kommunalen Integrationszentrums Wuppertal . Geladene Gäste: Arlin Cakal-Rasch , Fachbereichsleiterin Zentrum für Integration, Bildung und kulturelle Vielfalt in Wuppertal; Margret Hahn , ehemalige Vorsitzende des Langerfelder Bürgervereins; Eberhard Hasenclever , Kommunalpolitiker und Zeitzeuge der Langerfelder Entwicklungen seit dem Nationalsozialismus; Petra Wlecklik , ehemals IG Metall-Sekretärin (integrative Nachbarschaftsarbeit, Wichlinghausen). Moderation: Ann-Christin Stosberg , Radio Wuppertal und Radio RSG  

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05.07.2025 East Side Voices: Der Eintages-Projektchor im Osten Mit Menschen, die meinen, gar nicht singen zu können oder die nur unter der Dusche singen, wurden innerhalb weniger Stunden neue Lieder ausprobiert und gesungen. Am Ende des Workshops wurden sie mit großem Spaß und viel Enthusiasmus auf die Bühne gebracht. Die Leitung des Workshops hatte Prof. Hayat Chaoui . Sie studierte Sprachen in Mainz und klassischen Gesang in Köln/Wuppertal. Sie unterrichtet Gesang an der Bergischen Musikschule (Fachbetreuerin bis 2025), arbeitet seit Jahren mit der Formation Ufermann. Hayat Chaoui brachte das KIWI-Liederbuch (Kinder- und Wiegenlieder aus aller Welt) heraus, leitet u.a. den Frauenchor WoW-Women of Wuppertal und erhielt für ihre interkulturelle Arbeit mehrere Auszeichnungen. Heute lehrt sie zudem als Professorin für Klassischen Gesang/ Vokalpädagogik an der Internationalen Fachhochschule Osnabrück.  

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04.07.2025 Stimm-Workout In diesem Workshop wurden Tipps und Tricks „To-Go“ für die täglichen Herausforderungen von Menschen in Sprechberufen vermittelt. Große Gruppen, viele Kinder, ständiger Lärm: Unsere Stimme ist ständigen Herausforderungen ausgesetzt, dabei ist sie ein sensibles und höchst persönliches Organ. Wie man sie lange fit hält und wie Übungen in den Alltag einfach integriert werden können – dazu bot dieser Workshop Einblicke in die Stimmfunktion, einfach umsetzbare Übungen und Mittel für einen stimmschonenden Umgang mit unserem wertvollen Instrument. Die Leitung des Workshops hatte Ilham Chaoui. Sie arbeitet als Logopädin in eigener Praxis in Frankfurt Griesheim. Ihr therapeutischer Schwerpunkt liegt dabei in der Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Störungen der Sprech- und Singstimme sowie von Kindern mit verbaler Entwicklungsdyspraxie und selektivem Mutismus. Der Erhalt einer gesunden Stimme liegt ihr als Sängerin und Sprecherin sehr am Herzen.  

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La Banda di Palermo – Sizilianische Lebensfreude pur – 28.06.2025 La Banda di Palermo zeigt schon seit mehr als 25 Jahren, dass es für sie keine Schubladen gibt, denn die Sizilianer gehen glatt über alle Grenzen weg und vergreifen sich musikalisch lustvoll an den Musikkulturen aller Himmelsrichtungen. Bei aller Liebe zu fremden Rhythmen und Zungenschlägen kehrt die Banda aber immer wieder gerne in den Schoß der Heimat zurück. Dort liegen ihre Wurzeln, die sie nie verleugnen. Wer dieses Konzert von La Banda di Palermo in der ausverkauften Bandfabrik erlebt hat, ist nicht allein von den skurrilen Geschichten und der ungewöhnlichen, aber dann doch vertrauten Musik verzaubert. Auch das Temperament und die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Musiker beeindruckten das Publikum, das teilweise textsicher mitsang. Die Bande war sehr berührt von dem persönlichen Geschenk eines Gastes, der ihnen ausdrucksvolle Foto-Karten von lange zurückliegenden Auftritten schenkte, die die Bandmitglieder in jugendlicher Frische zeigten. Zum aktuellen Vergleich wurden sie stolz dem Publikum präsentiert um kurz danach zu beweisen, dass sie in ihrer Performance keinen Vergleich mit damals zu scheuen brauchen. La Banda di Palermo (Video vom 28.06.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Das Publikum in der Bandfabrik begeisterten: Giacco Pojero – Akkordeon, Gesang Nino Vetri – Saxophon, Gesang Antonella Romana – Pocket-Trumpet, Gesang Marco Monterosso – Gitarre Luca La Russa – Bass Simone Sfameli – Schlagzeug  

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27.06.2025 Inga Lühning Die Kölner Sängerin Inga Lühning präsentierte im Rahmen der Reihe ”Friday Night Jazz Club” in der Bandfabrik zehn persönliche Songs aus eigener Feder und ein Cover von Wolfgang Niedecken. Sehr zufriedene Gäste genossen phantastische Musiker und die sehr einfühlsame Stimme von Ina Lühning. Viele nahmen auch die Musik mit nach Hause. Inga Lühning ist durch ihre Mitwirkung im Frankfurter Jazz Collective [re:jazz] einem größerem Publikum bekannt geworden. Sie veröffentlichte außerdem schon mehrere Alben mit selbst geschriebenen Songs unter eigenem Namen (zuletzt zwei Alben im Duo mit André Nendza). Sie entschied sich schließlich dafür, die Besetzung zu vergrößern und den Faden als Songwriterin wieder aufzunehmen. Wenn sie singt, tut sie das stets auf eine einfühlsame Weise und immer mit größtmöglicher Hingabe zur Interpretation. Inhaltlich geht es in ihren Stücken immer um emotionale und persönliche Themen. Dabei ist es egal, ob sie sich als Tochter an ihre Mutter richtet, ob sie die zarten Anfänge einer Liebesbeziehung beschreibt, oder ob sie ihren Kindern ein Schlaflied singt. Friday Night Jazz Club – Inga Lühning (Video vom 27.06.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Die Band: Inga Lühning – Gesang Thomas Rückert – Klavier André Nendza – Bass Marcus Möller – Drums  

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15.06.2025 Von Bach in Köthen geschaffen, vorgetragen in der Bandfabrik … Johann Sebastian Bach wirkte von 1717 bis 1723 als Hofkapellmeister am Hof des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen. Diese Zeit gilt als eine der kreativsten Phasen seines Schaffens. Hier konzentrierte er sich vor allem auf weltliche Musik, da das reformierte Fürstentum keine prunkvollen kirchlichen Gottesdienste förderte. Neben den Brandenburgischen Konzerten entstanden in Köthen (Anhalt) großartige Kammermusikwerke. Einen Ausschnitt davon präsentierten die virtuosen Musiker Carola Seibt, Udo Mertens, Roland Schwark und Wolfgang Kläsener in einem spannenden Konzert in der Bandfbrik. Sie eröffneten damit interessante Einblicke in das Schaffen von Johann Sebastian Bach. Klassik am Rand in der Bandfabrik (Video vom 15.06.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Es wirkten: Carola Seibt – Violine Udo Mertens – Flöte (Kurator der Reihe "Klassik am Rand") Roland Schwark – Violoncello Wolfgang Kläsener – Klavier  

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Phil Seeboth Band – 14.06.2025 Wenn es um authentischen Blues-Rock geht, ist der Münsteraner Gitarrist und Sänger Phil Seeboth erste Wahl. Seeboths Großvater schwitzte und schuftete in den 1940er Jahren – einer der aufregendsten Zeiten des Blues – auf den Baumwollplantagen Louisianas, umgeben von Protagonisten des Blues. Eng mit diesem Erbe verbunden ist die Musik von Phil Seeboth. Mit Leidenschaft, Spielfreude und Gefühl ist sie von den amerikanischen Vorbildern inspiriert. Hautnah war das auch beim Konzert in der Bandfabrik zu spüren. Phil Seeboths wurde begleitet von einer fantastischen Rhythmus Sektion mit dem Szene-bekannten Bassisten Frank Eickmann und dem aus Boston/USA stammenden Cullen Corley am Schlagzeug. Mit singenden Slide-Licks und einer packenden Stimme entführte diese lässig groovende Band die Zuhörer in der Bandfabrik "Down South" in die Südstaaten. Phil Seeboth Band sind: Phil Seeboth – Gitarre und Gesang Frank Eickmann – Bass Cullen Corley – Schlagzeug http://philseebothbluesproject.wp1077434.server-he.de/?seite=info&sprache=de 

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Texte & Töne – Olaf Reitz und Andre Enthöfer – Alles ist gelaufen – 12.06.2025 Der Bundestag hat sich konstituiert. Unwahrheiten im Wahlkampf haben sich „geglättet“. In unglaublich kurzer Zeit wurde das Grundgesetz verändert und damit eine Verschuldung des Staates zugunsten von Aufrüstung und einer Ertüchtigung der Infrastrukturen ermöglicht. Die Angriffe auf die Demokratie gehen weiter. In der Reihe „Texte & Töne“ werden höchst aktuelle, politisch provokante Texte gelesen und musikalisch interpretiert. Die Rezitationen von Olaf Reitz und Andre Enthöfers Improvisationen greifen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen lassen. Es wirkten : Olaf Reitz – Schauspieler, Sprecher, Performer Andre Enthöfer – Klarinette, Saxophon Wir danken sehr für die Förderung der Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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30.05.2025 Storytelling Das Musikalische Quartett stellte Neuerscheinungen in Form von Eigenkompositionen der Musiker vor, aber auch Stücke, die jeden der vier gerade besonders bewegen und inspirieren. Das Thema des Abends wurde durch launige Anekdoten der Musiker angereichert, die einige Stories aus dem Schaffensprozess der Stücke erzählten. So entstand ein sehr persönlicher Abend voller neuer Impressionen, der für alle spannend und aufregend war. Es traten auf: Andre Enthöfer – sax ( andre-enthoefer.de ) Ulrich Rasch - Piano ( ulrich-rasch.de ) Michael Gustorff - Bass ( gustorff.com ) Udo Kehlert - Schlagzeug ( udo-kehlert.de )  

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24.05.2025 Singen mit Dr. Mojo Dr. Mojo schaffte es mit seiner zugewandten Art wieder mal, sein Publikum zu begeistern und in seine Musik mit einzubeziehen. Als One-Man-Band hatte er alle Instrumente und musikalischen Mittel dabei, um bekannte und beliebte Oldies und Klassiker zum Leben zu erwecken. In launigen Dialogen mit dem Publikum wurden dabei die Songs ausgesucht und natürlich zusammen gesungen. Da nichts musste, aber alles konnte, kamen auch stille Genießer auf ihre Kosten. Um Text(un)sicherheiten auszuräumen, gab es alle Songs gut lesbar auf Papier. Beschwingt und froh ging das begeisterte Publikum nach Hause.  

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Glücklich – Kabarett von und mit Michael Ransburg – 23.05.2025 Der Kindheitstraum des Herrn Glück, Menschen von der Bühne her zum Lachen zu bringen und somit glücklich zu machen, gestaltet sich im Laufe seines Lebens zu einem Problem. Ein Problem, das so stark ist, dass es zu einer eigenen Person wird: Herr Problem. Die Verursacher: Der Chef Herr Macht und sein bester Freund Herr Angst, haben große Freude daran, das Leben des Herrn Problem möglichst problematisch zu gestalten…. Mit beeindruckender Virtuosität verkörperte Michael Ransburg sieben verschiedene Figuren und demonstrierte dabei eindrucksvoll sein schauspielerisches Können. Er führte das Publikum gekonnt durch ein Wechselbad der Gefühle – zwischen Staunen, Lachen und Rührung – und wagte es am Ende, die Frage zu stellen, ob und, wenn ja, wir alle das Glück finden können.  

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Olaf Reitz • Erhard Ufermann – Literatur und Lieder zum Tag der Befreiung – 08.05.2025 Zum 80. Jahrestag der Befreiung hatte das Wuppertaler Friedensforum zu einem Abend mit Liedern und Literatur, Begegnung und Gesprächen in die Bandfabrik eingeladen. Im Mittelpunkt standen das Erinnern an das Kriegsende, das Gedenken an die Opfer und das Bekenntnis zu Frieden und Menschlichkeit. Die Veranstaltung richtete sich an alle, die sich mit Literatur, Musik und Austausch an diesem besonderen Tag auseinandersetzen wollten. Auswahl und Rezitation literarischer Texte: Olaf Reitz Lieder, Musik: Erhard Ufermann . Eine Kooperation des Wuppertaler Friedensforums mit Kultur am Rand e.V. 

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Get the Cat – 26.04.2025 ”The Way To My Heart”, so heisst das neue Album und Program von Get the Cat. Für Liebhaber des 12-Takt-Schemas und „blauer“ Noten brachte die dynamische Bluesband ihre einzigartige Mischung aus Blues, Soul, Rock und Funk in die atmosphärische Bandfabrik. Mit ihrer warmen, souligen Stimme begeisterte die Sängerin Melanie Bartsch das Publikum. Die Band präsentierte mit dem Ausnahmegitarristen Jens Filser, dem Bassisten und Komponisten Till Brandt sowie dem Drummer Bernd Oppel ausnahmslos Eigenkompositionen. Der Sound der Band kam zugleich traditionell wie modern, voller Überraschungen und doch irgendwie vertraut rüber. Für „den Weg zum Herz“ gibt es keine Landkarte! Just get on the road and see where it takes you!  

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Denken in Farben – Ein Gesprächsabend mit Frank Hinrichs und Andreas Steffens – 10.04.2025 Anlässlich der Ausstellung „Between Categories” (10.03. - 20.05.2025) hatte die Bandfabrik / Kultur am Rand e.V. zu einem spannenden Gesprächsabend über die Kunst der Malerei eingeladen. Als denkender Maler reflektiert Frank Hinrichs seine Arbeit nicht nur in kunstgeschichtlichen, sondern auch in musikästhetischen und philosophischen Bezügen, die auf seine Malerei einwirken. So entstand eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Philosophen Andreas Steffens . Dessen 2024 erschienene Monografie " Farbgedacht: Der Maler Frank Hinrichs ” ist das jüngste Dokument eines Austauschs in wechselseitiger Wirkung auf die Metiers des Malers und des Philosophen. Der Philosoph : Er erklärt nicht das Werk des Malers, er spricht aus, welches Denken es materialisiert. Der Maler : Er zeigt nicht das Denken des Philosophen, er materialisiert, wovon es handelt. Hier eine kurze Zusammenfassung vom Abend: Andreas Steffens eröffnet das Gespräch zur Halbzeit der Ausstellung von Frank Hinrichs in der Bandfabrik. Er betont, dass sie über die Kunst hinaus auch über das Denken in der Kunst sprechen wollen – besonders über das Denken in der Malerei. Steffens beschreibt Hinrichs als einen „denkenden Maler“, der sich von anderen durch die Tiefe seiner Reflexion unterscheidet. Die Frage steht im Raum, wie stark Denken, Absicht und Planung die künstlerische Arbeit prägen. Frank Hinrichs erklärt, dass Denken und Schaffen bei ihm parallel ablaufen und nicht voneinander zu trennen sind. Er beschreibt seine Arbeit als ein „Fluidum“ oder „Klima“, das von vielen Einflüssen (Technik, Philosophie, Musik, Alltag) gespeist wird. Für ihn ist Kunst weniger zielorientiert, in einem Werk festgeschrieben, sondern ein fortlaufender Prozess, in dem das Werk nur eine Momentaufnahme oder Notation ist – keine abgeschlossene Einheit. Entscheidend sei nicht das Ergebnis, sondern der Weg und die ständige Selbstbefragung im Tun. Er betont die Verbindung von Intuition und Denken, die sich im Schaffensprozess durchdringen. Dabei sieht er auch andere Kunstformen wie Musik als Inspirationsquelle, die ihn emotional wie intellektuell prägen. Kunst sei letztlich der Versuch, das Unfassbare greifbar zu machen – und genau das sei ihr Reiz und ihr Antrieb.  

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Dieter Marenz – Der alte König in seinem Exil – 06.04.2025 Nach einem Buch von Arno Geiger – dargestellt von Dieter Marenz (Psychotherapeut und Schauspieler) In seinem Buch „Der alte König in seinem Exil” schildert Arno Geiger seine Erfahrungen als Sohn, der mit der fortschreitenden Demenz seines Vaters konfrontiert ist. Die Bühnenfassung, inszeniert von Dieter Marenz , bot dem Publikum einen tiefen Einblick in die Reise des Vaters ins Vergessen. Jede Phase dieser Reise wurde durch eine Requisite symbolisiert, die die Nöte und Bedürfnisse eines an Demenz erkrankten Menschen veranschaulichte. Dieter Marenz verkörperte die widersprüchlichen Emotionen des Sohnes – Ungeduld, Liebe, Ratlosigkeit, Ärger, Trauer und Verständnis – in einer fesselnden Darstellung, die es dem Publikum ermöglichte, die Komplexität und die Angst vor dieser Krankheit zu begreifen. Eine Produktion des Wuppertaler Kinder- und Jugendtheaters Bühnenbearbeitung und Regie: Lars Emrich Ausstattung: Noëlle Magali Wörheide Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Hamburg  

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Second Spring – 29.03.2025 Wenn der Nowhere Man auf der Route 66 die roten Lippen der Motorbiene küsst und der Seemann mit Marina Bossa Nova tanzt, dann ist es wieder soweit: Second Spring rockte die Bandfabrik! Die beliebte Langerfelder Oldie-Band brachte mit ihrem frischen, ganz eigenen Akustik-Sound die Erinnerungen zurück an Schmachttolle und Turmfrisuren, an Petticoat und Schlaghose, an das Herzklopfen vor dem ersten Rendezvous, den ersten verschämten Kuss und den ersten Liebeskummer. Es war ein Abend zum Mitsingen und Mitschunkeln, zum Träumen und Tanzen, denn: „Schön war die Zeit“! Impressionen vom Auftritt: Second Spring (Video vom 29.03.2025) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Second Spring sind: Raimund Vach – Gesang, Melodiegitarre Wolfgang Bäcker – Gesang, Gitarre, Bongo, Osterei Wolfgang Frölich – Gesang, Gitarre Roland vom Sondern – Gitarre  

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28.03.2025 Duo Nuss und Nuss Es gibt Songs, die inspirieren und tief bewegen. Sie geben Raum, anders zu kommunizieren und Mut, das Innerste nach Aussen zu kehren. Benyamin Nuss ist ein extrem talentierter Pianist und Komponist, der keine stilistischen Grenzen akzeptiert und dessen Gestaltungsmöglichkeiten daher annähernd unbegrenzt sind. Sein Vater, Ludwig Nuss , ist ein virtuoser Posaunist, der mit seinem Instrument wunderbar zu singen vermag. In der ausverkauften Bandfabrik haben sie dem begeisterten Publikum mal wieder bewiesen, dass zwischen ihnen ein musikalisches Verständnis gewachsen ist, das ihnen die Freiheit gibt, Musikstücke immer wieder neu zu gestalten und zu interpretieren. Einen ausführlichen Bericht gibt es von O-Ton-Wuppertal (PDF-Dokument) Internet: www.benyaminnuss.com  

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Christina Lux – 22.03.2025 Christina Lux flutete die ausverkaufte Bandfabrik mit ihrer warmen, großen Stimme, mit feinsinnigen Texten in deutscher und englischer Sprache, ganz ohne Allüren und Show. Sie ist einfach da. Intensiv und berührend und im nächsten Moment augenzwinkernd und kraftvoll in ihren Gedanken und Songs. Ihre Musik geht tief. Da sind ganz leise Songs mit nur zwei Gitarren und Stimmen bis hin zu großen Arrangements mit überraschender Dynamik und Kraft. Ihr Begleiter Oliver George setzte mit feinem Gespür Lichtpunkte an Sounds, Gitarre und Gesang und so entstand eine wunderbare musikalische Verbindung mit Lux‘ besonderer Art Gitarre zu spielen. Internet: www.christinalux.de Christina Lux – Gesang, Gitarre Oliver George – Gitarre, Gesang  

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The R&B Express – 15.03.2025 „Nichts als die Wahrheit - Rhythm and Blues ist unser Ding!” so beschreibt die Band ihre musikalische Arbeit. Eine „Zugfahrt” in der ausverkauften Bandfabrik durch fünfzig Jahre Musikgeschichte: Hier ein wenig Soul, dort eine gute Portion Rock, etwas Funk, Pop, ein wenig Jazz und – natürlich – Blues. Einmal in Fahrt vermischten sich all diese Einflüsse zu einem eigenständigen Mix in einem für die Band typischen Soundgewand. Leider fehlte krankheitsbedingt Fred „Doc“ Prünte an den Keyboards, aber Frontfrau Linda Meißner setzte der Band mit ihrem unverwechselbaren Gesang trotzdem das sprichwörtliche „i-Tüpfelchen” auf. Einige Gäste hielt es dann nicht mehr auf ihren Stühlen und es wurde heftig gewackelt. R&B Express in der Bandfabrik (Video vom 15.03.2025 – mit freundlicher Genehmigung von R&B Express ) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Internet: www.rnbexpress.de R&B Express : Linda Meißner – Gesang Rolf „Kiki“ Schumacher – Saxophon, Gesang Alex Kelz – Gitarre Michael Beyer – Bass Chicco Moore – Schlagzeug  

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Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen – 13.03.2025 Von den Anfängen in den 1950er Jahren bis zu den heutigen leistungsfähigen Systemen hat sich die Künstliche Intelligenz (KI) zu einem unverzichtbaren Werkzeug in vielen Bereichen des Lebens entwickelt. Moderne KI-Tools bieten zahlreiche Möglichkeiten, uns im Alltag zu unterstützen. Die Meisten kennen die Suchmaschinen im Internet oder die automatisierten Textgenerierungen. Mit KI können wichtige Schreiben an Behörden und andere Institutionen schnell und präzise formuliert werden. Der Einsatz von KI birgt sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Während die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Vereinfachung von Abläufen nahezu unbegrenzt sind, müssen dabei auch ethische und datenschutzrelevante Fragen berücksichtigt werden. An diesem Abend wurde intensiv darüber diskutiert, wie diese Technologie unser Leben verändern kann – unterstützend oder kontrollierend. Michael Vietzke ist seit 35 Jahren in der IT tätig. Er war langjährig Mitarbeiter von Microsoft und hat dabei viel Erfahrung im Daten Management und der KI gesammelt. Er ist in Remscheid engagiert mit den „Netzbegleitern“, um Seniorinnen und Senioren im Umgang mit der Technik zu unterstützen.  

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Farbobjekte, die wie erstarrt wirken (von Bernadette Brutscheid – WZ 13.03.2025) Ausstellung „Between Categories“ des Düsseldorfer Malers Frank Hinrichs in der Bandfabrik „Es ist wohl eine der bedeutendsten Ausstellungen, die wir bisher hier gehabt haben“, findet Erhard Ufermann, Gründer des Kulturzentrums Bandfabrik, das im vergangenen Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen sein Jubiläum feierte. An der Stadtgrenze zwischen Langerfeld und Schwelm gelang hier die Transformation der ehemaligen Fabrik Kettler in ein innovatives Kulturzentrum. Dabei verbindet der Trägerverein „Kultur am Rand“ sein kulturelles Engagement mit einem politischen Anspruch. Momentan ist die Ausstellung „Between Categories“ des Düsseldorfer Malers Frank Hinrichs zu sehen, kuratiert von Andreas Steffens und Matthias Neumann. In Zusammenarbeit mit dem Philosophen Steffens, der 2024 die Monografie „Farbgedacht. Der Maler Frank Hinrichs” herausbrachte, entstanden Serien zu Themen einer materiellen Ästhetik als Wechselspiel zwischen ästhetischem Denken und bildnerischer Aktion. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus den Serien „Skripturen“, „Broken Flowers“, „Utopische Körper“, und „Engramme“. Hinrichs reflektiert als denkender Maler seine Arbeit nicht nur in kunstgeschichtlichen, sondern auch in musikästhetischen und philosophischen Bezügen, die auf seine Malerei einwirken. Die gezeigten Bilder aus „Broken Flowers“ erinnern an Blüten, verwelkte Blätter und Laub. Als visuelle Ereignisse werden hier Farbobjekte gezeigt, die wie im Moment erstarrt, wie festgefroren wirken. Sie sind nicht abstrakt aber auch nicht gegenständlich. Mit zarten Pastelltönen in der Farbgebung wirken sie im kleinen Format von 50 mal 70 Zentimeter, wie auch im großen von 210 mal 160 Zentimeter, das den Titel „Skriptur“ trägt. Sie verlieren nichts von ihrer Intensität, haben gerade in ihrer Zartheit einen starken Ausdruck, geschaffen aus Kunstharz, Steinmehl, Acrylfarbe und Ölfarbe auf Papier. Auch seine „Engramme“ zeichnet die zarte Farbgebung, oft im grün-gelblichen Ton, aus. Wie verschleierte Landschaften wirken sie, mit Hügeln, Sanddünen Seenlandschaften oder Bergen im Hintergrund. Ein Übergang von abstrakter Formbildung in gegenständlich scheinende Landschaften. Die „Utopischen Körper“ fallen durch ihre Farbintensivität ins Auge. Schimmernd leuchten die Werke, wirken in erster Annäherung wie Stahlplatten. Reliefartig scheinen Erhöhungen und Strukturen darauf. Hinrichs setzt das bildnerische Medium der Malerei in intensiver Gestik ein, bringt Farbobjekte als visuelle Ereignisse hervor. Die Anfänge von Hinrichs waren von der Auseinandersetzung mit der Bildhauerei geprägt, dann setzte sich die Malerei als Zeichen seiner Haltung als philosophischer Künstler angemessenes Medium durch. Gesprächsabend zum Thema „Denken in Farbe“ Am Donnerstag, 10. April 2025, findet ein Gesprächsabend über die Kunst der Malerei zum Thema „Denken in Farbe“ mit Frank Hinrichs und Andreas Steffens statt. Beginn ist um 19 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 10. Mai zu sehen. Öffnungszeiten: Im Zusammenhang mit Veranstaltungen und nach Vereinbarung mit dem Büro der Bandfabrik oder dem Künstler: frank.hinrichs@gmx.de. frank-hinrichs-duesseldorf.de  

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Ausstellung – Frank Hinrichs – Between Categories – Vernissage – 09.03.2025 Die Malerei des Düsseldorfer Künstlers Frank Hinrichs verweigert sich den üblichen kunsthistorischen Schemata. Als kontinuierliche materielle Erkundung des bildnerischen Mediums „Malerei” bewegt sie sich „Dazwischen”: „Between Categories” (Morton Feldman). Sie ist weder abstrakt, noch gegenständlich. In intensiver Gestik zeigt sie nichts, sondern bringt Farbobjekte als visuelle Ereignisse hervor. Seine Bilder sind Dokumente des geistigen Geschehens „Malerei”. 1956 geboren, arbeitete Frank Hinrichs nach dem Studium an der Düsseldorfer Akademie bei Alfonso Hüppi zunächst als Bildhauer, um sich dann ganz der Malerei zu widmen. Nach einer zwanzigjährigen Klausur, in der er sich zu einem der originellsten Maler seiner Generation entwickelte, begann er eine erfolgreiche nationale und internationale Ausstellungstätigkeit. In Zusammenarbeit mit dem Philosophen Andreas Steffens entstanden Serien zu Themen einer materiellen Ästhetik, als Wechselspiel zwischen ästhetischem Denken und bildnerischer Aktion. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus den Serien Skripturen, Broken Flowers, Utopische Körper, und Engramme. 2024 erschien die Monografie „Farbgedacht. Der Maler Frank Hinrichs” von Andreas Steffens. Siehe auch Pressebericht "Farbobjekte, die wie erstarrt wirken" von Bernadette Brutscheid (WZ vom 13.03.2025) Am 10.04.2025 fand ein ein Gesprächs-Abend mit Frank Hinrichs und Andreas Steffens über „Denken in Farben” statt. Kuratierung der Ausstellung: Matthias Neumann und Andreas Steffens Ausstellungsdauer: 09.03 - 10.05.2025 Internet: www.frank-hinrichs-duesseldorf.de  

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Wait for June – 08.03.2025 Wait for June formierte sich 2013 im hessischen Wetzlar und ist seitdem in mehr als 100 Konzerten vielseitig auf den Pfaden von Folk, Indie, Rock, ein wenig Funk und bodenständiger Singer/Songwriter-Musik unterwegs. Das Zusammenwirken der unterschiedlichen Stimmen und der Wechsel der vielen Instrumente bringt jedesmal eine ungemeine Spannung auf die Bühne. In der ausverkauften Bandfabrik gab es eine Auswahl von Stücken aus dem aktuellen Album HELLO HELLO, aber auch neue, bisher unveröffentlichte Stücke, die neugierig auf das nächste Album machen. Für jedes Stück gab es eine launige Anmoderation, die es dem Publikum leicht machte, mitzufühlen, mitzusingen, perkussiv mitzuklatschen oder mindestens mitzuschnippen. Die begeisterten Gäste feierten die Gruppe und spendeten ausgiebig Beifall. Als Dank gab es noch zwei mitreissende Zugaben. Es war ein toller Abend für alle Beteiligten. Wait for June in der Bandfabrik (Video vom 08.03.2025 – mit freundlicher Genehmigung von Wait for June ) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Wait For June sind: Jule Jochem – Gesang, Piano, Gitarre, Banjo, Mundharmonika, Akkordeon, Streichinstrumente Manuel Sohn – Gesang, Gitarre, Ukulele, Mandoline Florian Müller – Bass, Gesang Dennis Nauheim – Schlagzeug/Percussion, Akkordeon, Glockenspiel. Internet: www.waitforjune.de  

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28.02.2025 Andreas Bär Quartett Das Baritonsaxofon ist der Mittelpunkt einer Reihe von Stücken, die Andreas Bär für eine Jazz Band komponiert hat. Bär formte die entspannten tiefen Schwingungen des Baritons zu bewegenden Melodielinien, die von Jonas Windscheid (Gitarre), Stefan Berger (Kontrabass) und Thomas Wörle (Schlagzeug) zu kunstvollen Klängen verwoben wurden. Das Resultat: Mal mit düsteren, emotionalen, schnellen groovenden, mal mit relaxten Stücken wurde das begeisterte Publikum mitgenommen in einen kurzweiligen Abend. Für zusätzliche Auflockerungen sorgten zwischendrin die witzig skurrilen Ansagen von Andreas Bär. Andreas Bär Quartett: Andreas Bär – Saxophon Jonas Windscheid – Gitarre Stefan Berger – Kontrabass Thomas Wörle – Schlagzeug  

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Jetzt erst Recht! – 22.02.2025 Eine musikalisch-literarische Reise nach Utopia Kriege, Dürren, Überschwemmungen und durchgeknallte Politiker all überall... „Jetzt erst Recht!“ handelt von den positiven Seiten des Menschen: Von seinem Drang nach Freiheit und Gerechtigkeit, von seinem Gemeinsinn und seiner Sehnsucht nach Utopia. Inspiriert wurde das Text- & Musik-Programm des Basta-Theaters von den Bestsellern des Autors Rutger Bregmann: „Im Grunde gut“ & „Utopien für Realisten“. Zitate, Storys und Statistiken aus diesen Büchern rundeten das Programm ab und machten Mut, weiter zu träumen und zu kämpfen – trotz alledem! Mit Gesang, Akkordeon, Harp, Bass, Trompete, Flügelhorn und Schlagzeug surft das Basta Theater irgendwo zwischen Reggae und Blues, Rock und Folk, Jazz und Singer- Songwriting. Die rotzfrechen und auf Deutsch gesungenen Songs wurden extra auf die Inhalte des Programms „Jetzt erst Recht!“ zugeschnitten und stammen überwiegend aus der eigenen Feder – gespickt mit Anleihen bei Manu Chao, Sting oder Rio Reiser. Das Publikum in der Bandfabrik erlebte einen anrührenden Abend mit wundervoller Bandbesetzung. Rudi Rhode – Texte, Gesang, Akkordeon, Harp Michael Gustorff –Bass Moritz Schniedergers – Drums Marijke Gustorff – Trompete, Flügelhorn  

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Marijke & Michiel Wiesenekker – Amsterdams Gitaar en Mandoline Duo – 16.02.2025 Es begann mit einem wunderschönen Sonntagnachmittag, an dem auch Familien mit Kindern zum Konzert kamen. Nachdem die traditionellen Schmalzbrote vertilgt waren, folgte ein großartiges Konzert vom Geschwisterpaar Marijke und Michiel Wiesenekker , die seit vielen Jahren als Amsterdams Guitaar en Mandoline Duo im In– und Ausland unterwegs sind. Die Bandfabrik war gut besucht und die Gäste begeistert über das aus vielen unterschiedlichen Stilrichtungen zusammengesetzte und brillant dargebotene Programm. Marijke & Michiel Wiesenekker (Video vom 16.02.2025 – mit freundlicher Genehmigung von Marijke und Michiel) Hinweis : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Für mehr Information sowie Hörbeispiele: www.wiesenekker.com  

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Texte & Töne – Olaf Reitz • Andre Enthöfer – Kurz vor der Wahl – 13.02.2025 Die Angriffe auf die Demokratie erfolgen von allen Seiten. Selbst die etablierten Parteien der sog. Mitte stellen Werte in Frage, die bisher als unangreifbar im Konsens galten. Kurz vor der Wahl wurden in der Reihe „Texte & Töne“ höchst aktuelle Texte gelesen, die eine provokant-politische Bedeutung haben. Manchmal sind es Kommentare journalistischer Beobachter*innen zu gegenwärtigen Entwicklungen. Manchmal Karikaturen oder literarische Skizzen. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen Andre Enthöfers (Klarinette, Saxophon) griffen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen ließen. Wir danken sehr für die Förderung der Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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HEBE – Emotions – 01.02.2025 HEBE (Künstlername) ist eine junge Sängerin und Songwriterin aus den Niederlanden, die in den letzten Jahren Zuhörerinnen und Zuhörer rund um den Globus erreichte. Sie erkundet ständig neue Stile, fühlt sich aber im organischen, Soul-beeinflussten Elektro-Pop zu Hause. Nach drei erfolgreichen EPs, die zwischen 2015 und 2023 veröffentlicht wurden, fand ihre intime Live-Performance von "Cards On The Table" bei den UK Mahogany Sessions im Jahr 2020 einen Platz neben Künstlern wie Rhye, Birdy und Billie Eilish. Eine großartige Anerkennung bekam sie für ihre letzten Single "Afraid of Being Hurt". Sie wurde für die US-Fernsehserie "Couples Therapy" als Titelsong ausgewählt. “HEBE isn’t ashamed of expressing her emotion” (MUSIC WEEK). Es traten auf : Hebe Vrijhof – voc, keyb Sander de Bie – voc, git Internet: www.hebeofficial.com  

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31.01.2025 Simon Kuhn Quartett Nein, hier geht's nicht um die Reanimation von Paul Kuhn! Es handelt sich vielmehr um die Enkel-Generation – ganz ohne verwandtschaftliche Beziehung. Das Quartett um den Schlagzeuger Simon Kuhn vereint Einflüsse von Post Bop und Modern Jazz bis Neo-Klassik. Beim Auftritt in der Bandfabrik bot das Quartett vielfältige Klangfarben, mit denen die Kompositionen der Bandmitglieder sowohl kantig als auch sphärisch präzise in Szene gesetzt wurden. Stücke von zeitgenössischen Komponisten wie Immanuel Wilkins, Ralph Towner und Jason Palmer wurden durch Improvisationen und Übergänge in die Sets verwoben. Ganz ohne Zugaberufe wurde ein Stück sogar zweimal (an)gespielt, was von Simon Kuhn launig kommentiert wurde. Das zahlreich erschienene Publikum bedankte sich für das tolle Konzert mit langem Applaus und bekam dafür natürlich eine wunderbare Zugabe. Simon Kuhn Quartett – Waterwheel (Video vom 31.01.2025 – mit freundlicher Genehmigung des Simon Kuhn Quartetts) Hinweise : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. Die Band wurde in 2024 von der Dörken-Stiftung ausgezeichnet. Besetzung : Ania Badura – Geige Jan Schrüllkamp – Gitarre Kevin Hemkemeier – Bass Simon Kuhn – Schlagzeug Wir sind für die Kooperation mit der Dörken-Stiftung sehr dankbar!  

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„Ich glaube nicht, dass es nötig ist, zu kürzen“ (von Caroline Büsgen – WZ 30.01.2025) SPD-Landtagsabgeordneter Andreas Bialas sprach in der Bandfabrik über finanzielle Einschnitte in der Kultur Zu einer gleichermaßen kulinarischen, geselligen und informativen Veranstaltung trafen sich jetzt Kulturinteressierte im Kulturzentrum Bandfabrik. Nach dem Genuss eines Winter-Eintopfes verfolgten die Gäste ein Gespräch zwischen dem Landtagsabgeordneten Andreas Bialas (SPD) und der Moderatorin und Autorin Annette Hager zum Thema Mittelkürzungen im Bereich der Kultur. Gastgeber Erhard Ufermann begrüßte die Gäste im Kulturzentrum an der Schwelmer Straße und nahm angesichts des Veranstaltungsformats „Am Küchentisch“ Bezug auf die Wahlkampfstrategie von Vizekanzler Robert Habeck. Der präsentiert sich den Wählern jovial-privat an einem Küchentisch. „Wir haben dieses Format schon seit drei Jahren. Dabei geht es um eine Verbindung von Sinnlichkeit, Information und Diskurs“, freut sich der Hausherr über die gut besuchte Vorstellung. Entscheidungen würden nicht auf dem Sofa, sondern am Küchentisch getroffen, erläuterte er augenzwinkernd. Vor die Sinnlichkeit in Form des Genusses eines dampfenden Winter-Eintopfes setzte Ufermann knallharte Fakten: 35 000 Menschen hätten sich im vergangenen Jahr demonstrierend gegen Kürzungen im sozialen Bereich empört, mit 83 Millionen Euro bezifferte Erhard Ufermann das Sparpaket, das unter anderem die Bereiche Migration und Integration, psychosoziale Zentren, Eingliederungshilfen, Langzeitarbeitslose oder das Jobcenter trifft. Die Tische – wie in der heimischen Stube – hübsch mit Sets, Blumen, Teelichtern und Brotkörbchen dekoriert, das Besteck bereitliegend, kredenzte das Team der Bandfabrik den Gästen ein kleines Essen, und die Gäste folgten der Aufforderung zum Nachschlag gerne und reichlich. Weil auch die Musik an einem geselligen Abend nicht fehlen darf, sorgte der Bassist und Gitarrist Harald Eller mit einem Daxophon – ein in Wuppertal von Hans Reichel erfundenes Instrument – für ein Klangfaszinosum. Ein Geigenbogen korrespondiert mit einem Holzbrettchen, bringt jaulende, fauchende, wispernde, flirrende, hallende und rülpsende Töne hervor. Wie wispernde Elfenstimmen, die hundertfach von geheimnisvollen Wänden verwunschener Paläste widerhallten, muteten einige der Klangpassagen an. Klingende Dialoge, zärtliches Flüstern, heftigste Dispute, hysterisches Wüten – Harald Eller ist einer der wenigen Virtuosen an diesem skurril-experimentellen onomatopoetischen Instrument mit psychedelischen Ambitionen. In seiner Anmoderation zitierte Erhard Ufermann mit Eva Maria Welskop-Deffaa die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes: „Nicht, dass gespart wir, sondern wie gespart werden soll, ist schockierend“, nahm der Veranstalter als Aufhänger für die Veranstaltung, in der es um die Folgen der massiven Einsparungen im Kulturbetrieb ging. Während die Folgen der geplanten Kürzungen in den sozialen Haushalten den Menschen allmählich bewusst würden, verliefe die Einschränkung der öffentlichen Mittel für die Kulturszene weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit, stimmte Erhard Ufermann auf das folgende Gespräch zwischen dem kulturpolitischen Sprecher der SPD und Annette Hager ein. Der Stadtteilbürgermeister von Langerfeld-Beyenburg, Andreas Bialas, skizzierte Stationen seiner Kindheit in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und seiner beruflichen Karriere bei Bundeswehr, Polizei und in der Politik. Mittelkürzungen im Bereich der Bibliotheken sind „katastrophal“ Weshalb es gerade die Position des kulturpolitischen Sprechers habe sein sollen, wollte Annette Hager wissen, welche Bedeutung die Kultur für Andreas Bialas habe. Mit viel Selbstironie entgegnete er, es habe sich halt niemand anders gefunden. Bücher und das Lesen sein für ihn immer sehr wichtig gewesen: „Lesen ist doch der Schlüssel, zu versuchen, die Welt zu verstehen“, brach er eine Lanze für diese Kulturfähigkeit. Insofern halte er Mittelkürzungen gerade im Bereich der Bibliotheken für katastrophal. Vonseiten des Veranstalters gab es auch eine Momentaufnahme der aktuellen Tendenzen: „Demokratische Umgangsformen gehen den Bach runter, und die Mittel der Kultur sind nicht mehr sicher“, konstatierte er. Bezogen auf das Thema des Abends bezog Andreas Bialas Position: „Ich glaube nicht, dass es nötig ist, zu kürzen!“, und er bewertete es als „dumm“, dass auch in Nordrhein-Westfalen besonders auf dem Sektor der „freien Szene“ massiv gespart werden solle. Hauptgeldgeber für die Kultur seien die Kommunen. Insofern sei deren solide Grundfinanzierung die Voraussetzung für einen lebendigen Kulturbetrieb. Die finanzielle Ausstattung der klassischen Kulturdisziplinen Konzert, Theater, Oper sei gesichert, aber gerade sozio-kulturelle Zentren – hier führte er etwa die börse in Wuppertal an – seien von den Kürzungen massiv betroffen. Dabei böten sie in besonderem Maße Möglichkeiten der Begegnung und des sozialen Lebens in Kombination mit einem Kulturgenuss, der nicht nur auf die Bedürfnisse der Bildungsbürger zugeschnitten ist: „Kunst und Kultur ermöglichen doch andere Blickpunkte auf die Welt. Um sie vielleicht auch besser ertragen zu können. Kultur erzählt Geschichten über diese Welt, auch auf unterhaltsame Weise. Sie löst Emotionen aus“, sah Bialas die Kultur auch als Möglichkeit, die sozialen Einschränkungen, die aufgrund der Pandemie viele Menschen in die Einsamkeit geführt hätten, wenigstens teilweise aufzuarbeiten.  

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28.01.2025 Andreas Bialas im Gespräch mit Annette Hager Während die Folgen der geplanten Kürzungen in den sozialen Haushalten den Bürgerinnen und Bürgern langsam bewusst werden, laufen die Einschränkungen der öffentlichen Mittel für die Kulturszene weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit. Mit Kunst und Kultur verbinden selbst Kulturschaffende oft noch individuelle Selbstverwirklichung und bürgerliche Bedürfnisbefriedigung. Was aber bedeuten die avisierten Mittelkürzungen auf allen Förderebenen für die Entwicklung unserer Gesellschaft? Was hat Kultur mit Sozialetats zu tun? Diese und thematisch angrenzende Fragen wurden zwischen Andreas Bialas (Kulturpolitischer Sprecher der SPD im Landtag NRW und zugleich Bezirksbürgermeister im Quartier Langerfeld-Beyenburg) und Annette Hager (Journalistin u.a. beim WDR sowie Autorin und Moderatorin) diskutiert. Auch das zahlreich erschienene Publikum beteiligte sich an der intensiven Diskussion. Musik : Harald Eller Aufgetischt : Ein Eintopf mit Wintergemüse, der bei der gesellschaftlichen Kälte satt und warm macht. Wir danken dem Café PRIO (Wuppertaler Stadtmission, Werth 87) für die Zusammenarbeit und fürs lecker Kochen.  

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Tierra Negra – 25.01.2025 Ritmo del Mar Das international bekannte Gitarrenduo „Tierra Negra” hat mit seiner mediterranen Gitarrenmusik mitten im Winter warme Sonnenstrahlen nach Wuppertal gebracht. Dass Musik ihre größte Leidenschaft ist, spürte und hörte man. Als Tierra Negra in ihren erzählerischen Stücken Popklänge gekonnt mit spanischen Flamenco-Elementen vermischten, produzierten die virtuosen Gitarristen bildreiche und lebensfrohe Musik und nahmen das Publikum mit zu geheimen Schauplätzen in Südfrankreich und Spanien. Es war faszinierend zu beobachten, wie intensiv Leo Heinrichs und Raughi Ebert musikalisch miteinander kommunizierten, sich Themen und Rhythmen wie Spielbälle zuwarfen. Im Ergebnis entstand Musik voller Temperament, Gefühl und Leidenschaft, die das Konzert für das Publikum in der Bandfabrik zum Kino für die Ohren werden ließ. Tierra Negra in der Bandfabrik (Video vom 25.01.2025 – mit freundlicher Genehmigung von Tierra Negra) Hinweise : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet. www.tierranegra.de  

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Patrick Stanke – Mein Weg – 29.12.2024 Mit den größten Hits seiner Karriere präsentiert und interpretiert Patrick Stanke die Musicalwelt auf seine ganz eigene und charmante Weise. Patrick Stanke spielte in den letzten 20 Jahren die Hauptrollen in unzähligen Musicals und begeistert sein Publikum immer wieder mit seiner Wandlungsfähigkeit und seiner spektakulären Stimme. Zu seinen größten Erfolgen gehören die Musicals Les Miserables, Aida, Titanic, Jesus Christ Superstar, Rebecca, Dracula, Das Phantom der Oper, Drei Musketiere, Jekyll und Hyde, aber auch historische Musicals wie Mozart, Marie Antoinette oder Artus. In seinem Soloprogramm „ Patrick Stanke - Mein Weg ", führte er in der ausverkauften Bandfabrik das faszinierte Publikum durch seine variantenreiche Karriere, die neben den größten Musical-Hits und vielen kleinen Anekdoten auch einiges an Pop und Rockmusik bietet. Eine Kooperation mit dem Management von Patrick Stanke.  

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Ladies Harmonie – Christmas Songs & more – 15.12.2024 Unter dem Motto „Christmas Songs & more“ präsentierten die Ladies bei Kaffee und Kuchen Lieder aus dem aktuellen Jubiläumsprogramm, Weihnachtslieder und Weihnachtslieder zum Mitsingen. Der Chor bot ein abwechslungsreiches Repertoire von sowohl besinnlichen als auch beschwingten, nicht nur weihnachtlichen Melodien. Die vielen Gäste der ausverkauften Veranstaltung haben kräftig mitgesungen und für eine gute Stimmung gesorgt. Leonidas Touroutoglou – Klavier Svetlana Stenin – Gesamtleitung  

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*25* Iontach – 13.12.2024 Die Band Iontach feiert dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen und ist in dieser Zeit schon x-mal in der Bandfabrik aufgetreten. Sie haben sich sehr geehrt gefühlt, dass sie zum 25-jährigen Jubiläum der Bandfabrik wieder hier auftreten durften. In der Zusammensetzung Siobhán Kennedy , Nick Wiseman-Ellis und Jens Kommnick spielen sie seit 2016 zusammen. Ihre abwechslungsreichen Stücke – zum Teil aus ihrem aktuellen (Weihnachts-) Album „The Season of Mirth and of Glee” – boten sensiblen, mehrstimmigen Harmoniegesang und feine Arrangements schwungvoller Tanzmusik und lyrischer Melodien. Das begeisterte und angerührte Publikum lernte auch, dass der Jig in der irischen Musik ein einfacher Dreier-Rhythmus (im 6/8-Takt) ist und eine Verbindung zu Wuppertal hat: Die erste und die vierte Schlagzeit wird betont und hilfsweise so gesprochen: „ WUP - per - tal - LANG - er - feld”. An diesem Abend wurde das breite Spektrum ihres Instrumentariums zum Klingen gebracht: Flöten, Geigen, Akkordeon, Concertina, Gitarre, Bouzouki, Cello, Piano, Irischer Dudelsack und Stimme. Zwischen den Stücken haben die Drei mit ihrer sympathischen und humorvollen Moderation viele Lacher geerntet. Das begeisterte Publikum bedankte sich mit langem und lautem Applaus und bekam dafür zwei wundervolle Zugaben. Der gesamte Abend war wieder ein echter Höhepunkt im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen der Bandfabrik.. www.iontach.de Iontach sind: Siobhán Kennedy – sie stammt aus Dundalk, Co. Louth, Irland und wuchs in einer Musikerfamilie auf. Dabei kam sie schon früh mit traditioneller irischer Musik in Kontakt. Sie spielte in der Céilí-Band „Siamsa” und gewann mit ihr mehrfach die „All Ireland Championships”. Sie ist bekannt für ihre Vielseitigkeit und beherrscht mehrere Instrumente, darunter die irische Holzquerflöte, Tin Whistles, Geige und Concertina. Sie ist auch eine versierte Sängerin und Steptänzerin. Jens Kommnick – er ist ein vielseitiger deutscher Musiker, Komponist und Arrangeur. Besonders bekannt ist er für seinen „Celtic Fingerstyle” auf der akustischen Gitarre, wobei er auch Elemente aus Klassik, Jazz und Rock in seine Musik einfließen lässt. Nick Wiseman-Ellis – er kommt aus Norwich, England, studierte Folkmusik (Akkordeon und Fiddle) an der Universität in Newcastle und schloss sein Studium mit einem "BMus 1st Class Honours Degree" ab, dem höchsten akademischen Grad, den man im Rahmen eines Musikstudiums in Großbritannien erreichen kann. Iontach – The Dancing Deacon / Time For Tea (Video vom 13.12.2024 – mit freundlicher Genehmigung von Iontach) Hinweise : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet.  

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Julia Nikolajczyk • Thorsten Schäffer • Udo Kempen – Winterzauber – 08.12.2024 Julia Nikolajczyk , Thorsten Schäffer und Udo Kempen präsentierten unter dem Titel " Winterzauber " ein Weihnachtsprogramm mit bekannten und beliebten Melodien. In der Bandfabrik gönnten sich die Gäste eine Auszeit vom vorweihnachtlichen Stress und wurden in die musikalische Welt der Weihnacht entführt. Zum Heiligabend sind sie aber bestimmt wieder zurück. Die Mezzosopranistin Julia Nikolajczyk und der Pianist Thorsten Schäffer trafen sich 2013 in Wuppertal. Die musikalische Chemie passte sofort und so begannen sie schnell gemeinsame Projekte zu entwickeln. Neben dem Pop- Projekt „Let my music speak”, wo beide Künstler ihre eigenen Pop-Kompositionen aus 2 Jahrzehnten auf die Bühne gebracht haben, gibt es mittlerweile zahlreiche Programme im Bereich Oper, Operette und Musical, in denen sie sich gleichermaßen zu Hause fühlen. 2023 brachten sie gemeinsam mit dem Schlagzeuger Udo Kempen das Schlager-Programm „Ich zähle täglich meine Sorgen” auf die Bühne, mit dem sie bis heute sehr erfolgreich unterwegs sind.  

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Trio Female – Zweiteiliger klingender Adventskalender – 06.12.2024 Der klingende Adventskalender. Ein musikalischer Gang durch den Advent zum Mitmachen. Nach dem Motto "Vorfreude ist bekanntlich die beste Freude" hatte das Trio Female einen klingenden Adventskalender mitgebracht. Im ersten Teil der Veranstaltung am Nachmittag durften Kindergartenkinder, Grundschulkinder und natürlich „erwachsene Kinder" fleißig auspacken, mitraten und mitsingen, denn hinter jedem der 24 Türchen versteckte sich eine klangvolle Überraschung. So machte der Advent den Kindern und auch ihren Eltern noch mal besonders Spaß. Im zweiten Teil am Abend sangen die Damen vom Trio Female traditionelle Advents- und Weihnachtslieder. Die Gäste wurden bei dem einen oder anderen Lied zum kräftigen Mitsingen eingeladen – und wer nicht die Traute hatte mitzusingen, bekam von der Bandfabrik einen lockernden Punsch spendiert! Dieser Abend in der Bandfabrik bot nicht nur Gesang auf hohem Niveau, sondern hat auch – dank des anregenden Getränkes – zum fröhlichen Mitsingen der Weihnachtslieder animiert. Das Trio Female besteht aus: Hayat Chaoui : Mehrfach ausgezeichnete Sängerin und Gesangspädagogin; Veröffentlichungen von mehreren im deutschsprachigen Raum prämierten Büchern im interkulturellen Kontext; Leiterin des interkulturellen Frauenchores der Bergischen Musikschule WoW - Women of Wuppertal, mit dem sie 2024 beim Internationalen Choral-Meeting in Marrakesch war; Fachbetreuerin "Gesang" in der Bergischen Musikschule. Ilham Chaoui : Mitinhaberin einer logopädischen Praxis in Frankfurt; singt wie ihre Schwester seit Kindesbeinen an; entschied sich gegen eine professionelle Karriere als Sängerin, singt aber ambitioniert in Chören und verschiedenen Ensembles. Cornelia Eiselt : Mitarbeiterin bei einer großen Bank; Kirchenmusikerin und Multi-Instrumentalistin; hat mit den Chaoui-Schwestern zusammen in bundesweit preisgekrönten Ensembles gesungen.  

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Antigua Quartett – 01.12.2024 Trovador Das Quartett Antigua lässt sich nicht in musikalische Schubladen sperren. Antigua verbindet leichtfüßig europäischen Gypsy-Jazz mit lateinamerikanischer Musik und schafft ganz nebenbei mit brillanten Eigenkompositionen etwas Neues: Es klingt retro und modern zugleich, der Tradition verpflichtet, aber den Blick bzw. das Ohr nach vorne gewandt. Mit Texten in fünf Sprachen wurde das Konzert von Antigua zur poetisch-musikalischen Weltreise. Antigua hatte ihr neues Album im Gitarrenkoffer: Trovador, Album 2024, veröffentlicht bei Lädy Bäm Records ( www.laedybaem.de ). Antigua sind: Elsa Johanna Mohr – Gesang und Percussion Frank Brempel – Geige José Díaz de León – Gitarre und Gesang Stefan Berger – Kontrabass www.antigua.band  

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29.11.2024 JAZZPOOL NRW spielt Hip*pster Das Ensemble JAZZPOOL NRW bestritt einen Set mit Stücken von Jutta Hipp - die deutsche Jazz-Ikone der „vor Free Jazz Zeit“. Das Set wurde ergänzt um volksliedhaft modulierte, zeitgenössische Jazzstücke, die ihre Schweizer Herkunft auch durch eine Prise regionaltypischen Humors hörbar werden ließen. Das kam beim Publikum bestens an und der Auftritt wurde entsprechend gefeiert. Nach mehreren Zugaben konnte man feststellen: Dieser Jazz-Abend in der Bandfabrik war wieder ein absolutes Highlight. Die Bildserie (s.u.) ist zwar ohne Ton, vermittelt aber trotzdem einen guten Eindruck von der Intensität des Abends. Hintergrund : Als Oberthema für das 2024er Projekt des „JAZZPOOL NRW“ (Konzept und Realisation: Wolfgang Schmidtke und Peter Weiss ) lässt sich der Begriff ’Herkunft’ nennen. Das zu jeder Kunstgattung eine geografische und soziale Ortung gehört, ist aktuell ein viel diskutiertes Thema im kulturpolitischen Diskurs. Den Jazz als primär amerikanische Kunstform zu sehen, ist seit Mitte der 1960er Jahren obsolet. Die europäische Sicht des Free Jazz bzw. der Improvisierten Musik waren so radikal anders, dass der eigene europäische Weg damit manifestiert wurde. Ensemble 24: Carlotta Ribbe – Vibraphon Matthias Spillmann – Trompete Wolfgang Schmidtke – Tenor Sax Ekkehard Sassenhausen – Bari Sax Clara Haberkamp – Klavier Genevieve O’Driscoll – Bass Peter Weiss – Drums  

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Für einen Tag nach Paris (von Martin Hagemeyer – WZ 29.11.2024) Claudia Scheer van Erp zeigt „10 more steps“ in der Bandfabrik Die Entstehung der Schau zählt wohl zu den Elementen von „10 more steps“, die besonders bemerkenswert sind: Für einen Tag nur, rund 24 Stunden, reiste Claudia Scheer van Erp nach Paris, nahm Fotos auf und trat den Rückweg an – wählerisch, sorgsam, aber knapp und konzentriert. Daraus wurde eine Ausstellung, die weniger Frankreichs Hauptstadt erwartbar zeigt, mehr Großstädtisches schlechthin – das Tempo inbegriffen. Scheer van Erp ist Fotografin, hat außer künstlerisch auch in Bereichen Mode sowie Porträt gearbeitet. Ein besonderes Interesse gilt dem Recycling, Neu-Nutzen als künstlerisches Prinzip. Anlass für die neue Schau war die Zusammenarbeit mit dem Philosophen Andreas Steffens, der das Thema Ankunft an fremden Orten in einem Text behandelte – samt der Erfahrung, „nicht richtig anzukommen“. Scheer van Erp entwickelte dazu nun fotografische Variationen – daher der produktive, kreative Kurz-Trip. Freilich bildet die Schau nicht exakt ihren Anteil an dem Duo-Projekt ab, und ein Grund ist, dass Steffens einst nach Paris kam, um dort zu leben – ein anderer Hintergrund, um Ankommen zu reflektieren oder auch zu vermissen. „Momente, die melancholisch machen“, sieht denn die Künstlerin auch als nur eine Facette ihrer Bilder; auch „Glück“ könne Teil der Ankunfts-Erfahrung sein. Keineswegs erstmals war Scheer van Erp für das Projekt in der französischen Hauptstadt; von früheren Besuchen, sagt sie, kenne sie Paris recht gut. Genau dies gehört etwa zum Kontext der Serie im Hauptraum, die ebenso kleinteilig ist wie einnehmend – und fast übersehen lässt, dass gleich daneben (exakt ein Mal und spannend verfremdet) der Eiffelturm hängt: Drei Reihen von Detailaufnahmen, viele Orte kennt sie eben, doch jedes Szenario ist ein Momenteindruck. Habseligkeiten wohl eines Obdachlosen fallen auf einem an der Seine in den Blick, auf einem liegt vor einem Lokal ein Pappbecher, bald darauf war er fraglos weggeweht. Die viel gereiste Künstlerin (sie lebte in Brasilien, war in New York und Singapur) zeigte ihr Schaffen zuletzt beim Neuen Kunstverein („Weg-Projekt“, 2023) und zwei Jahre zuvor im Foyer des Schauspielhauses („Heimatlos“). Präsent, aber wenig betont als Person begleitet die Fotografin seit Langem Wuppertals Kulturszene dokumentarisch. Von „Heimatlos“, zur Zeit von Corona, datiert eine verstärkte Hinwendung zum Objekthaften. Beim Zuhören merkt man: Es muss eine gewisse Umorientierung gewesen sein. Erträge davon finden sich nun bei „10 more steps“ auf mehrerlei Weise. Objekt im klarsten Sinn ist sicher jenes Exponat, das als einziges nicht-flächig ist: Von der Decke hängt ein bedruckter Streifen, geballt, fast wie geknüllt. Die Form ist allerdings nicht fix: Noch begleitend zur Schau legt die Künstlerin Hand an – und bei der Finissage am 22. Dezember könnte das Werk sich etwa bis zum Boden erstrecken. Verknüpft mit „Heimatlos“ ist in der Bandfabrik auch der Entschluss zu einer Art der Präsentation, wie sie so nur in diesem Raum möglich ist: Damals hatten ihre Fotos den Weg an die Fenster zum Atrium gefunden – Teil der unverwechselbaren Architektur des Hauses an der Bundesallee. In der Bandfabrik nun wurden ebenfalls Scheiben zur Ausstellungsfläche, und zwar über Ebenen hinweg: Nicht nur auf zwei Fenstern des historischen Fabrikgebäudes zeigt sich ein Flusspanorama, es zieht sich geklebt auch weit über die Wandteile nebenan und dazwischen. Stichwort „Großstadt-Themen“: Geschwindigkeit vermitteln etwa drei gereihte Großformate an der Wand im zweiten Raum – überhaupt alles dort zeigt bewusst unscharfe Konturen, lässt sofort an Bewegung denken. „Ein Verschwimmen – auch der Zustände“, kommentiert die Künstlerin dazu. Und man wird sagen dürfen, auch wenn Frankophile wohl manche Ansicht leicht lokalisieren könnten: Hier zeigt sich Flüchtigkeit, nicht eigens französisch – Aspekt von Metropolen allgemein. Ein persönlicher Blick auf die Stadt Bei allem, was bei „10 more steps“ allgemein als Merkmal vieler Großstädte lesbar sein mag: Dass ihr persönlicher Blick auf Paris einer ist, in dem auch andere genau diese Stadt wiedererkennen, scheint von kompetenter Seite längst bestätigt. Zwei Französinnen habe sie Fotos der Detail-Serie einst gezeigt (nicht zur Langenfelder Schau, man traf sich auf einer der Reisen), und diese hätten spontan kommentiert: „Das ist wie von dort.“ Zu sehen ist „10 more steps“ noch bis zum 22. Dezember an Veranstaltungsabenden der Bandfabrik und individuell nach Vereinbarung via scheerp@scheerp.de  

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Texte & Töne – Olaf Reitz • Andre Enthöfer – Gegen Ende des Jahres – 28.11.2024 Das Alleinstellungsmerkmal der Reihe „Texte & Töne“ , die sich in der Bandfabrik etabliert hat: Es werden höchst aktuelle Texte gelesen, die eine literarische und zugleich politische Bedeutung haben. Manchmal sind es Kommentare journalistischer Beobachter*innen zu gegenwärtigen Entwicklungen. Manchmal Karikaturen oder literarische Skizzen. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen Andre Enthöfer (Klarinette, Saxophon) greifen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen lassen. Wir danken sehr für die Förderung der Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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Momente der Stille und Ruhe – Lesung mit Musik – 24.11.2024 Eine Annäherung In einer multimedialen Umwelt mit ihrer permanenten Beschallung und Reizüberflutung, ihrem Lärm und ihrer andauernden Unruh gelingt es nur noch selten, Stille und Ruhe zu finden. Dabei sind sie existentielle Bedürfnisse des Menschen. Sie können beglücken und bereichern, begleiten intime Momente. Stille meint nicht Sprachohnmacht, Sprachbarrieren, nicht mehr miteinander reden zu können. Stille meint Momente, die wir lieben lernen können. Am sog. Ewigkeitssonntag (Totensonntag) brachten Hartmut Krüpe-Silbersiepe, Uwe Rahn und Stefan Wiesbrock mit Texten und musikalischen Interventionen die Magie näher, die von Stille und Ruhe ausgeht.  

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Felix Janosa • Uli Wewelsiep – Die Beatles, das Universum und der Rest – 22.11.2024 Ein ganz besonderes Beatles-Event boten der Komponist und Autor Felix Janosa ("Ritter Rost") aus Stolberg und der vielen Wuppertalern bestens bekannte Jazz- und Musicalsänger Uli Wewelsiep . Für diesen quicklebendigen Beatles-Abend waren nicht nur Zeitzeugen, sondern mehrere Beatles-Generationen gekommen – zum Staunen und Mitsingen. Zusätzlich zu bekannten Beatles-Songs hat Felix Janosa vor allem „Beatles Poetry” zum Besten gegeben – eigene Texte zu den Fab Four und Interessantes wie Humorvolles aus seinen beiden Beatles-Büchern "Across The Beatles Universe" (BoD – Books on Demand) und "Die Beatles, das Universum und der Rest" (Ueberreuter Verlag). Weitere musikalische Gäste: Matthias Goebel – Vibraphon Der a capella Chor (der „kleine Enchor”): Jasmin Strich – Sopran Andrea Dahlhaus – Alt Wolfgang Willimek – Tenor Uli Wewelsiep – Bass 

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Viele bitterböse Lieder hautnah (von Lilo Ingenlath-Gegic – WZ 18.11.2024) Generalmusikdirektor Patrick Hahn präsentiert in der Langerfelder Bandfabrik Chansons von Georg Kreisler Patrick Hahn liebt es, die bissig-amüsanten Lieder von Georg Kreisler zu singen. Am Freitag präsentierte er „böse Lieder“ in einer besonderen Atmosphäre, ganz nah am Publikum in der Langerfelder Bandfabrik. Mit „Sport ist gesund“ startet Hahn schwungvoll sein Programm. Süffisant besingt er die dramatischen und tödlichen Folgen des Sports. Das Publikum hört begeistert zu, der Funke springt sofort über. Ebenso wortgewandt wie Georg Kreisler (1922-2011) singt Hahn in rasanten Wortkaskaden die Eintragungen unter „Vau“ im Wiener Telefonbuch und hat die Lacher auf seiner Seite. Viermal schon füllte Patrick Hahn mit einem Kreisler-Abend die 700 Plätze im Opernhaus, Anfang November präsentierte er Kreisler in der Semper-Bar in Dresden, wo er an der Semperoper eine Strauss-Oper dirigiert. Er füllt große Säle. Nun präsentiert er Kreislers schwarzhumorige Lieder in der Bandfabrik ganz nah am Publikum, vor „nur“ 65 Menschen – mehr passen nicht in den schönen alten Fabrikraum. Musik und Text, Humor, die Reaktionen darauf und die Lacher, alles ist direkt, wirkt unmittelbar. Raum und Atmosphäre sind genau richtig für diesen Liederabend. Auch Kreisler präsentierte seine Lieder in kleinem Kreis, gern in Bars. In den 1960er- und 1970er-Jahren fanden die Chansons des Pazifisten und Anarchisten Georg Kreisler bei der großen Masse kein Gehör. Patrick Hahn, bekannt als Generalmusikdirektor des Wuppertaler Sinfonieorchesters, begleitet sich selbst am Klavier, singt mit viel Groove ein bitterböses Lied über Gelsenkirchen, bekommt besonders viel Beifall für „I hab kei Lust“ - eine Aufforderung zum Ungehorsam – und führt mit humorvoller Moderation durch den Abend. Hahn zeigt auch sein komödiantisches Talent Beim Lied vom „Musikkritiker“ betont er genüsslich die Zeile „weil ich unmusikalisch bin“ und singt absichtlich schiefe Töne. Unmusikalisch ist der gefragte Dirigent ganz und gar nicht, singen kann er besser als Kreisler, was wohl daran liegt, dass Hahn seine musikalische Ausbildung im Knabenchor begonnen hat. Bei seiner Interpretation der Lieder zeigt er auch sein komödiantisches Talent. Nach der Pause singt er das bekannteste Kreisler-Lied vom „Tauben vergiften im Park“. Hinter wienerischem Walzertakt und makabrem Text schimmert immer wieder Melancholie durch. Der tabubrechende schwarze Humor der 50 bis 70 Jahre alten Lieder ist erstaunlich aktuell. „I red nix“, zeigt, dass es keine harmlose Konversation gibt. „Was der Mensch wert ist“ bringt die Zuhörer auch zum Nachdenken, „Schieß mit mir!“ verdeutlicht die Sinnlosigkeit von Kriegen. Der in Wien geborene Georg Kreisler, der 16-jährig mit seinen jüdischen Eltern in die USA flüchten musste, war ein großer Pianist, ein genialer Dichter, Wortspieler, Kabarettist und Satiriker. Er schrieb mehr als 500 Lieder, die in keine Kategorie passen und politisch eher „nicht korrekt“ sind. Der Komponist, der auch Opern und Theaterstücke schrieb, litt darunter, dass er auf seinen wienerisch-schwarzen Humor reduziert wurde und ihm weitere Anerkennung versagt blieb. „Aus Jux und Zufall“ hörte Patrick Hahn mit 18 Jahren zum ersten Mal Kreisler, als ihm ein Freund das „Triangel-Lied“ vorspielte. Hahn fand es toll und entdeckte seine Liebe zu Kreislers Texten und Musik. Die Geschichte vom traurigen Triangelspieler, der im Sinfoniekonzert nur selten zum Einsatz kommt, singt er am Schluss. „Ich bewundere Ihre Ausdauer“, sagt er nach gut zweistündigem Programm augenzwinkernd zum Publikum. Das applaudiert lang und heftig und bekommt drei herrlich amüsante Zugaben. „Wer jetzt noch nicht genug hat, muss eine CD kaufen“, empfiehlt Hahn.  

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Dancing Willow – Rasanter Irish Folk aus Münster – 16.11.2024 Traditionelle Irish Folk Music in modernem Gewand Die Irish Folk Formation Dancing Willow aus Münster besteht mit wechselnden Besetzungen seit über 17 Jahren. Gemeinsam gehen sie der Leidenschaft Irish Folk nach und interpretieren diese Musik mit modernen, schnellen, virtuos gespielten Songs, Reels und Jigs genauso wie mit gefühlvollen Balladen. Die Willows entführten das Publikum in der Bandfabrik mit ihrer eigenen musikalischen Art und Weise auf die grüne Insel. Für den begeistert gespendeten Applaus waren die Gäste aber wieder zurück in Langerfeld und die bestens aufgelegte Formation bedankte sich mit mehreren Zugaben. Das machte das Konzert von Dancing Willow in der Bandfabrik zu einem besonderen Erlebnis, bei dem übrigens das Publikum den "Ausbruch" des Drummers (siehe auch die Fotos unten) fröhlich und unverletzt überstand. Besetzung : Anna Murboeck – Gesang Steffi Budde – Akkordeon Barbara Kranz – Geige Michael Tuschewitzki – Drums Graham Connell – Gitarre Günter Schiller – Bass Internet : www.dancing-willow.de  

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*25* Patrick Hahn – Hahn singt Kreisler – 15.11.2024 Böse Lieder Außerhalb der Opern- und Konzerthäuser, abseits aller Erwartung am Rand sang und rezitierte der bestens aufgelegte Patrick Hahn , Generalmusikdirektor des Wuppertaler Sinfonieorchesters, an diesem Abend noch einmal Georg Kreisler – zuletzt gefeiert am 7. September dieses Jahres auf der Bühne des Wuppertaler Opernhauses – jetzt ebenerdig, ein Abend in der dichten Atmosphäre der Bandfabrik. Die Erwartung, dass die Lieder, Texte und Wahrnehmungen von Welt des viel Geschmähten noch mal besonders berühren, wurde bestens erfüllt. Das Publikum in der bis auf den letzten Platz ausgefüllten Bandfabrik war total begeistert. Es entlockte dem Künstler durch nicht enden wollenden Applaus 3 Zugaben, obwohl dieser sogar im ersten Teil des Konzerts schon Stücke als "Zugabe" spielte. Patrick Hahn brachte seine neue CD mit, die in Kooperation mit dem BR entstand: „Hahn singt Kreisler”. Sein Angebot, diese vor Ort zu signieren, wurde zahlreich angenommen. Dabei gab es auch Gelegenheit, noch ein paar Worte mit dem gutgelaunten Künstler zu wechseln. Dieser Abend anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Vereins "Kultur am Rand e.V." wird als weiteres Highlight in die Geschichte der Bandfabrik eingehen! Georg Kreisler (geb. 1922 in Wien, gest. 2011 in Salzburg) emigrierte 1938 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich mit seinen Eltern in die USA. Erst 1955 kam er nach Europa zurück. Er habe sein Leben lang gekämpft, so sagte er. Mit seinen Mitteln, mit einer genialen Sprache und Musik, mit satirischer Provokation und Protest. Als Künstler müsse er gegen Missstände aufbegehren, die Absurditäten des Lebens freilegen. Dabei wirke die Ästhetik mehr als Parolen, so glaubte er (Nachruf in der taz vom 23.11.2011). Für viele Kabarettisten und Satiriker gilt Kreisler als Vorbild und Maßstab. Er selbst wollte nie als Kabarettist bezeichnet werden. www.patrick-hahn.com Bild © wppt  

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Lesung – Andreas Steffens – Heimkehr in die Fremde. Pariser Ankünfte – 14.11.2024 Eines seiner neuen Bücher widmet der Wuppertaler Autor Andreas Steffens seiner zeitweiligen Wahlheimat Paris. Es ist nicht nur noch ein Buch über die Stadt, über die so viel geschrieben wurde wie wohl über keine andere. Es handelt von der Erfahrung des Ankommens und deren Pariser Besonderheiten. Wem es gelingt, anzukommen und aufgenommen zu werden, der erfährt dort, was es bedeutet, eine der größten Aufgaben des Menschenlebens zu meistern: Die Weltfremde in mögliche Heimat zu verwandeln. Diese wesentliche Erfahrung erörtern die Essays des Buches anhand literarischer Zeugnisse von Balzac und Stendhal über Georg Forster und Friedrich Hebbel, R.M. Rilke, Franz Kafka, Ernst Jünger, Theodor W. Adorno, Undine Gruenter, und weiteren Literaten und Künstlern. Das Buch enthält Fotos aus der Serie '10 steps more', die die Fotografin Claudia Scheer van Erp im Sommer 2023 von ihrer Ankunft in Paris anfertigte. Sie sind in der aktuell laufenden Ausstellung zu sehen. Informationen zum Buch finden sich unter: verlag.koenigshausen-neumann.de/product/9783826085710-heimkehr-in-die-fremde 

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Tim Lothar – 10.11.2024 Tim Lothar ist ein professioneller Musiker aus dem Norden Dänemarks. Seine fast 30 jährige Musikerkarriere, die er als Schlagzeuger begann und als Sänger, Gitarrist und Geschichtenerzähler fortsetzte, ist ohnegleichen. Kaum ein Däne spielt mehr im Ausland als er. Als folkiger Storyteller, der vom Blues kommt, schreibt er seine eigenen Stücke „aus der Tiefe seiner Seele“. Sie sind geprägt von einer besonderen Authentizität und emotionalen Tiefe. Auch an diesem Abend in der Bandfabrik gelang es ihm, das Publikum durch seine lebhaften Erzählungen und seine musikalische Ausdruckskraft in den Bann zu ziehen. Seine neue CD Live at Blues Baltica (Tim Lothar & Holger "HoBo" Daub) wurde im Mai diesen Jahres veröffentlicht. Preisträger u.a.: International Award of Honour - German Blues Award, Best Danish Blues Album - Danish Music Awards. Finalist: International Songwriting Competition, USA. "Tim Lothar is unquestionably the most influential blues artist in the Nordic countries." (Blues Finland, Finland). www.timlothar.com  

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Claudia Scheer van Erp – Vernissage am 09.11.2024 – Ausstellung bis 22.12.2024 10 more steps 1970 in Wuppertal geboren, arbeitete Claudia Scheer van Erp nach dem Studium des Kommunikationsdesigns an der Bergischen Universität Wuppertal weltweit als Reporterin und als Mode- und Portrait-Fotografin. 2007 kehrte sie aus Brasilien zurück. Seitdem begleitet sie die Wuppertaler Kulturszene dokumentarisch. 2017 erschien in der Zeitschrift KARUSSELL eine Portrait-Serie des Bildhauers Udo Meyer. In ihrer eigenen künstlerischen Arbeit widmet sie sich verstärkt einer multidimensionalen Erweiterung der Fotografie zu Bild-Objekten. Dabei richtet sich ihr Augenmerk insbesondere auf die Möglichkeiten des Recyclings bereits gebrauchten Materials. 2013 erschien ihr Bildband zum Film-Projekt Inside KingPing; 2021 in der Zeitschrift KARUSSELL eine Collage aus Arbeiten aus dreißig Jahren zum Thema „Unsere Kriege im Frieden“. Ausstellungsbeteiligungen zuletzt: „Heimatlos“ (2021, Schauspielhaus Wuppertal), „Weg-Projekt“ (2023, Neuer Kunstverein Wuppertal).  

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The Hoodie Crows – Celtic Folk – 26.10.2024 Mit Witz und Charme brachten The Hoodie Crows eine gelungene Auswahl keltisch-inspirierter Musik auf die Bretter der Bandfabrik. The Hoodie Crows , seit 2014 auf den Bühnen Deutschlands und Großbritanniens unterwegs, bestehen aus Sebastian Barwinek und Johannes Single. Beide sind alte Hasen in der deutschen Folkszene. Mit dem aktuellen Album "Two in the Bush" geht das Folk-Duo neue Wege. Während ihr von der Kritik hochgelobtes Erstlingswerk "On the Wing" noch primär auf traditionellem Material aufbaut, sind gut die Hälfte der Stücke auf "Two in the Bush" aus eigener Feder. Vom mythischen "Fair Maid of Ireland" bis hin zum aufwühlenden Seemannslied "Buzzards Bay" zeigt sich eine beeindruckende thematische Bandbreite, die auch in der musikalischen Vielfalt ihre Entsprechung findet. Getragen werden die Stücke vom flexiblen Saitenspiel von Johannes und Sebastian. Sie fahren ein ganzes Arsenal von Zupfinstrumenten auf und erzählen mit ihren charismatischen Singstimmen – mal rau und mal sanft – von (verlorenen) Liebsten, der Ignoranz der Gesellschaft oder den Gefahren der Seefahrt. hoodiecrows.com The Hoodie Crows: Sebastian Barwinek – Gesang, Bouzouki, Mandoline, Mandola, Mundharmonika, Gitarre, Bodhrán Johannes Single – Gesang, Gitarre, Banjo, Mandoline, Bass  

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Friday Night Jazz Club – Schickentanz 4 – 25.10.2024 Hellwach und gutgelaunt Der Schlagzeuger war trotz Jetlag hellwach und gutgelaunt – genauso wie das Publikum und der Rest der Formation. Es war ein gelungener Abend mit fantastischen Soli und präzisem Timing. Andreas Schickentanz, Posaunist und Komponist aus Köln, ist seit vielen Jahren eine bekannte Größe im Jazz. Davon zeugen zahlreiche anerkannte Alben, die er als Bandleader oder als Begleitmusiker eingespielt hat. Er kombiniert auf einzigartige Weise Posaune und elektronische Effekte. Im März 2024 veröffentlichte er sein bislang jüngstes Album „Schickentanz 4“ ( andreasschickentanz.bandcamp.com/album/schickentanz-4-3 ). Die Mitglieder seiner Band sind schon seit langer Zeit miteinander musikalisch verbunden. Sie kommen immer wieder in den verschiedensten Konstellationen zusammen, z.B. im Cologne Contemporary Jazz Orchestra (CCJO) oder bei diversen Studioproduktionen. Dabei sind homogener Gruppensound und interaktives Agieren die Kennzeichen der Formation. Das Programm beim Friday Night Jazz Club setzte sich aus Eigenkompositionen und bearbeiteten Standards zusammen. Schickentanz 4 sind: Andreas Schickentanz – Posaune Johannes Behr – Gitarre Volker Heinze – Bass Roland Höppner – Schlagzeug andreasschickentanz.de Heads or Tail (Video – Schickentanz 4 in der Bandfabrik-Wuppertal am 25.10.2024) Hinweis : Der Link verzweigt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Es wird ein neues Fenster geöffnet.  

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Primrose Hill – 18.10.2024 Celtic Folk Songs Primrose Hill ist nicht nur ein 78 Meter hoher, malerischer und ruhiger Hügel auf der Nordseite des Regent's Park in London, von dem aus man eine wunderschöne Aussicht auf die Londoner Skyline hat. Es ist auch eine Musik-Gruppe, die es sogar möglich machte, von der Bandfabrik bis nach Irland zu schauen: Primrose Hill spielten vorwiegend zeitgenössische und traditionelle Folksongs aus England, Irland und Schottland. Diese wurden auf eigene Art arrangiert und mit keltischen Melodien und mehrstimmigem Gesang kombiniert. Witzige Moderationen und zahlreiche Gelegenheiten zum Mitsingen sorgten für einen kurzweiligen Abend. Primrose Hill bewegen sich gerne abseits der bekannten „top-ten“ Pub-Songs. Sie lieben Lieder mit guten Geschichten, von melancholisch bis heiter und ausgelassen, vom harten Leben, Abschied, Gaunern, Fischern, natürlich Liebe, bis zur geselligen Zeit im Pub, wo es nach der Sperrstunde noch so richtig lustig wird. Auch zu hören auf der CD: „I once played in a band called … Primrose Hill“. Primrose Hill sind: Gerti Altreuther: Fiddle und Gesang Glyn Edmonds: Gitarre, Drehleier und Gesang Uwe Kreinberg: Gitarre, Bouzouki, e-Bass und Gesang  

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Zarte Klanggemälde und starke Akzentuierungen (von Lilo Ingenlath-Gegic – WZ 15.10.2024) Das Equinox-Streichquartett spielte in der Langerfelder Bandfabrik Viermal im Jahr gibt es „Klassik am Rand“ in der Bandfabrik. Seit 2019 haben Kammerkonzerte einen festen Platz im Programm des Kulturzentrums am östlichen Rand von Wuppertal. Auch am Sonntag (13.10.2024) war die Matinee sehr gut besucht. In angenehmer Atmosphäre, mit einem Glas Sekt oder Saft, nur wenige Meter von den Musikern entfernt an kleinen Tischen sitzend, konnte man den schönen Klängen von Equinox lauschen. Unter dem Titel „Aus Alter und Neuer Welt“ präsentierte das Streichquartett Musik von Joseph Haydn und Antonín Dvořák sowie ein brandneues Werk eines jungen bulgarischen Komponisten. Haydns op. 76,5 ist eins von sechs Streichquartetten, die er für den Grafen von Erdödy schrieb. Der reiche ungarische Graf hatte die Werke für 100 Dukaten bei dem 65-jährigen Komponisten bestellt, und der ließ in diesem „Alterswerk“ frische Inspiration und Lebendigkeit erklingen. Als Sabi Yordanov und Christine Schäfer (Violinen), Lydia Haurenherm (Viola) und Marc Martín Nogueroles (Violoncello) mit dem lebendig sprudelnden Allegretto im 6/8-Takt beginnen, fühlt man sich in Zeiten versetzt, in denen am Sonntagmorgen in Salons musiziert wurde. Beim bewegenden Largo lassen die vier ihre Instrumente wunderschön eine Melodie singen. Das Cello spielt tiefe, warme Töne, während Geigen und Bratsche einen zarten Klangteppich ausbreiten. Tänzerisch beschwingt erklingt das Menuett, mit einem temporeichen Presto endet das Quartett in perfekter Harmonie der vier Streicher. Der Österreicher Joseph Haydn (1732-1809), einer der wichtigsten Vertreter der Wiener Klassik, gilt auch als Wegbereiter von Beethoven und Mozart. Als musikalisches Bindeglied zwischen „Alter und Neuer Welt“ hatte Equinox eine Komposition in Auftrag gegeben, die die Hauptwerke der Matinee verbinden sollte. Dem 1991 in Sofia geborenen Komponisten Svetlin Hristov ist mit „Journey Within“ diese Verbindung hervorragend gelungen. In sieben Minuten beschreibt seine Musik eine spannende innere Reise durch die Zeit. Gesänge voller Melancholie aus der bulgarischen Volksmusik werden hörbar, kurze schroffe Passagen erinnern an Musik von Schostakowitsch, immer wieder erklingen rastlose Takte wie ein innerer Motor, der zur Eile antreibt. Sehnsuchtsvolle, klassisch anmutende Phasen werden von kurzen Sequenzen abgelöst, die an Synthesizer-Klänge erinnern. Geigen und Bratsche flirren, das Cello spielt zarte Melodien, temperamentvolle, ungeduldige Ausbrüche ertönen im Wechsel mit Wehklagen und Klängen einer inneren Suche. Etwa 100 Jahre jünger als das Quartett von Haydn ist Antonín Dvořáks Streichquartett op. 96. Es zählt zu den Schlüsselwerken, die der tschechische Komponist während seines Aufenthalts in Amerika (1892-94) schrieb. 1893 entfloh er dem New Yorker Großstadttrubel, den er in seiner berühmten Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ verewigte, und gönnte sich Sommerferien. Für acht Wochen war er mit seinen Kindern in einem kleinen Dorf in Iowa zu Gast, in dem viele Tschechen lebten und das ein emigrierter Bayer gegründet hatte. Dvořák (1841-1904) hatte in den USA den Auftrag übernommen, das Land auf dem Weg zu einer eigenständigen Nationalmusik zu unterstützen. Wie sollte er in dieser „Neuen Welt“, die überwiegend von Einwanderern besiedelt war, eine ursprüngliche Musik finden? Was für ihn amerikanisch klang, waren eher importierte schottische und irische Volksweisen. Das „Amerikanische Quartett“ ist auch inspiriert von Dvořáks täglichen Morgenspaziergängen am Fluss. Im 1. Satz ertönen Naturgeräusche, ein Anklang an die lange Reise mit dem Zug, von dessen Geschwindigkeit der Komponist begeistert war, wird hörbar. Das Equinox-Streichquartett lässt im 2. Satz schottische Volkstänze anklingen, die Geigen erinnern an die irische Fiddle. Im Lento werden Anklänge an afrikanische Melodien – verwandt mit Jazz, Blues und Spirituals – deutlich. Im beschwingten 3. Satz spielen wieder bildhafte Natureindrücke eine Rolle und Rufe von Vögeln, die der Komponist in Europa nie gehört hatte. Im lebhaften 4. Satz verarbeitet er auch Anklänge der Musik, die er sich von indianischen Ureinwohnern vorspielen ließ. Dem Equinox-Quartett gelingen zarte Klanggemälde und starke Akzentuierungen gleichermaßen gut. Das begeisterte Publikum spendet großen Applaus für dieses zauberhafte Konzert. Das Quartett Das Equinox-Streichquartett wurde im Sommer 2019 von Sabi Yordanov und Lydia Haurenherm gegründet. Im Frühjahr 2020 kam die freischaffende Geigerin und Geigenlehrerin Christine Schäfer aus Wuppertal hinzu. Die Cello-Besetzung wechselte häufiger, seit zwei Monaten gehört Marc Martín Nogueroles dem Quartett an. equinox-streichquartett.com/de  

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13.10.2024 Aus alter und neuer Welt Das Equinox-Streichquartett bot unter dem Thema „Aus Alter und Neuer Welt“ mit zeitlosen Melodien von Haydn und Dvořák nicht nur eine Hommage an die Klassik und Romantik. Vielmehr schaffte die Welturaufführung eines Stückes des jungen, bulgarischen Komponisten Svetlin Hristov in der Bandfabrik auch Räume, um neue Horizonte zu erkunden. Haydns op. 76 Nr. 5 gehört zu den sechs Streichquartetten, die dem Grafen von Erdödy gewidmet wurden. Bemerkenswert in diesem Zyklus sind vor allem die kontrapunktischen Elemente, welche Goethe dazu bewegten, das Streichquartett als „eine Unterhaltung zwischen vier vernünftigen Leuten“ zu beschreiben. Als Besonderheit des Programms in der Bandfabrik war die Welturaufführung "Journey Within" (von Svetlin Hristov) zu hören. "Journey Within" beschreibt eine innere Reise, inspiriert von traditioneller, bulgarischer Volksmusik bis hin zu Elementen aus der aktuellen, modernen Welt. Mit seinen, dem Jazz verwandten Rhythmen zählt das Streichquartett op. 96 zu den Schlüsselwerken des tschechischen Komponisten ANTONIN DVORAKS. Er schrieb es während seiner Jahre in Amerika zwischen 1892 und 1894. Die neue Umgebung inspirierte ihn zu einigen seiner bedeutendsten und beliebtesten Werke. EQUINOX sind: Sabi Yordanov – Violine Christine Schäfer – Violine Lydia Haurenherm – Viola Marc Martín Nogueroles – Violoncello www.equinox-streichquartett.com/de/members Das Konzert wurde durch das Kulturbüro der Stadt Wuppertal unterstützt.  

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KAH – 12.10.2024 Hanne Kah klingt amerikanisch, singt Folk-Songs über das eigene Coming Out, Liebe, Gesellschaft und Familie, ist weiblich und erinnert an große Stimmen, wie Joni Mitchell oder Dolly Parton. KAH steht für Unabhängigkeit, sie zelebriert ihre Liebe zur Musik. Sie verpackt Sehnsucht und Freiheit in Melodien, Gefühle und Gedanken in Töne und Botschaften und Ansichten in Songs, die aus der Seele kommen und ins Herz gehen. KAH ist weit mehr als nur eine Sängerin. Sie ist eine Geschichtenerzählerin, eine Künstlerin. Als Singer-Songwriterin sowie Musikproduzentin hat sie die kreative Kontrolle über ihre Musik behalten. Ihre Lieder sind geprägt von Authentizität und persönlicher Erfahrung. Dies spiegelt sich in ihren Texten und Melodien wider. Sie erzählen Geschichten aus dem Leben und ermöglichen den Zuhörern eine Verbindung zu ihren eigenen Erlebnissen. Seit Jahren tritt KAH auf Folk Festivals und anderen Musikevents im In- und Ausland auf, darunter z.B. 2017 & 2019 Canada (Islands Folk Festival & Vancouver PRIDE), 2018 Berlin PRIDE, 2020 Australia (including Illawarra Folk Festival), 2023 USA Tour (including Virginia Women's Festival), 2024 Kerrville Folk Festival & Virginia Women’s Festival USA. Internet: https://www.kah-music.com/ KAH "Backstage" in der Bandfabrik (Video vom 12.10.2024 – mit freundlicher Genehmigung von Hanne Kah) Hinweise : Der Video-Link führt zur privaten Nextcloud der Bandfabrik. Für das Video wird ein neues Fenster geöffnet.  

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Enchor präsentiert a cappella in der Langerfelder Bandfabrik (von Lilo Ingenlath-Gegic – WZ 07.10.2024) Pentatonix, Sting, George Michael, Queen und mehr Der bekannte Wuppertaler Jazz-Pop-Chor mit dem Namen „Enchor“ war am Freitag in der Langerfelder Bandfabrik zu Gast und präsentierte ein mitreißendes Programm in nicht alltäglichen Arrangements. Der gemischte a cappella-Chor wurde 1998 als Ensemble der Bergischen Musikschule Wuppertal gegründet, weil Schüler der Gesangsklasse von Uli Wewelsiep viel Freude daran hatten, mehrstimmig Popmusik zu singen. Das Repertoire des Chors erstreckt sich von Disco-Hits bis zu Motown-Klassikern. Begleitet wird der Chor von Michael Pollmann an der Gitarre und Uwe Faulenbach, der mit vielfältigen Perkussions-Instrumenten für Rhythmus sorgt. Als besonderer Gast begleitet an diesem Abend außerdem der Jazzmusiker Robert Boden am Klavier. Zu Beginn breiten die drei einen Klangteppich aus, auf dem die etwa 20 Sängerinnen und Sänger den Raum singend betreten. Mit einem klangschönen Solo startet Wolfgang den ersten Song: „Faith“ von George Michael. Beschwingt stimmt der Chor ein und dreht zu rasantem Tempo auf. Freude und Begeisterung springen auf das zahlreich erschienene Publikum über, das in der Bandfabrik ganz nah an den Musikern sitzt. Das Lied des britischen Sängers Sting vom „Englishman in New York“ klingt anders als im Original. Es ist vielstimmiger a cappella Gesang, sehr groovie mit jazzigen Improvisationen. Da es Noten für diese besondere Art des Chorgesangs nicht zu kaufen gibt, arrangiert Chorleiter Wewelsiep selbst den größten Teil der funkigen, jazzigen Stücke passend für den Chor, den er seit 26 Jahren leitet. „Das ist ganz neu, haben wir noch nie gemacht“, heißt es bei „Don’t stop me now“ von Queen, das so fulminant erklingt, dass sich Begeisterung und positive Energie auf das Publikum übertragen. Die Chormitglieder sind zwischen Ende 20 und Ende 60 Jahre alt. Ihre gut vorbereiteten Stimmen klingen allesamt frisch und jugendlich. Susanne und Anne haben sich bei einem Lied der amerikanischen Gruppe Pentatonix in Enchor verliebt. Nun singen sie es selbst begeistert mit. Unter dem schwungvoll-dynamischen Dirigat von Uli Wewelsiep ist das mitreißender a cappella-Gesang vom Feinsten. Es ging nicht nur fröhlich, sondern auch nachdenklich zu Es folgen weitere Lieder und Balladen. Sängerinnen tragen einzelne Textübersetzungen vor, die nachdenklich machen. Nach dem wundervoll swingenden „For the longest time“ von Billy Joel – „mit hoher Suchtqualität“ – so die Anmoderation, nimmt das Publikum einen Ohrwurm mit in die Pause. Danach macht der Chor einen vielstimmigen musikalischen Abstecher nach Cuba. „Wir können nicht nur fröhlich, wir können auch nachdenklich“, erklärt Bettina. Das beweist der Chor mit Liedern wie „Oh Mother“ von Christina Aguilera, bei dem Jasmin in einem großartigen jazzigen Solo Schmerz und Leid spürbar macht. Fröhlich wird es dann wieder mit „Dancing Queen“ von ABBA, bei dem der Chorleiter das Publikum zum Mitsingen auffordert. Eins seiner zentralen Anliegen ist der Rhythmus, das wird bei seinem sehr bewegten, exakten und mitreißenden Dirigat deutlich. Auch der Musical-Song „This music must be made in heaven“, in flottem Samba-Rhythmus, wird mit viel Swing und Groove gesungen. Soli und Moderationen teilen Sängerinnen und Sänger untereinander auf. Bei „I can see clearly now“ singt Emelie ihr erstes Solo – es gelingt großartig. Danach bekommt das begeisterte Publikum zwei Zugaben: Mit „Don’t stop me now“ zeigen Sängerinnen und Sänger noch einmal, dass sie in ihrem musikalischen Elan nicht zu stoppen sind. Am Ende steht die romantische Ballade „The book of Love“ – gesungen auf besondere Art und mit viel Liebe zur Musik.  

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Antonella D'Orio & Amici – "Grande, grande, grande" – 05.10.2024 Im Mittelpunkt dieses Abends standen die Canzoni Italiane, italienische Musik, mit Schwung und Eleganz dargeboten von der Band Antonella D’Orio & Amici. Antonella D’Orio, in Palermo geboren, kommt im Kindesalter nach Deutschland. In Köln sammelte sie erste Band- und Bühnenerfahrungen, später studiert sie Gesang (Klassik und Jazz) in Köln und in Frankfurt. Viele Jahre war Antonella mit Marius Pietruszkas Night & Day Jazzband und der Abba Revival Show Band auf Tour. Mehrere Spielzeiten lang hatte sie ein Engagement an der Kölner Oper. Vor über zehn Jahren besinnt sie sich jedoch auf ihre Italienischen Wurzeln und gründet mit Marius Pietruszka die Band Antonella D’Orio & Amici. 2012 veröffentlicht sie mit dem Jazzgitarristen Michael Sagmeister die CD „NELL'ANIMA”, eine Hommage an die italienische Musikkultur. Es folgen Auftritte in der Toskana und im italienischen Fernsehen. Musica leggera Italiana – das ist unterhaltsame Italienische Musik, an diesem Abend dargeboten mit weltweit bekannten Klassikern wie „Volare” oder „Parole, Parole, Parol”. Die Stücke erzählen von Liebe, Sehnsucht, Leidenschaft – und natürlich vom „La Dolce Vita”. Besetzung : Antonella D’Orio – Gesang Marius Pietruszka – Piano Harald Eller – Bass Jörg Hedtmann – Schlagzeug  

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Enchor – Funky-Chor und Acoustic Band Wuppertal – 04.10.2024 Soul, Jazz und Pop in interessanten und nicht alltäglichen Arrangements gehören seit über 25 Jahren zum Markenzeichen des Enchor , dem beliebten Vokalensemble der Bergischen Musikschule in Wuppertal. Das Repertoire des Chors reicht von aktuellen Hits bis hin zu zeitlosen Klassikern, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Dieses Jahr im Programm sind unter anderem Titel der Pentatonix, von Sting, den Bee Gees oder ABBA, ebenso wie das fulminante „Don’t stop me now“ von „Queen“ oder das charmante „Heaven“ aus der Feder des musikalischen Leiters Uli Wewelsiep. Begleitet wurde der Chor von der „Accoustic Band“: Michael Pohlmann – Gitarre Aline Woizenburg – Flöte Axel Sardemann – Bass Uwe Faulenbach – Perc. Special Guest: Robert Boden – Piano Musikalische Leitung: Uli Wewelsiep Die Freude, Begeisterung und positive Energie, die der Enchor mit seinen über 20 Sängerinnen, Sängern und Musikern auf seiner „Hausbühne Bandfabrik“ seit Jahren immer wieder verbreitet, ist echt ansteckend.  

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Friday Night Jazz Club – Tim Köhler Quartett – 27.09.2024 27.09.2024 Tim Köhler Quartett Das Tim Köhler Quartett, bestehend aus Carlotta Ribbe (Vibraphon), Genevieve O’Driscoll (Kontrabass), Lukas Schwegmann (Schlagzeug) und Tim Köhler (Saxophon) widmet sich der Musik des Gründers und Namensgebers der Band. Die Kompositionen verbinden jazztypische Elemente und den Freigeist des Contemporary Jazz mit lyrischen Melodien und eingängigen harmonischen Strukturen, die stark vom Pop und folkloristischer Musik beeinflusst sind. Die vier Musikerinnen und Musiker haben sich an der Folkwang Universität der Künste in Essen kennengelernt und sind darüber hinaus in diversen anderen Besetzungen musikalisch aktiv. Das Konzert wurde dankenswerter Weise durch die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung gefördert.  

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Texte & Töne – Olaf Reitz • Andre Enthöfer – 26.09.2024 Lagebesprechung am Ende des Sommers Höchst aktuelle Texte, die eine literarische und zugleich politische Qualität haben, werden von den beiden Akteuren gefunden, vorgetragen und musikalisch kommentiert. Die Reihe „Texte & Töne“ wurde für die Bandfabrik konzipiert. Die Intensität der Abende kontrastiert schnelllebige Nachrichtenmeldungen und oberflächliche Kommentare. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen Andre Enthöfers (Klarinette, Saxophon) greifen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen lassen. Wir danken sehr für die Förderung dieser Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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Vernissage und Ausstellung – Anke Warlies • Glühbirnenwesen – 22.09.2024 bis 26.09.2024 Anke Warlies : „Eingesperrt in dem kleinen Loch unter der Treppe spielte ich aus lauter Langeweile und Frust mit den Briketts und Anthrazitkohlen. Auch betrachtete ich meine Umgebung genau und stellte plötzlich fest, dass ich nicht alleine gefangen war. In der nackten Glühbirne, die als funzeliges Licht von der Decke herunterhing, steckte ein kleines Wesen, dem es viel schlechter ging als mir. Es war im Glaskolben eingesperrt, hing kopfüber, hatte die Arme hochgestreckt und schrie um Hilfe“. „Egal wo ich bin, und was ich tue: Ich sammel Inspirationen und Fundstücke, Strukturen und Eindrücke. In meiner Werkstatt verwandele ich sie in kleine Skulpturen, Schmuckstücke und Installationen. Kunstwerke, die nur auf den ersten Blick nicht in die übliche (Schmuck-) Schublade der Gold- und Silberschmiedin passen.“ www.eigenart-warlies.de  

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*25* Klassik am Rand – Duo 33zwo – Elisabeth und Johanna Seitz – 22.09.2024 Music with her silver sound Auf den Instrumenten der Engel – mit Psalter und Harfe: Das Duo 33zwo konzertiert europaweit mit Musik des Mittelalters, der Renaissance, des Barocks sowie mit zeitgenössischen Werken (u.a. World Harp Congress Genf, dem European Harp Congress Amsterdam, dem Dresdner Kunstfest, dem Festival Concerti delle Camelie in Locarno oder dem Early Music Festival Bukarest). Der WDR und Radio Bremen haben den beiden Schwestern eine Sendung gewidmet und Konzerte mitgeschnitten. Elisabeth Seitz (Psalterion) hat wesentlich dazu beigetragen, das „Hackbrett“ (dt.) in der Landschaft der europäischen Kunstmusik wieder zu verwurzeln. Konzerte, Festivals sowie CD- und Rundfunkaufnahmen mit namhaften Musikern und Ensembles führte sie in viele Länder rund um den Globus. Von 2006 bis 2009 unterrichtete sie an der Anton-Bruckner-Universität Linz die Hackbrettklasse und hielt Masterclasses am Mozarteum Salzburg, in Innsbruck und Brno. Johanna Seitz (Harfe) ist den historischen Harfen von der gotischen Harfe bis zur Pedalharfe "verfallen", wobei ihr Schwerpunkt auf dem Spiel der mehrreihigen Barockharfen liegt. Als Solistin und Continuospielerin konzertiert sie auf den bedeutendsten Festivals und Opernbühnen in ganz Europa, dokumentiert durch zahlreiche Rundfunkmitschnitte und CD-Einspielungen. Sie hält Masterclasses und Kurse u.a. am Mozarteum Salzburg, der Musikhochschulen in Kattowitz und Genf oder beim Wittenberger Renaissancemusikfestival. Darüber hinaus forscht sie nach Repertoire für ihr Instrument und ist Herausgeberin einer Harfenmusikreihe. Im letzten Jahr erst spielten die beiden Musikerinnen als Mitglieder des „Ensemble nuovo aspetto“ (Originalmusik für Pantaleon und Salterio von Georg Reutter, Antonio Caldara, Francesco Conti) u.a. mit dem Countertenor Valer Sabadus Aufnahmen für Accent, Sony und cpo in Wuppertal (u.a. in der Bandfabrik) ein. Das Projekt stellten sie im Kulturzentrum Immanuelskirche der Öffentlichkeit vor. In Wuppertal organisieren sie seit der Corona-Pause ganz unterschiedliche Konzertprojekte, Workshops und Mitmachkonzerte für Laien und Profis an allen möglichen Orten, um die Musik und das Leben zu feiern. www.kulturamwendepunkt.org  

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*25* Am Küchentisch – Thema: Zukunft. Eine Kunst? – 10.09.2024 Welche Rolle können Kunst und Kultur bei Veränderungsprozessen spielen? Das einzig Beständige ist der Wandel. Das Neue am Wandel ist seine Beschleunigung. Wir finden kaum noch Zeit, über die Gestaltung von Zukunft nachzudenken bzw. zu entscheiden, wohin wir wollen. Es wird immer wieder gesagt, dass Kunst und Kultur in einer Großstadt wichtig sind für die Standortfrage von Unternehmen. Können sie über die ökonomistische Sichtweise hinaus etwas Essentielles für die Zukunftsfragen einer Stadtgesellschaft austragen? Einziger Gast am Küchentisch: Der Oberbürgermeister von Wuppertal Prof. Uwe Schneidewind . Als Leiter des Wuppertal-Instituts beschäftigte er sich wissenschaftlich über viele Jahre mit gesellschaftlichen und ökologischen Transformationsprozessen (Uwe Scheidewind, Die Große Transformation: Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels, 2018). Als Oberbürgermeister von Wuppertal versucht er eine Übertragung gewonnener Erkenntnisse für die Zukunft der Stadt. Seine Gesprächspartnerin: Dr. Uta Atzpodien . Sie ist Dramaturgin, Kuratorin, Autorin und engagiert sich mit transdisziplinären (künstlerischen) Impulsen für einen gesellschaftlich nachhaltigen Wandel und eine kreative Stadtentwicklung. In Wuppertal hat sie das )) freie netz werk )) KULTUR mit gegründet. Musik : Wolfgang Suchner, Blasinstrumente Aufgetischt : Ein zukunftsträchtiger Eintopf in Kooperation mit Café PRIO, Werth 87, ein Begegnungsort der Stadtmission Wuppertal. Köchin : Fidan Touran.  

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Julika und Joschi – 06.09.2024 Julika Elisabeth ist eine Singer/Songwriterin aus Düsseldorf. Sie komponiert bereits seit Kindertagen eigene Songs. Mittlerweile produziert sie ihre Stücke erfolgreich zusammen mit dem Düsseldorfer Produzenten Peter Krick. Seit 2016 hat sie über 270 Auftritte in Clubs, Open-Air-Konzerten und bei Festivals gespielt. Support von Julia Neigel (Rock am Dom 2018), Fortuna Ehrenfeld (Die Börse 2019). Airplays auf über 50 Stationen in sieben Ländern, Musikerin des Jahres (Radio Planet Berlin 2020), 2. Platz Jahres-Charts (Radio Rotblau Basel 2020), Song des Jahres (Radio Planet 2021), Förderpreis „Bandprofessionalisierung“ (Düsseldorf 2022). Julika ist bereits in vielen Radiostationen und in den digitalen Medien sehr präsent. Presse: „Mit ihren Texten greift sie Themen der jungen Generation auf, transformiert eigene Erlebnisse auf metaphorische Weise und macht das sie Bewegende der Zeit über neue Sprachbilder transparent“ (Express, 10.07.18). An diesem Abend wurde Julika von Joschi Wiesbrock an der Gitarre begleitet. Er studiert Musikbusiness an der Popakademie in Mannheim und stand bereits mit Popgrößen wie Wincent Weiss auf der Bühne. internet: julikaelizabeth.com  

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30.08.2024 Robert Boden-Trio feat. Matthias Kurzhals Es war ein jazzig-soulig-grooviger Abend. Es gab sowohl Stücke aus eigener Feder wie auch Arrangements ihrer Lieblings-Klassiker. Matthias Kurzhals : Er bereichert die Musikszene in der Region seit Jahrzehnten mit seinem leidenschaftlichen Saxophonspiel in unterschiedlichen Genres und Bands (u.a. Funkband „The Chameleon“, Landeslehrerbigband NRW, Soulband „Lou Canova“ aus Dortmund). Daneben spielt er in Jazz-Besetzungen vom Duo bis zum Jazzquintett und eröffnet regelmäßig die Wuppertaler Session „Music is an open Sky“ im Café Ada. Robert Boden (Piano), Haro Eller (Bass) und Jörg Hedtmann (Drums) sind ein Trio, das seit Jahrzehnten zusammenarbeitet. Robert Boden : Zahlreiche Engagements als Pianist, Keyboarder, Studiomusiker, Arrangeur und Leiter unterschiedlichster Ensembles. Seit 1984 Lehrtätigkeit in den Fächern Jazz-Piano, Musik-Theorie und Band-Coaching an der Bergischen Musikschule in Wuppertal. Mitbegründer und Leitung der Abteilung „Popularmusik“. Dozent für Jazz-Piano und Tonsatz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Abteilung Wuppertal. Seit 2023 ist er freischaffender Musiker in verschiedenen Projekten. Harald Eller (Bass, Gitarre, Daxophon): Spielt seit den 70er Jahren immer wieder in verschiedenen Konstellationen mit Wolfgang Schmidtke (zuletzt Wolfgang Schmidtke Orchestra). In den 80ern Bassist bei der Kult Band Grobschnitt. Seit den 90ern Mitglied der "Formation Ufermann" (Bass, Gitarre, Daxophon). Seit den 2000ern in der Cover-Band „Meet-The-Beatles“. Neueste Projekte: Two Bass N‘Vox mit Uli Wewelsiep und Michael Gustorff. Konzerte „All Over The World“ zwischen Europa, Südamerika und New York. Jörg Hedtmann wird als bekannter Schlagzeuger von Künstlern nahezu aller Stilrichtungen geschätzt - ob Jazz oder Pop, Hardrock oder Schlager. TV-Auftritte, Tour oder Studiodrummer (u.a. Jazzkantine, Jeff Healy, Joscho Stephan, Kathy Kelly - Kelly Family, Thomas Anders & Siegfried Rauch). Als Bandleader 2009-2016 auf dem ZDF Traumschiff MS Deutschland. Als Pädagoge erfolgreich tätig (u.a. Bergische Musikschule). Mit seiner Frau Katja Pfaffenbach betreibt er die Schwelmer Kunst- und Musikschule.  

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Unterm Kirschbaum 2024 – Sina Nossa – 24.08.2024 Ihre Leidenschaft für den Fado brachte die Musiker von Sina Nossa (de: "Unsere Bestimmung") zusammen. Zwar ist der Fado die treibende Kraft, doch wer bei Sina Nossa ein klassisches Fado-Ensemble erwartete, wurde überrascht: Die Musiker verschmelzen ihre musikalischen Wurzeln mit Elementen aus Klassik, Jazz, Pop und Folklore, bringen dabei ihre unterschiedlichen musikalischen Charaktere ein und prägen so einen unverwechselbaren Stil. Die Melancholie und der Weltschmerz des Fado trafen in der Bandfabrik ohne Pathos auf Rhythmus, heitere Beschwingtheit und Lebensfreude. Die außergewöhnliche Besetzung tat ihr Übriges: Neben der portugiesischen Gitarre sorgten klassische Gitarren, Kontrabass, Piano, Akkordeon und Perkussion für einen natürlichen, temperamentvollen und warmherzigen Wohlklang, mit dem sie das begeisterte Publikum für sich gewinnen konnten. Aufgrund des unsicheren Wetters musste das ausverkaufte Konzert vom Garten in die Bandfabrik verlegt werden. Sina Nossa sind: Anabela Ribeiro – vocals Ivo Guedes – portuguese guitar André Krengel – guitar Adélio Lopes – accordion André de Cayres – double bass Jorge Rodrigues – percussion, vocals Armindo Ribeiro – piano, vocals www.sinanossa.com  

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Unterm Kirschbaum 2024 – Formation Ufermann Manchmal stehen die Sterne Kopf – Lieder zur Liebe und zur Nacht Sie gehören von Anfang an zur Bandfabrik. Eine ihrer Live-CDs (memoria al futuro) wurde bereits 2005 hier aufgenommen. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Bandfabrik trat die Band noch mal in der alten Besetzung von vor neunzehn Jahren auf – wegen des unsicheren Wetters leider nicht unterm Kirschbaum, sondern im Trockenen. Die FORMATION UFERMANN brachte mit ihrem Konzert eine Sammlung von Eigenkompositionen zur Aufführung, die über Jahrzehnte entstanden sind: Lieder zur Liebe und zur Nacht, wenn die Sterne manchmal Kopf stehen. Am Ende stand auch das begeisterte Publikum Kopf und für die beiden Zugaben kam als Überraschungsgästin Hayat Chaoui hinzu. Der Austausch zwischen den Kulturen, die Begegnung von Menschen und das Spiel mit verschiedenen Kunstformen prägen die Arbeit von UFERMANN seit über drei Jahrzehnten. Die Musik ist eine einmalige Melange aus eigenen lyrischen Kompositionen, Jazz, Chansons und alten spirituellen Liedern aus drei Religionen. Die Formation kann auf Auftritte im europäischen Ausland und in Südamerika, in Radio- und TV-Produktionen sowie auf internationale Festivals zurück blicken. Bereits Ende der 90er Jahre wurde ihre künstlerische Arbeit mit einer Einladung zum renommierten Jazzfestival von Montreux international gewürdigt. Die Band arbeitete mit Künstlerinnen und Künstlern aus vielen Ländern zusammen. Sie veröffentlichte bisher 12 CDs. Emsemble : Dieter Nett (voc, sax, Arrangements) Martin Zobel (tr, flh) Erhard Ufermann (voc, p, Kompositionen u. Konzept) Harald Eller (b, g) Thomas Lensing (voc, perc) Jörg Dausend (dr) www.jazz.ufermann.net Besprechung bei O-Ton-Wuppertal (PDF-Dokument – wird in einem neuen Fenster angezeigt) Formation Ufermann: Für mein Kind  

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Unterm Kirschbaum 2024 – Big Band Hedtberg Brass – 22.08.2024 Sommerliches Zwischenspiel Die Big Band Hedtberg Brass ist das jüngste musikalische Projekt des CVJM in Langerfeld. Die nun ausgewachsene Big Band entwickelte sich 2009 aus einer Dixieland Sidekick-Combo neben dem traditionellen Posaunenchor. Neben Swing-Klassikern im traditionellen Big Band-Gewand bekam das Publikum von Hedtberg Brass einen bunten Mix aus Latin, Beat, Filmmusik mit neuen Arrangements geboten. Dazu gehörte z.B. Mancinis „The Pink Panther Theme“ im Disco-Beat. Wenn der Landesmusikrat NRW meint, die Amateurmusikszene sei eines der bedeutendsten Kulturfelder dieses Bundeslandes, nimmt Hedtberg Brass gerne für sich in Anspruch, dieses Feld erfolgreich und inzwischen auf hohem Niveau zu bespielen. Jährlich kommen viele Besucherinnen und Besucher zu den Konzerten der Band auf den namensgebenden Hedtberg im Osten der Stadt. Da lag es nahe, dass sich die Band auch einmal in der benachbarten Bandfabrik vorstellt. Das Konzert fand open air im Garten bei (noch) trockenem Wetter statt. Die beiden nachfolgenden Konzerte dieser Reihe mussten leider aufgrund des unsicheren Wetters in den Trockenbereich der Bandfabrik verlegt werden.  

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28.06.2024 Maik Krahl Quartett – In-Between Flow Die instrumentale Virtuosität und ein unverkennbarer Ton sind mittlerweile seine „klar identifizierbare eigene Handschrift“. Hochkarätige Lehrer wie Till Brönner und Ryan Carniaux unterrichteten Maik Krahl , der keines seiner Vorbilder kopieren, sondern sich ständig weiterentwickeln will. Mit Bildern aus der Natur beschreibt er seinen eigenen kreativen Prozess: In-Between Flow (gleichnamiges Album). Internationale Konzertreisen und verschiedene Kooperationen u.a. mit der WDR Big Band, John Clayton, Jiggs Wigham und Kurt Elling tragen wesentlich zum Erfahrungshintergrund von Maik Krahl bei. Das Quartett: Maik Krahl – Trompete Constantin Krahmer – Piano Jakob Kühnemann – Bass Fabian Rösch – Schlagzeug Gast: Kurt Rosenwinkel – Gitarre www.maikkrahl.com Das Konzert wurde dankenswerter Weise durch die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung gefördert.  

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Odile Liron Schlechtriemen – Benefizkonzert – 23.06.2024 Mit Musik der Ukraine helfen Täglich erhalten wir in den Medien Nachrichten aus der Ukraine über Häuser, die zerstört, Menschen, die getötet werden. Noch vor drei Jahren war eine Situation wie die aktuelle unvorstellbar. Anders als im autokratischen Russland ist die Politik in Deutschland aber nicht unabhängig vom öffentlichen Bewusstsein. Odile Schlechtriemen hält es für eine menschliche Pflicht, es nicht beim Zusehen zu belassen. Sie möchte ihr Klavierkonzert – ihre Kunst generell als einen bescheidenen Beitrag zur Sensibilisierung und Parteinahme verstanden wissen. Der Eintritt war frei, um eine Spende wurde gebeten. Odile Schlechtriemen wurde 1953 in Paris geboren. Germanistik und Musikstudium. Pianistin und Malerin. Lehrtätigkeiten an verschiedenen Musikschulen in Frankreich und Deutschland. An diesem Nachmittag spielte sie u.a. Werke von Johann Sebastian Bach, Mykola Lysenke, César Franck und Robert Schumann. www.lironschlechtriemen.de  

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Texte & Töne – Olaf Reitz • Andre Enthöfer – 20.06.2024 Zweite Lagebesprechung mitten in 2024 Höchst aktuelle Texte, die eine literarische und zugleich politische Qualität haben, werden von den beiden Akteuren gefunden, vorgetragen und musikalisch kommentiert. Die Reihe „Texte & Töne“ wurde für die Bandfabrik konzipiert. Die Intensität der Abende kontrastiert schnelllebige Nachrichtenmeldungen und oberflächliche Kommentare. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen Andre Enthöfers (Klarinette, Saxophon) greifen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen lassen. Wir danken sehr für die Förderung dieser Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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*25* randlos – KunstMusikTanz-Woche in der Bandfabrik – 10.06.-15.06.2024 Eine Woche lang arbeiteten 11 Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Disziplinen (Malerei, Installation, Druckgrafik, Objektdesign, Musik, Tanz, Literatur, Videokunst) in der Bandfabrik. Eine ausführliche Dokumentation mit vielen Bildern findet sich hier. Die Veranstaltung wurde durch die Unterstützung folgender Sponsor*innen und Förder*innen ermöglicht: August Pohli GmbH, Hartmut und Lore Schuler-Stiftung, Dr. Werner Jackstädt-Stiftung, Kulturbüro der Stadt Wuppertal, Stadtsparkasse Wuppertal, Kaffeerösterei Rabenschwarz, Stiftung Kalkwerke Oetelshofen randlos sind: Petra Mohr (Malerei, Druckgraphik) petramohr-kunst.de Birgit Pardun (Malerei, Zeichnung, Installation) birgit-pardun.de Kirsten Rönfeldt (Textile Installationen, Text, Fotografie) kirstenroenfeldt.de Andreas M. Wiese (Malerei, Objekt) amwiese.de Eingeladene Künstlerinnen und Künstler: Maik Ollhoff (Musik) facebook.com/maikollhoff i nstagram.com/maikollhoff Wolfgang Suchner (Musik) fortschrott.de/wolfgang-suchner die-barmer-kuechenoper.de/wolfgang Dietrich Rauschtenberger (Musik, Text) wikipedia.org/ Carolin Pook (Musik, Performance) carolinpook.com wikipedia.org/Carolin_Pook Sophia Otto (Tanz) vimeo.com/user79276741 Narumi Saso (Tanz) instagram.com/narumi.saso oper-wuppertal.de/narumi-saso Kai Fobbe (Video, Installation) kaifobbe.de youtube.com/@motionartfilmKaiFobbe  

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*25* Friday Night Jazz Club – Karolina Strassmayer • David Friedman • Drori Mondlak – 31.05.2024 Ein Highlight im Rahmen des 25-jährigen Bandfabrik-Jubiläums Noch einmal war die Weltspitze des Jazz in der Bandfabrik. Die eigene Wahrhaftigkeit zu leben, aus dem tiefsten Inneren zu schöpfen und im Hier und Jetzt zu musizieren - das ist die Mission des neuen Trios: Speak Your Truth . Die drei begeben sich auf die Suche nach Authentizität und widmen sich der Erschaffung von spontaner, direkter Musik, im Spannungsfeld zwischen lyrischer Schönheit und rhythmischem Drive. Von den Lesern des amerikanischen Jazzmagazins Downbeat wurde die Ausnahmemusikerin Karolina Strassmayer mehrmals unter die weltweit fünf besten Altsaxophonisten gewählt. Sie ist seit 2004 die erste Frau in der mit mehreren Grammys ausgezeichneten WDR Big Band Köln. David Friedman ist einer der einflussreichsten Vibraphonisten, Komponisten und Jazzpädagogen. Er spielte u.a. mit Leonard Bernstein, Bobby McFerrin, Wayne Shorter, Joe Henderson, Horace Silver, Ron Carter. David Friedman ist ein Meister des Vibraphons und ein Musiker mit Herz und Seele. "This international group’s blend of consistent quality and adventurousness give it staying power. It is one of the most interesting small groups at work today” (Arts Journal). Drori Mondlak ist ein herausragender Jazz-Schlagzeuger und Bandleader. Seine eklektische Arbeit – mehr als zwanzig Jahre in New York – hat Mondlak mit Jazzgrößen wie Frank Foster, Joe Williams, Chris Potter und Ernestine Anderson zusammengeführt. Mondlak ist auch in der europäischen Jazzszene angekommen. www.klaromusic.com/speak-your-truth In der WZ vom 05.06.2024 erscheint dazu die folgende Notiz: Jazz-Stars brillieren in der Bandfabrik Die Bandfabrik/Kultur am Rand e.V. feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Dies wurde jetzt mit einer künstlerisch hochkarätigen und kulturell besonderen Veranstaltung gewürdigt. Mit Karolina Strassmayer (Solosaxophonistin der WDR Big Band) aus Österreich, der achtzigjährigen New Yorker Vibraphon-Legende David Friedman, der auch schon mit Größen wie Leonard Bernstein, Bobby McFerrin oder auch Yoko Ono zusammengespielt hat, sowie Drori Mondlak (Professor für Schlagwerk an der Folkwang Hochschule) waren gleich drei internationale Stars im Bereich des Jazz zu Gast auf der Bühne der Bandfabrik und präsentierten ihr Können.  

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26.04.2024 Ingo Marmulla Band Die herausragenden Musiker um Ingo Marmulla kennen sich seit vielen Jahren aus gemeinsamen Projekten. Das Quartett interpretiert am liebsten eigene Kompositionen im groovigen Stil, bluesig, jazzig, frei von Kategorien. Im Programm in der Bandfabrik fehlte auch nicht der ein oder andere Standard. Allerdings wurde er immer auf sehr eigenständige Art interpretiert und beleuchtet. Spielfreude und außerordentliches improvisatorisches Können der Akteure sind die musikalische Basis der Live-Auftritte, was auch in der Bandfabrik wieder bewiesen wurde. Ingo Marmulla entwickelte in den 1970er Jahren seine eigene musikalische Handschrift. Er spielte damals in Bands mit Gunter Hampel, Theo Jörgensmann und Georg Gräwe. Seinem Instrument treu bleibend, hatte er keine Berührungsängste bei Ausflügen in den R&B oder Rock’n‘Roll. Zahlreiche Festivals und Fernsehshows mit Casey Jones. Live und auf Tonträgern findet man ihn u.a. mit MusikerInnen wie Gerd Dudek, Ack van Rooyan, Manfred Schoof, Charlie Mariano, Kathrin Scherer. Ingo Marmulla kuratiert verschiedene Jazzreihen, fotografiert Jazz und schreibt über Jazz ( www.ingo-marmulla.de ). Die Band: Ingo Marmulla – Gitarre Matthias Bergmann – Trompete Stefan Werni – Bass Bernd Gremm – Drums  

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Tukano – 09.03.2024 Weltmusik in bester Mischung gespielt in der Bandfabrik mit zwei Konzertgitarren, Bass, Saxophon und buntem Percussion-Set. In den Eigenkompositionen und Arrangements der Wuppertaler Formation TUKANO begegneten sich Jazz, Flamenco, Bossanova, afrokubanische Rhythmen sowie orientalische Klänge. Mit atmosphärischen Klangmalereien, groovigen Improvisationen und treibenden Rhythmen wurden musikalische Geschichten erzählt, die dem Publikum einen Ausdruck von Spiel- und Lebensfreude vermittelten. Tukano sind: Martin Gießmann – 7-saitige Konzertgitarre, Komposition Peter-A. Rudolph – Flamenco-Gitarre, 5-saitiger E-Bass Herbert Schneider – Saxophon, E-Wind, Didgeridoo Thomas Bräutigam – Bougarabous, Djembe, Cajon, Caxixi & Co  

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Florian Franke – 02.03.2024 Gefühlvolle Texte, verspielte Melodien und eine Stimme, die zum Träumen einlädt. Der studierte Jazz- und Popsänger Florian Franke steht von Kindesbeinen an auf der Bühne. Die Leidenschaft und Professionalität des bekannten Wuppertaler Musikers, der in der Wuppertaler Knabenkurrende begann, erlebte das Publikum in der Bandfabrik: Jeder Ton trifft ins Herz, jede Note erzählt eine Geschichte. Seine Auftritte entsprechen der persönlichen Atmosphäre seiner deutschsprachigen Songs. Ein besonderer Abend! „Zugabe“ an diesem Abend: Jaqueline Franke  

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23./24./25.02.2024 Der Bergische Löwe ( wegen anhaltenden Erfolgs mit 2 Zusatzkonzerten) Wer in den 70ern zum Jazz kam, hat gern eine zündende Prägung durch so starke Bands wie Weather Report, Mahavishnu Orchestra und Return To Forever bekommen. Energie und Konzentration auf Groove verbanden sich mit ausgedehnten Improvisationen und Kompositionen, die auch gern mal etwas komplexer sein durften als beim Bebop. Gut gebrüllt Löwe Das Wuppertaler Quartett steht ganz klar in Bezug zu vorgenannten Bands, hütet sich aber davor, irgend etwas abzukupfern. Komponieren und Konzepte schaffen können sie ja schließlich bekannterweise auch selbst. In den Jahren 2021 und 2022 hat es bei ihren Konzerten jedenfalls gewaltig gekracht und auch dieses Jahr wurde das Versprechen der Vier nachhaltig eingelöst: Die Spielfreude und Atmosphäre beim ersten Konzert waren so großartig, dass kurzfristig noch zwei Konzertabende nachgeschoben wurden – alle ausverkauft! Die Löwen sind: Wolfgang Schmidtke - Sopran- und Tenorsaxophon Roman Babik – Keyboard Jan Kazda – e-Bass Mickey Neher – Drums  

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Am Küchentisch – Die Zukunft erwacht in Erinnerung – 21.02.2024 Wenn alles im Wandel ist, bleibt die Frage: Wohin? Das Zitat des jüdischen Schriftstellers Elazar Benyoetz hilft vielleicht bei der Orientierung. Woher nehmen wir die Kriterien bei der Gestaltung von Stadtgesellschaft und Welt? Einziger Gast am Küchentisch: Stefan Kühn . Fast am Ende seiner Amtszeit nach 24 Jahren als Sozialdezernent der Stadt Wuppertal sprachen wir mit ihm über seine Erinnerungen, Erfahrungen und seine Vorstellungen von gelungener Transformation und liebenswerter Zukunft am Beispiel einer mittelgroßen Industriestadt in Deutschland. Seine Gesprächspartnerin: Annette Hager (u.a. WDR, Politische Runde). Sie studierte Literaturwissenschaft, Philosophie, Sozialwissenschaft und absolvierte Ausbildungen zur Buchhändlerin und Journalistin. Musik: Günther Göttker (voc, git) Aufgetischt: Wirsingeintopf mit Linsen  

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AllAcoustic – 17.02.2024 Die vier charismatischen Musiker aus der Nachbarschaft der Bandfabrik verbindet nicht nur eine besondere Freundschaft, sondern auch die gemeinsame Leidenschaft zur Musik. AllAcoustic präsentierten in der ausverkauften Bandfabrik ihre Lieblingssongs aus Pop, Rock, Country, Independent und Global Sound. Mit diesem Programm sind sie auch auf diversen Kleinkunstbühnen, Festivals, Cafés oder privaten Veranstaltungen unterwegs. Liebevoll arrangiert bekamen die Songs ihren ganz speziellen Reiz durch die besondere Instrumentierung und die überzeugenden Stimmen der Bandmitglieder. AllAcoustic sind: Miriam Schäfer – Gesang Frank Walter – akustische Gitarre/Gesang Katja Schlipphak – Violine/Gesang Jürgen Janßen – akustischer Bass/Gesang  

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(Nur) die Gedanken sind frei (von Lilo Ingenlath-Gegic – WZ 17.02.2024) Eindrückliche Texte und Töne mit Olaf Reitz und Andre Enthöfer Andre Enthöfer beginnt mit warmen Klarinettenklängen, lässt die Töne zittern. Unter dem Titel „Lagebesprechung“ liest der Schauspieler Olaf Reitz dazu aus politisch aktuellen Zeitungsartikeln und Studien. Enthöfer unterstreicht das mit eindrücklichen Improvisationen. Die beiden bestritten den Donnerstagabend (15.02.2024) in der Bandfabrik mit „Texten und Tönen“. Im Artikel von Bijan Moini heißt es: „Ganz ohne Zuckerbrot und ohne Blick für die Alternativen lassen sich die Spitzen von Union und FDP, von SPD und auch den Grünen in ein Land peitschen, das sich kalt und unwirtlich anfühlt …“. Olaf Reitz liest sehr pointiert, die Schilderung der „brandgefährlichen“ Lage wird bedrückender und schneller. „Man kommt kaum noch hinterher. Auf dem ‚Spiegel‘-Cover prangt Bundeskanzler Scholz mit dem Satz, ‚wir‘ müssten ‚endlich im großen Stil abschieben‘“, liest Reitz. Enthöfer gestaltet rastlose Atemlosigkeit auf der Klarinette. Ein zartes, fast flehendes „Shalom Chaverim“ Der nächste Text ist von der Zeit-Redakteurin Alisa Schellenberg. Sie erwägt, die ghanaische Staatsbürgerschaft zu beantragen, obwohl sie als Tochter eines ghanaischen Elternteils nie in Ghana war. Es geht um die Angst vor Remigration. Die Klarinette antwortet darauf mit dem Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud …“, gerät ins Stolpern und ins Stocken. Die Integrationsbeauftragte von Berlin-Neukölln beschreibt in einem Artikel schonungslos den Antisemitismus muslimischer Einwanderer. In Neukölln sei die Feindseligkeit gegenüber Juden überall zu spüren, der 7. Oktober sei dort gefeiert worden. Diese Dinge zu verändern sei etwas „für Marathonläufer, nicht für Sprinter“, liest Reitz lapidar. Enthöfer stimmt auf der Bass-Klarinette einen holprigen Weg mit viel Gegenwind an, das Volkslied „Kein schöner Land …“ erklingt pessimistisch in tiefsten Tönen. Die Texte an diesem Abend haben hohe Brisanz. Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Studien oder Fragebögen eines Doktoranden zur Typisierung des AfD-Wählers klingen sperrig, auch wenn sie von Olaf Reitz brillant gelesen werden. Nach dem Exkurs über das Videoportal TikTok, bei dem „Politik zu Entertainment wird“, spielt Enthöfer zu einem TikTok-Takt einschmeichelnde Melodien. Um Hass, Hetze und Häme im Internet geht es im letzten Text. Reitz zitiert, dass die großen US-amerikanischen Tech-Konzerne fast den gesamten Datenfluss in Deutschland über Google, Apple, Microsoft, Amazon oder Meta regulieren und so unsere Demokratie und Wirtschaft zerstören. „Wir könnten den digitalen Hebel umlegen, …!“, schließt Reitz die Lesung. Das Lied „Die Gedanken sind frei“ erklingt dunkel gefärbt in Moll. Zart, fast flehend, mischt sich mit „Shalom Chaverim“ leise Hoffnung in die Klarinettenklänge.  

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Texte & Töne – Olaf Reitz • Andre Enthöfer – 15.02.2024 Lagebesprechung Höchst aktuelle Texte, die eine literarische und zugleich politische Qualität haben, werden von den beiden Akteuren gefunden, vorgetragen und musikalisch kommentiert. Die Reihe „Texte & Töne“ wurde für die Bandfabrik konzipiert. Die Intensität der Abende kontrastiert schnelllebige Nachrichtenmeldungen und oberflächliche Kommentare. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen Andre Enthöfers (Klarinette, Saxophon) greifen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen lassen. Wir danken sehr für die Förderung dieser Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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Rionn – 03.02.2024 Folkband aus dem Bergischen Land Rionn nahm das Publikum in der Bandfabrik mit atmosphärisch geladenen Liedern, dynamischen Jigs und Reels mit auf die Reise durch keltische Länder. Mit leidenschaftlicher Spielfreude lieferte Rionn ein abwechslungsreiches Programm, in dem traditionelle Musik zeitgemäß dargeboten wurde. Rionn sind: Beate Wille – Gitarre und Gesang Ronald Gensicke – Fiddle Frank Schaefer – Mandoline Peter Ochse – Percussions Kurt Schaefer – Banjo und Gitarre  

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26.01.2024 25 Jahre Bandfabrik: Marc Copland • Daniel Schläppi – Special im Rahmen des Jubiläums Die Weltspitze des Jazz in der Bandfabrik in Wuppertal: Der amerikanische Pianist MARC COPLAND (*1948) arbeitete mit allen Größen des Jazz überall auf der Welt zusammen (in Auswahl): Michael Brecker, John Abercrombie, Randy Brecker, Bob Mintzer, Gary Peacok, John Scofield, Dieter Ilg ( www.marccopland.com ). Er spielte in eigenen Formationen und als Sideman in unzähligen Alben. Kritiker vergleichen seine Spielweise mit Bill Evans und Keith Jarrett. Der Bassist DANIEL SCHLÄPPI (*1968) ist in der Schweiz als Musiker, Komponist, Bandleader und Kulturmanager bekannt ( www.danielschlaeppi.ch ). Beide Protagonisten verkörpern einen lyrischen Jazz, der international zu esprechenden Headlines führte: „Kammerjazz der Weltklasse”, „Zärtlichkeit der Töne und Weite des Klangs”.  

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Obuntu – 20.01.2024 Kann mir einer sagen…? Es gibt Zeiten, die machen ratlos und sprachlos. Auf der Suche nach Worten haben der Schauspieler Ralf Grobel , die Musiker Tanja Kreiskott und Klaus Harms Ermutigungen in Lyrik und Kurztexten aufgespürt und mit Musik verwoben. Gedanken, die tragen und stärken und wissen: Wenn ich die Welt verändern will, muss ich bei mir selbst anfangen. Kann mir einer sagen … ? - eine ermutigende Text- und Musikcollage in Krisenzeiten. Rezitation: Ralf Grobel Musik: Obuntu – Tanja Kreiskott, Klaus Harms  

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Overmoon – 13.01.2024 Ob lässig treibender Swing, loungige Bossa-Novas oder Gänsehaut-Balladen, die abwechslungsreichen Arrangements regten zum Fingerschnippen und Fußwippen an und schafften so eine mitreißende Atmosphäre für alle Besucher dieses Abends in der Bandfabrik, die sich so eine kleine Auszeit vom Alltag gönnen konnten. Die Dortmunder Formation performte mit: Susanne Müller-Isajiw – Vocal Claudia Mahlke – Klavier Stefan Wessels – Sax/Akkordion Michael Lüning – Gitarre Jürgen Fries – Bass/Vocal Jochen Dietrich – Drums  

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Willy Ketzer & Friends: Mit dem Namen kannst Du nicht Papst werden Buchpräsentation mit Live-Musik Der in Köln lebende Schlagzeuger Willy Ketzer arbeitet seit über dreißig Jahren im Musikgeschäft. Nach seinem Studium an der Musikhochschule Köln begann seine Karriere in der Band und in den Studios von Klaus Doldinger. Er arbeitete mit allen Größen der Musikszene im In- und Ausland wie Tom Jones, Liza Minnelli, José Carreras, Paul Kuhn, Kurt Edelhagen, Helge Schneider, WDR Big Band u.a.. Willy Ketzer wurde mehrfach von der Fachpresse zum besten deutschen Big-Band-Schlagzeuger gewählt. 1990 gründete er seine eigene Big Band. Nach seinem ersten Buch „Am Grab gibt's keine Steckdose“ erzählte Willy Ketzer an diesem Abend in der Bandfabrik kurzweilig mit seinem zweiten Buch aus seinem Leben: Vom Messdiener und jungen Klarinettisten in der heimatlichen Blaskapelle bis hin zu bewegenden Momenten mit exquisiten und weltbekannten Musikerinnen und -Musikern, von denen einige Freunde wurden. In seinem neuesten Buch „Mit dem Namen kannst du nicht Papst werden“ berichtet er von den höheren Weihen des Schlagzeugens und spart dabei nicht mit Seitenhieben und seiner Kritik an »Gott und der Welt«. Willy Ketzer - drums und Lesung Vadimir Burkhardt - piano Jens Foltynowicz - bass Chancy Gärtner - sax Monsignore Kubo - Messdiener www.willyketzer.de  

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Die Werke von Oliver Sachse sind in der Bandfabrik zu sehen (von Peter Ryzek – WZ 09.01.2024) Das Fahrrad ist seit zwölf Jahren sein künstlerisches Hauptmotiv Spätestens als der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh eine seiner launigen Reden auf der Vernissage in der Bandfabrik Wuppertal anstimmte, wurde die gutbesuchte Veranstaltung zum Erlebnis: „Herr Sachse, Sie sind jetzt hochstaatszertifiziert, denn im Bundestag in Berlin hängt seit einigen Wochen ein ausdrucksstarkes, farbkräftiges Fahrradbild mit starkem Relief – darauf können Sie sich etwas einbilden“, beglückwünschte Lindh den Künstler flachsend in gewohnter Manier. In den elf Bildern seiner Ausstellung stellt Oliver Sachse das Fahrrad als Schattenriss dar. Die Gazelle, so der Künstler, sei für ihn der größte Wunsch in seiner Kindheit und Jugend am Niederrhein gewesen, den er sich aber erst in Wuppertal erfüllen konnte: „1982 habe ich mir dann endlich eine gebrauchte Gazelle für 850 DM gekauft“, erinnert er sich und erzählt, wie er 1986 stolz auf die Wuppertaler Berge gefahren sei. „Wenn man sich damals so etwas leisten konnte, hatte man es geschafft.“ Er erkannte das Fahrrad bald schon als Teil von sich Seine Liebe zum Zeichnen und zur Linie habe er bereits als Zwölfjähriger in einer Künstlergruppe am Niederrhein entdeckt und später in Porträtzeichnungen weiterentwickelt. „2012 war ich mit meinen Arbeiten, etwa Skulpturen aus Holz und Blei, nicht mehr zufrieden und habe das Fahrrad als biografisches Element und Teilvon mir erkannt“, so Sachse, der weg vom „Moralisieren“ hin zum „Reduzieren“ ging. Zunächst als Schattenriss dargestellt galt das Fahrrad in der damaligen Zeit als neutraler Alltagsgegenstand, sei heute jedoch aus der Neutralität herausgetreten und ein Politikum, gelte als Statement, so führt der Künstler weiter aus. „Woanders, etwa in den Niederlanden, ist das Fahrrad voll akzeptiert, hier besteht jedoch noch reichlich Bedarf, obwohl sich hier in Wuppertal durch die Trasse einiges verändert hat“, sagt Sachse. Seine Arbeiten von 2017 im Format 140 mal 140 Zentimeter und aktuellere Werke aus dem letzten Jahr, sowie eine konvex gespannte Arbeit aus dem Jahr 2019, zeigen in der aktuellen Schau je nach Perspektive einen sich verändernden Blick auf dieses Objekt. Betrachtende erkennen zwar das Fahrrad, haben es aber so noch nicht gesehen. „Die Menschen assoziieren häufig Urlaub oder Holland im Sinne von sich lösen und frei sein, wenn du ein Fahrrad hast“, schildert der Künstler seine Eindrücke. Die Perspektivenerweiterung löse vielleicht bei den Betrachtenden Fragen aus, eigene Interpretationen seien möglich, durch die Linien und Verbindungen entstehe Bewegung im Bild selbst. Durch die unterschiedlichen Materialien, etwa Wandfarbe, Stoffe oder Schiffslack und die durch die reliefartige Struktur im Zusammenspiel mit glatten Oberflächen erreicht Oliver Sachse zusätzlich ein haptisches Erleben: „Die Elemente bilden eine Harmonie und das Anfassen ist ausdrücklich erwünscht“, betont der Künstler, für den Anfang 2023 in der Ausstellung auf Schloss Ringenberg eigens ein Bier mit dem bezeichnenden Namen „Fietser“ gebraut wurde. Mehr Infos online unter www.oliver-sachse.de  

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Texte & Töne – Olaf Reitz • Andre Enthöfer – 23.11.2023 Wenn es dunkel wird Höchst aktuelle Texte, die eine literarische und zugleich politische Qualität haben, werden von den beiden Akteuren gefunden, vorgetragen und musikalisch kommentiert. Die Reihe „Texte & Töne“ wurde für die Bandfabrik konzipiert. Die Intensität der Abende kontrastiert schnelllebige Nachrichtenmeldungen und oberflächliche Kommentare. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen Andre Enthöfers (Klarinette, Saxophon) greifen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen lassen. Wir danken sehr für die Förderung dieser Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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Partita Radicale – Geosonic Landscape – 12.11.2023 Partita Radicale , das Ensemble für improvisierte und zeitgenössische Musik, hat sich gemeinsam mit dem Medienkünstler Florian Zeeh auf den Weg gemacht, um Orte des Umbruchs zu finden: Natur, die sich Relikte menschlicher Zivilisation zurückerobert; Neubaugebiete, die sich in die Landschaft fressen; „Zwischen“orte, die eine eigentümliche Ästhetik besitzen. Sie sind mit diesen Orten jeweils in einen audiovisuellen Dialog getreten. So entstand ein multimediales Konzertformat, ein Zusammenklang von Livemusik und Videoinstallation. Geosonic Landscape setzte so ein faszinierendes Statement für Vergänglichkeit und Aufbruch mit noch unklarem Ziel. Partita Radicale sind: Gunda Gottschalk – Violine Ortrud Kegel – Flöte Karola Pasquay – Flöte Ute Völker – Akkordeon Medienkunst: Florian Zeeh Internet: www.partitaradicale.de  

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29.09.2023 Almost Friends – Matthias Göbel Mit Almost Friends spielte die aktuelle Band des Vibraphonisten und Komponisten Matthias Goebel in der ausverkauften Bandfabrik. Seine Freunde und Mitspieler waren der Düsseldorfer Philipp van Endert, der Kölner Benedikt Hesse sowie der Wuppertaler André Enthöfer. Das Programm war und meinte „no subs“. Die Musik reichte von Jazz bis Pop, geräuschhaft bis melodieverliebt. Die Ostinati und Rhythmen pulsierten auf dem Nachhauseweg weiter und erzählten Geschichten, die ein hervorriefen. Die Musik komponiert Matthias Goebel an der Marimba oder am Vibraphon. Die Band ohne regulären Bass bleibt für alle stets eine inspirierende Herausforderung. Besetzung: Philipp van Endert – Gitarre – www.pve.de Benedikt Hesse – Drums – www.benedikthesse.com Andre Enthöfer – Bass-Klarinette – www.andre-enthoefer.de Matthias Goebel – Vibraphon und Marimbaphon – www.mallet-institute.com  

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Genna & Jesse – 05.07.2023 Sie bezeichnen sich selbst als Nomaden, Rebellen, Freidenker. Sie komponieren Songs, arbeiten im Studio und konzertieren international. Es sind Anklänge aus Folk, Soul, Jazz, Blues und der populären Musik der 60er und 70er Jahre. Das von ihnen selbst gewählte Genre “Retro Soul Pop” kann aber nicht wirklich erfassen, was Genna & Jesse in ihren Live-Shows und sinnlichen Alben hervorzaubern. Die beiden zeichnen sich durch ihre musikalische Präsenz und leidenschaftliches Geschichtenerzählen aus. Sie setzen sich in ihrem Songwriting über alle Konventionen der Musikindustrie hinweg und machen das, was am besten mit „Hingabe“ zu beschreiben ist. Natürlich inspiriert durch ihr grenzüberschreitendes Nomadenleben. Wenn Genna & Jesse international auf Tournee sind, betonen sie, dass ihre Tour mit einem möglichst geringen ökologischen Fußabdruck durchgeführt wird. „Say OK” - NBT Music Radio’s best album of 2018! Internet: gennaandjesse.com  

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Am Küchentisch – Es geht nur in einer Welt! (von Michael Bosse – WZ 24.06.2023) Diskussionsrunde „Am Küchentisch“ in Langerfeld erörtert Wege aus der Klimakrise Welche symbolische Uhrzeit die „Doomsday Clock“ oder vergleichbare Zeitmesser des ökologischen Weltuntergangs aktuell anzeigen - darüber herrschte am Dienstagabend in der Diskussionsrunde „Am Küchentisch“ in der Bandfabrik in Langerfeld Uneinigkeit. Für den einen war es erst „fünf nach Zwölf“, für den anderen „Viertel nach Zwölf“, für den nächsten schon „Viertel vor Eins“. Einigkeit bestand immerhin darin, dass die westliche Welt in ihrem Lebensstil nicht mehr so weitermachen kann wie bisher, will sie die Grundlagen des Lebens auf der Erde nicht komplett zerstören. In der von dem Journalisten Stefan Seitz (Wuppertaler Rundschau) moderierten Diskussion wurde der Themenkomplex rund um Nachhaltigkeit, Klimakrise und Energiewende aus drei verschiedenen Perspektiven angegangen. Für die kommunale Ebene sprach der städtische Kulturdezernent Matthias Nocke, den technologieoffenen Blick auf Lösungswege eröffnete der Geschäftsführer der „Circular Valley“-Initiative, Andreas Mucke, die Perspektive des globalen Südens vertrat das aus Indonesien stammende Vorstandsmitglied der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), Andar Parlindungan. Gerne hätte Erhard Ufermann, Organisator des Abends und Vorstandsmitglied des Vereins „Kultur am Rand“, auch Vertreter von Protestbewegungen wie die „Letzte Generation“ oder „End Fossil: Occupy!“ zu der Runde eingeladen, wie er zur Begrüßung erklärte. Allerdings hätten weder die eine noch die andere Gruppe auf die Einladung reagiert. Um die in einer Stadtverwaltung bestehenden Sachzwänge und Konkurrenzverhältnisse weiß Ex-Oberbürgermeister Mucke genau, umso mehr kann er jetzt als Vertreter einer der Kreislaufwirtschaft verpflichteten Initiative anhand lokaler Beispiele aus aller Welt aufzeigen, wie Ideen der Nachhaltigkeit wirtschaftlich erfolgreich sein können. So hatte er etwa eine aus recyceltem Kunststoff hergestellte Dachpfanne mitgebracht, die von einem Start-up in Uganda entwickelt und hergestellt wurde. Das ist für gelernten Ingenieur so etwas wie ein Mutmacher. Sein Fazit: „ Es geht nur in einer Welt, es geht nur gemeinsam!“ Aus der Perspektive des Globalen Südens zieh VEM-Vertreter Parlindungan die Staaten der nördlichen Halbkugel zwar durchaus einer ausbeuterischen Politik, die die so genannten Entwicklungsländer zum „Mülleimer der entwickelten Länder“ gemacht habe. Gleichwohl äußerte er aber beim Blick auf sein Heimatland Kritik an dessen Politik und Gesellschaft. Dort sei der Kapitalismus noch „zu stark“, als dass Ideen des Umweltschutzes bereits Gehör und Unterstützung fänden. Deshalb wünschte sich Parlindungan im Küchengespräch auch, dass sich die Kirche in seinem Heimatland stärker zu dem Thema zu Wort meldet. Bestehende Regularien bremsen häufig aus Dezernent Nocke bekannte sich zur Verantwortung von Politik und Gesellschaft und konzedierte, dass die Bekämpfung des Klimawandels nicht zum Nulltarif zu haben ist: „Der Schutz des Klimas muss nicht weh tun, kann aber anstrengend sein!“ Zugleich räumte er ein, dass die Prozesse in der Stadtverwaltung aufgrund der bestehenden Regularien oft „zu langsam“ seien: „Wir bremsen uns in weiten Teilen selber aus.“ Zugleich setzte Nocke aber auch kritische Spitzen gegen Grünen-Politiker - etwa gegen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, dem er zu viel Dirigismus in der Energiepolitik (Stichwort: Wärmepumpe) vorwarf. Diese rhetorischen Spitzen fanden im Publikum Nachhall. So mahnte ein Mann vor „Lagermentalität“. Ansonsten „wird es uns nicht gelingen, die Zivilisation zu retten“. Ein weiterer Zuhörer wünschte sich konkrete Vorschläge für ein nachhaltigeres Leben. Und ein Dritter warnte davor, die Diskussion um den Klimawandel „zu lasch“ zu führen. Die aktuellen Probleme seien seit der Veröffentlichung zu den „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome vor mehr als 50 Jahren bekannt, die Regierungsparteien scheuten jedoch aus Angst vor Abstrafung durch den Wähler immer wieder vor konkreten Maßnahmen zurück.  

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Friday Night Jazz Club – Die Abfahrt – 26.05.2023 26.05.2023 Die Abfahrt Mit Salome Amend und Dominic Brosowski an zwei Schlagzeugen hat die Band Die Abfahrt Taktgeber, die in ihrer Spielauffassung unterschiedlicher kaum sein könnten, aber zusammen ein unvergleichlich pulsierend-fließendes Klangerlebnis erschaffen. Pianist Johannes Still nimmt diesen endlosen Strom von Ideen auf und breitet sie in perlend swingenden Linien über seine ganze Tastatur aus, stets angefeuert von Bassist und Bandgründer Markus Conrads expressiv brodelndem Spiel. Es machte in der ausverkauften Bandfarik einfach nur Spaß, dieser vor Energie sprühenden Musik zuzuhören. Wir freuen uns über die Unterstützung der „Abfahrt“ durch das Kulturbüro Wuppertal. Die Abfahrt sind: Markus Conrads – Bass Johannes Still – Klavier Salome Amend – Schlagzeug Dominic Brosowski – Schlagzeug  

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28.04.2023 Feat. Mariann Shaguroff und Band Tiefsinnige Lyric und malerische Klänge greifen ineinander und bereiten dem Text einen Weg durch die Musik. Die weißrussische Sängerin Mariann Shaguroff hatte schon immer den Traum, mit Jazz Geschichten zu erzählen und erfüllte sich diesen zusammen mit ihrer fünfköpfigen Band, die sich an der Folkwang Universität der Künste kennengelernt hatten. Sie spielten sowohl Mariann’s eigene Kompositionen, die sich mit persönlichen und sozialen Themen befassen, als auch Stücke des modernen Jazz. Am Ende ging es um Musik, die alle Besucher der Badfabrik fesselte und begeisterte. Dieses Konzert wurde ermöglicht durch die Förderung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung, Herdecke. Wir freuen uns sehr darüber. Besetzung : Mariann Shaguroff – Gesang Jan Alexander – Klavier Benny Hoffmann – Schlagzeug Malte Winter – Kontrabass Leon Dehne – Saxophon  

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Am Küchentisch – Welchen Nutzen hat heute noch ein Mensch? – von Martin Hagererer – WZ 01.05.2023 Beim Küchentisch in der Bandfabrik sprachen Experten über die Zwei-Klassengesellschaft Wut im Bauch hatten sie alle: „Konzerne raus aus dem Gesundheitswesen!” gehörte beim Format „Am Küchentisch” ebenso zu den Eingangsstatements wie „Alle Gymnasien abschaffen!”. Bemerkenswert beim gesetzt-kultivierten Rahmen der Bandfabrik – und glaubwürdig durch die Akteure: In der Reihe „Am Küchentisch” versammelt waren drei Praktiker: Auf dem Podium saßen Karl-Heinz Krauskopf, einst leitender Oberarzt am Helios-Klinikum, Inken Vollmering vom Düsseldorfer Psychosozialen Zentrum für Geflüchtete sowie Lars Büttgenbach, Leiter der Hauptschule Oberbarmen. Etabliert und unaufgeregt auch der Moderator, Manfred Rekowski, früherer Präses der evangelischen Kirche im Rheinland. Man wusste, wovon man sprach, als es in der April-Ausgabe des Küchentischs ums Thema „Verwertbarkeit von Menschen” ging. Dass Menschen nach ihrer vermeintlichen Nützlichkeit kategorisiert werden, wurde gar nicht erst als Möglichkeit diskutiert – vielmehr war dies für die Runde längst tägliche Tatsache. „Die materiellen Möglichkeiten von Menschen beziehungsweise ihre wirtschaftliche und politische Verwertbarkeit machen den Unterschied”, griff Moderator Rekowski eine Feststellung aus dem Ankündigungstext auf – und jeder der drei wusste den Befund aus seinem Bereich zu bestätigen. Lehrer Lars Büttgenbach hob vor allem auf die Herkunft von Schülern ab, die allzu oft über ihren Werdegang entscheide. Von Bandfabrik-Gastgeber Erhard Ufermann etwas blumig als Held vorgestellt, sprach der Pädagoge weniger von Details an seinem teils als „Brennpunktschule“ geltenden Haus, sondern prangerte ein Versagen der Politik an: Verantwortlich fürs Abwerten von Schülern wegen ihres Hintergrunds seien mäßig kompetente Entscheidungsträger. „Ich sehe eine Führungskrise, besonders im mittleren Segment.” Bei Migrationspraktikerin Inken Vollmering – sie arbeitet in der Trauma-Ambulanz – stand im Fokus, wie schwer Geflüchteten unter anderem aus Syrien der Weg ins Gesundheitssystem gemacht werde: „Der Zugang ist sehr hochschwellig”, sagte sie. Ohne entsprechende Anerkennung sei dann medizinische Versorgung allzu oft nur in akuten Notfällen garantiert. Ihr Wunsch: „Das Asylbewerberleistungsgesetz muss weg.” Vielleicht der Fatalste von den drei vertretenen Ressorts schien das Konzept „Verwerten” im Fall von Mediziner Krauskopf. Kern seines Vorwurfs: Die Gewinne von Krankenhauskonzernen „ziehen die Kosten aus dem Gesundheitssystem heraus”. Kurz: Die Rendite bleibt nicht drin. 16,5 Prozent: Ganz konkret bezifferte der Herzchirurg den Profit, der bei manchen Eingriffen pro Patient anfalle – und etwa Operationen nicht zuletzt lukrativ mache. Bei Autos seien es ungefähr acht. Der ernüchternde Befund bei den Dreien war das eine – hinzu kam ein Appell: Einen Nutzen für die Gesellschaft hätten oft auch jene sehr wohl, denen er gern abgesprochen werde. Was freilich hieß, sich auf einen Anspruch an Brauchbarkeit grundsätzlich einzulassen. Aber eben auf andere Weise: Lehrer Büttgenbach plädierte mit einem Botanik-Vergleich dafür, Schülern mit schwächeren Leistungen auf ihre Art einen Ertrag zuzutrauen, etwa durch persönliche Qualitäten: „Auch wild zu wachsen, kann sinnvoll sein.” Und Migrationsexpertin Vollmering berichtete von einem Roma-Mann, der nicht mehr habe arbeiten können und die Bedingung, sich selbst zu finanzieren, daher nicht mehr erfüllte. Folge: „Die Aufenthaltserlaubnis war futsch, die Abschiebung drohte”, erklärte Inken Vollmering. Der Grund sei aber gewesen, dass seine Frau nach schweren Kriegserlebnissen krank geworden sei und er sich um sie kümmern musste. Was so viel bedeutete wie: Sich der Familie zu widmen – auch das ist kein kleiner Nutzen.  

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31.03.2023 feat. Kairos – das Trio Kairos feiert den Augenblick Die Gestalt Kairos verkörpert in der griechischen Mythologie einen „entscheidenden günstigen Augenblick“, den es aktiv zu ergreifen gilt. Ein passendes Credo für eine Band, die davon lebt, Musik gemeinsam im Hier und Jetzt zu gestalten. In ihren Kompositionen lassen sich Kairos vom reichen Erbe weltweiter Musiktradition inspirieren – starke Melodien treffen auf subtile Klangfarben und treibende Rhythmen. Das Cello anstelle des – im Jazz meist üblichen – Kontrabasses ist mitverantwortlich für den lyrischen und facettenreichen Klang des Trios. So umgesetzt wie an diesem Abend in der ausverkauften Bandfabrik war es ein Hörgenuss. Kairos sind: Johannes Maas – Gitarre Veit Steinmann – Cello Philipp Klahn – Drums  

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24.02.2023 Der Bergische Löwe Drei Tage nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Konzertes der vier herausragenden Wuppertaler Musiker war die Veranstaltung in der Bandfabrik ausverkauft. Die Besetzung der Gruppe sprach für sich: Spielfreude und Atmosphäre waren großartig! Die Löwen sind: Wolfgang Schmitdke – Saxophon Roman Babik – Klavier Jan Kazda – Bass Mickey Neher – Schlagzeug  

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Am Küchentisch – Trilogie: Angst, Armut, Glück – 23.02.2023 über Armut in Wuppertal  

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27.01.2023 JE:D – Jazz-Ensemble Düsseldorf Das Jazz-Ensemble-Düsseldorf (kurz JE:D) ist ein Kollektiv Düsseldorfer Jazzmusiker – aktiv als Dozenten, Komponisten und Arrangeure, fast alle Förderpreisträger der Stadt, jeder reich an musikalischen Erfahrungen im In- und Ausland. Das JE:D ist eine kreative Ideenschmiede, um die Stadt kulturell zu repräsentieren und musikalisch zu interpretieren. Ihre Sprache ist die Musik. Für die kompositorisch erfahrenen und aktiven JE:D-ler eine spannende Herausforderung. Der Jazz macht es möglich. Das JE:D steht im Austausch mit anderen Städten wie Wuppertal, mit einem großen Netzwerk an Musikern und KünstlerInnen aus aller Welt, mit anderen Kunstsparten und natürlich immer mit seinem Publikum. Das originelle künstlerische Konzept, eigene Kompositionen und bekannte Stücke zu bearbeiten und neu zu interpretieren überzeugten auch das Publikum in der ausverkauften Bandfabrik. Das Jazz-Ensemble-Düsseldorf spielte in folgender Besetzung: Reiner Witzel – Saxophon, Holzblasinstrumente Mathias Haus – Vibraphon Sebastian Gahler – Piano Philipp van Endert – Gitarre Nico Brandenburg – Kontrabass Peter Weiss – Schlagzeug  

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Am Küchentisch – Rassismus und Diskriminierung – 13.09.2022 Die Reihe „Am Küchentisch“ in der Bandfabrik bringt Menschen zusammen, die sich mit der Tagespolitik und der kurzen Verfallszeit von Nachrichten nicht zufrieden geben. Es kommen Themen „auf den Tisch“, die Menschen im Innersten bewegen, und die für die zukünftige Gestaltung unserer (Stadt-)Gesellschaft sowie für unsere Welt von Bedeutung sind. Das Thema „ICH BIN ANDERS!“ setzt bei rassistischen und diskriminierenden Alltagserfahrungen an. Diese reichen von offener Abweisung bis hin zu einem vermeintlichen „Sich-Kümmern-Müssens“ um Menschen, die uns als fremd erscheinen. Dass wir „doch alle gleich sind“, und „es gut meinen“, sind Mythen, deren Wahrheitsanspruch auch selbstkritisch im eigenen Weltbild hinterfragt werden kann. Von diskriminierenden Haltungen und Äußerungen sind aber nicht nur „people of colour“ betroffen, sondern auch Menschen mit Behinderungen, Arme, Arbeitslose, Flüchtlinge, Straffällige…. Am Küchentisch soll aus dem komplexen Themenfeld der Aspekt besonders hervorgehoben werden, der beim individuellen Selbstvertrauen ansetzt. Was würde alles passieren, wenn wir Fremdheit nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung erleben könnten? Die Gäste am Küchentisch sind: Suzan Öcal, Beauftragte für "Rassismus, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus" im Ressort "Zuwanderung und Integration" bei der Stadt Wuppertal. Joshua Chimauzo Ikpegbu, Vorsitzender und Bildungsreferent KITMA e.V. Peter Vorsteher, Vorsitzender der Wuppertaler Tafel. Ingrid Kästner-Ludwig, Psychotherapeutin. Sowie für die Moderation Andy Dino Iussa (Künstler, Regisseur). Musik: Asya Sosin, kurdische Musikerin (Baglama, Ney, Daf)  

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Texte & Töne – Olaf Reitz • Andre Enthöfer – 25.08.2022 Höchst aktuelle Texte, die eine literarische und zugleich politische Qualität haben, werden von den beiden Akteuren gefunden, vorgetragen und musikalisch kommentiert. Die Reihe „Texte & Töne“ wurde für die Bandfabrik konzipiert. Die Intensität der Abende kontrastiert schnelllebige Nachrichtenmeldungen und oberflächliche Kommentare. Die Rezitationen von Olaf Reitz (Schauspieler, Sprecher, Performer) und die Improvisationen Andre Enthöfers (Klarinette, Saxophon) greifen auf eine Weise ineinander, die die Grenzen zwischen Alltag, Realität und Kunst verschwimmen lassen. Wir danken sehr für die Förderung dieser Reihe durch die „Stiftung W.“!  

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Unterm Kirschbaum 2022 – DUO Carlos Diaz • Pato Lorente – 14.08.2022  

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Unterm Kirschbaum 2022 – Kraskes Knusperjazz – 13.08.2022 Die richtige Musik für einen warmen Samstagabend im August Das Quintett „Kraskes Knusperjazz“ aus der Eifel um die Jazzsängerin Heike Kraske servierte eine bunte Mischung aus Jazz Standards und Popsongs. Das Besondere der Band: Die Titel werden allesamt mit deutschsprachigen Texten dargeboten. Sie servierten Hits u.a. von Caterina Valente, Götz Alsmann, Manfred Krug, Hildegard Knef oder Roger Cicero in besonderen Arrangements und mit großer Spielfreude. Heike Kraske – Gesang Ean Gidman – Saxofone und Flöte Rolf von Ameln – Piano/Arrangements Gerd Brenner – Kontrabass Uli Schmidt – Schlagzeug/Percussion Unterm Kirschbaum 2022 – Kraskes Knusperjazz – 13.08.2022  

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Unterm Kirschbaum 2022 – Gina Schwarz • Joris van de Velde – 12.08.2022  

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Second Spring Revival – Kultband – 06.08.2022  

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Am Küchentisch – Thema: Freiheit, Frieden, Leben – 22.06.2022 Die Reihe „Am Küchentisch“ in der Bandfabrik bringt Menschen zusammen, die sich mit der Tagespolitik und der kurzen Verfallszeit von Nachrichten nicht zufrieden geben. Es kommen Themen „auf den Tisch“, die Menschen im Innersten bewegen. Es sind Themen, die für die zukünftige Gestaltung unserer (Stadt-)Gesellschaft sowie für unsere Welt von Bedeutung sind. Das Thema „FREIHEIT-FRIEDEN-LEBEN“ will die politische Katastrophe des Krieges in der Ukraine einmal anders beleuchten, als es aktuell in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Krieg sei immer ein Versagen der Diplomatie, so eine vielvertretene Meinung. Frank Großmann vom Bandfabrik-Team: „‚Am Küchentisch‘ soll es zuerst darum gehen, was Menschen in Russland und in der Ukraine verbindet. Vielleicht liegen dahinter Lösungsansätze eines vielschichtigen Konflikts, wo aktuell die politisch Verantwortlichen offenbar nur eine Eskalierung des Krieges zu schüren scheinen.“ Gäste am Küchentisch sind Musikerinnen und Musiker aus Russland und der Ukraine, die seit Jahren in Deutschland leben und arbeiten: Regina Lewirt (Pianistin), Michael Lewirt (Cellist), Igor Parfenov (Pianist), Alexander Pankov (Akkordeonist). Sie alle leiden unter der furchtbaren Situation des Krieges, der von Russlands Staatschef Wladimir Putin vom Zaun gebrochen wurde und suchen im offenen Gespräch nach Lösungsansätzen, wie dieser Konflikt deeskaliert werden könnte Moderation: Michael Zeller (u.a. Von-der-Heydt-Preis 2008, Andreas-Gryphius-Preis 2011), der nicht nur häufiger in der Ukraine gelebt und als Artist in Residence in Charkiw gearbeitet hat, sondern der in diesem Jahr auch für sein Lebenswerk mit dem Georg Dehio-Buchpreis ausgezeichnet wird. Der Preis wird vom Deutschen Kulturforum östliches Europa e. V. ausgelobt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien alle zwei Jahre verliehen.  

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Klassik am Rand – Kanahi Yamashita • Katsuya Watanabe – 29.05.2022 Auf dem Programm standen exquisite Kostbarkeiten von Komponisten des 19. bzw. 20. Jahrhunderts, Napoléon Coste, Ferdinand Rebay, Karl Pilss und Jaques Ibert. Kanahi Yamashita, mehrfache Stipendiatin und Preisträgerin internationaler Wettbewerbe für Konzertgitarre und Katsuya Watanabe, Preisträger des Grand Prix im Oboen‐Wettbewerb und von 1992 bis 1996 Solo‐Oboist im Sinfonieorchester Wuppertal, brachten eine Zusammenstellung von Solostücken für Gitarre und von Werken für Gitarre und Oboe zu Gehör. Udo Mertens führte unterhaltsam durch das Programm. Im Anschluss an das Konzert bestand die Möglichkeit, mit den Musikern ins Gespräch zu kommen. Kanahi Yamashita, Gitarre Katsuya Watanabe, Oboe  

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Friday Night Jazz Club – Julius van Rhee Quartett – 27.05.2022 Das „Julius van Rhee Quintett“ bringt fünf junge eigenwillige Musiker in einem spannenden Projekt zusammen. In den Kompositionen des Bandleaders kommen beinahe gesangliche Melodien mit komplexen Rhythmen und berührenden Harmonien zusammen, was den emotionalen Gehalt der Stücke, die sich mit Einsamkeit, Angst und Trennung aber auch mit Hoffnung und Liebe auseinandersetzen, zum Ausdruck bringt. Die individuellen Charaktere der Musiker verschmelzen zu einer Einheit und durch das immer wieder daraus Ausbrechen bleibt die Musik überraschend und abwechslungsreich. Julius Van Rhee – Alt-/Sopransaxofon Ferdinand Schwarz – Trompete Peter Köcke – Piano Jonas Grätzer – Drums Luca Müller – Bass  

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Ein Abend mit „Frankie Boy“ in der Bandfabrik ­(von Lilo Ingenlath-Gegic – WZ 09.05.2022) Uli Wewelsieps Programm „Sinatra“ feiert Premiere Der Wuppertaler Sänger Uli Wewelsiep singt seit vielen Jahren die Titel von Frank Sinatra. Mit dem „King of Swing Orchestra“ hat er die Songs von „Frankie Boy“ interpretiert und war in Konzertsälen in Deutschland und Europa zu Gast. Jetzt hat er ein kleineres, intimeres Format gewählt und einen großartigen Sinatra-Abend kreiert, der am Wochenende in der Langerfelder Bandfabrik Premiere feierte. Das Konzertprogramm umfasst die bekannten Sinatra-Klassiker und innigen Balladen sowie ein Stück aus Wewelsieps Feder, in dem er die Lebensgeschichte des Entertainers hautnah erzählt. Den Francis Albert „Frank“ Sinatra spielt Wewelsiep selbst. Ihm stehen der Pianist Bill, in Anlehnung an Sinatras langjährigen Pianisten Bill Miller, und die fiktive Figur des Dino, der den kritischen guten Freund verkörpert, zur Seite. „Ich habe meine „Leib- und-Magen-Musiker“ gefragt, ob sie mitmachen. Sie hatten Lust dazu“, sagt Uli Wewelsiep. Robert Boden spielt Piano und ist Bill, Wolfgang Engelbertz spielt vor allem Bass, manchmal auch Gitarre und Sousaphon, und er verkörpert Dino. Musiker sind keine Schauspieler, doch die beiden machen ihre Sache gut. Mit kritischen Anmerkungen, unangenehmen Wahrheiten und heiteren Anekdoten bringen sie die Handlung um Sinatras Lebensgeschichte voran. Der Abend über Sinatra beginnt Anfang der 1950er Jahre. Seine Karriere ist auf dem Tiefpunkt, die Stimmbänder sind angeschlagen, seine große Liebe Ava Gardner hat ihn verlassen, seine Plattenfirma hat ihm gekündigt, er muss in schäbigen Absteigen singen. „What Now My Love“ ist der gefühlvolle Einstieg in die Lebensgeschichte. Weitere Sinatra-Klassiker folgen. Den ersten großen Erfolgssong „All Or Nothing At All“ lässt Wewelsiep wunderschön swingen, über seine große Liebe zu Ava Gardner singt er „The Lady Is A Tramp“ und „I‘ ve Got You Under My Skin“ interpretiert er so glaubhaft, so lyrisch, dass die Geschichte einer neuen Liebe auch dem Publikum unter die Haut geht. Es gibt Rückblenden auf die steile Karriere des italienischstämmigen Jungen aus Hoboken und es gibt Niederlagen, Ängste, schlaflose Nächte, viel Alkohol und Depressionen. Wewelsiep zeigt Sinatra als Entertainer und liebenden Ehemann, als rücksichtslosen Karrieristen und als echten Freund. In bekannten Liedern, innigen Balladen und im unterhaltsamen Spiel der drei werden auch unbekannte Facetten des Mannes gezeigt, der „The Voice of America“ genannt wurde. Sinatra engagiert sich gegen Rassismus und Wewelsiep stellt das mit „Old man River“ mit großer Intensität dar. Songs wie „That’s Live“ oder „New York, New York“ dürfen nicht fehlen. Nie bleiben die Songs an der Oberfläche, immer findet Wewelsiep den richtigen Ausdruck in Stimme und Körpersprache. Immer kongenial begleitet von Piano und Kontrabass. Robert Bodens brillante Piano-Soli werden begeistert beklatscht. Am Schluss stehen Sinatras Tod und „My Way“. Uli Wewelsiep ist als Sänger sowohl im Jazz als auch im Musical erfolgreich. Er steht seit vielen Jahren in Musical-Rollen auf deutschen Bühnen, spielte mit Swing- und Jazzgrößen. Seine Gesangskarriere begann er 1980 bei der Börsen-Beatband. Von 1988 bis 1997 war er Dozent und Gesangslehrer an der Hochschule in Arnhem (NL). Seit 1994 ist er Gesangslehrer und Chorleiter der Bergischen Musikschule.  

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Vernissage ­– Rita und Peter Caspari – 08.05.2022 WECHSEL:WIRKUNG Die Feststellung „Es ist nicht die Aufgabe der Kunst, die Natur zu kopieren, sondern sie auszudrücken“ (Honore`de Balzac, 1799-1850, Philosoph und Schriftsteller) bringt es auf den Punkt und ist hier Grundlage und Ansatz für ein ernsthaftes künstlerisches Handeln. Für den Wuppertaler Künstler Peter Caspary kann und darf es keinesfalls beim „Kunstmachen“ darum gehen, mit pseudoästhetischen Maßstäben das zu interpretieren, was augenscheinlich dann auch nur oberflächlich sein kann. Ihm geht es nicht darum, ein realistisches Abbild der vorgefundenen Formationen anzufertigen, sondern um das Sichtbarmachen von diversen Natur-Phänomenen und deren internen Abläufen. So verändere die Küste etwa ständig ihr Gesicht, Felsen stürzen zurück ins Meer. Andere strukturieren das Festland zu immer neuen geologischen Schichten. Wind und Wetter türmen den Sand auf zu sanften Hügeln und unterschiedlich geformten hohen Dünen. Der innere Fotograf speichere Bild für Bild. Dabei kommt ihm zugute, dass je nach „Speicher-Platz“ vieles schon reduziert und abstrakt vorformuliert sei, während direkt vor Ort die Seherfahrungen intensiver seien und grundlegend das spätere Tun im Atelier prägen. Bei Peter Caspary entstehen Zeichnungen und Skizzen manchmal direkt in der Natur. Kohle erlaube eine differenzierte Darstellung und lasse sich wunderbar modellieren. Die ganze Hand arbeitet. Spontan und unbewusst. Die räumliche Tiefe entstehe durch überlagerte Schraffuren. „Alles und Nichts ist, wie es ist“, lautet die Herangehensweise der Fotografin Rita Caspary. So zeigt auch die Natur nur das, was oberflächlich wahrnehmbar ist. Da sind stetig ablaufende Veränderungsprozesse, die allein auch durch physikalische und optische Einflüsse unterschiedliche Bildwelten aufzeigen. Das Tageslicht etwa, wirft je nach dem Stand der Sonne einen entsprechenden Schatten auf die Szene. Dadurch verändern sich bildhafte Raumsituationen zu immer wieder neuen Bild-Varianten. Ausschnitte aus dem Ganzen verstärken den Eindruck der Abstraktion. So zeigen Rita Casparys Fotografien keine Wahrheiten oder irgendeinen Realismus, sondern sollen Anreiz dafür bieten, den Blick für die unscheinbaren Bildwelten in den Dingen zu schärfen. Peter Caspary 1953 geboren in Wuppertal 1974-1979 Designstudium an der Berischen Universität GHS-Wuppertal bis zum Diplom 1980-1984 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf 1984 Ernennung zum Meisterschüler 1986-1989 Dozent/Lehrauftrag für Zeichnerische Darstellung an der FHS-Dortmund 1992-1995 Dozent/Werkstattleiter für künstlerische Druckgrafik an der Bergischen Universität GHS-Wuppertal 1994 Preis zur Ausstellung “Pina Bausch”, Schauspielhaus, Wuppertal 1995 Internationaler Grafikpreis, Kalenderschau Stuttgart 1999 Goldprize, Inter-Grafik, Osaka, Japan 2012 Gründung der Künstlergruppe 51° Nord 2021 Nominiert von der Stadt Wuppertal für den NRW Kunstpreis „CityArtist2021“ Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland Auch als Musiker (Gitarre, Synthesizer, etc.) in verschiedenen Jazz- und Blues-Formationen tätig sowie literarische Veröffentlichungen u.a. im Nordpark-Verlag, Wuppertal Internet: petercaspary.de Rita Caspary 1954 geboren in Bad Homburg 1970-1973 Malerin und Restauratorin Ausbildung in Frankfurt am Main 1974-1978 Designstudium an der Bergischen Universität Wuppertal mit Schwerpunkt Fotografie 1978 Diplom Designerin 1979-1982 Arbeit als Fotografin und Designerin in Düsseldorf. Seit 1982 Freiberufliche Arbeit als Fotografin Zahlreiche Ausstellungen in ganz Deutschland. Internet: www.51gradnord.de  

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SINATRA – Uli Wewelsiep • Robert Boden • Wofgang Engelbertz – 06. und 07.05.2022 „Verehrt in alle Ewigkeit“, so titelte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ beim Nachruf über Frank Sinatra, der in der Nacht auf den 15. Mai 1998 verstarb. Der Wuppertaler Sänger Uli Wewelsiep präsentierte an zwei Tagen in der Bandfabrik sein Konzertprogramm mit bekannten Sinatra-Klassikern, das sowohl von biographischen, als auch kleinen fiktiven Szenen umrahmt wird, die uns die Person des großen Sängers und Entertainers näher bringen. Es wird durch die erdachten Figuren Francis (Sänger Schauspieler/Entertainer), Bill (Freund und musikalischer Begleiter am Piano) und Dino (kritischer Freund) getragen. Anfang der fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts in einer kleinen Dachkammer irgendwo in den USA: Frank Sinatras Karriere ist am Tiefpunkt. Seine Stimmbänder sind angeschlagen, seine große Liebe Ava hat ihn verlassen, seine Plattenfirma hat ihm gekündigt, die konservative amerikanische Presse bezeichnet ihn als Ehebrecher und Kommunisten. Er bekommt keine Angebote als Filmschauspieler mehr und muss in schäbigen Absteigen singen, die tief unter seiner Würde sind. Hier beginnt der Abend über Frank Sinatra, der am Ende seiner atemberaubenden Karriere „The Voice of Amerika“ genannt werden wird.“ Uli Wewelsiep hat mit dem „King of Swing Orchestra“ europaweit Titel von Frank Sinatra interpretiert, war zu Gast in vielen renommierten Kulturzentren und Theatern, sang erfolgreich in vielen großen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Besetzung: Uli Wewelsiep Vocals/ Francis Robert Boden - Piano/ Bill Wolfgang Engelbertz - Bass, Gitarre, Sousaphon/ Dino Audios und Infos zum Stück: wewelsiep.de  

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Brasilianisch ­­­­­­­– Regina Advento • Wolfgang Eichler – 09.04.2022 Die brasilianische Sängerin Regina Advento und der Wuppertaler Jazz-Pianist Wolfgang Eichler präsentierten am 09. April 2022 in der Bandfabrik brasilianische bzw. südamerikanische Melodien im Jazz-Lounge-Stil. Zu hören sind auch Latin-Jazz-Kompositionen von Eichler. Als langjähriges Ensemblemitglied des Wuppertaler Tanztheaters beeindruckte Regina Advento nicht nur mit ihrem Tanzstil, sondern überraschte immer wieder mit Gesangseinlagen in verschiedenen Stücken der weltberühmten Choreografin Pina Bausch. Dabei liegt der Schwerpunkt bei vertrauten Klängen ihrer Heimat wie dem Bossa-Nova und den MPB (Música Popular Brasileira). Wolfgang Eichler ist nicht nur mit seinem Quartett, das seinen Namen trägt, sondern auch mit den Kompositionen im „German Book“ bekannt geworden. 2010 veröffentlichte er sein Album „Entfernung vom Nullpunkt“. Auch Theaterproduktionen und Film profitieren immer wieder von seinem musikalischen Schaffen. Seine „Piano Café“-Reihe ist eine feste musikalische Einrichtung in Wuppertals Musiklandschaft.  

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Friday Night Jazz Club – Soulcrane – 25.03.2022 Mit "Soulcrane" präsentierte Matthias Schwengler in der Bandfabrik einen Klangkörper, der es glänzend verstand, Retro-Feeling und neue Ansätze unter einen Hut zu bringen. Genauso wie bei ihrem zweiten Album „Another Step We Take“ (Mons Records) arbeiteten die Musiker gemeinsam kompositorisch an einem klanglichen Werk und blieben mit dem warmen Charakter dieser Musik stets auf einem kammermusikalischen Niveau. Geschafft wurde eine Atmosphäre, die einer Unterhaltung unter Freunden gleicht. Soulcrane überzeugt mit einer fast familiären Persönlichkeit und verdeutlicht, wie eindringlich insbesondere die leisen Töne wirken können. Jedes Instrument ist gleichberechtigt und die vier Kölner Musiker verstehen es, den großen Spielraum stets musikalisch wertvoll zu füllen. „Fast schon wehmütig schwebt der Klang der Trompete durch den Raum...“ (Jazzthetik - Sep 2020). „This album is highly recommended!“ (Jazz in Europe – Jul 2020). Matthias Schwengler - Trompete Matthew Halpin - Saxophon Reza Askari - Bass Philipp Brämswig - Gitarre  

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Lesung und Musik - Olaf Reitz • Andre Enthöfer - 03.03.2022 Die Veranstaltung "Lesung & Musik" mit Olaf Reitz und Andre Enthöfer fand am 3. März 2022 in der Bandfabrik in Wuppertal statt. Olaf Reitz, ein bekannter Schauspieler und Sprecher, und Andre Enthöfer, ein versierter Musiker, präsentierten eine Kombination aus literarischen Texten und musikalischen Darbietungen. Das Thema des Abends war der Winter, und die beiden Künstler interpretierten verschiedene Gedichte und Texte, die die Eigenheiten und Gefühle dieser Jahreszeit thematisieren. Die Veranstaltung bot eine stimmungsvolle Mischung aus gesprochenem Wort und Musik, die das Publikum in die winterliche Atmosphäre eintauchen ließ.  

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Friday Night Jazz Club – Martin Sasse Trio – 25.02.2022 Das Konzert des Martin Sasse Trios am 25. Februar 2022 fand in der Bandfabrik in Wuppertal statt. Das Trio, bestehend aus Martin Sasse am Klavier, Martin Gjakonovski am Bass und Joost van Schaik am Schlagzeug, präsentierte an diesem Abend eine Mischung aus klassischen Jazzstücken und eigenen Kompositionen. Die Bandfabrik ist bekannt für ihre intime Atmosphäre, die es den Musikern ermöglicht, eine enge Verbindung zum Publikum aufzubauen. Das Konzert war Teil der „Friday Night Jazz Club“-Reihe, die regelmäßig hochkarätige Jazzmusiker nach Wuppertal bringt.  

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Matthias Neumann – Die vergänglichste Kunst überhaupt (von Daniel Diekhans – WZ 09.02.2022) Matthias Neumann stellt in der Bandfabrik aus Fotografieren ist für Matthias Neumann die vergänglichste Kunst überhaupt. Denn es braucht nur Millisekunden, um auf den Auslöser einer Kamera zu drücken – und schon ist ein neues Bild im Kasten. Dabei ist der Augenblick, den die Aufnahme festhält, in Wirklichkeit bereits vorbei. Fotografie als ein Ausdruck von Vergänglichkeit – diesen Gedanken, der den Foto-Künstler Neumann seit Langem beschäftigt, hat er zum Thema seiner ersten Ausstellung in der Bandfabrik gemacht. Die Werkschau „Vergänglich“ füllt die hellen Räume an der Schwelmer Straße mit Aufnahmen, die auf hochwertigem Papier oder auf Alu Dibond groß abgezogen worden sind. So müssen die Bilder nicht durch Rahmen „begrenzt“ werden und entfalten ihre volle Wirkung. Dass Neumann Stillleben und Landschaftsbilder zu kleinen Zyklen zusammengefasst hat, entspringt der Idee, mit der Ausstellung „einen Kreislauf, das Zyklische des Lebens“ darzustellen. Die Motive reichen von Fundstücken aus dem Gelpetal, die vor weißem Hintergrund zu schweben scheinen, bis hin zu den Blickfängen einer Reise ans Meer. Der Betrachter hat zum Beispiel einen Berg leerer Jakobsmuscheln vor sich, die nur noch von Ebbe und Flut bewegt werden – die historische Bezeichnung für Stillleben, „Natura morta“, lässt sich also wörtlich nehmen. Dynamik bringt Neumann in seine Landschaften, indem er die Kamera heftig bewegt und die „Verwischungen“ durch lange Belichtungszeiten weiter steigert. Dadurch verlieren die abgelichteten Wälder und Gebäude nicht nur ihre räumlichen Bezugspunkte, in Neumanns Worten wird sogar „die Zeit ausgehebelt“. Diese Finessen wie auch den philosophischen Überbau hätte Neumann wohl nicht entwickelt, wenn er Hobby-Fotograf geblieben wäre. Doch der Bratscher des Wuppertaler Sinfonieorchesters traute sich mehr zu und bat nach über 15 Jahren Dienst um die Reduzierung seiner Stelle auf eine halbe. Der damalige Orchesterchef Kamioka gab ihm Rückendeckung, und ab 2009 konnte der Berufsmusiker in Bielefeld künstlerische Fotografie studieren. Das Studium schloss er als „Master of Arts“ ab, und auch der 1. Preis beim internationalen Wettbewerb „Glanzlichter 2010“ stärkte ihm den Rücken. In der Bandfabrik wird unter anderem die Serie „Urbanics“ gezeigt, mit der Neumann 2015 am „Opus“-Fotografiepreis teilnahm und die 2020 als Bildband erschien. Neben den kontrastreichen Stadtansichten kommen aber auch die klassischen Genres zum Zuge. Ein Porträt sei das Schwierigste, sagt der Fotograf, was er sich vorstellen könne: „Diesmal hab ich mich getraut, eines auszustellen.“ Das Bildnis einer jungen Frau, die einem Zwanziger-Jahre-Film entstiegen sein könnte, gilt ihm als Sinnbild des „blühenden Lebens“. Erhard Ufermann, Gastgeber der Vernissage, gab gerne zu, kein Experte für Fotografie zu sein. Dennoch hätten ihm Neumanns Bilder viel zu sagen, spräche aus ihnen doch „ein leidenschaftliches Interesse am Rhythmus des Lebens“.  

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Kulturelle Vielfalt am Küchentisch – von Juri Lietz – WZ 03.02.2022 Talk-Runde in der Bandfabrik „Es ist ein Experiment: Die Verbindung von theoretischer Diskussion und von Engagement mit Essen und Musik“, kündigt Erhard Ufermann, Gründer der Bandfabrik in Langerfeld, die zweite Ausgabe der Talk-Runde „Am Küchentisch“ an. Was aber an experimentellen Inhalten vermutet wurde, entpuppte sich beim Gesprächsabend in der Kultur-Institution im Gegenteil schnell als heimelig-gesellige Runde, die sich in der Familiarität zwischen Gästen und Publikum auszeichnete. Vielleicht entstand die Interaktion zwischen den Interessierten, die die Bandfabrik ausgebucht hatten, und den Gästen am Küchentisch auch aus dem Thema des Abends heraus. Oft verhandelt und womöglich gerade dadurch so menschlich wie kaum ein anderes politisches Feld, stellte sich die Frage: „Integration oder kulturelle Vielfalt?“ Ufermann gibt eine klare Richtlinie vor: „Das ist weniger eine Frage an zugewanderte Menschen als an das Selbstverständnis der deutschen Gesellschaft.“ Deutschland habe lange darauf bestanden, kein Einwanderungsland zu sein, bis diese Erkenntnis auch wirtschaftlich, im Sinne des Gewinns von Fachkräften, nicht mehr zu umgehen gewesen sei. Dieses Dogma kritisiert der Initiator scharf: „Zuwanderung wird gegen alle Erfahrungen aus den 60er-Jahren gestaltet, nach dem Motto: ‚Wir rufen Arbeitskräfte – und verdammt, es kommen Menschen‘“, so Ufermann. Um das Kennenlernen zu fördern, wird am Küchentisch gemeinsam gegessen. Sowohl im Publikum als auch auf der Bühne wurde sich also an hausgemachtem Injera (Fladenbrot) und den Klängen der Musik von Papa Julius Nartey und Ervas Honore erfreut, sowie schon in die Diskussion vertieft. Die begann dann persönlich und klar zugleich: Hayat Chaoui, Leiterin des internationalen Frauenchores Women of Wuppertal, sagt über ihre einst als Gastarbeiter gekommenen Eltern heute: „Sie sind immer noch zu Gast.“ Eine Kerbe, in die auch Biniam Gebremedhin schlägt, der das Welt-Café in der Citykirche leitet. Er flüchtete als Jugendlicher vor dem Krieg in Äthiopien und stellt seitdem fest: „Integration hat in meinen Augen noch nie funktioniert.“ Nach 18 Jahren in Deutschland ist er noch immer nicht eingebürgert worden.Der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh zeigte sich in dieser Hinsicht selbstkritisch: „Es ist in den letzten Jahren ein Defizit der Politik gewesen, sich mit Migration und Vielfalt nicht genug auseinanderzusetzen.“ Er wünscht sich, um den Diskurs weniger problematisch zu gestalten, eine „Verlangweilung“ von Integration. „Das ist heute immer so weihevoll und paternalistisch“, kritisiert er. Die Betroffenen in den Mittelpunkt rücken möchte auch Christiane Bainski. Die Bildungsexpertin und ehemalige Landtagsabgeordnete sagt: „Wir tun immer so als wäre es eine Randgruppe, dabei bildet sich in NRW die Welt ab. Wir müssen uns in Fragen der Partizipation weiterentwickeln. “Wo also liegen Lösungsansätze? Chaoui findet, der Fokus auf Sprachkurse müsse trotz seiner Relevanz abgeschwächt werden. „Lieber sollte man zugewanderten Menschen die Mitgliedschaft in einem Verein auferlegen“, so die Musikerin. Lindh stimmt in Teilen zu („bei jedem Verein kann ich’s nicht empfehlen“) und sucht die Verantwortung in der Politik: „Wir neigen dazu, Bevormundung zu produzieren.“ Auf bürokratischer Ebene sucht Gebremedhin; er berichtet: „In den Behörden fühlen wir uns schikaniert.“ Und Bainski trifft den Nerv des Abends, wenn sie appelliert: „Wir sollten es möglich machen, sich über Grenzen hinwegzusetzen.“  

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Friday Night Jazz Club – HAUS • Matthias Haus Quartett – 28.01.2022 In seinem aktuellen Quartett stellt der einstmalige Gary Burton Meisterschüler und Jazzpott Preisträger Mathias Haus komplex strukturierte und zugleich lyrische Kompositionen vor. Sie sind Grundlage für die „Improvisations-Reisen“ der hervorragenden Solisten. „Mathias Haus entpuppt sich nicht nur als atemberaubender Virtuose, sondern auch als einfallsreicher Komponist und überragender Teamplayer. Zusammen mit dem Pianisten Hendrik Soll, dem Kontrabassisten Andre Nendza (Echo-Jazz 2012, neuer deutscher Jazzpreis 2014) und dem Schlagzeuger Mirek Pyschny kreiert Haus eine überraschend frische, spannende, vor Ideenreichtum sprühende Musik“ (Peter Gruner, Nürnberger Nachrichten). Besetzung: Mathias Haus - Vibraphon/ Komposition Hendrik Soll - Piano/ keyb. Andre Nendza - Kontrabass Mirek Pyschny - drums/ perc.  

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Friday Night Jazz Club – Tobias Weindorf • Christian Ramond • Peter Weiss – 26.11.2021 Tobias Weindorf (Jahrgang 1980) stammt aus Lüdenscheid, wo er schon in jungen Jahren Big Band-Luft an der Musikschule schnupperte. Der Grundstein für seine spätere Karriere war gesetzt: er wurde ins Bundesjazzorchester unter Peter Herbolzheimer aufgenommen und absolvierte ein Jazzstudium an der Musikhochschule in Köln, wo er bei Hubert Nuss und John Taylor studierte. Weindorf unterhält eine Vielzahl an eigenen Formationen. Hervorzuheben sind hierbei das seit 2008 bestehende „Brodersen-Weindorf Quartett“ mit seiner Frau Kristina Brodersen, das „Brodersen-Weindorf Duo“ sowie das Klavier-Trio mit dem Bassisten Gunnar Plümer und dem Schlagzeuger Peter Weiss. Als Sideman arbeitete er u.a. mit Ack van Rooyen, Lee Konitz, Fay Claassen und Herbert Grönemeyer. Darüber hinaus ist Weindorf fester Dozent an der Rheinischen Musikschule Köln und beim Bielefelder Jazzworkshop „Sommerjazz“, hinzu kommen regelmäßige Engagements bei der Kölner Kinderoper und beim Düsseldorfer Schauspielhaus. „I have known Tobias for many years and have enjoyed watching the growth of his musical talents. He uses his limpid touch and imaginative sense to great effect. His solos are exciting and full of good ideas.“ (John Taylor) Tobias Weindorf  

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Birgit Pardun – Ein Duschvorhang als Leinwand (von Daniel Diekhans – WZ 19.10.2021) Birgit Pardun stellt in der Bandfabrik aus Ausstellen – das bedeutet für Birgit Pardun nicht nur, ihre Bilder an die Wand zu hängen. Die Künstlerin will „den Raum nutzen und sehen: Was bringt er ein?“ Der Ort ihrer Ausstellung „Mal sehen, was die Zukunft so bringt“ ist die Bandfabrik in Langerfeld. Für das Backsteingebäude hat Pardun zwei Bilder gemalt und an die hohen Fenster gehängt, die zum Garten rausgehen. Der Clou der neuen Arbeiten ist das Material: Statt auf Leinwand prangen die Farben auf transparenten Duschvorhängen. So hat der Betrachter gleichzeitig Kirschbaum und Wiesengrün im Blick, und ähnlich wie bei einem Kirchenfenster entfaltet das eindringende Licht seine Wirkung. „Haltung zur Lage: Aussitzen“ heißt ein Teil des Diptychons – und den plakativen Titel muss man nicht ernstnehmen. Für die Künstlerin ist „Aussitzen“ keine Option: „Es kommt darauf an, dass man ins Tun kommt.“ Ihre Aktivität hat sie während des Corona-Lockdowns bewiesen. Mit dem Fotografen und Filmemacher Frank N organisierte sie das Projekt „Out and about“, bei dem zeitweise 100 Künstler Plakatwände in Ausstellungsflächen verwandelten. Zuletzt hat sich Pardun mit einem Wandbild an der Umgestaltung des Helene-Weber-Platzes beteiligt. Auch wenn es um „Kunst für drinnen“ ging, hat sie weiter experimentiert. Neben den Fensterbildern hängen in der Bandfabrik Arbeiten, die mit grafischen Elementen aufwarten und dadurch den Reiz von Wimmelbildern haben. Das Gegenstück zum transparenten Kunststoff ist dunkle Baumschutzfolie, die bei einem anderen Großformat den Hintergrund bildet. „Hier habe ich auch einen Graphitstift verwendet“, verrät Pardun. „Den kann man aber nur sehen, wenn man von der Seite drauf schaut.“ Wie viel Humor in Parduns Schaffen aus dem Zusammenspiel von Komposition und Titel entsteht, hat die Publizistin Anne-Kathrin Reif schon vor einigen Jahren beschrieben. Gerade da, wo die Bilder auf gesellschaftliche Probleme hinweisen, sind Anspielungen und Wortspiele nicht weit – von „Mensch essen Erde auf“ bis „Mit unseren Tränen lassen wir den Wasserspiegel ansteigen“. Dabei sind es die Zeichnungen, die von der Prägnanz ihres neuen Stils zeugen. „Mal sehen was die Zukunft so bringt“, die der Schau den Namen gibt, stellt zwei Cartoon-artige Figuren in die Bildmitte. Die recken die Hälse steil nach oben, als ob sie sich fragten: Kommt das Gute tatsächlich von oben – oder ist mit dem Gegenteil zu rechnen?  

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Am Küchentisch – Thema Afghanistan – 09.10.2021 Am Küchentisch – Thema Afghanistan – 09.10.2021  

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Peter Gaymann – Cartoons für Demenzkranke (von Jerrit Schloßer – WZ 28.09.2021) Peter Gaymann will auf die Krankheit aufmerksam machen Interessiert lauschte das Publikum am Montag im rot angestrichenen Fabrikgebäude der Bandfabrik den Worten des Cartoonists Peter Gaymann. Bei der Veranstaltung von „Tuhuus Langerfeld“ im Rahmen des Projektes „Langerfeld demenzfreundlicher machen“ sprach der bekannte Cartoonist unter anderem über Demenz, oder wie er es in seinem neuesten Werk betitelt: „Demensch“. Die Veranstaltung reiht sich als eine von vielen in diese Themen-Reihe ein, um das Thema Demenz zu enttabuisieren und mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. „Demenz geht alle im Quartier was an und wir müssen das zusammen stemmen“, sagte Anne Kirchmann-Bestgen von Tuhuus in ihrer Eröffnungsansprache. „Humor hilft über bestimmte Klippen hinweg“ Im Hauptteil der Veranstaltung erzählte Peter Gaymann zunächst, wie er zum Zeichnen kam und wieso er das Thema Demenz in Cartoons behandelt. „Humor hilft über bestimmte Klippen hinweg“, erklärte Gaymann. Nicht zuletzt deswegen hätte er sich nämlich dafür entschieden, auch über dieses Thema Witze zu machen. „Die Demenzkranken bleiben in meinen Cartoons eigenständige Menschen und behalten dadurch ihre Würde“, merkte der Cartoonist an. Für besonders viel Aufsehen sorgten im Publikum die Skizzen, die Gaymann während seines Monologes parallel zum Reden zeichnete, um seine Gedanken zu veranschaulichen. Gelächter zog sich regelmäßig durch die Reihen, sobald Gaymann seine Skizze fertigstellte und die Pointe erkennbar wurde. Unter laustarkem Applaus beendete Gaymann schließlich seine knapp einstündige Präsentation. „Ich finde es sehr gut, dass das Thema von Gaymann niedrigschwellig behandelt wird, so ist es leicht zugänglich“, sagte Besucherin Jennifer Riethmüller nach der Veranstaltung.  

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